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Positive Signale zum 10. Bayerischen Landestreffen der Gehörlosen

Acht Personen vor einer Tafel mit de r Aufschrift zum Landesverbandstages. Fünf Personen halten einen kleinen Ehrenpreis in der Hand
Bei der Verleihung von fünf Ehrenpreisen für herausragendes Engagement.
Foto: LVBYGL

MÜNCHEN / WÜRZBURG (kobinet) Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat die bayerische Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft am 10. und 11. April 2026 ein historisches Ereignis gefeiert. Rund 1.000 Teilnehmer-innen und Teilnehmer verwandelten Würzburg anlässlich des 10. Bayerischen Landestreffens in einen pulsierenden Mittelpunkt für Kultur, Austausch und politische Teilhabe.

Mit einem Rückblick auf die Gründung des Verbandes am 4. März 1951 und auf den Wandel von der einstigen Unterdrückung der Gebärdensprache hin zu einer stolzen, politisch aktiven Gemeinschaft wurde dabei Bilanz gezogen. Ein besonderes Highlight war der Fachvortrag von Markus Beetz, der die bewegte Geschichte des LVBYGL eindrucksvoll Revue passieren ließ.

Im Mittelpunkt des darauffolgenden Landesseniorentages im Congress Centrum Würzburg (CCW) stand die Veröffentlichung der Stellungnahme „Gute Pflege dahoam – auch in Gebärdensprache?“.
Vor hochrangigen Vertretern der Ministerien (StMAS und StMGP), darunter Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber und Dr. Bernhard Opolony, sowie fünf Abgeordneten des Bayerischen Landtags, verdeutlichte der Verband die dramatische Situation der zirka. 5.000 gehörlosen Senioren im Freistaat. „Ein Pflegeplatz ohne Gebärdensprache ist für unsere Senioren wie eine Isolationshaft“, warnte der Verband und forderte eine bayernweite, überregionale gebärdensprachfreundliche Pflege sowie die Einführung eines bayerischen Gehörlosengeldes. Erlebnismesse, Zukunftsthemen und inernationales Engagement.

Der Samstag stand im Zeichen der „DeafMesse“, auf der rund 60 Aussteller technologische Hilfsmittel und soziale Dienstleistungen präsentierten. Großen Zuspruch fand das Fachprogramm: An
ton Schneid übernahm kurzfristig den Vortrag zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) im Alltag tauber Menschen“ und zeigte auf, welche Chancen die Digitalisierung für die Barrierefreiheit bietet. Berichte über das Uganda-Projekt des Verbandes rundeten das Programm ab.

Neben Stadtführungen und einem ökumenischen Gottesdienst sorgten hochkarätige Abendveranstaltungen für Begeisterung.