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Kinderschutzbund mit Forderungen an die künftige Landesregierung

Zeichnung mit Kidnern, die tanzen und Rad schlagen
Spielende Kinder – unübersehbare Lebensfreude
Foto: Pixabay/Prawny

MAINZ (kobinet) Bereits im Juli 2025 übermittelte der Kinderschutzbund Landesverband Rheinland Pfalz neun konkrete Forderungen an alle demokratischen Parteien. Die Probleme sind weiterhin groß: Wachsende Kinderarmut, fehlende Verankerung fundamentaler Kinderrechte in der Landesverfassung, kein Wahlalter 16, auszubauende Strukturen für den Kinderschutz, Medienkompetenz, gefährdete kindergesundheitliche Grundversorgung, Mobilität vor allem im ländlichen Raum. Der Vorrang des Kindeswohls und Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen müssen, so der Kinderschutzbund, endlich in die Landesverfassung aufgenommen werden. In der ablaufenden Legislaturperiode wurde diese Chance verpasst. Das darf sich nicht wiederholen. Deshalb richtet der Kinderschutzbund mit dem Blick auf die bevorstehenden Wahlen seine Forderungen auch an die künftige Landesregierung.

Pflegekosten treiben immer mehr Menschen in die Sozialhilfe

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Leere Geldbörse
Foto: undefined

DÜSSELDORF (kobinet) Mit großer Sorge betrachtet der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen die von IT.NRW neu vorgelegte Pflegemodellrechnung, wonach bis zum Jahr 2050 knapp 1,7 Millionen Menschen und damit etwa jede zehnte Person in Nordrhein-Westfalen pflegebedürftig sein werden. Besonders alarmierend ist aus Sicht des Sozialverbands jedoch, dass bereits heute viele Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sind. Laut IT.NRW erhielten im Jahr 2024 in unserem Bundesland mehr als 104.000 Menschen „Hilfe zur Pflege“ (Sozialhilfe). Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Kommunen – und einen Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders dramatisch ist die Situation in stationären Einrichtungen: Mehr als 41 Prozent der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sind auf diese Unterstützung angewiesen.

Reha-Versorgung in Gaza steht vor dem Zusammenbruch

Begleitet von zwei Frauen übt ein Junge mit einer Beinprothese zwischen zwei Holmen das Laufen
Mohamed wurde durch eine Panzergranate schwer verletzt. Sein rechtes Bein musste oberhalb des Knies amputiert werden. Er wird im HI-Rehazentrum versorgt.
Foto: K. Nateel / HI

MÜNCHEN / GAZA (kobinet) Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) warnt vor der schlechten Reha-Versorgung für schwerverletzte Menschen in Gaza. Das Material für Prothesen und Vorräte gehen zur Neige. Zehntausende Menschen, darunter viele Kinder, sind dringend auf Hilfe angewiesen. LKWs von HI mit Material und Hilfsgütern kommen weiterhin nicht über die Grenze. Handicap International macht darauf aufmerksam, dass es immer schwieriger wird zu helfen. „Seit März 2025 ist kein LKW von Handicap International in den Gazastreifen hineingelassen worden“, sagt Dr. Inez Kipfer-Didavi, Geschäftsführerin von Handicap International Deutschland. Kipfer-Didavi berichtet außerdem, dass deutlich mehr Menschen Reha-Maßnahmen benötigen, als Handicap International in Gaza versorgen kann.

Countdown: 24. Deutscher Hörfilmpreis am 24. März 2026 – auch im Livestream

Logo: Deutscher Hörfilmpreis
Logo: Deutscher Hörfilmpreis
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) In knapp einer Woche findet die Verleihung der ADeles beim 24. Deutschen Hörfilmpreis im Colosseum Filmtheater in Berlin. Die feierliche Gala am 24. März 2026 kann auch im Livestream verfolgt werden. Dieser wird inklusiv mit Live-Audiodeskription, Live-Untertitelung und Gebärdensprache angeboten unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) vergibt die Auszeichnung für die beste Filmbeschreibung in insgesamt sechs Kategorien: Spielfilm – Kino, Spielfilm – TV/ Mediatheken/ Streaming, Serie, Dokumentation, Kinder- und Jugendfilm sowie Filmerbe. Zudem wird der beliebteste Hörfilm des Jahres mit dem Publikumspreis prämiert, wie es in einer Presseinformation des DBSV heißt.

