Dresden (kobinet)
Birger Höhn war auf einer Bildungs-Fahrt.
Eine Bildungs-Fahrt ist eine Reise zum Lernen.
Die Reise ging zur Gedenk-Stätte Auschwitz in Polen.
Eine Gedenk-Stätte ist ein besonderer Ort.
Dort erinnern Menschen an schlimme Dinge aus der Vergangenheit.
Die Reise war vom 2. bis 7. März 2026.
Birger Höhn war zum ersten Mal dort.
Mit dabei waren Schüler und Schülerinnen der Ober-Schule Schleife.
Auch die Brücke-Most-Stiftung war dabei.
Eine Stiftung ist eine Organisation.
Sie hilft Menschen und unterstützt gute Projekte.
Birger Höhn hat über die Reise einen Bericht geschrieben.
Den Bericht hat er an kobinet-nachrichten geschickt.
Die Gruppe hat im Kloster Harmaze gewohnt.
Das Kloster liegt nahe bei Auschwitz.
Sie haben das Auschwitz Jüdische Centrum besucht.
Sie haben eine Ausstellung von einem Überlebenden gesehen.
Ein Überlebender hat etwas sehr Schlimmes erlebt und überlebt.
Dann haben sie das KZ Auschwitz besucht.
KZ bedeutet: Konzentrations-Lager.
Das war ein Gefängnis in der Nazi-Zeit.
Dort wurden Menschen eingesperrt und getötet.
Im Stamm-Lager gibt es viele verschiedene Ausstellungen.
Das Stamm-Lager war das erste Lager an diesem Ort.
Andere Lager wurden später daneben gebaut.
Eine Ausstellung zeigt Dinge zur NS-Euthana-sie.
Die Nazis haben viele kranke und behinderte Menschen getötet.
Das nennt man NS-Euthana-sie.
Ein Arzt namens Horst Schumann war in Auschwitz tätig.
Er hat grausame Versuche an Menschen gemacht.
Das war sehr schlimm und unrecht.
Im Lager gab es auch ein Orchester.
Ein Orchester ist eine große Gruppe von Musikern.
Die Musiker spielen zusammen verschiedene Instrumente.
Die Gefangenen mussten dort Musik spielen.
Birger Höhn spielt selbst Musik in einer Band.
Er findet es sehr schlimm.
Die Gefangenen mussten das tun.
In einem Raum sind Prothesen ausgestellt.
Eine Prothese ersetzt ein fehlendes Bein oder einen fehlenden Arm.
Sie ist aus Plastik oder Metall gemacht.
Auch Geh-Hilfen für den Unter-Arm sind dort zu sehen.
Geh-Hilfen helfen Menschen beim Gehen.
Zum Beispiel ein Stock oder ein Rollator.
In anderen Räumen gibt es Brillen und Koffer von Opfern.
Dort sind auch die Haare von ermordeten Menschen ausgestellt.
Am nächsten Tag besuchten sie Auschwitz-Birkenau.
Auschwitz-Birkenau war ein großes Lager im 2. Welt-Krieg.
Dort haben die Nazis sehr viele Menschen getötet.
Dort haben die Nazis mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet.
Die meisten davon waren jüdische Menschen.
Birger Höhn hat viele Gedenk-Stätten besucht.
Aber Auschwitz-Birkenau ist viel größer als alle anderen.
Birger Höhn versteht jeden, der die Stätte nicht besuchen möchte.
Aber er ermutigt alle, die es sich zutrauen.
Es ist sehr anders, den Ort selbst zu sehen.
Filme und Bücher zeigen nicht dasselbe.
Birger Höhn hat auch auf die Barriere-Freiheit geachtet.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Auch Menschen im Roll-Stuhl sollen alles besuchen können.
Die neuen Gebäude im Stamm-Lager sind gut erreichbar.
Das große Gelände in Auschwitz-Birkenau ist für Roll-Stühle schwierig.
Der Boden ist aus Steinen und Schotter.
Schotter sind viele kleine Steine auf dem Boden.
Auf Schotter ist es schwer zu gehen oder zu fahren.
Dazu gibt es eine wichtige Frage.
Soll man Gedenk-Stätten für alle zugänglich machen?
Oder soll man alles so lassen wie früher?
Früher war es für Gefangene sehr schwer zu gehen.
Sollen Besucher das selbst spüren?
Das ist eine schwierige Frage ohne einfache Antwort.
Für Birger Höhn war die Reise sehr bewegend.
Er setzt sich ein für inklusiven Anti-Faschismus.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Niemand wird ausgeschlossen.
Faschismus ist eine gefährliche Art von Herrschaft.
Ein Diktator bestimmt alles alleine.
Anti-Faschismus bedeutet: Menschen kämpfen dagegen.
Sein Einsatz dafür ist durch die Reise stärker geworden.
Sein Motto ist: Nie wieder ist jetzt!
Es gibt ein bundes-weites Netz-werk.
Ein Netz-werk ist eine Gruppe von Menschen mit dem gleichen Ziel.
Es heißt: Netz-werk inklusive Erinnerung.
Birger Höhn ist in diesem Netz-werk aktiv.
