Veröffentlicht am 28.03.2026 12:43 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Dennis Petschner Foto: TLMB
ERFURT (kobinet) Mit 75 Ja-Stimmen von den Abgeordneten der Fraktionen des Thüringer Landtags wurde Dennis Petschner zum neuen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen gewählt. Er folgt auf Joachim Leibiger, der diese Funktion sechs Jahre lang innehatte. Petschner ist Vorsitzender des Landesverbandes für Körper- und Mehrfachbehinderte Thüringen e.V., ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt Eisenach und Geschäftsführer des „Aktiv im Leben mit Behinderung Wartburgkreis e.V.“ Dennis Petschner kündigte baldige Gespräche mit Vertretern der Landesund Kommunalpolitik sowie der Verbände an.
Veröffentlicht am 28.03.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des Gesamtverband des Paritätischen Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) Anlässlich der Bundestagsdebatte vom 27. März 2026 zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fordert der Paritätische Gesamtverband, die bestehenden zivilgesellschaftlichen Strukturen zu erhalten und zu stärken. Vereine und Initiativen vor Ort seien unerlässlich, um die Demokratie zu stärken und menschenverachtenden Tendenzen entgegenzutreten. Demokratie lebt von Engagement und Vielfalt. „Dass sich die Bundesfamilienministerin zur Weiterführung des Programms bekannt hat, ist gut. Den digitalen Raum stärker in den Blick zu nehmen und auch hier mehr Menschen zu erreichen, ist wichtig. Aber das gelingt am besten, wenn man an die erfolgreiche Arbeit der Organisationen anknüpft“, betonte der Paritätische.
Veröffentlicht am 27.03.2026 20:24 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) „Dem Kanzler, was des Kanzlers ist – uns Krüppel die Krümel“. Gegen dieses der Bibel entlehnte Haushaltsmittel-Verteilungsprinzip wehren sich „Krüppel gegen Kriegsvorbereitung“ mit der bewährten Ein-Prozent-Forderung. Als Krüppel-Abgabe abzuziehen vom 500 Milliarden Sondervermögen Verteidigung.
Veröffentlicht am 27.03.2026 17:39 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundesrat Foto: Bundesrat / Christian v. Steffelin
Berlin (kobinet) „Der Bundesrat begrüßt die geplante Aufnahme von privaten und öffentlichen Unternehmen, die Güter und Dienstleistungen für Endkundinnen und Endkunden anbieten, in den Kreis der Normadressaten des Benachteiligungsverbotes nach dem Behindertengleichstellungsgesetzes. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in seiner geltenden Fassung enthält nur einen begrenzten Schutz von Menschen mit Behinderungen vor Benachteiligungen beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen. Darüber hinaus findet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nur auf die in diesem Gesetz abschließend aufgezählten Produkte und Dienstleistungen Anwendung. Aufgrund der zentralen Bedeutung der Zugänglichkeit von Gütern und Dienstleistungen privater Anbieter für eine wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sind daher Verbesserungen der geltenden Bestimmungen über die Barrierefreiheit im privaten Bereich zwingend erforderlich.“ So heißt es u.a. in der Stellungnahme des Bundesrats zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), die heute am 27. März 2026 im Bundesrat beschlossen wurde. Der Bundesrat hat dabei allerdings verpasst zu empfehlen, die massiven Ausnahmen für Unternehmen zu streichen.
Veröffentlicht am 27.03.2026 10:44 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Grafik zeigt Logo des mdr Foto: mdr
MAGDEBURG (kobinet) Für viele schwerbehinderte Menschen in Mitteldeutschland hatte das Jahr mit Unsicherheit begonnen: Ihre Wertmarken für Bus und Bahn kamen nicht bei ihnen an, Fahrten wurden riskant oder teuer und niemand erklärte den Menschen mit Behinderungen den Grund dafür. Erst später wurde klar, dass eine IT‑Panne bei den Landeskassen von Sachsen und Sachsen‑Anhalt die Verbuchung ihrer Zahlungen blockierte. Auch die Behindertenverbände waren ohne Information geblieben. Die ganze Geschichte hat „mdr aktuell“ recherchiert und in diesem Beitrag zusammengefasst.
