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Bei Barrierefreiheit ist deutscher Fußball nur Kreisliga

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Die Fußball-Bundesliga biegt schon bald in die Zielgerade dieser Saison ein und heute, am 10. Februar blicken viele auf das Spitzenspiel bei den Männern zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München. Aber wie sieht es in Sachen Barrierefreiheit in deutschen Stadien und bei den Fußballvereinenaus? Dieser Frage ist die ARD-sportsachau im Interview mit dem Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel nachgegangen. Das Urteil ist vernichtend. In Sachen Barrierefreiheit bewege sich der deutsche Fußball auf Kreisliga-Niveau.

Feierabendtreff von Selbst Aktiv Bayern startet am 15. Februar

Plakat zum Selbst Aktiv Feierabendtreff am 15.2.2024
Plakat zum Selbst Aktiv Feierabendtreff am 15.2.2024
Foto: Selbst Aktiv Bayern

Würzburg (kobinet) Am 15. Februar 2024 um 18.30 Uhr startet die Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv Bayern ihren Online-Feierabendtreff. Regelmäßig an jedem 3. Donnerstag im Monat öffnet der neue Online-Treff der AG Selbst Aktiv Bayern seine Pforten allen Menschen mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung für geselliges Miteinander, gute Gespräche, Anregungen und konstruktive Kritik.

Fatale Unterversorgung mit stationären Kinderhospizplätzen

DSC00519 von walnussbaer

FRANKFURT am MAIN (kobinet) Wenn in ganz Deutschland namhafte Gebäude grün angestrahlt und erleuchtet werden, wenn Fahrzeuge mit grünen Bändern geschmückt durch Städte und über Dörfer fahren, wenn Bäckereien ihr Gebäck mit grünem Zuckerguss überziehen, dann hat das am heutigen Samstag nichts mit Karneval oder Fasching zu tun: Am 10. Februar ist bundesweiter Tag der Kinderhospizarbeit.

Bundesgerichtshof entschied zugunsten von Umbauten für Barrierefreiheit

Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Foto: Bundesgerichtshof

Karlsruhe (kobinet) Der unter anderem für das Wohnungseigentumsrecht zuständige V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute am 9. Februar 2024 auf der Grundlage des im Jahr 2020 reformierten Wohnungseigentumsrechts in zwei Verfahren über die Voraussetzungen und Grenzen baulicher Veränderungen des Gemeinschaftseigentums entschieden, die von einzelnen Wohnungseigentümern als Maßnahmen zur Barrierereduzierung (Errichtung eines Personenaufzugs bzw. Errichtung einer 65 Zentimeter erhöhten Terrasse nebst Zufahrtsrampe) verlangt wurden. Auf diese Entscheidung, die für die Verbesserung der Barrierefreiheit im Wohnungswesen eine wichtige Rolle spielen dürfte, wies der Bundesgerichtshof in einer aktuellen Presseinformation hin.

Herr Biedermann geht pfeifen

Person in dunklem Hemd undgraueer Weste mit einem aufgeschlagenenBuch n den Händen an einem Regal
Portrait des Autors Roalnd Frickenhaus
Foto: privat

Plau am See (kobinet) Von Flensburg bis zum Bodensee finden gegenwärtig dutzende von Demonstrationsveranstaltungen gegen Rechtsextremismus und gegen die AfD statt. Seitdem „Correctiv“ über das Treffen von Rechtsaußen berichtete, ist, so scheint es, für viele Deutsche die Sofaecke keine Option mehr. Auf Biedermanns Dachboden tut sich was. Und mittlerweile weiß Herr Biedermann auch, wer da oben sein Unwesen treibt…

Wenn Partizipation zur Farce wird

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Saarbrücken (kobinet) Behinderte Menschen, die sich für Veränderungen in Sachen Inklusion einsetzen, kennen es zu Genüge. Man wird eingeladen, kommt vielleicht auch zu Wort, aber auf die Meinung der Betroffenen wird oft gepfiffen und andere Interessen setzen sich durch. Zudem gibt es für Stellungnahmen oder Informationen für wichtige Sitzungen häufig unangemessen kurze Fristen. Ein Lehrstück, wie man es machen kann, wenn man gar keine Partizipation möchte, sondern einfach nur seine Interessen durchsetzen will, mussten Vertreter*innen des saarländischen Landesbehindertenbeirats erst kürzlich anlässlich der Besetzung der Position des Landesbehindertenbeauftragten erleben.