Es gibt einen inklusiven Podcast dazu.
Ein Podcast ist eine Sendung im Internet.
Du kannst die Sendung hören.
Den Podcast findet ihr hier: Podcast: Inklusive Erinnerung für eine starke Demokratie

Foto: Birger Höhn
Dresden (kobinet) Vom 2. bis 7. März 2026 hatte Birger Höhn die Gelegenheit, mit der Brücke-Most-Stiftung und SchülerInnen der Oberschule Schleife auf Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz nach Polen zu fahren. Es war für ihn das erste Mal, dass er in der Gedenkstätte Auschwitz war. Über diese nachhaltige wie emotional bewegende Bildungsfahrt hat Birger Höhn den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Veröffentlichung zugesandt:
Nie wieder ist Jetzt – Bericht über eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz
von Birger Höhn
Vom 2. bis 7. März 2026 hatte ich die Gelegenheit, mit der Brücke-Most-Stiftung und SchülerInnen der Oberschule Schleife auf Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz nach Polen zu fahren. Es war für mich das erste Mal, dass ich überhaupt in der Gedenkstätte Auschwitz war. Ich bin ebenso dankbar, dass ich diese Reise machen konnte. Es war eine ebenso nachhaltige wie emotional bewegende.
Unterkunft hatten wir im Kloster Harmaze, unweit von Auschwitz. Wir haben das Auschwitz Jüdische Centrum und die Ausstellung eines Auschwitz Überlebenden im Keller der Klosterkirche besucht. An den Tagen danach waren wir im Stammlager und haben das KZ Auschwitz-Birkenau besucht. Im Stammlager gibt es in verschiedenen Blocks verschiedene Ausstellungen, auch zur NS-Euthanasie. Denn zum Einen war ab November 1941 auch der ehemalige „Ärztliche Direktor“ der NS-Euthanasie Anstalt Pirna Sonnenstein, Horst Schumann, eingesetzt und hat hier grausame Menschenversuche praktiziert. So mussten sich zum Beispiel Häftlinge nackt ausziehen und bekamen dann mindestens 15 Minuten pur Röntgenstrahlung auf die Genitalien. Mit fürchterlichen Folgen.
Im Stammlager gab es auch das „Auschwitz Orchester“. Nun bin ich ja selber musikalisch in einer Band. Normalerweise freut man sich ja auf Auftritte. Wie fürchterlich muss es für die Häftlinge gewesen sein, vor ihren TäterInnen spielen zu müssen, um anschließend mehr Chancen auf Überleben zu haben. In dem „NS-Euthanasie“ Block gibt es einen Raum, in dem Prothesen und Unterarmgehhilfen ausgestellt sind. (siehe Foto)
Desweiteren gab es Räume, in denen Brillen, persönliche Gegenstände von Opfern, Koffer usw. und sogar deren Haare (die durfte man verständlicherweise nicht fotografieren) ausgestellt waren.
Am darauffolgenden Tag waren wir in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.
In dieser Holocaust Gedenkstätte wurden mindestens 1,1 Millionen zum großen Teil jüdische Menschen von den Nazis ermordet. So viele wie in keiner anderen Gedenkstätte bzw. Konzentrationslager. Ich hab ja schon diverse Gedenkstätten besucht (Dachau, Flossenbürg, Buchenwald, Sachsenburg, Pirna-Sonnenstein und Brandenburg). Aber Auschwitz-Birkenau toppt alles bei weitem in Dimension und Ausmaß.
Ich kann jeden verstehen, der die Gedenkstätte Auschwitz nicht besuchen will oder kann. Dennoch würde ich jeden, der sich das in einer Gruppe zutraut, genau dazu ermutigen. Denn es ist aufgrund eben genau der Größe, Dimension und Ausmaß etwas völlig anderes, das ganze live zu sehen anstatt nur in Filmen und Dokumentationen.
Am Rande ist mir natürlich auch das Thema Barrierefreiheit der Gedenkstätten aufgefallen. Die Neubauten im Stammlager sind teilweise relativ gut berollbar, allerdings die historischen Teile des weitläufigen Geländes in Auschwitz Birkenau ist wegen des Untergrundes (Stein, Schotter, Kiesweg) eher schwierig für Rollstuhlfahrer. Da blitzt auch wieder ein Diskussionspunkt auf: Macht man Gedenkstätten für alle inklusiv erfahrbar oder belässt man es im Originalzustand, da die Besucher ja auch selbst einen eigenen Eindruck davon bekommen sollen, mit welchen Wegen die Häftlinge bewusst zurecht kommen mussten.
Wie auch immer: Es war eine mega bewegende und nachhaltig wirkende Reise. Mein Engagement für inklusiven Antifaschismus und inklusive Gedenk- und Erinnerungskultur ist dadurch deutlich gestärkt worden.