PRIMUS-Schule wird in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Düsseldorf (kobinet) „Auf politischen Druck von außen ist die Tür für die Errichtung von sechs weiteren PRIMUS-Schulen aufgegangen. Der Erfolg geht insbesondere auf den Einsatz der Landeselternschaft der integrierten Schulen, der LSV und all derer zurück, die die Petition des NRW-Bündnisses Eine Schule für alle mitgetragen haben. Damit Schulträger und Schulen durch diese Tür gehen und das Angebot auch wahrnehmen können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Es  darf keine bürokratischen Hürden für die Schulträger in dem Genehmigungsverfahren geben. Es wird auch darauf ankommen, dass die neuen PRIMUS-Schulen die rechtlichen, pädagogischen und personellen Bedingungen bekommen, die für die bestehenden PRIMUS Schulen gelten.“ So heißt es in einer Presseinformation des Bündnis Eine Schule für alle in Nordrhein-Westfalen.

Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026: Unternehmen können sich noch bis zum 30. April bewerben

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Wetzlar (kobinet) Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen, ist eine Investition in Wettbewerbsstärke und Innovationskraft: Deshalb rufen die Bundesagentur für Arbeit (BA), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und das UnternehmensForum Betriebe dazu auf, sich für den Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 zu bewerben. Der Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 zeichnet Unternehmen aller Größen aus, die auf vorbildliche Weise zeigen, wie Inklusion im Betrieb gelebt wird. Schirmherrin ist Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Sie unterstützt den Inklusionspreis und unterstreicht: „Das Potenzial von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen, ist eine Chance für Unternehmen – und wichtig für die Demokratie, den Arbeitsmarkt und unsere Wirtschaft.“ Bewerbungen sind noch bis zum 30. April 2026 möglich.

Ferda Ataman dankt für Teilnahme an großer Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) „Vielen Dank für Ihre Teilnahme und Ihr Interesse an unserer großen Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland! Die Befragung ist abgeschlossen und auch die letzten Papierfragebögen sind per Post bei uns angekommen. Insgesamt haben, innerhalb von dreieinhalb Monaten, mehr als 35.000 Menschen teilgenommen. Nun beginnt die systematische Auswertung der Daten. Die Veröffentlichung der zentralen Ergebnisse ist für das Jahr 2027 geplant.“ Dies schreiben die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

„Daumen hoch für Schulstreik gegen Wehrpflicht“! Wo bleiben „Krüppel gegen Kriegsvorbereitung“?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
zurück in Wohlgefallen auf Schulstreikende gegen Wehrpflicht, ermutigend!
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Die fiesen Fragen fieser Männer gekonnt parieren – dazu muss imstande sein, wer sich in einer Art „meinungspolitischem Verdachtsfall“ (z.B. ein „Putin-Versteher“ zu sein) den inquisitorischen Verhör-Fragen von Deutschlandfunk-Redakteuren aussetzt. Redaktions-Mullahs, die als Wächterrat der „liberalen Demokratie“ auftreten. Und diejenigen, die es wagen, ihrem politischen Wahrheitsregime, der militärischen Bedrohungsthese etwa, zu widersprechen, in ein meinungspolitisches Abseits stellen, zu potentiellen Verfassungsfeinden oder Feinden im Innern erklären, sie menschlich und moralisch diskreditieren.

Abschlussbericht zur landesweiten Kampagne „Talente entdecken mit dem Budget für Arbeit“ veröffemntlicht

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANNOVER (kobinet) In gemeinsamer Zusammenarbeit haben das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW), die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit I Bildung I Teilhabe (LAG A I B I T) sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, den Abschlussbericht zur landesweiten Initiative „Talente entdecken mit dem Budget für Arbeit“ veröffentlicht. Ziel der Kampagne war es, Menschen mit Behinderungen den Zugang zu regulären, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen zu erleichtern und gleichzeitig Arbeitgebende zu ermutigen, mehr inklusive Beschäftigung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sollten zwischen Ende 2023 und Ende 2025 mindestens 250 zusätzliche Budgets für Arbeit realisiert werden.

100 Jahre Soziale Arbeit im Gesundheitswesen

Beratung beim Arzt von tuv_sud
Beratung beim Arzt muss für alle möglich sein
Foto: tuv_sud (Creative Commons BY-ND 2.0)

BERLIN (kobinet) Gestern wurde in der Hörsaalruine der Charité in einem politischen Festakt 100 Jahre Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) gefeiert. Unter dem Leitmotiv „Gesundheit sozial gestalten“ würdigt sie die Entwicklung und Wirkung einer Profession, die seit einem Jahrhundert für eine gerechte und am Menschen orientierte Gesundheitsversorgung steht. Soziale Teilhabe für alle zu schaffen, ist sozialstaatliches und menschenrechtsorientiertes Gebot.

