BERLIN (kobinet)
Gestern war ein besonderer Tag.
Die DVSG hat ihren 100. Geburts-tag gefeiert.
DVSG bedeutet: Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheits-wesen.
Die Feier fand in Berlin statt.
Der Ort heißt Hörsaal-Ruine der Charité.
Das Motto der Feier war: Gesundheit sozial gestalten.
Gesundheit hängt von vielen Dingen ab.
Der Körper spielt eine Rolle.
Aber auch die Seele und das soziale Umfeld sind wichtig.
Soziales Umfeld bedeutet: wie Menschen zusammen leben.
Das wissen Fach-Leute schon seit 100 Jahren.
In der Versorgung wird das aber noch nicht genug beachtet.
Versorgung bedeutet: Menschen bekommen wichtige Dinge.
Zum Beispiel Essen, Wasser oder Hilfe.
Soziale Arbeit hilft, diese Lücke zu schließen.
Sie verbindet medizinische, seelische und soziale Hilfe.
So bekommen Menschen die Hilfe, die sie wirklich brauchen.
Dafür braucht es eine passende Politik.
Die Politik soll Soziale Arbeit fest einbinden.
Vor 100 Jahren gab es wichtige Frauen.
Eine davon war Alice Salomon.
Sie und andere Frauen haben die Kranken-haus-Sozial-Arbeit begründet.
Das war der Anfang der DVSG.
Prof. Dr. Stephan Dettmers ist der Vorsitzende der DVSG.
Vorsitzender bedeutet: Er leitet die DVSG.
Er hielt eine Rede bei der Feier.
Er sagte: Gesundheit hilft Menschen, gleiche Chancen zu haben.
Krankheit kann Menschen aus der Gesellschaft ausschließen.
Eine Gesellschaft ist eine Gruppe von Menschen, die zusammen leben.
Das ist ein Problem, das Soziale Arbeit lösen kann.
Soziale Arbeit ist heute sehr wichtig für das Gesundheits-System.
Das Jubiläum ist ein guter Anlass.
Ein Jubiläum ist ein besonderer Geburts-Tag.
Zum Beispiel: Eine Firma gibt es seit 25 Jahren.
Man kann auf die vergangenen 100 Jahre zurück-blicken.
Und man kann nach vorne schauen.
Das Ziel ist ein faires Gesundheits-System für alle Menschen.

Foto: tuv_sud (Creative Commons BY-ND 2.0)
BERLIN (kobinet) Gestern wurde in der Hörsaalruine der Charité in einem politischen Festakt 100 Jahre Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) gefeiert. Unter dem Leitmotiv "Gesundheit sozial gestalten" würdigt sie die Entwicklung und Wirkung einer Profession, die seit einem Jahrhundert für eine gerechte und am Menschen orientierte Gesundheitsversorgung steht. Soziale Teilhabe für alle zu schaffen, ist sozialstaatliches und menschenrechtsorientiertes Gebot.
Krankheit und Gesundheit werden nicht nur bio-medizinisch bestimmt, sondern wesentlich auch durch psychische und soziale Faktoren beeinflusst. Diese Zusammenhänge sind seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt und wissenschaftlich belegt. Entsprechend werden Gesundheit und Krankheit längst im Sinne eines bio-psycho-sozialen Modells verstanden. In den sozialen Sicherungssystemen spiegelt sich dieser Ansatz jedoch bis heute nicht konsequent wider. Dafür ist eine Politik notwendig, die die spezifischen fachlichen Kompetenzen der Sozialen Arbeit systematisch einbindet. Denn erst durch die Verbindung medizinischer, psychischer und sozialer Perspektiven entsteht eine Versorgung, die Menschen wirklich erreicht: ganzheitlich, bedarfsorientiert und nachhaltig wirksam.
Vor 100 Jahren legten Alice Salomon und weitere Wegbereiterinnen den Grundstein für die Krankenhaussozialarbeit.
DVSG-Vorsitzender, Prof. Dr. Stephan Dettmers, betont in seinem Festvortrag: „Gesundheit bedeutet eine bessere Aussicht auf eine chancengleiche und selbstbestimmte Teilhabe. Umgekehrt bergen gesundheitliche Beeinträchtigungen unterschiedliche Exklusionsrisiken. Diese Zusammenhänge prägen die Profession seit ihren Anfängen. Im Gesundheitswesen ist die Soziale Arbeit bereits seit 100 Jahren wirksam – und sie ist heute systemrelevant wie nie zuvor. Unser Jubiläum ist Anlass, die historische Leistung der Profession sichtbar zu machen und zugleich den Blick nach vorn zu richten: auf notwendige politische Rahmenbedingungen, auf Professionalisierung und auf die Frage, wie wir unser Gesundheitssystem solidarisch in die Zukunft führen.“

Foto: tuv_sud (Creative Commons BY-ND 2.0)
BERLIN (kobinet) Gestern wurde in der Hörsaalruine der Charité in einem politischen Festakt 100 Jahre Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) gefeiert. Unter dem Leitmotiv "Gesundheit sozial gestalten" würdigt sie die Entwicklung und Wirkung einer Profession, die seit einem Jahrhundert für eine gerechte und am Menschen orientierte Gesundheitsversorgung steht. Soziale Teilhabe für alle zu schaffen, ist sozialstaatliches und menschenrechtsorientiertes Gebot.
Krankheit und Gesundheit werden nicht nur bio-medizinisch bestimmt, sondern wesentlich auch durch psychische und soziale Faktoren beeinflusst. Diese Zusammenhänge sind seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt und wissenschaftlich belegt. Entsprechend werden Gesundheit und Krankheit längst im Sinne eines bio-psycho-sozialen Modells verstanden. In den sozialen Sicherungssystemen spiegelt sich dieser Ansatz jedoch bis heute nicht konsequent wider. Dafür ist eine Politik notwendig, die die spezifischen fachlichen Kompetenzen der Sozialen Arbeit systematisch einbindet. Denn erst durch die Verbindung medizinischer, psychischer und sozialer Perspektiven entsteht eine Versorgung, die Menschen wirklich erreicht: ganzheitlich, bedarfsorientiert und nachhaltig wirksam.
Vor 100 Jahren legten Alice Salomon und weitere Wegbereiterinnen den Grundstein für die Krankenhaussozialarbeit.
DVSG-Vorsitzender, Prof. Dr. Stephan Dettmers, betont in seinem Festvortrag: „Gesundheit bedeutet eine bessere Aussicht auf eine chancengleiche und selbstbestimmte Teilhabe. Umgekehrt bergen gesundheitliche Beeinträchtigungen unterschiedliche Exklusionsrisiken. Diese Zusammenhänge prägen die Profession seit ihren Anfängen. Im Gesundheitswesen ist die Soziale Arbeit bereits seit 100 Jahren wirksam – und sie ist heute systemrelevant wie nie zuvor. Unser Jubiläum ist Anlass, die historische Leistung der Profession sichtbar zu machen und zugleich den Blick nach vorn zu richten: auf notwendige politische Rahmenbedingungen, auf Professionalisierung und auf die Frage, wie wir unser Gesundheitssystem solidarisch in die Zukunft führen.“




