Berlin (kobinet)
Restaurant, Kino, Friseur, Arzt-Praxis:
Menschen mit Behinderungen haben oft Probleme.
Sie können viele Orte nicht nutzen.
Das nennt man Barrieren.
Eine Barriere ist ein Hindernis.
Die Barriere ist im Weg.
Diese Hindernisse machen den Alltag schwerer.
Es gibt ein Gesetz zur Gleich-Stellung.
Gleich-Stellung bedeutet: Alle Menschen werden gleich behandelt.
Niemand hat Nachteile.
Das Gesetz heißt Behinderten-Gleich-Stellungs-Gesetz.
Dieses Gesetz soll besser werden.
Aber die Reform wurde gestoppt.
Eine Reform ist eine große Änderung.
Etwas Altes wird besser gemacht.
Das Gesetz muss klar regeln:
Alle Güter und Dienst-Leistungen müssen barriere-frei sein.
Güter sind Dinge, die man kaufen kann.
Zum Beispiel: Lebens-Mittel, Möbel oder Kleidung.
Dienst-Leistungen sind Hilfen für Geld.
Zum Beispiel: Beim Friseur oder beim Arzt.
Das gilt auch für private Anbieter.
Karl Finke und Katrin Gensecke fordern das.
Die 2 leiten gemeinsam die Gruppe Selbst Aktiv.
Selbst Aktiv ist eine Gruppe in der SPD.
Die Gruppe besteht aus Menschen mit Behinderungen.
Karl Finke sagt: Der neue Gesetz-Entwurf ist schlecht.
Ein Gesetz-Entwurf ist ein erster Plan für ein neues Gesetz.
Der Plan kann noch geändert werden.
Er geht sogar einen Schritt zurück.
Das Bundes-Ministerium für Arbeit hatte einen Plan gemacht.
Ein Bundes-Ministerium ist eine Behörde der Regierung.
Es ist zuständig für ein bestimmtes Thema.
Dieser Plan war schon nicht gut genug.
Dann wurde der Plan noch schwächer.
Die CDU hat das durchgesetzt.
Besonders die Wirtschafts-Ministerin Katherina Reiche.
Eine wichtige Regel wurde fast abgeschafft.
Die Regel heißt: Angemessene Vor-Kehrungen.
Angemessene Vor-Kehrungen sind einfache Hilfen für Menschen mit Behinderungen.
Diese Hilfen machen den Alltag leichter.
Nach dem neuen Plan kann man sogar Folgendes ablehnen:
Einen einfachen Hand-Griff anzubringen.
Das ist nicht in Ordnung.
Karl Finke sagt:
Dieser Plan schließt Menschen mit Behinderungen aus.
Er darf so nicht beschlossen werden.
Viele Verbände haben protestiert.
Ein Verband ist eine Gruppe von Menschen mit gleichen Zielen.
Zusammen setzen sie sich für ihre Ziele ein.
Sie wollen eine neue Überarbeitung des Plans.
Katrin Gensecke findet das richtig.
Sie sagt: Menschen mit Behinderungen sind keine Last.
Sie werden überall in der Gesellschaft gebraucht.
Menschen mit Behinderungen wollen mitmachen.
Sie wollen Verantwortung übernehmen.
Verantwortung bedeutet: Du machst deine Aufgabe gut.
Du kümmerst dich selbst um Probleme.
Menschen mit Behinderungen wollen ihr Land mit-gestalten.
Katrin Gensecke kommt aus Magdeburg.
Sie sagt: Wer uns aufhält, schadet unserer Gesellschaft.
Die Gruppe Selbst Aktiv hat eine klare Forderung:
Der Gesetz-Plan muss schnell überarbeitet werden.
Barriere-Freiheit muss eine klare Pflicht werden.
Das gilt für alle Gebäude und Produkte.
Karl Finke und Katrin Gensecke sagen:
Inklusion und Barriere-Freiheit gehören zu einer Demokratie.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Demokratie bedeutet: Das Volk entscheidet über wichtige Dinge.

Foto: AG Selbst Aktiv
Berlin (kobinet) Restaurant, Kino, Friseur, Arztpraxis: Menschen mit Behinderungen stoßen im Alltag noch immer auf Barrieren, die ihnen den Zugang zu Dienstleistungen und Einrichtungen erschweren oder verwehren. Sie werden von vielen Dingen ausgeschlossen, die selbstverständlich für alle Menschen in unserem Land zur Verfügung stehen müssen. Die längst überfällige und jetzt erneut gestoppte Reform des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) muss einen klaren Anspruch auf Barrierefreiheit von Gütern und Dienstleistungen auch privater Anbieter gesetzlich regeln. Dies fordern die Co-Vorsitzenden der AG Selbst Aktiv behinderter Menschen in der SPD Karl Finke und Katrin Gensecke. Dazu gehöre selbstverständlich auch, dass dieser Anspruch von Betroffenen und ihren Verbändern eingeklagt werden kann.