Entscheidenden Durchbruch für EU-Behindertenausweis

Bild zum EU Behinderten- und Parkausweis
Bild zum EU Behinderten- und Parkausweis
Foto: Europäische Kommission

Wien / Brüssel (kobinet) Das Europäische Behindertenforum (EDF) feierte die Einigung der EU-Institutionen – dem Europäischen Parlament, dem Rat der Europäischen Union und der Europäischen Kommission – über das vorläufige Abkommen zum EU-Behindertenausweis. „Diese Einigung, die nun kurz vor den anstehenden EU-Wahlen im Juni 2024 erzielt wurde, ebnet den Weg für die Abstimmung über den endgültigen Text des Ausweises noch vor Ende der aktuellen Legislaturperiode“, heißt es im Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS vom 8. Februar 2024.

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Symbol Ausrufezeichen

Kassel (kobinet) kobinet-Leserin Trudi Kindl aus Kassel ist langjähriges Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen und Antifaschisten. Die Sonderkolumne von kobinet-Redakteur Hans-Willi Weis „Behinderte gegen Rechts. Jetzt initiativ werden“, hat Trudi Kindl zu einem Zwischenruf für die kobinet-nachrichten als Reaktion auf den Beitrag von Hans-Willi Weis veranlasst, den die kobinet-nachrichten im folgenden veröffentlichen. Sie plädiert dabei u.a. dafür, sich nicht nur in Behindertenverbänden, sondern auch in Parteien und anderen Organisationen aktiv zu werden.

Wie Inklusion in der Bildung International gedacht wird

Cover des IGEL-Podcast zur Zero Project Konferenz 2024
Cover des IGEL-Podcast zur Zero Project Konferenz 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Wien (kobinet) „Wie Inklusion in der Bildung International gedacht wird – Die Zero Project Conference 2024“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Die Zero Project Conference 2024 (#ZeroCon24) findet vom 21.-23. Februar 2024 in Wien statt. Im Vorfeld der Konferenz sprach der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang mit Robin Weis vom Zero Project im Vorfeld der anstehenden Konferenz.

Mitarbeitende für telefonische Patientenberatung gesucht

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Die im Dezember 2023 gegründete Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland möchte möglichst schnell die Beratung von Patient*innen aufnehmen. Deshalb sucht die Stiftung derzeit Mitarbeitende für die telefonische Patientenberatung, die aus dem Home-Office arbeiten und möglichst schnell mit der Tätigkeit beginnen können.

Kölner Rollstuhlbasketballer auf dem Weg zum Finale

Logo des RBC Köln 99ers zum Neustart in der Bundesliga
Logo des RBC Köln 99ers
Foto: Rollstuhlbasketball-News des RBC Köln 99ers

KÖLN (kobinet) In den jüngsten Begegnungen gegen die DONECK Dolphins Trier und im Europa-Pokal gegen die Hornets Le Cannet, Galatasaray und Bilbao zogen sich die Köln 99ers respektabel aus der Affäre. In diesen Partien enttäuschten die Kölner keineswegs, konnten sogar zwei Siege gegen Trier und Le Cannet einfahren.

„Wolle mer se eroylasse?“

Der Autor Stephan Laux, als fünfjähriger Junge in einem weißen Kätzchenkostüm, vor einem Hauseingang
Der Autor Stephan Laux, als fünfjähriger Junge in einem weißen Kätzchenkostüm, vor einem Hauseingang
Foto: Stephan Laux

Villmar – Weyer (kobinet) (wollen wir sie reinlassen)

eine Kolumne über die Teilhabeverweigerung

oder eine Büttenrede die nicht lustig ist

Artikel „Geheimplan für Deutschland“ in Leichter Sprache und zum Hören

Symbol Information

Münster (kobinet) Die Recherchen über Pläne zur Vertreibung von Menschen aus Deutschland bestimmen seit Wochen die öffentliche Diskussion und haben zu vielen Demonstrationen gegen rechts geführt. „Wir haben die Leichte-Sprache-Version des Artikels ‚Geheimplan gegen Deutschland‘ eingelesen. Diese Hörversion brauchen wir für Frauen im Netzwerk, die zwar die Demos besser verstehen wollen, aber eben nicht oder nur mit Mühe lesen können oder es wollen“, heißt es vonseiten des NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW, das darauf hinweist, dass es den Beitrag nun auch in Leichter Sprache und als Hörversion gibt.

