Menu Close

Alle haben ein Recht auf Teilhabe an Sport, Freizeit und Tourismus

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

MAGDEBURG (kobinet) Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Zeit des Verreisens und der Erholung in einem entspannten den Urlaub. Kurz nach Beschränkungen nach der Pandemie sowie unter den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wird es in diesem Jahr ein etwas anderer Urlaub werden - aber Menschen mit Behinderungen haben ein Recht und einen Anspruch auf Teilhabe an Sport, den Aktivitäten der Freizeit sowie am Tourismus. Das haben die Beauftragten des Bundes und der Länder für die Belange von Menschen mit Behinderungen kürzlich auf ihrem 63. Treffen in ihrer Magdeburger Erklärung unterstrichen.

In dieser Erklärung verweisen die Behindertenbeauftragten darauf, dass die UN-Behindertenrechtskonvention alle Vertragsstaaten verpflichtet, Maßnahmen für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am kulturellen Leben, an Erholungs- Freizeit- und Sportaktivitäten zu ergreifen. Barrierefreiheit ist, so die Beauftragten in ihrer Erklärung, das grundlegende Gestaltungsprinzip, um die gleichberechtigte und wirksame Teilhabe Aller zu gewährleisten.

Um dies alles Wirklichkeit werden zu lassen, ist unbestreitbar noch sehr viel zu tun. Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern fordern deshalb:

  • Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Vereinen und weiteren sportlichen Angebotsstrukturen zu fördern,
  • Sport- und Spielstätten im Bestand sowie bei Neubauten barrierefrei zu gestalten,
  • aktive Teilhabe an Angeboten der Freizeitgestaltung zu gewährleisten
  • aktive Mitwirkung von Menschen mit Behinderung als Kulturschaffende sicher zu stellen
  • Kulturstätten jeglicher Art barrierefrei vorzuhalten.

Im Bezug auf den Tourismus fordern die Beauftragten des Bundes und der Länder wiederum, dass „Tourismus und das Reisen für Alle“ zum programmatischen Leitgedanken bei der Angebotsentwicklung, dem Marketing und beim kulturellen Erleben sein muss. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die entsprechenden Forderungen dazu, dass

  • es verbindliche gesetzliche Verpflichtungen zur umfassenden Barrierefreiheit touristischer Angebote und Dienstleistungen gibt,
  • barrierefreie Angebote in allen Bereichen des Tourismus entstehen
  • wirtschaftliche und soziale Vorteile von barrierefreiem Tourismus zu verinnerlichen
  • Menschen mit Behinderungen als Expertinnen und Experten bei der Identifizierung und Weiterentwicklung barrierefreier Tourismusangebote zu beteiligen.

Der vollständige Text der Magdeburger Erklärung der Beauftragten des Bundes und der Länder für die Belange von Menschen mit Behinderungen ist auf der Internetseite des Bundes-Behindertenbeauftragten unter diesem Link anzuhören, nachzulesen beziehungsweise in einer PDF-Version herunter zu laden.