BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamt-Verband hat ein wichtiges Papier gefunden.
Paritätisch bedeutet: Alle sind gleich.
Alle haben die gleichen Rechte.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein großer Sozial-Verband in Deutschland.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Organisationen.
Diese Organisationen helfen Menschen mit wenig Unterstützung.
Das Papier zeigt geheime Pläne von Bund, Ländern und Kommunen.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Die Pläne sehen große Kürzungen vor.
Kürzungen bedeutet: Es soll weniger Geld ausgegeben werden.
Das Papier hat 108 Seiten.
Das Papier enthält mehr als 70 Kürzungs-Vorschläge.
Die Kürzungen betreffen Kinder und Jugendliche.
Die Kürzungen betreffen auch Menschen mit Behinderungen.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Die Vorschläge betreffen mehr als 8,6 Milliarden Euro.
Die tatsächliche Summe ist noch höher.
Viele Vorschläge haben keine genauen Zahlen.
Die Pläne wurden nicht öffentlich besprochen.
Öffentlich bedeutet: Alle Menschen können etwas wissen.
Es ist nicht geheim.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist sehr besorgt.
Er nennt die Pläne einen Angriff auf wichtige Hilfen.
Diese Hilfen wurden über viele Jahre erkämpft.
Einige Pläne verstoßen gegen internationale Regeln.
Diese Regeln schützen Menschen mit Behinderungen.
Diese Regeln schützen auch Kinder und Jugendliche.
Die Regeln heißen: UN-Behinderten-Rechts-Konvention und UN-Kinder-Rechts-Konvention.
Konvention bedeutet: Ein wichtiger Vertrag zwischen vielen Ländern.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention schützt die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Die UN-Kinder-Rechts-Konvention schützt die Rechte von Kindern und Jugendlichen.
Konkret sollen diese Hilfen gekürzt oder gestrichen werden:
- Schul-Begleitung für Kinder mit Behinderungen
- Das Recht von Menschen mit Behinderungen auf selbst gewählte Hilfe
- Betreuung für junge Erwachsene nach der Jugend-Hilfe
- Unterhalts-Vorschuss für Allein-Erziehende
Schul-Begleitung bedeutet: Eine Person hilft einem Kind mit Behinderung in der Schule.
Jugend-Hilfe bedeutet: Der Staat hilft Kindern und jungen Menschen.
Er hilft auch ihren Familien.
Allein-Erziehende sind Mütter oder Väter, die ihr Kind ohne eine zweite Person großziehen.
Unterhalts-Vorschuss bedeutet: Geld vom Staat für diese Eltern.
Dr. Joachim Rock ist der Chef des Paritätischen Gesamt-Verbandes.
Er sagt: Diese Pläne sind ein Skandal.
Ein Skandal ist etwas sehr Schlimmes.
Viele Menschen ärgern sich darüber.
Die Kürzungen würden das Leben vieler Menschen schwer machen.
Alle Menschen haben ein Recht auf diese Information.
Der Paritätische Gesamt-Verband macht das Papier jetzt öffentlich.
Er bewertet darin 25 der Vorschläge genau.
Das Papier und die Bewertung könnt ihr hier lesen:

Foto: ht
BERLIN (kobinet) Dem Paritätischen Gesamtverband liegt ein internes Arbeitspapier vor, das belegt: Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände diskutieren im Verborgenen drastische Kürzungen bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Das 108-seitige Dokument, das heute vom Paritätischen veröffentlicht wird, stammt aus einer Arbeitsgruppe, die abseits der Öffentlichkeit harte Einschnitte für Menschen mit Behinderungen und für Kinder und Jugendliche diskutiert. Es enthält mehr als 70 Kürzungsvorschläge mit einem bezifferten Volumen von über 8,6 Milliarden Euro. Das tatsächliche Kürzungsvolumen liegt erheblich höher, da knapp zwei Drittel aller Vorschläge gar nicht mit Zahlen unterlegt sind.
Der Paritätische zeigt sich angesichts der Kürzungspläne von Bund, Ländern und Kommunen entsetzt: Die Vorschläge zielen auf radikale Einschnitte bei sozialen Unterstützungsleistungen. Individuelle Rechtsansprüche auf Schulbegleitung sollen gestrichen, das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe abgeschafft, der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zusammengestrichen werden. Manche Vorschläge widersprechen offen der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.
„Was hier unter dem harmlosen Titel ‚Effizienter Ressourceneinsatz’ verhandelt wird, ist ein Angriff auf Errungenschaften, die elementar für soziale Teilhabe sind und die über Jahrzehnte erkämpft wurden. Dass solche grundlegenden Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen so radikal gekürzt werden sollen und die Debatte an den Menschen vorbei im Verborgenen geführt wird, ist gleichermaßen skandalös. Hier droht ein Kahlschlag bei Alltagshilfen, mit einschneidenden Folgen für Betroffene und ihre Familien“, erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Der Paritätische veröffentlicht das Papier zusammen mit einer detaillierten fachpolitischen Einordnung und Bewertung von 25 exemplarisch ausgewählten Vorschlägen. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu wissen, dass aktuell diskutierte Vorschläge auf einen Kahlschlag in ganzen Leistungsbereichen zielen“, sagte Rock.
Das Arbeitspapier sowie die Bewertung des Paritätischen Gesamtverbandes können auf dieser Internetseite abgerufen werden.

Foto: ht
BERLIN (kobinet) Dem Paritätischen Gesamtverband liegt ein internes Arbeitspapier vor, das belegt: Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände diskutieren im Verborgenen drastische Kürzungen bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Das 108-seitige Dokument, das heute vom Paritätischen veröffentlicht wird, stammt aus einer Arbeitsgruppe, die abseits der Öffentlichkeit harte Einschnitte für Menschen mit Behinderungen und für Kinder und Jugendliche diskutiert. Es enthält mehr als 70 Kürzungsvorschläge mit einem bezifferten Volumen von über 8,6 Milliarden Euro. Das tatsächliche Kürzungsvolumen liegt erheblich höher, da knapp zwei Drittel aller Vorschläge gar nicht mit Zahlen unterlegt sind.
Der Paritätische zeigt sich angesichts der Kürzungspläne von Bund, Ländern und Kommunen entsetzt: Die Vorschläge zielen auf radikale Einschnitte bei sozialen Unterstützungsleistungen. Individuelle Rechtsansprüche auf Schulbegleitung sollen gestrichen, das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe abgeschafft, der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zusammengestrichen werden. Manche Vorschläge widersprechen offen der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.
„Was hier unter dem harmlosen Titel ‚Effizienter Ressourceneinsatz’ verhandelt wird, ist ein Angriff auf Errungenschaften, die elementar für soziale Teilhabe sind und die über Jahrzehnte erkämpft wurden. Dass solche grundlegenden Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen so radikal gekürzt werden sollen und die Debatte an den Menschen vorbei im Verborgenen geführt wird, ist gleichermaßen skandalös. Hier droht ein Kahlschlag bei Alltagshilfen, mit einschneidenden Folgen für Betroffene und ihre Familien“, erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Der Paritätische veröffentlicht das Papier zusammen mit einer detaillierten fachpolitischen Einordnung und Bewertung von 25 exemplarisch ausgewählten Vorschlägen. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu wissen, dass aktuell diskutierte Vorschläge auf einen Kahlschlag in ganzen Leistungsbereichen zielen“, sagte Rock.
Das Arbeitspapier sowie die Bewertung des Paritätischen Gesamtverbandes können auf dieser Internetseite abgerufen werden.





Könnten die Oppositionsparteien nicht eine „Aktuelle Stunde“ im Bundestag zu diesem Arbeitspapier beantragen?
gute idee, aber kobinet ist hier nicht der richtige ansprechpartner, wende dich doch direkt an die entsprechenden parteien