Michael Schmaus neuer Behindertenbeauftragter im Saarland

Landkarte Lage Saarland in Deutschland
Lage Saarland in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Saarbrücken (kobinet) „Michael Schmaus muss nun die Scherben zusammenkehren“, so titelt die Saarlandwelle von SR 3 ihren Bericht darüber, dass Michael Schmaus nun zum neuen Landesbehindertenbeauftragten des Saarlands bestellt wurde. Im Hinblick auf das hochumstrittene Besetzungsverfahren dürfte der neue Landesbehindertenbeauftragte wirklich viel zu tun haben, um die Missachtung des Landesbehindertenbeirats bei der Besetzung der Position und den Umgang mit dem bisherigen Beauftragten und einigen Bewerber*innen wieder in geordnete Bahnen zu bringen. „Das Wahlverfahren war alles andere als ein demokratisches Lehrstück“, meint SR-Reporter Patrick Wiermer daher auch sehr treffend.

T4 Ophelias Garten knüpft an Erinnerungsarbeit und knüpft an aktuelle Lage an

Presseinfo zum Theaterstück T4. Ophelias Garten
Presseinfo zum Theaterstück T4. Ophelias Garten
Foto: Daniela_Buchholz

Bremen (kobinet) Um den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus gastierte das Theaterstück „T4 Opehlias Garten“ an drei Abenden nacheinander in Bremen. Alle drei Vorstellungen waren restlos ausverkauft. Initiator des Gastspiels war der Landesbehindertenbeauftragte der Freien Hansestadt Bremen Arne Frankenstein. Das breite Medienecho sowie die vielen Rückmeldungen zeigen nach Ansicht von Arne Frankenstein, dass dieses Stück dringend gebraucht wird, um die Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit zur systematischen Vernichtung und Verfolgung behinderten Lebens im Nationalsozialismus zu vertiefen.

Raul Krauthausen zu Gast bei Jürgen Dusel im Kleisthaus

Plakat zur Veranstaltung mit Jürgen Dusel und Raul Krauthausen
Plakat zur Veranstaltung mit Jürgen Dusel und Raul Krauthausen
Foto: Bundesbehindertenbeauftragter

Berlin (kobinet) Der „Salon im Kleisthaus“ ist das Talkformat von „Kultur im Kleisthaus“ des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel. Am 15. Februar 2024 um 19:00 Uhr ist Raul Krauthausen zu Gast bei Jürgen Dusel im Kleisthaus.

MmB-Community-Podcast zum Crip Camp

Logo des Podcast MmB Community
Logo des Podcast MmB Community
Foto: MmB Community

Kassel (kobinet) „2023 war ein fantastisches Jahr für den neuen Podcast ‚MmB Community‘ von Paul O’Dono und Mano Grande, die sich in der 25. Runde der Peer Counceling Weiterbildung des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) im Mai 2023 kennen lernten. In 2024 geht das Abenteuer weiter. In der ersten Folge des Jahres haben die beiden ein ganz besonders Gesprächsthema: ‚Filmpreview Crip Camp‘. Bei einem Filmabend im November 2023 des Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) in Kassel wurde die prämierte Dokumentation aus dem Jahr 2020 gespielt. Inhaltlich geht es um das aufkeimende Empowerment der Behindertenbewegung in Amerika. Dieses Empowerment tragen Paul und Mano in ihren Podcast und regen dazu an, sich vom Film und den echten Protagonisten mitreißen zu lassen. Der Film ist derzeit auf Netflix zu sehen“, heißt es in der Ankündigung der neuen Ausgabe des Podcast MmB Community.