Denn: „Nie wieder ist jetzt!““
Darüber hinaus möchte ich noch darauf hinweisen, dass es eine bundesweite Initiative Netzwerk inklusive Erinnerung gibt (in diesem Netzwerk bin ich auch aktiv). Es gibt einen sehr schönen inklusiven Podcast zum Thema unter folgendem Link:
https://ibb-d.de/erinnern/inklusive-erinnerung-fuer-eine-starke-demokratie/

Foto: Birger Höhn
Dresden (kobinet) Vom 2. bis 7. März 2026 hatte Birger Höhn die Gelegenheit, mit der Brücke-Most-Stiftung und SchülerInnen der Oberschule Schleife auf Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz nach Polen zu fahren. Es war für ihn das erste Mal, dass er in der Gedenkstätte Auschwitz war. Über diese nachhaltige wie emotional bewegende Bildungsfahrt hat Birger Höhn den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Veröffentlichung zugesandt:
Nie wieder ist Jetzt – Bericht über eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz
von Birger Höhn
Vom 2. bis 7. März 2026 hatte ich die Gelegenheit, mit der Brücke-Most-Stiftung und SchülerInnen der Oberschule Schleife auf Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz nach Polen zu fahren. Es war für mich das erste Mal, dass ich überhaupt in der Gedenkstätte Auschwitz war. Ich bin ebenso dankbar, dass ich diese Reise machen konnte. Es war eine ebenso nachhaltige wie emotional bewegende.
Unterkunft hatten wir im Kloster Harmaze, unweit von Auschwitz. Wir haben das Auschwitz Jüdische Centrum und die Ausstellung eines Auschwitz Überlebenden im Keller der Klosterkirche besucht. An den Tagen danach waren wir im Stammlager und haben das KZ Auschwitz-Birkenau besucht. Im Stammlager gibt es in verschiedenen Blocks verschiedene Ausstellungen, auch zur NS-Euthanasie. Denn zum Einen war ab November 1941 auch der ehemalige „Ärztliche Direktor“ der NS-Euthanasie Anstalt Pirna Sonnenstein, Horst Schumann, eingesetzt und hat hier grausame Menschenversuche praktiziert. So mussten sich zum Beispiel Häftlinge nackt ausziehen und bekamen dann mindestens 15 Minuten pur Röntgenstrahlung auf die Genitalien. Mit fürchterlichen Folgen.
Im Stammlager gab es auch das „Auschwitz Orchester“. Nun bin ich ja selber musikalisch in einer Band. Normalerweise freut man sich ja auf Auftritte. Wie fürchterlich muss es für die Häftlinge gewesen sein, vor ihren TäterInnen spielen zu müssen, um anschließend mehr Chancen auf Überleben zu haben. In dem „NS-Euthanasie“ Block gibt es einen Raum, in dem Prothesen und Unterarmgehhilfen ausgestellt sind. (siehe Foto)
Desweiteren gab es Räume, in denen Brillen, persönliche Gegenstände von Opfern, Koffer usw. und sogar deren Haare (die durfte man verständlicherweise nicht fotografieren) ausgestellt waren.
Am darauffolgenden Tag waren wir in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.
In dieser Holocaust Gedenkstätte wurden mindestens 1,1 Millionen zum großen Teil jüdische Menschen von den Nazis ermordet. So viele wie in keiner anderen Gedenkstätte bzw. Konzentrationslager. Ich hab ja schon diverse Gedenkstätten besucht (Dachau, Flossenbürg, Buchenwald, Sachsenburg, Pirna-Sonnenstein und Brandenburg). Aber Auschwitz-Birkenau toppt alles bei weitem in Dimension und Ausmaß.
Ich kann jeden verstehen, der die Gedenkstätte Auschwitz nicht besuchen will oder kann. Dennoch würde ich jeden, der sich das in einer Gruppe zutraut, genau dazu ermutigen. Denn es ist aufgrund eben genau der Größe, Dimension und Ausmaß etwas völlig anderes, das ganze live zu sehen anstatt nur in Filmen und Dokumentationen.
Am Rande ist mir natürlich auch das Thema Barrierefreiheit der Gedenkstätten aufgefallen. Die Neubauten im Stammlager sind teilweise relativ gut berollbar, allerdings die historischen Teile des weitläufigen Geländes in Auschwitz Birkenau ist wegen des Untergrundes (Stein, Schotter, Kiesweg) eher schwierig für Rollstuhlfahrer. Da blitzt auch wieder ein Diskussionspunkt auf: Macht man Gedenkstätten für alle inklusiv erfahrbar oder belässt man es im Originalzustand, da die Besucher ja auch selbst einen eigenen Eindruck davon bekommen sollen, mit welchen Wegen die Häftlinge bewusst zurecht kommen mussten.
Wie auch immer: Es war eine mega bewegende und nachhaltig wirkende Reise. Mein Engagement für inklusiven Antifaschismus und inklusive Gedenk- und Erinnerungskultur ist dadurch deutlich gestärkt worden.
Denn: „Nie wieder ist jetzt!““
Darüber hinaus möchte ich noch darauf hinweisen, dass es eine bundesweite Initiative Netzwerk inklusive Erinnerung gibt (in diesem Netzwerk bin ich auch aktiv). Es gibt einen sehr schönen inklusiven Podcast zum Thema unter folgendem Link:
https://ibb-d.de/erinnern/inklusive-erinnerung-fuer-eine-starke-demokratie/




