ERLANGEN (kobinet)
Menschen mit Beein-trächtigung brauchen Unter-stützung.
Beein-trächtigung bedeutet: Ein Mensch hat eine Behinderung.
Er braucht Hilfe im Alltag.
Sie sollen am Leben teil-haben.
Teil-habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Die Lebens-hilfe Erlangen hilft dabei.
Das geht nur mit Fach-kräften.
Eine Fach-kraft hat eine besondere Aus-bildung.
Sie kennt sich in ihrem Beruf sehr gut aus.
Mit-arbeitende in einer Außen-wohn-gruppe sagen:
In einer Außen-wohn-gruppe wohnen Menschen mit Behinderung zusammen.
Sie bekommen dort Hilfe.
Ohne uns wären viele Menschen ausgeschlossen.
Wir helfen unseren Bewohner-innen und Bewohnern.
Sie können so selbst-bestimmt leben.
Selbst-bestimmt bedeutet: Man entscheidet selbst.
Wir geben Menschen eine Stimme.
Im Wohn-bereich fehlen Fach-kräfte.
Zum Beispiel fehlen Heil-erziehungs-pfleger.
Heil-erziehungs-pfleger ist ein Beruf.
Sie helfen Menschen mit Behinderung.
Die Lage wird immer schwieriger.
Auch die Bewohner-innen und Bewohner merken das.
Bernd Acker-mann wohnt im Gemein-schaftlichen Wohnen.
Er sagt: Ohne den Maher läuft nichts mehr.
Wir sind ein Team.
Maher El-na-sha-waty hilft Menschen mit Beein-trächtigung.
Er sagt: Das ist mehr als Arbeit für mich.
Roland Mühl-berger bekommt Unter-stützung.
Er freut sich darüber.
Er bekommt Hilfe bei Arzt-besuchen.
Er geht mit Fach-kräften einkaufen.
Und er geht schwimmen.
Das Schwimmen gefällt ihm am besten.
Auch Kinder und Jugendliche brauchen mehr Begleitung.
Immer mehr Kinder haben Autismus.
Autismus bedeutet: Das Gehirn arbeitet anders.
Menschen mit Autismus nehmen die Welt anders wahr.
Viele Kinder brauchen deshalb eine eigene Begleit-person.
5 große Verbände haben zu einer Aktions-woche aufgerufen.
Ein Verband ist eine Gruppe von Organisationen.
Sie haben ein gemeinsames Ziel.
Eine Aktions-woche ist eine Woche mit besonderen Veran-staltungen.
Alle sollen auf ein wichtiges Thema aufmerksam werden.
Die Aktions-woche ist vom 20. bis 24. April.
Frank Morell ist Vor-sitzender der Lebens-hilfe Erlangen.
Er begrüßt das sehr.
Die Verbände fordern die Bundes-regierung auf.
Die Bundes-regierung besteht aus dem Bundes-kanzler und den Ministern.
Sie kümmern sich um die Politik.
Es soll mehr Fach-kräfte geben.
Fach-kräfte müssen gut bezahlt werden.
Die Arbeit muss gut finanziert sein.
Teil-habe darf kein Spar-posten sein.
Spar-posten bedeutet: Es wird weniger Geld ausgegeben.

Foto: Pixabay/geralt
ERLANGEN (kobinet) Menschen mit Beeinträchtigung, vor allem auch Menschen mit kognitiver oder mehrfacher Einschränkung, benötigen Unterstützung zur gesellschaftlichen Teilhabe. Die Lebenshilfe Erlangen sieht es als ihren Auftrag, ihnen dies zu ermöglichen. Das ist aber ohne Fachkräfte nicht leistbar. "Ohne unsere Arbeit wären viele Menschen im Alltag ausgeschlossen. Wir sorgen dafür, dass unsere Bewohner*innen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Wir geben Menschen eine Stimme, die oft überhört wird", so Mitarbeitende in einer Außenwohngruppe der Lebenshilfe. Besonders im Wohnbereich fehlen Fachkräfte wie beispielsweise Heilerziehungspfleger*innen und die Situation spitzt sich seit geraumer Zeit immer weiter zu. Das entgeht auch den Bewohner*innen nicht, die auf Hilfe und Zuwendung angewiesen sind.