Bedarf an sozialrechtlicher Beratung wächst weiter

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

Stuttgart (kobinet) Die Nöte und Sorgen der Menschen in Baden-Württemberg steigen weiter. Der Landesverband des VdK informiert darüber, dass es im Jahr 2023 mehr als 68.000 sozialrechtliche Beratungen gab. Durch die VdK-Juristen wurden so viele Beratungen wie noch nie zuvor durchgeführt. 12.200 Widersprüche, Klagen und Berufungen wurden eingereicht – gegen Rentenbescheide, abgelehnte Krankenkassenleistungen und die Pflegekasse – noch nie waren es mehr.

Abschied von Ursula Lehmann

Ursula Lehmann am Protesttag 2023 in Berlin
Ursula Lehmann am 5. Mai 2023 am Brandenburger Tor
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Ursula Lehmann ist am 13. Dezember 2023 kurz nach ihrem Achtzigsten Geburtstag gestorben. Die Beisetzung der Berliner Rollstuhlaktivistin findet am 13. Februar um 12.30 Uhr auf dem Dom-Friedhof der St. Hedwig-Gemeinde im Stadtbezirk Mitte, Liesenstraße 8 statt. Das Foto hat kobinet-Reporterin Irina Tischer am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im vergangenen Jahr in Berlin aufgenommen. Zur Veröffentlichung wählte sie ein Wort von William Shakspeare (1564 – 1616) aus: „Gesegnet, die auf Erden Frieden stiften.“

Agieren statt Evaluieren in Sachen Antidiskriminierung

Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3
Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3
Foto: NW3, Michael Möller

Berlin (kobinet) „Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis“, so lautet ein Sprichwort, das zuweilen typisch für die Verhinderung von Fortschritten ist. Im Hinblick auf die im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP verankerte Reform des Allgemeinen Arbeitskreis könnte man dies derzeit so formulieren: „Willst du nicht agieren, lass erst mal evaluieren“. Diesen Schluss zieht zumindest das NETZWERK ARTIKEL 3, das für die Verbesserung des Diskriminierungsschutz in Deutschland eintritt. Denn statt endlich konkrete Vorschläge für die Gesetzesreform vorzulegen, soll nun erst einmal die Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes evaluiert werden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung der Abgeordneten Clara Bünger vom 17: Januar 2024 hervor.

Buchlesung mit Diskussion in Bremen zur Situation in Werkstätten

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Bremen (kobinet) Auf Einladung des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen, Arne Frankenstein, findet am 13. März 2024 um 16:30 Uhr im Kwadrat Bremen, Wilhelm-Kaisen-Brücke 4, in Bremen eine Buchlesung mit anschließender Diskussion zum Reportage-Roman „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen mit Ottmar Miles-Paul statt. Anmeldungen werden bis zum 6. März 2024 entgegen genommen, heißt es auf der Internetseite des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen.

Workshops des Projekts Afro-diasporische Communities und Behinderungen

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Berlin (kobinet) Das Projekt AdiCoBe – Afro-diasporische Communities und Behinderungen – Black (dis)abled Power bietet in den nächsten Monaten einige Workshops an, um Raum für den Austausch zu geben, Wissen zusammenzutragen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. „Für den Auftakt der Workshopreihe wählten wir das Wochenende nach dem 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus und zugleich Welt-Down-Syndrom-Tag“, heißt es auf der Internetseite des Projekts.

Kritik an österreichischem Werkstättensystem

Daumen unten
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Foto: Irina Tischer

Wien (kobinet) Nicht nur in Deutschland wird heiß über die Entlohnung in Werkstätten für behinderte Menchen weit unter dem Mindestlohn und vor allem über die mangelnden Alternativen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt diskutiert. Die österreichische Volksanwaltschaft kritisierte nun, dass in österreichischen Werkstätten für behinderte Menschen Zeiten der Krankheit vom „Urlaubsanspruch“ abgezogen werden. Darüber berichtet der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS. „Menschen mit Behinderungen bekommen in den ‚Werkstätten‘, in denen sie arbeiten, nur Taschengeld statt Lohn. Das kritisiert die Volksanwaltschaft schon lange. Nun ist ein neuer Aspekt des Problems aufgetaucht: Weil die Beschäftigung von Christian S. nicht als Arbeitsverhältnis gilt, kann er auch nicht in Krankenstand gehen. Die Zeit, die er krank war und in der Werkstatt gefehlt hat, wurde ihm von den 50 jährlich erlaubten Fehltagen pro Jahr abgezogen“, heißt es im BIZEPS-Bericht.