Über 50.000 Unterstützer*innen für Petition zur Pflicht zur Barrierefreiheit bei der BGG-Reform

Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Foto: René Schaar

Hamburg (kobinet) Dass die voraussichtlich im Mai anstehende Entscheidung des Bundestages über die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und damit die Frage, welche Regeln wir für barrierefreie Dienstleistungen und Produkte schaffen, nicht nur die Lobby der Wirtschaft, sondern viele Menschen beschäftigt, das macht u.a. eine Petition deutlich, die in kurzer Zeit nun schon über 50.000 Unterstützer*innen hat. „Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer“ lautet die Überschrift der von René Schaar aus Hamburg mit Unterstützung einer Reihe bekannter Aktiver entwickelte Petition mit dem Appell „Stoppt Diskriminierung! Pflicht zur Barrierefreiheit ins BGG, Jetzt!“ Den wachsenden Druck bekommen auch die regierenden Fraktionen der CDU/CSU und SPD zu spüren, denn immer mehr E-Mails gehen bei deren Abgeordneten ein, die dringende Verbesserung am Gesetzentwurf der Bundesregierung zur BGG-Reform fordern. Auch der Bundesrat wird sich mit dem Thema beschäftigen.

Positionspapier: Von der Werkstatt zum inklusiven Arbeitsmarkt

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

Berlin (kobinet) „Von der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen zum inklusiven Arbeitsmarkt: Wege der Transformation“, so lautet der Titel eines Positionspapiers des Sozialverband Deutschland (SoVD) zu diesem aktuellen Thema, auf das Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Denn immer noch warten behinderte Menschen und ihre Verbände auf die Reform des Werkstättensystems und die Stärkung der Möglichkeiten und Rechte behinderter Menschen für Alternativen zur Werkstatt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die Zeit drängt – umstrittene Bluttestpraxis endlich wissenschaftlich prüfen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

Berlin (kobinet) Am 20. März 2026 bringt die interfraktionelle Gruppe Pränataldiagnostik bereits zum zweiten Mal einen Antrag in den Bundestag ein, der ein wissenschaftliches Monitoring der Folgen der Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 sowie die Einrichtung eines neuen Gremiums zur Prüfung der Zulassung weiterer Tests fordert. Der erste Anlauf scheiterte am vorzeitigen Aus der Regierungskoalition in der letzten Legislatur. Beinahe vier Jahre ist es her, dass der nicht-invasive Pränataltest (kurz NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 zur Kassenleistung wurde – entgegen aller Bedenken und Proteste von Behindertenrechtsaktivist*innen, Elternvertreter*innen und kritischer Zivilgesellschaft, heißt es in einer Presseinformation des Bündnis gegen die Kassenfinanzierung des Bluttests auf Trisomien* – NoNIPT.

Niedersachsen veröffentlicht Abschlussbericht zur Kampagne Talente entdecken mit dem Budget für Arbeit

Wegweiser, der in die Werkstatt und auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt
Wegweiser, der in die Werkstatt und auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt
Foto: privat

Hannover (kobinet) In gemeinsamer Zusammenarbeit haben das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW), die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit I Bildung I Teilhabe (LAG A I B I T) sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, den Abschlussbericht zur landesweiten Initiative „Talente entdecken mit dem Budget für Arbeit“ veröffentlicht. Ziel der Kampagne war es, Menschen mit Behinderungen den Zugang zu regulären, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen zu erleichtern und gleichzeitig Arbeitgebende zu ermutigen, mehr inklusive Beschäftigung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sollten zwischen Ende 2023 und Ende 2025 mindestens 250 zusätzliche Budgets für Arbeit realisiert werden.

Lebenshilfe fordert: Keine unkontrollierte Kassenleistung bei Bluttests

Portrait von Ulla Schmidt mit einem Logo der Lebenshilfe im Hintergrund
Ulla Schmidt
Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe

Berlin (kobinet) Der Bundesrat hat im Juni 2023 die Einführung des nicht-invasiven Pränataltest (NIPT), nebst Monitoring der Konsequenzen sowie die Einrichtung eines entsprechenden Gremiums beschlossen, (Drucksache 204/23). Bei diesem Bluttest wird Schwangeren eine Blutprobe entnommen, um so die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 13, 18 und 21 (Down-Syndrom) beim ungeborenen Kind zu bestimmen. Gemäß obigem Beschluss soll dieser Test als Kassenleistung nur angewendet werden, wenn die schwangere Frau gemeinsam mit ihrer Gynäkologin oder ihrem Gynäkologen  aufgrund ihrer persönlichen Situation entscheidet, dass der Test notwendig ist. „Nun ist jedoch eingetreten, was wir von Anfang an befürchtet haben. Aktuelle Zahlen belegen, dass der NIPT schon jetzt zur Regeluntersuchung in der Schwangerschaftsvorsorge geworden ist. Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Angehörigen fühlen sich dadurch diskriminiert“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesgesundheitsministerin.

