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Verletzte werden immer mehr von Freiwilligen versorgt

Bild der Zerstörungen infolge der Bombardements in einem Wohngebiet in Kiev (Ukraine)
Bild der Zerstörungen infolge der Bombardements in einem Wohngebiet in Kiev (Ukraine)
Foto: Till Mayer/HI

MÜNCHEN (kobinet) Angesichts der gewalttätigen Kämpfe in der Ukraine nimmt die Anzahl an Brandopfern und Schwerverletzten mit Amputationen im ganzen Land immer mehr zu. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist darauf hin, dass die Versorgung von Brandopfern und Verletzten mit Amputationen täglich schwieriger wird und sich immer mehr Freiwillige, darunter auch Studierende, um die Verletzten kümmern. Außerdem verschlechtert sich die Situation von Älteren oder Menschen mit Behinderung vor allem im Osten der Ukraine dramatisch.

Im umkämpften Osten des Landes unterstützt Handicap International Einrichtungen oder Sammelzentren in unterirdischen Unterkünften oder Metrostationen, in denen Vertriebene untergebracht sind. „In Dnipro wurden in einem Zentrum ältere Menschen und Menschen mit Behinderung untergebracht, die fliehen mussten“, berichtet Fanny Mraz, die Leiterin der HI-Nothilfe in der Ukraine. „Die Menschen sind durch die Bombardierungen traumatisiert. Sie mussten ihre Häuser in aller Eile verlassen, ihr Hab und Gut und ihre Gehhilfen zurücklassen. Eine ältere Frau aus der Region Donezk konnte ihren Rollstuhl nicht mitnehmen, weil die Person, die sie brachte, Geld für dessen Transport verlangte, was sie sich nicht leisten konnte. Sie bewegt sich jetzt nur noch mühsam mit zwei alten Stöcken fort.“

In der vergangenen Woche hat HI 130 Hygiene- und Mobilitätshilfen, darunter Rollstühle, Rollatoren, Gehstöcke, Krücken, Toilettenstühle und Bettpfannen, an drei Einrichtungen und zwei Gemeinschaftszentren in Dnipro und Charkiw gespendet. Die Menschen können die Hilfsmittel mitnehmen, sollten sie die Einrichtung verlassen.

Die Teams von Handicap International werden die Zentren bei Bedarf weiterhin mit Hilfsmitteln ausstatten.