DÜSSELDORF (kobinet)
Eine neue Rechnung zeigt etwas Wichtiges.
Bis 2050 brauchen knapp 1,7 Millionen Menschen in NRW Pflege.
Das ist etwa jede 10. Person im Bundes-Land NRW.
Der Sozial-Verband VdK NRW macht sich große Sorgen.
VdK bedeutet: Verband der Kriegs-Opfer, Behinderten und Sozial-Rentner Deutschlands.
Der VdK NRW ist ein Verein, der Menschen hilft, die Pflege brauchen.
Schon heute müssen viele Menschen Sozial-Hilfe beantragen.
Sozial-Hilfe ist Geld vom Staat für Menschen, die wenig Geld haben.
Beantragen bedeutet: Du fragst das Amt um Hilfe und füllst ein Formular aus.
Im Jahr 2024 bekamen mehr als 104.000 Menschen in NRW Hilfe zur Pflege.
Hilfe zur Pflege ist eine Art Sozial-Hilfe vom Staat.
Diese Zahl ist um fast 5 von 100 gestiegen.
Das sind mehr Menschen als im Jahr davor.
Besonders schwer ist die Lage in Pflege-Heimen.
Mehr als 41 von 100 Heim-Bewohnern brauchen Sozial-Hilfe.
Ein Pflege-Heim kostet oft 6.000 bis 6.500 Euro im Monat.
Viele Menschen können diese Kosten nicht selbst bezahlen.
Bis 2050 sollen noch viel mehr Menschen im Pflege-Heim leben.
Laut Rechnung werden es dann 226.300 Personen sein.
Der Bund hat eine Pflege-Kommission eingesetzt.
Der Bund ist die Regierung von ganz Deutschland.
Eine Pflege-Kommission ist eine Gruppe von Fach-Leuten, die über Regeln für die Pflege entscheidet.
Diese Kommission soll Lösungen für die Pflege finden.
Die Ergebnisse sollen erst Ende August kommen.
Der VdK NRW sagt: Das ist zu spät.
Pflege-Probleme können nicht so lange warten.
Der VdK NRW warnt auch vor einer anderen Änderung.
Es gibt Pläne, den Pflege-Grad 1 abzuschaffen.
Ein Pflege-Grad zeigt, wie viel Hilfe ein Mensch braucht.
Je höher die Zahl, desto mehr Hilfe bekommt die Person.
Pflege-Grad 1 bedeutet: Eine Person braucht wenig, aber regelmäßige Hilfe.
Das wäre schlecht für viele betroffene Menschen.
Der VdK NRW fordert schnelle Hilfe für die Pflege-Versicherung.
Die Pflege-Versicherung bezahlt Hilfe für alte oder kranke Menschen.
Viele Menschen zahlen jeden Monat Geld in die Pflege-Versicherung ein.
Außerdem müssen die Kosten für Pflege-Bedürftige begrenzt werden.
Begrenzt bedeutet: Es gibt eine höchste Summe, die jemand bezahlen muss.

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DÜSSELDORF (kobinet) Mit großer Sorge betrachtet der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen die von IT.NRW neu vorgelegte Pflegemodellrechnung, wonach bis zum Jahr 2050 knapp 1,7 Millionen Menschen und damit etwa jede zehnte Person in Nordrhein-Westfalen pflegebedürftig sein werden. Besonders alarmierend ist aus Sicht des Sozialverbands jedoch, dass bereits heute viele Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sind. Laut IT.NRW erhielten im Jahr 2024 in unserem Bundesland mehr als 104.000 Menschen "Hilfe zur Pflege" (Sozialhilfe). Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Kommunen – und einen Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders dramatisch ist die Situation in stationären Einrichtungen: Mehr als 41 Prozent der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sind auf diese Unterstützung angewiesen.
Vor allem in ländlichen Regionen liegen die monatlichen Eigenanteile in Pflegeheimen inzwischen bei 6.000 bis 6.500 Euro. Für viele Betroffene sind diese Kosten aus eigener Kraft nicht mehr zu stemmen. Perspektivisch wird die Zahl der Pflegebedürftigen in stationärer Pflege laut IT.NRW um gut ein Drittel zunehmen und 2050 bei 226.300 Personen liegen.
Mit Blick auf die vom Bund eingesetzte Pflegekommission mahnt der VdK NRW Tempo an. „Die Kommission darf nicht zu einem weiteren politischen Verzögerungsinstrument werden. Dass erst Ende August Ergebnisse vorgelegt werden sollen, kann angesichts der Entwicklung nicht richtig sein – Pflege wartet nicht.“
Zugleich warnt der Verband vor Leistungseinschränkungen. Ein möglicher Wegfall des Pflegegrades 1 würde aus Sicht des VdK NRW eine Verschlechterung für viele Betroffene bedeuten. Der Verband fordert daher rasche Maßnahmen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung und zur Begrenzung der Eigenanteile, die aus VdK-Sicht nur mit einer grundlegenden Reform der Pflegeversicherung erfolgen kann.

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DÜSSELDORF (kobinet) Mit großer Sorge betrachtet der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen die von IT.NRW neu vorgelegte Pflegemodellrechnung, wonach bis zum Jahr 2050 knapp 1,7 Millionen Menschen und damit etwa jede zehnte Person in Nordrhein-Westfalen pflegebedürftig sein werden. Besonders alarmierend ist aus Sicht des Sozialverbands jedoch, dass bereits heute viele Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sind. Laut IT.NRW erhielten im Jahr 2024 in unserem Bundesland mehr als 104.000 Menschen "Hilfe zur Pflege" (Sozialhilfe). Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Kommunen – und einen Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders dramatisch ist die Situation in stationären Einrichtungen: Mehr als 41 Prozent der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sind auf diese Unterstützung angewiesen.
Vor allem in ländlichen Regionen liegen die monatlichen Eigenanteile in Pflegeheimen inzwischen bei 6.000 bis 6.500 Euro. Für viele Betroffene sind diese Kosten aus eigener Kraft nicht mehr zu stemmen. Perspektivisch wird die Zahl der Pflegebedürftigen in stationärer Pflege laut IT.NRW um gut ein Drittel zunehmen und 2050 bei 226.300 Personen liegen.
Mit Blick auf die vom Bund eingesetzte Pflegekommission mahnt der VdK NRW Tempo an. „Die Kommission darf nicht zu einem weiteren politischen Verzögerungsinstrument werden. Dass erst Ende August Ergebnisse vorgelegt werden sollen, kann angesichts der Entwicklung nicht richtig sein – Pflege wartet nicht.“
Zugleich warnt der Verband vor Leistungseinschränkungen. Ein möglicher Wegfall des Pflegegrades 1 würde aus Sicht des VdK NRW eine Verschlechterung für viele Betroffene bedeuten. Der Verband fordert daher rasche Maßnahmen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung und zur Begrenzung der Eigenanteile, die aus VdK-Sicht nur mit einer grundlegenden Reform der Pflegeversicherung erfolgen kann.