Veröffentlicht am 27.03.2026 10:35 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Nico Oppel – Geschäftsleitung Martinsclub Bremen Foto: Frank Schaffka
BREMEN (kobinet) Das Land Bremen plant aktuell, die Bauverordnung des Bremischen Wohn- und Betreuungsgesetzes anzupassen. Dies betrifft auch Menschen mit Behinderungen, die in sogenannten besonderen Wohnformen, allgemein als Wohnheim bekannt, gemeinsam unter einem Dach leben und dort betreut werden. Bisher gilt hierfür eine Obergrenze von 24 Personen. Laut aktuellem Entwurf der Bauverordnung soll diese auf bis zu 80 Personen angehoben werden.
Veröffentlicht am 27.03.2026 10:22 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Digitale Welt Foto: undefined
BERLIN (kobinet) Digitale Angebote müssen so gestaltet werden, dass sie von allen Menschen, unabhängig von ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten uneingeschränkt genutzt werden können. Wie jedoch vom Europäischen Sozialfonds ESF Plus-geförderte Projekte in digitaler Barrierefreiheit ganz konkret und praktisch umsetzen können, das erklärt eine neue Publikation des ESF Plus-Programms „WIR – Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“. Der kompakte, ausschließlich digital vorliegende Leitfaden kann aus dem Internet heruntergeladen werden.
Veröffentlicht am 27.03.2026 10:07 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bei der Verleihung des Ehrenamtspreises Foto: MAGS NRW / Ralph Sondermann
DÜSSELDORF (kobinet) Gestern wurden in Düsseldorf zehn Projekte mit dem Ehrenamtspreis „Ehrenamt schafft Begegnung – Bürgerschaftliches Engagement in der Seniorenarbeit“ des Sozialministeriums ausgezeichnet. Zwei weitere Projekte, die sich jeweils spezifisch auf ein besonderes Thema fokussieren, erhielten einen Sonderpreis. Mit dem erstmals verliehenen Preis würdigt das Sozialministerium herausragendes ehrenamtliches Engagement in Projekten und Initiativen, die in der aufsuchenden Seniorenarbeit aktiv sind. Jedes prämierte Projekt beziehungsweise jede prämierte Initiative sowie die Sonderpreisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Insgesamt waren über 180 Bewerbungen eingegangen. Mit ihrem Einsatz leisten die ehrenamtlich Engagierten einen Beitrag dazu, die körperliche und geistige Fitness älterer Menschen zu fördern, Einsamkeit zu vermeiden oder zu vermindern sowie die gesellschaftliche Teilhabe von Seniorinnen und Senioren zu fördern. Für den Ehrenamtspreis hatten sich beispielsweise Besuchs- und Begleitdienste, Alltagshilfen, Nachbarschaftsgruppen oder generationenübergreifende Gemeinschaftsprojekte beworben.
Veröffentlicht am 27.03.2026 09:54 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Beim einem Treffen des Netzwerkes Foto: Anna Spindelndreier
DÜSSELDORF / MÜNSTER (kobinet) Anlässlich des Jahrestags der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland weist das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung in Nordrhein-Westfalen darauf hin, dass der Gewaltschutz auch digital konsequent umgesetzt werden muss. Mit Blick auf die aktuellen Demonstrationen am Wochenende gegen sexualisierte digitale Gewalt und in Solidarität mit Collien Fernandes erklärt das Netzwerk seine Unterstützung – und fordert, die Perspektiven von Frauen und Mädchen mit Behinderung konsequent mitzudenken.
Veröffentlicht am 27.03.2026 07:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Blick auf Reichstag über die Spree hinweg Foto: ISL
Bremen / Berlin (kobinet) „Nachdem das dringend angezeigte Monitoring des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) auf Trisomien im Jahr 2024 nicht mehr durch den Bundestag beschlossen werden konnte, nachdem die Ampel-Koalition kurz zuvor zerbrach, hat ein weitgehend inhaltsgleicher fraktionsübergreifender Antrag am 20. März 2026 im Bundestag in erster Lesung viel Zustimmung erfahren. Nach der Debatte überwiesen die Abgeordneten die Vorlage zur weiteren Beratung an die Ausschüsse. Die Federführung liegt beim Gesundheitsausschuss.“ Darauf hat der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, in seinem aktuellen Newsletter aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 27.03.2026 07:44 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
ISL Foto: ISL
Berlin (kobinet) 17 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland am 26. März 2009 rühmt sich die Bundesregierung, dass mit der Novelle des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) jetzt auch die Privatwirtschaft zu angemessenen Vorkehrungen verpflichtet werden soll. Ein Blick in den Gesetzentwurf zeigt jedoch nach Ansicht der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), wie es den vermeintlich Verpflichteten im Gesetz leicht gemacht wird, sich durch eine „unverhältnismäßige Belastung“ hinauszureden. Denn sobald bauliche Veränderungen oder Änderungen an Produkten und Dienstleistungen erforderlich sind, sei die Unverhältnismäßigkeit auch für angemessene Vorkehrungen „pauschal“ anzunehmen. „So wird das Konzept der angemessenen Vorkehrungen, wie es in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert ist, ad absurdum geführt“, heißt es in einer Presseinformation der ISL.