Kinderhilfswerk fordert Menschenwürde und stellt sich gegen Rassismus

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Kinderrechte
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Zum Start der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026, die vom 16. März bis 29. März unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ stattfindet, appelliert das Deutsche Kinderhilfswerk an Staat und Zivilgesellschaft, sich angesichts des weiteren Erstarkens nationalistischer und rechtspopulistischer Bewegungen konsequenter als bisher für die Wahrung der Menschenwürde und gegen Rassismus einzusetzen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dafür auch eine verstärkte Antirassismus-, Menschenrechts- und Kinderrechtebildung zur Stärkung der Demokratie in Deutschland. Diese Bildungsarbeit muss nach Einschätzung des Kinderhilfswerkes mit dem Ausbau des antirassistischen Engagements von frühkindlichen und schulischen Bildungsinstitutionen einhergehen. Wie diese Organisation fordert so müssen sich Staat und Zivilgesellschaft insgesamt konsequenter als bisher für Kinderrechte, die Wahrung der Menschenwürde aller Menschen und gegen Rassismus einsetzen.

Kürzung bei Psychotherapien ist unverantwortlich

Münzq
geld
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

HANNOVER (kobinet) Wer heutzutage einen Psychotherapie-Platz sucht, muss häufig monatelang warten, weil es zu wenig Therapeutinnen und Therapeuten gibt. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist die Lage dramatisch: Jeder oder jede Fünfte im Alter  unter 18 Jahren hat mit psychischen Problemen zu kämpfen. Jetzt hat der Bewertungsausschuss auf Initiative des GKV-Spitzenverbands eine Honorarkürzung um 4,5 Prozent bei ambulanten Psychotherapien beschlossen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin ein fatales Signal angesichts des ohnehin schon großen Versorgungsengpasses bei Psychotherapien. Er fordert eine Rücknahme der Kürzungen. Das Ziel, im Gesundheitswesen Kosten einzusparen, dürfe nicht zulasten derjenigen umgesetzt werden, die dringend Hilfe benötigen, so der SoVD.

Eurostar tritt als erstes Bahnunternehmen in Deutschland dem Sunflower Programm bei

Eine Mitarbeiterin des Eurostar zeigt einer Reisenden, die ein Sonnenblumen-Anhänger trägt, den richtigen Weg zu finden
Mit Sonnenblume diskret um Hilfe bitten
Foto: Illias Teirlinck

KÖLN (kobinet) Eurostar ist heute der Initiative Hidden Disabilities Sunflower beigetreten, einem weltweit anerkannten Programm zur Unterstützung von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen. Eurostar ist damit das erste Bahnunternehmen in Deutschland, das sich dem Sunflower-Programm anschließt. Das Sunflower-Symbol ermöglicht es Menschen auf diskrete und freiwillige Weise zu zeigen, dass sie eine nicht sichtbare Behinderung, Erkrankung oder neurodivergente Besonderheit haben und möglicherweise zusätzliche Unterstützung, Verständnis, Zeit oder Raum benötigen. Diese einfache, nonverbale Form der Kommunikation hilft Betroffenen, sich im Arbeitsalltag und im öffentlichen Raum sicherer zu bewegen und trägt zu einem inklusiveren und verständnisvolleren Umfeld bei. Das privat geführte internationale Unternehmen mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich ist heute in zahlreichen Ländern aktiv.

Starkes Team D Paralympics mit positiver Bilanz

Kreis von symbolisierten roten Personen, die Sport treiben. Darunter der Text Team Special Olympics Deutschland
Logo des Team Deutschland der Special Olympics Deutschland
Foto: SOD

FRECHEN (kobinet) „Unsere Bilanz fällt positiv aus. Acht Athletinnen und Athleten haben die 17 Medaillen gewonnen, dazu die zahlreichen weiteren Top-Ergebnisse. Das zeigt, dass wir hier ein starkes Team am Start hatten, wenngleich wir uns natürlich noch mehr Platzierungen auf dem Podium und auch Ausreißer nach ganz oben gewünscht hätten“, sagt Marc Möllmann, Vorstand Leistungssport im Deutschen Behindertensportverband und erstmals Chef de Mission des Team D Paralympics. „Wir blicken aufgrund der Ergebnisse zuversichtlich in die Zukunft“, betont Möllemann.