M3 Global sucht Menschen mit Ernährungssonde für Studie

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Das internationale Forschungsunternehmen M3 Global hat eine Studie zum Thema Leben mit Ernährungssonde gestartet. Im Mittelpunkt der Studie stehen Menschen, die eine Ernährungssonde (PEG-Sonde, Gastrotube oder Button) selbst nutzen bzw. An- und Zugehörige die Menschen mit einer Ernährungssonde pflegen oder sie bei der Versorgung unterstützen. Darauf hat Laura Mench die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Süddeutsche berichtete über nicht-invasiven Pränataltest

Bild mit Text zum Artikel der Süddeutschen Zeitung
Bild mit Text zum Artikel der Süddeutschen Zeitung
Foto: SZ

Bremen (kobinet) „Wir freuen uns, dass die Süddeutsche Zeitung in der letzten Wochenendausgabe mit dem Artikel ‚Hauptsache Gesund?‘ die Diskussion um den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT) aufgegriffen hat. Arne Frankenstein weist in dem Artikel erneut darauf hin, welche Botschaft mit dem Test verbunden ist: ‚Es wird vermittelt, dass es ein vermeidbares Risiko ist, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen.‘ Die SZ hat den Fokus in dem Artikel auf die belastende Situation gerichtet, in welcher sich werdende Eltern befinden. Unsere Schlussfolgerung: Der durch Bremen initiierte Bundesratsbeschluss ‚Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums‘ muss durch das Bundesministerium für Gesundheit zeitnah umgesetzt werden.“ Dies schreibt das Team des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen auf Facebook und verweist auf den Beitrag der Süddeutschen Zeitung.

Auf jeden Fall wählen gegen rechts am 11. Februar in Berlin

Logo: Selbst Aktiv
Logo: Selbst Aktiv
Foto: AG Selbst Aktiv

Berlin (kobinet) Die Bundestagswahl wird am 11. Februar 2024 in einigen Berliner Wahlkreisen aufgrund von Problemen bei der Bundestagswahl 2021 wiederholt. Mechthild Ravert von der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv der SPD ruft im Vorfeld dieser Wahl dazu auf, auf jeden Fall wählen zu gehen und dies gegen rechts. Bereits am 3. Februar hat sich die AG Selbst Aktiv an der Demonstration #WirSindDieBrandmauer von Hand in Hand in Berlin beteiligt.

Steht neuer Landesbeauftragter im Saarland schon fest?

Symbol Fragezeichen

Saarbrücken (kobinet) Die kobinet-nachrichten hatten wiederholt über die zweifelhaften Vorgänge bei der Neubesetzung der Position des Landesbehindertenbeauftragten im Saarland berichtet. Nun soll wohl der bisherige Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im Saarland, Michael Schmaus, neuer Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen werden, wie es in einem Bericht des Saarländischen Rundfunks (SR) heißt. Zuletzt hatte es massive Kritik am Verfahren für die Neubesetzung der Position vor allem auch bei den im Landsbehindertenbeirat vertretenen Organisationen gegeben.

Arbeit für Kulturinteressierte im Raum Berlin

Zwei Masekn mit je einem lachendem und einem  traurigen Gesicht
Kultur zeigt immer alle Gesichter des Lebens
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

BERLIN (kobinet) Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Kultur können im Raum Berlin im Jahrgang 2024/2025 (von September bis August) rund zehn inklusive Plätze vergeben werden. Freiwillige mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung sind in Teilzeit ab 21 Stunden pro Woche tätig und werden dabei umfangreicher und individueller begleitet als im bisher bekannten FSJ Kultur – im Vermittlungsverfahren vorab, in ihrem Alltag in den Einrichtungen und bei den Bildungsseminaren. Zudem erhalten die Freiwilligen 438 Euro Taschengeld und sind sozialversichert.