Veröffentlicht am 27.03.2026 07:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Dunkelheit Foto: ISL
Mulfingen (kobinet) „Sie haben mitgeholfen, den Weg zu bereiten, auf dem wir uns heute in der Politik für behinderte Menschen, aber auch in unserem eigenen Leben vorwärts bewegen. Durch sie sind wir der Inklusion ein Stückchen näher gekommen. Viele dieser Aktiven sind zwischenzeitlich von uns gegangen. ‚Wir werden Ihnen ein ehrendes Gedenken bewahren‘, ist in unzähligen Nachrufen zu lesen. Mit der Seite ‚Unsere Wegbereiter‘ möchten wir das Gedenken etwas unterstützen. Wir suchen in unserem Stadtteil oder auf unserem Dorf einen Friedhof auf, um uns an verstorbene Familienangehörige oder einfach nur uns bekannte Menschen zu erinnern. Nun haben wir einen deutschlandweiten virtuellen Friedhof eingerichtet, der ebenfalls zu einem ‚Spaziergang‘ einlädt. Durch Anklicken der Namen erhalten Sie weitere Informationen. Sollten Sie einen Namen in der Namensliste vermissen, teilen Sie uns dies bitte mit.“ So heißt es auf der Internetplattform „Unsere Wegbereiter“ von Gerhard Bartz und Thomas Kappel.
Veröffentlicht am 27.03.2026 07:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des Podcast Sichtweisen Foto: DBSV
Berlin (kobinet) In der neuen Folge des Sichtweisen-Podcasts des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) geht es um einen besonderen Film: „Als wäre es leicht“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen einem blinden Mann und einer gehörlosen Frau, die eigene Wege der Kommunikation finden müssen. Die Hauptrollen werden von einem Schauspieler und einer Schauspielerin gespielt, die auch im echten Leben blind und gehörlos sind. Im Sichtweisen-Podcast gibt Hauptdarsteller David Knors Einblicke in die Entstehung und die Besonderheiten der Produktion. Das Interview gibt’s unter: https://sichtweisen.podigee.io/89-kinofilm-interview-david-knors, wie es im aktuellen Newsletter DBSV-direkt heißt.
Veröffentlicht am 27.03.2026 07:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Prozent Foto: ht
Hannover (kobinet) Nur 45 Prozent der deutschen DAX-Unternehmen beschäftigen die vorgeschriebenen fünf Prozent an Menschen mit Behinderung. Das zeigt eine Umfrage des SWR und MDR. Auch in Niedersachsen sieht es ähnlich aus. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen reagiert mit Entsetzen auf die Zahlen und fordert von Politik und Arbeitgebenden mehr Einsatz, damit Menschen mit Behinderung einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Unternehmen dazu verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Jobs an Menschen mit Behinderung zu vergeben. Diese Vorgabe erfüllen lediglich 18 von 40 DAX-Unternehmen. 14 bleiben sogar darunter. „Jeder dritte Großkonzern ignoriert die gesetzlichen Vorgaben und kauft sich lieber mit einer entsprechenden Geldsumme frei. Das ist ein Unding“, sagt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, wo die Zahlen nahezu deckungsgleich sind.
Veröffentlicht am 26.03.2026 15:37 von Hina Marquart in der Kategorie Nachricht
Aster Habtai Foto: Hina Marquart
Stuttgard (kobinet) Rassistische Einstellungen sind weit verbreitet. Das geht aus dem neuen Bericht vom Nationalen Diskriminierungs- und Rassismus-Monitor hervor. Viele Menschen werden nicht nur aus einem Grund benachteiligt. Sondern aus mehreren Gründen gleichzeitig wie wegen ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht, weil sie wenig Geld haben oder sozial benachteiligt sind. Aster Habtai arbeitet im Cap Markt in Jungingen und hat wegen ihrer Hautfarbe Rassismus am Arbeitsplatz erlebt.