Lucienne und Nico Mindermann blicken zukünftig in die gemeinsame Richtung

Lucienne und Nico Mindermann bei ihrer Hochzeit
Lucienne und Nico Mindermann bei ihrer Hochzeit
Foto: privat

Saarbrücken (kobinet) kobinet-Redakteur Nico Wunderle heißt nun Mindermann mit Nachnamen. Denn er und Lucienne Mindermann, die ebenfalls immer wieder Beiträge für die kobinet-nachrichten schreibt, haben am Wochenende Ja zueinander gesagt und geheiratet. „‚Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt‘ Wir haben uns getraut! Wir sind verheiratet! Seit gestern heißen wir offiziell @lucienne_mi28 und Nico Mindermann.“ So heißt es im Facebook-Post von Nico Mindermann vom 15. März 2026. Vor nicht allzu langer Zeit sind die beiden aus München ins Saarland gezogen. Die Redaktion der kobinet-nachrichten gratuliert dem jungen und engagierten Paar und wünscht ihnen viele spannende Richtungen, in die sie gemeinsam blicken können.

Junge Menschen mit Behinderung haben eigenen Selbstvertretungsverein auf Bundesebene gegründet

Bild von der Gründung des Verein jumemb
Bild von der Gründung des Verein jumemb
Foto: jumemb

Uder (kobinet) Seit drei Jahren treffen sich junge Menschen mit verschiedenen Behinderungen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren bundesweit, um sich in politische Diskussionen zur Umsetzung einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland einzubringen. Sie haben in Gremien verschiedener Bundesministerien über notwendige Gesetzesänderungen diskutiert, bei Tagungen von verschiedenen Fachverbänden der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe Vorträge gehalten, Workshops moderiert, Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht und sich immer wieder auch mit anderen Selbstvertreter*innen wie den Careleavern und dem Kindernetzwerk ausgetauscht. Vom 13. -15. März 2026 fand bereits das 7. jumemb-Treffen in der Bildungsstätte Eichsfeld in Uder statt. 16 junge Menschen mit Behinderung haben ihre Erfahrungen aus der Selbstvertretung auf Bundesebene ausgetauscht, Erfolge gefeiert und neue Ziele gesteckt. Und vor allem haben sie nun ihren eigenen Verein gegründet. Jumemb ist also eine Abkürzung für die Selbstvertretung behinderter Menschen, die man sich merken kann.

Ich bin mehr als meine Behinderung – Stimmen, Erfahrungen und Diskussionen aus der Community

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL März 2026
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL März 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Ich bin mehr als meine Behinderung – Stimmen, Erfahrungen und Diskussionen aus der Community“, so lautet der Titel der Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im März 2026 ausgestrahlt wurde. Der monatliche Sonntags-IGEL-Talk geht mittlerweile ins vierte Jahr, so dass sich die beiden dieses Mal auch etwas Zeit genommen haben, zurückzublicken, was in dieser Zeit passiert ist.

Jürgen Dusel fordert mehr Barrierefreiheit in Deutschland

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel,  hat in einer Sendung von NDR Info mehr Barrierefreiheit in Deutschland gefordert. „Die Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderungen müssten sich noch deutlich verbessern, sagte Jürgen Dusel am letzten Tag der Winter-Paralympics auf NDR Info“, wie es in der Ankündigung des 5minütigen Interviews auf NDR Info heißt.

Antiableistisches Netzwerk veranstaltet regelmäßige Peer-Supportcalls

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Aachen (kobinet) „Die online stattfindenden Peer-Support-Calls bieten einen Raum von und für Menschen mit Behinderung, um ableistische Erfahrungen zu teilen, offen, ehrlich und auf Augenhöhe“, heißt es in der Ankündigung des Antiableistisches Netzwerk. Beispiele von ableistischen Erfahrungen, die in dem Informationstext zu den Peer-Support-Calls genannt werden, sind: „Man redet nicht mit Ihnen, sondern in Ihrem Beisein über Sie, Sie werden ungewollt irgendwo hingeschoben und die ‚Helfenden‘ sind verwundert, warum sie keinen Dank für Ihre Hilfe erfahren, oder aufgrund Ihrer Behinderung werden Sie bewundert, statt ernst genommen.“ Die Supportcalls finden jeden 1. Sonntag sowie jeden dritten Mittwoch, jeweils um 19:00 Uhr statt und dauern ca. 90 Minuten. Der nächste Supportcalls ist somit am 18. März 2026.