Syrien braucht langfristig noch viel Hilfe

Ein kleines Mädchen sitzt aauf dem Schoß einer Frau, die einen Mundschutz trägt
In Syrien brauchen die Überlebenden des Erdbebens vom 6. Februar 2023 wie die kleine Nour noch viel Hilfe
Foto: HI 2023

MÜNCHEN (kobinet) Ein Jahr nach Erdbeben vom 6. Februar 2023 brauchen die Überlebenden in Syrien viel mehr langfristige Hilfe für die Schwerverletzten. Wie die Hilfsorganisation Handicap International (HI) berichtet, so benötigen amputierte Menschen Physiotherapie, Prothesen oder Rollstühle sowie Medikamente und psychologische Hilfe. HI verweist darauf, dass viel mehr langfristige Unterstützung notwendig ist.

Fast 175.000: Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter steigt massiv an

Symbol Prozentzeichen

Nürnberg (kobinet) Die Arbeitslosenzahlen schwerbehinderter Menschen sind im Januar 2024 massiv angestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit bezifferte die Zahl arbeitslos gemeldeter schwerbehinderter Menschen im Januar 2024 mit 174.250. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies über 8.000 schwerbehinderte Menschen mehr, die arbeitslos gemeldet sind. Im Januar 2023 lag diese Zahl noch bei 165.635. Lediglich in der Hochphase der Corona-Pandemie im Januar 2021 lag die Zahl arbeitslos gemeldeter Schwerbehinderter in den letzten fünf Jahren mit 180.047 in einem Januar höher als derzeit.

Vorbereitungen zum Protesttag zum 5. Mai laufen auf Hochtouren

Plakat zum Europäischen Protesttag 2024 der Aktion Mensch
Plakat zum Europäischen Protesttag 2024 der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Die Vorbereitungen für Aktionen zum 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, laufen in einigen Städten und Regionen bereits auf Hochtouren. Unter dem Motto „Viel vor für Inklusion! Selbstbestimmt Leben – ohne Barrieren.“ unterstützt die Aktion Mensch auch dieses Jahr vielfältige Aktionen und macht darauf aufmerksam, dass die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) endlich besser umgesetzt werden muss. Für Aktionen, die im Zeitraum vom 27. April bis 12. Mai 2024 zum Protesttag durchgeführt werden, gibt es bis zum 31. März 2024 noch die Möglichkeit, einen Förderantrag bei der Aktion Mensch bis zu 5.000 Euro ohne Eigenbeteiligung zu stellen. Darauf weist die Aktion Mensch auf ihrer Internetseite mit den Informationen zum diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen hin.

Es geht uns alle an! Verbände zeigten Flagge für die Demokratie

Demobild: Es geht und alle an
Demobild: Es geht uns alle an
Foto: Stephanie von Becker Photodesign

Berlin (kobinet) „ES GEHT UNS ALLE An!“ Diesen Schriftzug zeigten Vertreter*innen einer Reihe von Verbänden am 3. Februar 2024 bei einem Fototermin des Paritätischen vor Beginn der Veranstaltung gegen rechts am Reichstag in Berlin unter dem Motto „Hand in Hand gegen rechts #WirSindDieBrandmauer“. „Ein starkes Signal gegen die AfD und für die Demokratie! 300.000 waren heute in Berlin bei der #WirSindDieBrandmauer Demo. Was uns auch sehr freut: Über 100 Menschen haben an unserer Fotoaktion vor der Demo teilgenommen. Danke euch!#VielfaltOhneAlternative„, heißt es auf dem Facebook-Post des Paritätischen mit einem Foto von Stephanie von Becker Photodesign.

Saarland: Kritik an Ansiedlung und Anforderungen für Beauftragten für Barrierefreiheit

Landkarte Lage Saarland in Deutschland
Lage Saarland in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Saarbrücken (kobinet) Der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Saarland (BSK) hat die Stellenausschreibung für die Position des Beauftragten für Barrierefreiheit / Leiter der Landesfachstelle Barrierefreiheit durch die saarländische Landesverwaltung mit Interesse aufgenommen. Diese Position ist entscheidend für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und unterstützt die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Der Landesverband stellt jedoch nicht nur die Qualifikationsanforderungen der Stelle in Frage, die ein Hochschulstudium in Sozial- oder Politikwissenschaften vorsieht, sondern spricht sich auch für eine Neubewertung der organisatorischen Zuordnung der Stelle aus. „Aktuell ist die Position innerhalb der Landesverwaltung angesiedelt, doch wir sehen einen erheblichen Mehrwert darin, diese Stelle direkt als Stabsstelle beim Beauftragten des Landes für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu etablieren“, heißt es vonseiten des BSK.