Veröffentlicht am 26.03.2026 11:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sharepic der ISL zu 17 Jahre UN-BRK und der Frage, ob es was zu feiern gibt Foto: ISL
Berlin (kobinet) „Heute vor 17 Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft getreten und damit wurde die Hoffnung auf mehr Teilhabe und Inklusion entfacht. Der auf dem Tisch liegende Entwurf für ein reformiertes Behindertengleichstellungsgesetz bleibt jedoch weit hinter den zentralen Punkten der UN-Behindertenrechtskonvention zurück und braucht grundlegende Verbesserungen.“ So lautet die auf Instagram verbreitete Botschaft der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zum 17. Geburtstag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland am heutigen 26. März 2026.
Veröffentlicht am 26.03.2026 11:13 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
mdr Foto: mdr
MAGDEBURG (kobinet) Arbeitgeber müssen fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten oder gleichgestellten Beschäftigten besetzen. Sachsen-Anhalt ist bei dieser Quote seit vielen Jahren bundesweites Schlusslicht. Die Frage, woran das liegt, hat jetzt der Mitteldeutsche Rundfunk in einer Sendung von „Sachsen-Anhalt heute“ untersucht. Im Bezug auf eine Studie werden Vorbehalten in den Betrieben, die Tatsache, dass Viele Förderprogramme zur Inklusion von Menschen mit Schwerbehinderung ungenutzt bleiben, sowie das dichte Netz an Werkstätten für Menschen mit Behinderung als Gründe dafür genannt. Wodurch Übergänge in reguläre Beschäftigungen in Sachsen-Anhalt seltener als anderen Bundesländern sind. Der gesamte Beitrag des mdr zu diesem Thema ist in der Mediathek zu sehen.
BERLIN (kobinet) Heute findet der 17. Wohnungsbautag des Verbändebündnisses Wohnungsbau statt. Dazu erklärt Hanna Steinmüller, Obfrau im Ausschuss für Wohnen, Bauen, Stadtentwicklung und Kommunen der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: „Wir stecken seit Jahren in einer Wohnkrise. Nichtsdestotrotz klammert sich die Bundesregierung an das alte Mantra „bauen, bauen, bauen.“ Neubau wird aktuell so teuer vermietet, wie noch nie. Wohnungen für 20 Euro pro Quadratmeter und mehr sind keine Ausnahme, sondern in vielen Städten schon die Regel. Für die Mehrheit in diesem Land ist das schlicht unbezahlbar.“
Veröffentlicht am 26.03.2026 09:42 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig Foto: Pixabay/SatyaPrem
BERLIN (kobinet) Zum Wohnungsbau-Tag 2026 des „Verbändebündnis Wohnungsbau“ erklärte der baupolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jan-Marco Luczak: „In Deutschland fehlen hunderttausende Wohnungen, weil Bauen in Deutschland zu lange dauert und zu teuer ist. So kann kein bezahlbarer Wohnraum entstehen. Nach der Einführung des Bau-Turbos müssen unsere Bauvorschriften dauerhaft strukturell entschlackt und auf Schnelligkeit und Effizienz getrimmt werden. Die Baukosten müssen runter, wenn Wohnen bezahlbar bleiben soll.“ In dem Zusammenhang konnten wir von der Redaktion jedoch keinen Hinweis auf barrierefreies Bauen lesen.
Veröffentlicht am 26.03.2026 09:39 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des SWR Foto: SWR
Stuttgart (kobinet) „Arbeitgeber müssen fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Beschäftigten besetzen. Doch zahlreiche Konzerne verfehlen diese Vorgabe. Eine SWR-Umfrage zeigt, wie die BASF, Daimler Truck & Co. abschneiden.“ So heißt es in der Ankündigung eines ca. 5minütigen Rundfunkberichts und einer Reihe von Hintergrundinformationen zur Beschäftigung behinderter Menschen des SWR. Dabei sprach Stephanie Jauss mit David Wünschel, der intensive Recherchen zur Beschäftigung behinderter Menschen angestellt hat, die zum 17. Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland veröffentlicht wurden.
