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Roll-In beim Bremer Fachdienst Teilhabe: deutlicher Protest für Selbstbestimmung

Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen
Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen
Foto: Petra Wontorra

Bremen (kobinet) Am 12. März 2026 haben zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem "Roll-In" vor dem Fachdienst Teilhabe am Hansator 11 in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt.

Dr. Joachim Steinbrück, 1. Vorsitzender von SelbstBestimmt Leben Bremen, machte deutlich: „Wer persönliche Assistenz braucht, braucht sie jeden Tag – nicht nur, wenn die Verwaltung dazu kommt, Anträge zu bearbeiten. Die Bremer Praxis gefährdet die Selbstbestimmung vieler Betroffener und muss dringend geändert werden!“

Die Teilnehmenden forderten erneut schnellere Bewilligungen, unbefristete Leistungen und faire Begutachtungen. Nur so könne Teilhabe und Gleichberechtigung tatsächlich gewährleistet werden. SelbstBestimmt Leben Bremen dankte in einer Presseinformation allen Unterstützer*innen, die sich an der Aktion beteiligt haben, und kündigte an, den politischen Druck für eine Verbesserung der Praxis weiter aufrechtzuerhalten.