Momentaufnahme 427

Die Biene fliegt zu der gelben aufgeblühten Baumknospe
Biene
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige vollenden sie.

Kommunalwahlen in Hessen haben begonnen

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Kassel (kobinet) Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und den Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 steht heute am 15. März 2026 die nächste Wahl an. Dieses Mal können die Wähler*innen in Hessen zu den Urnen schreiten oder rollen. Bei der Abstimmung geht es um die Mandate in 21 Kreistagen sowie in den kommunalen Parlamenten von 421 Städten und Gemeinden. Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr geöffnet. Zur Wahl sind auch einige behindertenpolitisch engagierte Menschen angetreten, die auf ein gutes Ergebnis hoffen.

Bezirk Oberbayern schreibt zum siebten Mal den Inklusionspreis aus

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Foto: Susanne Göbel

München (kobinet) Mit dem Inklusionspreis des Bezirks Oberbayern werden in diesem Jahr Projekte ausgezeichnet, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in den unterschiedlichsten Lebensphasen stärken. Gesucht werden innovative Ansätze der Inklusion, zum Beispiel in den Bereichen Soziales, Gesundheit, außerschulische Bildung, Sport und Kultur, Umwelt oder Digitalisierung. Alle in Oberbayern ansässige Projekte, Initiativen, Träger Verbände und auch Einzelpersonen, die die Ziele des Inklusionspreises verfolgen, können eigene oder andere Projekte einreichen.

Para Biathlon mit Bronzemedaillen und Aufregung

Skifahrer mit einem Bein auf der Abfahrtstrecke an einem Tor unterwegs
Christoph Glötzner im Rennen
Foto: Mika Volkmann / DBS

FRECHEN (kobinet) Zum Abschluss der Biathlon-Wettkämpfe in Tesero (Val di Fiemme) gat die deutsche Para Ski nordisch-Nationalmannschaft drei Bronzemedaillen gefeiert. Leonie Walter und ihr Guide Christian Krasman bekamen ihre Medaille nach technischen Problemen mit den Schießstand-Kopfhörern am grünen Tisch. Die anderen beiden gehen an Anja Wicker und Marco Maier. Lennart Volkert und sein Guide Nils Kolb werden gute Vierte. An Aufregung hatte es dem Team Deutschland Paralympics auch nicht gemangelt. Am Freitag kam das nächste Kapitel in der unendlichen Geschichte hinzu. Im Finale der Sprint-Verfolgung der Frauen mit Sehbehinderung kam Leonie Walter (SC St. Peter), die Dritte der Qualifikation hinter den beiden Tschechinnen Carina Edlingerova und Simona Bubenickova, an den Schießstand – und traf auf einen defekten Kopfhörer. 51 Sekunden verlor sie, bevor sie an den nächsten Schießstand geführt wurde und alle Scheiben traf. Der Zeitverlust wurde ihr später gutgeschrieben und das brachte die sie auf den dritten Rang hinter Edlingerova und Yue Wang aus China.

Hessischer Landespreis für Inklusion im Arbeitsleben

Flagge von Hessen
Flagge von Hessen
Foto: public domain

Wiesbaden (kobinet) Das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales schreibt erneut den Landespreis für Inklusion im Arbeitsleben aus. „Der Aufruf richtet sich an hessische Arbeitgeber, die sich in besonderer Weise für die Inklusion und Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt einsetzen“, heißt es im Newsletter der Hessischen Landesregierung. Gesucht werden vorbildliche Arbeitgeber und Unternehmen, für die Inklusion selbstverständlich zum Arbeitsalltag gehört und die sich aktiv für die Teilhabe ihrer Mitarbeitenden einsetzen. Mit dem Landespreis möchte die Hessische Landesregierung diese positiven Beispiele sichtbar machen und andere Unternehmen ermutigen, sich ebenfalls zu engagieren.

Buten und binnen berichtet über Proteste in Bremen

Eine Frau im Rollstuhl spricht in ein Mikrofon
Screenshot der Sendung
Foto: ARD „buten und Binnen“

BREMEN (kobinet) Wie „kobinet“ bereits informiert hatte, haben am 12. März 2026 zahlreiche Assistenznehmern gemeinsam mit Unterstützern von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Fachdienst Teilhabe in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Dieses Themen hatte auch das ARD-Regionalmagazin „Buten und binnen“ aufgegriffen. Der entsprechende Bericht ist als erster Teil der Sendung vom 12. März zu sehen.