BERLIN (kobinet) Anlässlich der geplanten deutlichen Kürzungen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im künftigen Haushalt der Europäischen Union (EU) trafen sich Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und der Vorsitzende des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Michael Groß, zur Aussprache. Beide fordern eine substantielle Mittelausstattung für arbeitsmarkt- und sozialpolitische Maßnahmen in den neuen Nationalen-Regionalen Partnerschaftsplänen (NRPP). Dabei geht es um die Zukunft des Europäischen Sozialfonds (ESF) in der neuen Struktur der NRPP.
Veröffentlicht am 26.03.2026 07:47 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Person mit kobinet-T-Shirt mit Blick auf den Reichstag Foto: Susanne Göbel
Kassel (kobinet) Bundeskanzler Friedrich Merz hat es wieder einmal verpasst, sich auf die Seite behinderter Menschen zu stellen und im Vorfeld des 17. Jahrestages des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention eine klare Botschaft für Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung zu senden. Und dabei hatte die SPD-Politikerin Heike Heubach ihm in ihrer ersten Frage bei der Befragung der Bundesregierung im Plenum des Bundestages am 25. März 2026 mit dem Verweis auf die UN-Behindertenrechtskonvention eine Steilvorlage gegeben. So bleibt nach den Äußerungen des Kanzlers für kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hauptsächlich der Verweis auf große Behinderteneinrichtungen und die Schicksale behinderter Menschen und ihrer Angehörigen, hohe Kosten durch das Bundesteilhabegesetz und die damit verbundene Belastung der Kommunen sowie die Abwägung, dass den Unternehmen durch die Schaffung von Barrierefreiheit keine zusätzlichen Kosten entstehen dürfen. In seinem Kommentar stellt kobinet-Redakteur also zum 17. Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention, der heute am 26. März 2026 begangen wird, auf der Basis der Kanzleräußerungen fest: Behinderte Menschen sind eine Belastung und kosten viel Geld.
Veröffentlicht am 26.03.2026 06:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Berlin (kobinet) Die Bundesregierung hat am 25. März 2026 das neue Klimaschutzprogramm vorgestellt. Dazu sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Die Maßnahmen reichen nicht aus, um Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen zu ermöglichen. Sie sind besonders stark von steigenden Energie- und Mobilitätskosten betroffen. Vor allem im Gebäude- und im Verkehrssektor bleibt die Bundesregierung viele Antworten schuldig und muss dringend nachbessern, damit das Programm sozial gerecht, barrierefrei und finanziell umsetzbar für alle Haushalte wird.“ Auch aus Sicht des Paritätischen bleibt das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung deutlich hinter sozial gerechten Anforderungen zurück. Zentrale Maßnahmen wie ein Förderprogramm für soziale Einrichtungen fehlten weiterhin. Dadurch drohen steigende Belastungen für Träger und unterstützungsbedürftige Menschen.
Veröffentlicht am 26.03.2026 06:16 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sören Pellmann – 2021-NEU Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag
Berlin (kobinet) „Am 26. März 2009 trat in Deutschland die UN‑Behindertenrechtskonvention in Kraft. 17 Jahre später müssen wir feststellen: Sie ist bis heute nicht konsequent umgesetzt worden. Barrieren prägen weiterhin den Alltag von Menschen mit Behinderungen. Und der größte Bremsklotz hat einen Namen: eine Wirtschaft, die geschont wird, und eine Politik, die das zulässt.“ Dies erklärte Sören Pellmann, Vorsitzender und behindertenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag. „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nur rund 40 Prozent der Betriebe mit mehr als zwanzig Beschäftigten erfüllen die gesetzliche Quote bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen, 60 Prozent tun es nicht. Ein Viertel der Unternehmen beschäftigt überhaupt keine Menschen mit Behinderungen. Das ist kein Versagen des Marktes, das ist politisch organisiertes Wegsehen.“
Veröffentlicht am 26.03.2026 06:09 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Friedrich Merz Foto: Friedrich Merz/Tobias Koch
Berlin (kobinet) Bei der Befragung der Bundesregierung, die regelmäßig im Plenum des Deutschen Bundestages stattfindet, beantwortete Bundeskanzler Friedrich Merz am 25. März 2026 auch Fragen zur aktuellen Behindertenpolitik. Gestellt wurden diese von der Behindertenbeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion Heike Heubach, die sich bereits im Juli 2025 mit Fragen an den Bundeskanzler gewandt hatte. Heike Heubach bezog sich bei ihren Fragen auf den heute am 26. März 2026 anstehenden 17. Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Friedrich Merz verpasste nach Einschätzung behindertenpolitischer Akteur*innen die Chance, der UN-Behindertenrechtskonvention mit seinen Antworten Rückenwind zu verschaffen. Er verwies vielmehr auf große Behinderteneinrichtungen in seinem Wahlkreis und die Schicksale, äußerte Verständnis für die Kommunen, die vom Kostenanstieg wegen des Bundesteilhabegesetzes betroffen sind und der Schutz der Wirtschaft vor Kosten zur Barrierefreiheit beschäftigte den Kanzler in seinen Antworten. Vom den Möglichkeiten der angemessenen Vorkehrungen war vonseiten des Bundeskanzlers nicht die Rede.