Diskussion: Alles inklusiv? So barrierefrei sind die privaten Medien

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) „Alles inklusiv? So barrierefrei sind die privaten Medien“, so lautet der Titel einer Podiumsdiskussion, zu der der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, am 4. März 2024 von 12:00 bis 13:30 Uhr im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft einlädt.

Stadt Bargteheide unterstützt Forderung nach barrierefreiem Bahnhof

Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
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Foto: BSK e.V.

Bargteheide (kobinet) Die Bürgermeisterin der Stadt Bargteheide, Frau Hettwer, hat sich ausdrücklich für die von BSK-Kontaktstellenleiter Andreas Reigbert geforderte Barrierefreiheit der S4-Bahnen, insbesondere im Bereich des Bargteheider Bahnhofs, eingesetzt. In einer Stellungnahme dankte sie Andreas Reigbert für seinen Einsatz und bekräftigte die Wichtigkeit dieses Themas für die Stadt. Darauf weist der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) hin.

Vernetzungstagung von Kindern und Jugendliche mit Behinderung

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Uder (kobinet) „Kinder und Jugendliche mit Behinderung vernetzen sich bundesweit“, so lautet der Titel eines Vernetzungstreffens, das vom 12. – 14. April 2024 in der Bildungsstätte Eichsfeld in Uder (Thüringen) – 30 Minuten von Göttingen entfernt – als Präsenzveranstaltung stattfindet. Darauf macht der Bundesverband behinderter Eltern (bbe) aufmerksam, der die Tagungsorganisation für die behinderten Kinder und Jugendlichen übernimmt.

Frauenbeauftragte gründen Landes-Arbeits-Gemeinschaft

Zehn Personen auf einer Bühne. Im Hintergrund der Schriftzug Wir sind die Delegierten
Bei der 2.Voll-Versammlung für Frauen-Beauftragte aus NRW, Stadthalle Münster-Hiltrup
Foto: Mira Unkelbach

MÜNSTER (kobinet) Der Frauenbeauftragten der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen war im Herbst 2022 von der Vollversammlung der Frauenbeauftragen gemeinsam mit sechs weiteren engagierten Frauenbeauftragten das Mandat erteilt worden, die Gründung eine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Frauenbeauftragten vorzubereiten. Mit einer zweiten Vollversammlung der nordrhein-westfälischen Werkstatt-Frauenbeauftragten wurde nun diese eigene LAG gegründet.

Momentaufnahme 333

Ein Stacheldraht im blauen Himmel mit weißen Wolken
Wolken
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden. (Rosa Luxemburg)

Behindertenparlament sucht Dialog

Abgeordnetenhaus von Berlin
Berliner Abgeordnetenhaus
Foto: sch

Berlin (kobinet) Rund 600 000 Menschen mit Behinderung leben nach Schätzungen in Berlin. Sie sind aber im politischen Leben weitgehend unterrepräsentiert, so die Berliner Woche vom 3. Februar. Deshalb siucht das Berliner Behindertenparlament den Dialog mit dem Senat.

Info Was ist ein Frauenhaus in Leichter Sprache und Gebärdensprache

Symbol Information

Berlin (kobinet) Die Frauenhauskoordinierung e.V. hat den Flyer „Was ist ein Frauen-Haus“ in Leichter Sprache veröffentlicht. Er soll professionellen Akteurinnen und Akteuren dabei helfen, mit von Gewalt betroffenen Frauen mit Lernbehinderung ins Gespräch zu kommen. Zudem gibt es auch Infos in Gebärdensprache. Darauf hat die hessische Landesbehindertenbeauftragte Rika Esser in ihrem Newsletter aufmerksam gemacht.