„Der Entwurf für ein neues BGG, den die Bundesregierung vorgelegt hat, verfehlt dieses Ziel völlig und ist eher ein Schritt zurück!“, erklärte dazu Karl Finke. Schon der Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales war enttäuschend; im weiteren Verfahren wurde er weiter abgeschwächt. Auf Betreiben der CDU, speziell der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, wurde die Verpflichtung, durch ‚angemessene Vorkehrungen‘ noch bestehende Barrieren überwindbar zu machen, völlig aufgeweicht. Selbst einen einfachen Handgriff anzubringen, kann nach diesem Gesetzentwurf als unzumutbar abgelehnt werden. „Der Entwurf trägt die Handschrift einer CDU, die Sozialpolitik als Kostenfaktor und Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes sieht. Er darf so nicht verabschiedet werden, denn er würde auf lange Zeit Menschen mit Behinderungen aus wichtigen Bereichen des Lebens ausschließen.“
Zahlreiche Verbände und Vereinigungen von Menschen mit Behinderungen haben in den letzten Wochen gegen den Regierungsentwurf des BGG protestiert und eine grundlegende Überarbeitung gefordert. Zu Recht, findet Katrin Gensecke: „Menschen mir jeder Form von Behinderung, sichtbar oder unsichtbar, sind keine Last, sondern werden überall in unserer Gesellschaft dringend gebraucht – in der Wirtschaft ebenso wie in der Kultur und nicht zuletzt auch in der Politik. Wir wollen Partizipation, wir übernehmen Verantwortung und wir gestalten unser Land mit. Wer uns daran hindern will, gefährdet die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, erklärte die Magdeburger Politikerin.
Die AG Selbst Aktiv von behinderten Menschen in der SPD erwartet, dass jetzt eine zügige Überarbeitung des Gesetzentwurfs erfolgt, ohne weiteres Hinhalten und Taktieren. Die fachlichen Standards der Barrierefreiheit müssten bei allen baulichen und technischen Einrichtungen und Gütern endlich zu selbstverständlichen Basisanforderungen werden – ohne Wenn und Aber. „Inklusion und Barrierefreiheit gehören zum Fundament einer demokratischen Gesellschaft“, stellten Karl Finke und Katrin Gensecke klar.

Foto: AG Selbst Aktiv
Berlin (kobinet) Restaurant, Kino, Friseur, Arztpraxis: Menschen mit Behinderungen stoßen im Alltag noch immer auf Barrieren, die ihnen den Zugang zu Dienstleistungen und Einrichtungen erschweren oder verwehren. Sie werden von vielen Dingen ausgeschlossen, die selbstverständlich für alle Menschen in unserem Land zur Verfügung stehen müssen. Die längst überfällige und jetzt erneut gestoppte Reform des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) muss einen klaren Anspruch auf Barrierefreiheit von Gütern und Dienstleistungen auch privater Anbieter gesetzlich regeln. Dies fordern die Co-Vorsitzenden der AG Selbst Aktiv behinderter Menschen in der SPD Karl Finke und Katrin Gensecke. Dazu gehöre selbstverständlich auch, dass dieser Anspruch von Betroffenen und ihren Verbändern eingeklagt werden kann.
„Der Entwurf für ein neues BGG, den die Bundesregierung vorgelegt hat, verfehlt dieses Ziel völlig und ist eher ein Schritt zurück!“, erklärte dazu Karl Finke. Schon der Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales war enttäuschend; im weiteren Verfahren wurde er weiter abgeschwächt. Auf Betreiben der CDU, speziell der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, wurde die Verpflichtung, durch ‚angemessene Vorkehrungen‘ noch bestehende Barrieren überwindbar zu machen, völlig aufgeweicht. Selbst einen einfachen Handgriff anzubringen, kann nach diesem Gesetzentwurf als unzumutbar abgelehnt werden. „Der Entwurf trägt die Handschrift einer CDU, die Sozialpolitik als Kostenfaktor und Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes sieht. Er darf so nicht verabschiedet werden, denn er würde auf lange Zeit Menschen mit Behinderungen aus wichtigen Bereichen des Lebens ausschließen.“
Zahlreiche Verbände und Vereinigungen von Menschen mit Behinderungen haben in den letzten Wochen gegen den Regierungsentwurf des BGG protestiert und eine grundlegende Überarbeitung gefordert. Zu Recht, findet Katrin Gensecke: „Menschen mir jeder Form von Behinderung, sichtbar oder unsichtbar, sind keine Last, sondern werden überall in unserer Gesellschaft dringend gebraucht – in der Wirtschaft ebenso wie in der Kultur und nicht zuletzt auch in der Politik. Wir wollen Partizipation, wir übernehmen Verantwortung und wir gestalten unser Land mit. Wer uns daran hindern will, gefährdet die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, erklärte die Magdeburger Politikerin.
Die AG Selbst Aktiv von behinderten Menschen in der SPD erwartet, dass jetzt eine zügige Überarbeitung des Gesetzentwurfs erfolgt, ohne weiteres Hinhalten und Taktieren. Die fachlichen Standards der Barrierefreiheit müssten bei allen baulichen und technischen Einrichtungen und Gütern endlich zu selbstverständlichen Basisanforderungen werden – ohne Wenn und Aber. „Inklusion und Barrierefreiheit gehören zum Fundament einer demokratischen Gesellschaft“, stellten Karl Finke und Katrin Gensecke klar.