Veröffentlicht am 26.03.2026 05:42 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Abschlussbild vom Deutschen Hörfilmpreis 2026 Foto: DBSV/Oliver Ziebe
Berlin (kobinet) Am 24. März 2026 wurde durch den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) zum 24sten Mal der Deutsche Hörfilmpreis für die besten Audiodeskriptionen verliehen. Während der feierlichen Gala im historischen Colosseum Filmtheater, bei der zahlreiche Prominente aus Film und Fernsehen, Wirtschaft und Politik vertreten waren, wurden 20 Produktionen in sechs Kategorien nominiert.
Veröffentlicht am 26.03.2026 05:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Vorsitzender der VMK mit Beauftragten in Lindau Foto: LB Bayern
Lindau (kobinet) Derzeit findet die Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Bodensee statt, die am 25. März 2026 begann und heute am 26. März endet. Mitglieder der Konferenz der Beauftragten aus Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderung (KBB) sind dort zu Gast und haben ihre Forderungen zum Thema barrierefreie Mobilität vorgebracht. Holger Kiesel, der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, betonte: „Viele Menschen sind auf Barrierefreiheit im Verkehrsbereich angewiesen. Noch viel mehr Menschen profitieren deutlich davon. Deshalb braucht es durchgängig barrierefreie Reiseketten überall in Deutschland – unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel.“
Veröffentlicht am 26.03.2026 05:15 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Bild von der Verleihung des Walter-Picard-Preis 2026 Foto: Lothar Koch
Kassel (kobinet) Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen würdigt mit dem Walter-Picard-Preis Menschen mit besonderem ehrenamtlichen Engagement oder professionelle Projekte in der hessischen Gemeindepsychiatrie, die durch ihr großes Engagement zur Verbesserung der Partizipation von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen beitragen. Aus den eingereichten 30 Vorschlägen wurden folgende Preisträger ausgewählt: Werner Niebel, als Hauptpreisträger, Sprecher der Selbsthilfegruppe Angst – Panik – Depression Odenwald, der Treffpunkt Kids Korbach und der Verein die Brücke e.V. – Repair-Café aus Bad Hersfeld. Durch Alexander Heppe, erster Beigeordneter des LWV Hessen, erhielten die Preisträger jeweils eine Urkunde und eine Skulptur.
Veröffentlicht am 25.03.2026 12:35 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
LWV Hessen Foto: gemeinfrei
KASSEL (kobinet) Die Abgeordneten der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen heute im Kasseler Ständehaus für das Haushaltsjahr 2026 mit Ausgaben in Höhe von rund 2,71 Milliarden Euro beschlossen. Das ist eine Ausgabensteigerung gegenüber dem Vorjahr um 173,8 Millionen Euro. Von den 2,71 Milliarden Euro Gesamtbudget wird der LWV 2,26 Milliarden Euro (rund 83 Prozent) für die Eingliederungshilfe und die überörtliche Sozialhilfe aufwenden. „An diesen Zahlen ist abzulesen, dass der LWV Hessen für Verlässlichkeit, Stabilität und eine starke Eingliederungshilfe steht“, sagt LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler. Das größte Ausgabenpaket innerhalb der Eingliederungshilfe – worunter auch die Leistungen des Blindengeldes und des Gehörlosen- und Taubblindengeldes fallen – ist die Unterstützung der behinderten Menschen beim Wohnen, bei der Arbeit und der Tagesstruktur. Zum Bereich Arbeit zählen Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen, aber auch betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze und das Budget für Arbeit. Zur überörtlichen Sozialhilfe gehören Leistungen, die als Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten unter anderem für wohnungslose Männer und Frauen aufgewendet werden.
BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert in einem Offenen Brief im Vorfeld der morgigen Bildungsministerkonferenz an die Bundesländer, den Zugang zum Regelschulsystem für geflüchtete Kinder zu verbessern. Die Kinderrechtsorganisation kritisiert, dass die bisher gültige EU-Aufnahmerichtlinie zum Bildungszugang vielfach nicht eingehalten und das Recht auf Bildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland dadurch nur sehr unzureichend umgesetzt wird. „Die Bundesrepublik Deutschland und damit auch die Bundesländer haben sich entsprechend Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention zur Verwirklichung des Rechts auf Bildung für alle Kinder verpflichtet. Auch die EU-Aufnahmerichtlinie macht klare Vorgaben zu einem schnellen Bildungszugang für geflüchtete Kinder.
Veröffentlicht am 25.03.2026 10:04 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Liga Selbstvertretung Foto: Liga Selbstvertretung
Berlin (kobinet) Anlässlich des 17. Jahrestages des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März 2009 in Deutschland fordert die LIGA Selbstvertretung die Verantwortlichen auf Bundes- Länder- und kommunaler Ebene auf, die Menschenrechte behinderter Menschen zu stärken statt diese zu schwächen. Der bundesweite Zusammenschluss von Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen ist verärgert darüber, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland nicht nur sehr schleppend vorangeht, sondern beklagt massive Rückschritte.
Veröffentlicht am 25.03.2026 09:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen Niedersachsen Foto: Gemeinfrei, public domain
HANNOVER (kobinet) Die Niedersächsische Landesregierung beabsichtigt, die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen gezielt weiter zu verbessern. Als zentraler Baustein einer umfassenden Teilhabeanalyse startet daher heute eine landesweite Online-Umfrage im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung durch die Forschungsinstitute Prognos AG und Prointent. Ziel der Umfrage ist es, ein klares Bild der aktuellen Herausforderungen und Chancen in zentralen Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen oder Gesundheit von Menschen mit Beeinträchtigungen in Niedersachsen zu erhalten. An der Umfrage können ab sofort bis zum 31. Mai 2026 Personen teilnehmen, die mit einer dauerhaften Erkrankung oder Behinderung leben, ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben und mindestens 16 Jahre alt sind. Die Teilnahme ist anonym und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Teilhabemöglichkeiten im Land nachhaltig zu steigern.
Veröffentlicht am 25.03.2026 08:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Simone Fischer Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Am 9. März 2026 hat die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Simone Fischer, eine Kleine Anfrage zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der außerklinischen Intensivpflege im Bundestag eingereicht, bei der mittlerweile die Antwort der Bundesregierung vorliegt. Hintergrund sind zunehmende Hinweise aus der Praxis auf wirtschaftliche Schwierigkeiten von Pflegediensten, rechtliche Unsicherheiten und drohende Versorgungsengpässe bei intensivpflichtigen Kindern, die zu Hause versorgt werden. „Die Bundesregierung erklärt, ihr seien keine Versorgungsengpässe bekannt – gleichzeitig erreichen uns konkrete Rückmeldungen von Eltern intensivpflichtiger Kinder und Trägern, die ein deutlich anderes Bild zeichnen. Diese Diskrepanz müssen wir sehr ernst nehmen. Die Versorgung ist deutlich fragiler, als es die Bundesregierung darstellt“, erklärte Simone Fischer.
Veröffentlicht am 25.03.2026 08:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Bertha-von-Suttner-Universität mit Aufschrift It starts with you Foto: BIZEPS
Wien (kobinet) „Rettet die Inklusions-Studiengänge an der Bertha von Suttner Privatuniversität!“ So titelt der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen aktuellen Beitrag, der erneut deutlich macht, wie die Errungenschaften der Inklusionsbewegung zunehmend in Gefahr geraten. „Die angespannte finanzielle Lage von Bund und Ländern macht sich auch in der Bildungs- und Soziallandschaft bemerkbar. Derzeit ist die Fortführung der wegweisenden Studiengänge für Inklusion an der Bertha von Suttner Privatuniversität ungewiss. Nun wenden sich die Studierenden mit einem dringenden Appell an Entscheidungsträger:innen“, schreibt Martin Ladstätter im BIZEPS-Beitrag zu den Entwicklungen in Österreich.