Bernd Ackermann lebt im Gemeinschaftlichen Wohnen und sagt: „Ohne den Maher läuft nix mehr. Wir sind ein Team.“ Maher Elnashawaty bedeutet es viel, für Menschen mit Beeinträchtigung da zu sein: „Es ist mehr als Arbeit für mich.“Roland Mühlberger ist froh, dass er Unterstützung bekommt „bei Sachen, wo ich nicht so fit bin“. Zum Beispiel: Begleitung bei Arztbesuchen, gemeinsames Einkaufen, Schwimmen gehen. Letzters sei für ihn das Schönste. Für viele ist es auch wichtig, jemanden zum Reden zu haben.
Auch im Kinder- und Jugendbereich wächst der Bedarf an Begleitung und Betreuung. Es gibt eine Zunahme an Autismus-Spektrum-Störungen und immer mehr Kinder benötigen eine Einzelbegleitung. „Deswegen begrüßen wir es sehr, dass unsere Bundesvereinigung Lebenshilfe gemeinsam mit den vier anderen bundesweit agierenden Fachverbänden für Menschen mit Beeinträchtigung zu einer Aktionswoche vom 20. bis 24. April aufgerufen hat“, betont Frank Morell, Vorsitzender der Lebenshilfe Erlangen. Die Verbände fordern die Bundesregierung auf, die Sicherung von Fachkräften in der Eingliederungshilfe und Sozialpsychiatrie als politische Priorität zu verankern. Teilhabe dürfe kein Sparposten sein. Für verlässliche und professionelle Unterstützung brauche es ausreichend Fachkräfte, tarifgebundene Arbeitsbedingungen und eine auskömmliche Finanzierung.

Foto: Pixabay/geralt
ERLANGEN (kobinet) Menschen mit Beeinträchtigung, vor allem auch Menschen mit kognitiver oder mehrfacher Einschränkung, benötigen Unterstützung zur gesellschaftlichen Teilhabe. Die Lebenshilfe Erlangen sieht es als ihren Auftrag, ihnen dies zu ermöglichen. Das ist aber ohne Fachkräfte nicht leistbar. "Ohne unsere Arbeit wären viele Menschen im Alltag ausgeschlossen. Wir sorgen dafür, dass unsere Bewohner*innen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Wir geben Menschen eine Stimme, die oft überhört wird", so Mitarbeitende in einer Außenwohngruppe der Lebenshilfe. Besonders im Wohnbereich fehlen Fachkräfte wie beispielsweise Heilerziehungspfleger*innen und die Situation spitzt sich seit geraumer Zeit immer weiter zu. Das entgeht auch den Bewohner*innen nicht, die auf Hilfe und Zuwendung angewiesen sind.
Bernd Ackermann lebt im Gemeinschaftlichen Wohnen und sagt: „Ohne den Maher läuft nix mehr. Wir sind ein Team.“ Maher Elnashawaty bedeutet es viel, für Menschen mit Beeinträchtigung da zu sein: „Es ist mehr als Arbeit für mich.“Roland Mühlberger ist froh, dass er Unterstützung bekommt „bei Sachen, wo ich nicht so fit bin“. Zum Beispiel: Begleitung bei Arztbesuchen, gemeinsames Einkaufen, Schwimmen gehen. Letzters sei für ihn das Schönste. Für viele ist es auch wichtig, jemanden zum Reden zu haben.
Auch im Kinder- und Jugendbereich wächst der Bedarf an Begleitung und Betreuung. Es gibt eine Zunahme an Autismus-Spektrum-Störungen und immer mehr Kinder benötigen eine Einzelbegleitung. „Deswegen begrüßen wir es sehr, dass unsere Bundesvereinigung Lebenshilfe gemeinsam mit den vier anderen bundesweit agierenden Fachverbänden für Menschen mit Beeinträchtigung zu einer Aktionswoche vom 20. bis 24. April aufgerufen hat“, betont Frank Morell, Vorsitzender der Lebenshilfe Erlangen. Die Verbände fordern die Bundesregierung auf, die Sicherung von Fachkräften in der Eingliederungshilfe und Sozialpsychiatrie als politische Priorität zu verankern. Teilhabe dürfe kein Sparposten sein. Für verlässliche und professionelle Unterstützung brauche es ausreichend Fachkräfte, tarifgebundene Arbeitsbedingungen und eine auskömmliche Finanzierung.