Köln bietet Sport für Alle

Männer und Frauen sitzen nebeneinander auf einer Bühne. Dahinter der Text Unsere Stadt. Unser Sport
Veranstaltung zur Präsentation des Sportjahres
Foto: Stadt Köln/Eddi Bopp

KÖLN (kobinet) Das Kölner Sportjahr bietet auch im Jahr 2026 wieder eine große Bandbreite aus mehr als 30 Veranstaltungen des Spitzen- und Breitensports mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Von Fußball, Handball, Rad- und Laufsport, über BMX, das Kölner Kindersportfest bis hin zu Rollstuhlrugby und Rollstuhlbasketball beim CBH Rechtsanwälte Nations Cup Cologne ist das gesamte Spektrum des Sports vertreten. Alle Informationen zu den Veranstaltungen des Kölner Sportjahrs sind im Internet zu finden. Besonders im Fokus steht der Kölner Sport in diesem Jahr zudem, da die Kölnerinnen und Kölner ab Mitte März per Briefwahl über die Kölner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele abstimmen werden.

Baden-Württemberg will Familienleben stärken

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Mit dem Ideenwettbewerb „Gemeinsam stark – Familienleben in Baden-Württemberg“ sucht das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration noch bis zum 8. Mai 2026 nach kreativen Ansätzen, um das Familienleben im Land zu stärken. Ziel ist es, innovative Projekte zu fördern, die Familien entlasten, Zusammenhalt fördern und neue Impulse für die Familienpolitik des Landes geben. Für den Wettbewerb stellt das Land insgesamt 600.000 Euro bereit. Die besten Ideen werden mit bis zu 50.000 Euro für die Umsetzung prämiert, die Projektlaufzeit kann bis zu zwei Jahre betragen. Im Zentrum des Wettbewerbes werden Erziehungspartnerschaften, ein ausbalanciertes Familienleben, die Vielfalt von Familien und die Unterstützung bei familiären Übergangssituationen stehen. Weitere Informationen zu diesem Wettbewerb und die Bewerbungsunterlangen sind im Internet zu erhalten.

Fast 40.000 gegen Freifahrtschein für Barrieren: Korrekturen bei Reform des Behindertengleichstellungsgesetz gefordert

Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Foto: René Schaar

Hamburg (kobinet) Die von René Schaar initiierte Petition zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) hat in den letzten Tagen kräftig Fahrt aufgenommen. Waren es am 9. März noch ca. 3.000 Personen, die die Petition mit dem Titel „Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer“ unterstützten, hat sich diese Zahl vier Tage später verzehnfacht. Am Morgen des 13. März 2026 unterstützen bereits fast 40.000 Menschen, das Anliegen von René Schaar und seinen Unterstützer*innen. „Die Bundesregierung plant ein Gesetz, das Barrierefreiheit in katastrophalem Ausmaß verhindert! Ein Gesetz, das Unternehmen schützt, die diskriminieren – statt uns Menschen mit Behinderung. Das Barrierefreiheit als ‚unzumutbare Belastung‘ diffamiert! Wenn wir jetzt nicht zusammenhalten, macht Deutschland einen gewaltigen Rückschritt in Sachen Inklusion. Und stellt Diskriminierung von Menschen mit Behinderung einen Freifahrtschein aus“, heißt es u.a. in der Begründung der Petition.

Nie wieder ist Jetzt

Bild von Prothesen und Hilfsmitteln in Ausschwitz
Bild von Prothesen und Hilfsmitteln in Ausschwitz
Foto: Birger Höhn

Dresden (kobinet) Vom 2. bis 7. März 2026 hatte Birger Höhn die Gelegenheit, mit der Brücke-Most-Stiftung und SchülerInnen der Oberschule Schleife auf Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz nach Polen zu fahren. Es war für ihn das erste Mal, dass er in der Gedenkstätte Auschwitz war. Über diese nachhaltige wie emotional bewegende Bildungsfahrt hat Birger Höhn den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Veröffentlichung zugesandt:

Heike Heubach bei Kommunalwahl in den Stadtrat von Stadtbergen gewählt

Heike Heubach vor Schild der SPD Schwaben
Heike Heubach vor Schild der SPD Schwaben
Foto: SPD Schwaben