Veröffentlicht am 25.03.2026 07:37 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Abschlussbild der 27. Peer Counseling Weiterbildung Foto: Max Prigge
Uder (kobinet) Mit dem Ende der 27. Peer-Counseling-Weiterbildung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) gibt es seit dem 13. März 2026 zwölf neue zertifizierte ISL Peer Counselor*innen. Von Februar 2025 bis März 2026 absolvierten die Teilnehmer*innen sechs Blöcke jeweils von Montag bis Freitag im nordthüringischen Uder. Dabei ging es unter anderem um die Geschichte und die Idee des Peer Counseling und der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. Ebenso mussten sich die Teilnehmer*innen mit ihrer eigenen Behinderung auseinandersetzen und bekamen mehrere Methoden in den „Beratungskoffer“ mit, wie Max Prigge den kobinet-nachrichten mitteilte.
Veröffentlicht am 25.03.2026 07:24 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Aktion Mensch Logo 283×133 Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) Eine neue Studie der Aktion Mensch untersucht erstmals, wie Menschen mit Behinderung das Teilhabeplanverfahren nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) beurteilen. Ergebnis: Das Verfahren bietet viel Potenzial für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe – wird aber zu selten genutzt. Das liegt in erster Linie an seiner geringen Bekanntheit, dem großen bürokratischen Aufwand, der damit verbunden ist, und unzureichender Beratung im Vorfeld.
Veröffentlicht am 25.03.2026 06:08 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
betrübt über den Tod von Behindertenpeer Habermas Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) In seinem öffentlichen Vortrag zur Entgegennahme des Kyoto-Preises im November 2004 verknüpft Habermas werkgeschichtliche und autobiographische Fäden. Seine Rede ist unter dem Titel „Öffentlicher Raum und politische Öffentlichkeit“ – lebensgeschichtliche Wurzel von zwei Gedankenmotiven – in dem Suhrkamp-Band „Zwischen Naturalismus und Religion, philosophische Aufsätze“ (Frankfurt a.M. 2005) abgedruckt. Aus dieser Ausgabe zitiere ich im folgenden Seite 15 ff.
Veröffentlicht am 24.03.2026 18:35 von Britta Wilkens in der Kategorie Nachricht
Miteinander Foto: „Stillen Stunde“
Berlin (kobinet) Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, hat bereits veröffentlicht, dass der überwiegende Teil der Behinderungen nicht sichtbar oder nicht sofort erkennbar ist.
Wenn es um Barrierefreiheit und Inklusion geht, werden die Belange unsichtbar behinderter Menschen jedoch immer wieder außer Acht gelassen. Warum ist das so?
Veröffentlicht am 24.03.2026 17:55 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Am Wegesrand abgestellte E-Roller blockieren einen Teil des Weges Foto: H. Smikac
HAMBURG (kobinet) Die Stadt Hamburg plant digitale Abstellflächen für E-Scooter. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) begrüßt diesen Schritt als wichtiges Signal für mehr Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum, fordert jedoch weitere Maßnahmen für mehr Sicherheit. „Es ist ein wichtiges Signal, dass sich die Stadt des Problems annimmt und Lösungen für das Abstellen von E-Scootern entwickelt,“ erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH.
HEIDELBERG (kobinet) Der gemeinsame Fachausschuss „Interdisziplinäre Rehabilitationsforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) und der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) hat ein Positionspapier zur Bewertung der Wirksamkeit von Leistungen zur Teilhabe gemäß SGB IX erarbeitet. Anders als andere Teile des SGB enthält das SGB IX keine ausdrückliche Definition des Begriffes „Wirksamkeit“. Außerdem fehlt ein strukturierter Prozess, der beschreibt, wie Wissen zu Wirksamkeit erlangt und wie Wirksamkeit bewertet werden kann. In dem Positionspapier stellt der gemeinsame Forschungsausschuss der DGRW und der DVfR fest: Wirksamkeit ist ein wissenschaftlich-methodisch definiertes und voraussetzungsvolles Konstrukt – was in dieser Lesart im Bereich der Leistungen zur Teilhabe noch selten bekannt sein dürfte. Wirksamkeit ist jedoch entscheidend, um im Einzelfall auf Basis überprüfter Daten handeln und im politischen Diskurs um die Berechtigung und Finanzierung von Teilhabeleistungen argumentieren zu können. Es gilt daher, langfristig mehr Wissen zu wirksamen Leistungen zur Teilhabe aufzubauen.