Stadtbergen (kobinet) Heike Heubach ist die erste gehörlose Abgeordnete im Deutschen Bundestag und übt derzeit unter anderem die Funktion der Behindertenbeauftragten der SPD Bundestagsfraktion aus. Mit dieser Tätigkeit wird sie in den nächsten Wochen viel zu tun haben, denn die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), das nach Ansicht vieler behindertenpolitischer Akteur*innen enorme Mängel in Sachen Barrierefreiheit aufweist, steht zur Debatte und Beschlussfassung noch vor der Sommerpause an. Zu tun hat Heike Heubach nun aber auch einiges an ihrem Heimatort. Bei den bayerischen Kommunalwahlen wurde sie nämlich auch in den Stadtrat von Stadtbergen für die SPD gewählt.

Umfrage des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder

Symbol Fragezeichen
Fragen sollen zu Antworten werden
Foto: ht

Papenburg (kobinet) „Der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) führt bis zum 31. März 2026 eine bundesweite Umfrage zum Thema ‚Selbsthilfe im inklusiven Kinderschutz‘ durch. Ziel der Befragung ist es, die Rolle von Selbsthilfeorganisationen im Hinblick auf das Kindeswohl sowie deren Bedeutung für Familien mit behinderten (Pflege-)Kindern zu erfassen und fachlich einzuordnen“, heißt es im Newsletter des Bundesverbandes für körperbehinderte Menschen.

Mitmachen und ein Zeichen setzen

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Unter dem Motto „Zukunft für Alle“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu den Aktionstagen für Demokratie auf. Diese finden vom 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, bis 7. Juni 2026 statt. Bisher umfasst das Bündnis für Demokratie 82 Organisationen. Auf der gemeinsamen Internetseite: https://zusammen-fuer-demokratie.de/ gibt es Aktionsmaterialien, man kann seine Aktion in eine Karte eintragen, sich einer Aktion anschließen und mehr. Zudem gibt es am 23. März 2026 Infos rund um die Aktionstage in einer Online-Veranstaltung:  In dieser wird der Aktionsleitfaden sowie die bisherigen Planungen der Aktionstage vorgestellt und es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich mit anderen  Aktiven zu vernetzen. Tipps, wie vor Ort eine Aktion organisiert werden kann, runden die Veranstaltung ab.

100. Ausgabe des Podcast Im Aufzug von Raul Krauthausen mit Wilhelmine

Titelbild des Podcast: Im Aufzug mit Raul Krauthausen
Titelbild des Podcast: Im Aufzug mit Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Zum sage und schreibe 100. Mal hat sich diese Woche meine Aufzugtür geöffnet, und es war mir ein doppeltes Fest (inklusive Ständchen), denn ich habe mit Wilhelmine gefeiert, die für mich eine der derzeit spannendsten Stimmen im deutschsprachigen Pop ist. Es darf gespoiltert werden, dass dieser Talk ziemlich persönlich wurde. Es ging (auch) um Verletzlichkeit auf der Bühne, Liebeskummer und Coming-out-Momente, und wir haben uns über Queerness im Mainstream und den Umgang mit Hasskommentaren unterhalten.“ Mit diesen Wort hat Raul Krauthausen in seinem Newsletter auf die 100. Ausgabe seines Podcast Im Aufzug hingewiesen.

Roll-In beim Bremer Fachdienst Teilhabe: deutlicher Protest für Selbstbestimmung

Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen
Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen
Foto: Petra Wontorra

Bremen (kobinet) Am 12. März 2026 haben zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Fachdienst Teilhabe am Hansator 11 in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt.

Projekt Budget Kompetenz wirbt auf Messe für Alternativen zur Werkstatt

Plakat von Manja Schultz zur Messe You Can in Leipzig
Plakat von Manja Schultz zur Messe You Can in Leipzig
Foto: Manja Schultz

Leipzig (kobinet) Das unter anderem von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) betriebene Projekt Budget Kompetenz präsentiert sich derzeit mit einigen Projektpartnern auf der Messe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen You Can in Leipzig und zeigt an ihrem Stand Alternativen mit dem Budget für Arbeit und dem Budget für Ausbildung auf. Mit dabei sind einige Akteur*innen vom Netzwerk behinderter Menschen, die statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten und geben ihre Erfahrungen weiter. Manja Schultz, die im Sommer 2025 mit Hilfe des Budget für Arbeit auf den ersten Arbeitsmarkt gewechselt ist, hat das Willkommensplakat für den Messestand des Projekts Budget Kompetenz gestaltet und ihre Geschichte veröffentlicht.