
Foto: Aktion Mensch
Berlin (kobinet) Zahlreiche Hinweise und Beschwerden sammeln sich in unserer Redaktion über Mängel und Schwierigkeiten bei der Nutzung der Webseiten von Aktion Mensch.
Wir haben einmal einiges zusammen gestellt.

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Berlin (kobinet) Warum wahre Bildung nicht am Lehrplan beginnt, sondern am Blick auf den Menschen
Ein Beitrag über Inklusion als Spiegel kollektiver Wertekultur – und den Bedarf einer ethisch fundierten Bildungsreform.
Was bedeutet es wirklich, „inkludierend“ zu leben – in einer Bildungswelt, die trennt, bewertet und normiert? Dieser Beitrag hinterfragt nicht nur Lehrpläne, sondern unser Menschenbild. Er zeigt, warum echte Inklusion nicht im Klassenzimmer beginnt, sondern in der Haltung – und warum Bildung nicht mehr disziplinieren, sondern entfalten muss. Ein Plädoyer für eine empathische, vielfältige und zukunftsfähige Bildungsreform.

Fladungen (kobinet) Ich gebe zu: Manchmal hadere ich mit mir selbst.
Weil ich Menschen kritisiere, die eigentlich nur Gutes wollen.
Weil ich Strukturen hinterfrage, die seit Jahrzehnten „helfen“.
Weil ich mit Worten anstoße, die weh tun – auch jenen, die sich für „die Guten“ halten.
Und doch tue ich es.
Nicht aus Wut. Nicht aus Rechthaberei.
Sondern weil es nötig ist.
Denn was sich heute vielerorts „Inklusion“ nennt, ist in Wahrheit oft nur ein neuer Anstrich alter Verhältnisse.
Barrierefreiheit wird mit Teilhabe verwechselt.
Zugänglichkeit mit Gleichstellung.
Einladungen mit Mitbestimmung.

HANNOVER (kobinet) Im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung übergaben Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann und Vera Neugebauer, Präsidentin der Special Olympics Niedersachsen, symbolisch die Fahne an Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt. Damit ist der Staffelstab an die nächste Ausrichterstadt weitergereicht. Die nächsten Special Olympics Landesspiele finden dann also im Jahr 2027 finden in Göttingen statt.

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz – ab 28. Juni 2025 in Kraft“. So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zu Gast bei Sascha Lang ist dieses Mal Christiane Möller. Sie ist Juristin und stellvertretende Geschäftsführerin beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Sie begleitet seit Jahren die Umsetzung des European Accessibility Acts in deutsches Recht. Ab dem 28. Juni 2025 tritt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Es verpflichtet Anbieter ausgewählter Produkte und Dienstleistungen zu digitaler und technischer Barrierefreiheit.

Berlin (kobinet) Die Selbstbestimmt Leben UG plant die Gründung einer bundesweiten Genossenschaft für behinderte Arbeitgeber*innen. Um die Genossenschaft ins Leben zu rufen, sind Interessensbekundungen und Engagement nötig. Daher werden Menschen gesucht, die Mitglied der Genossenschaft werden möchten. Ziel der Genossenschaft in Gründung ist es, die Interessenvertretung behinderter Arbeitgeber*innen von persönlichen Assistenzen zu stärken. „Wir, die wir selbst mit Assistenz ein selbstbestimmtes Leben führen, streben bessere Löhne für Assistenzkräfte an und möchten bundesweite Unterstützung im Kampf mit Kostenträgern für mehr Sicherheit im Arbeitgebermodell bieten. Zusätzlich werden wir Dienstleistungen anbieten, beginnend mit einem Lohn-Abrechnungsservice, in enger Zusammenarbeit mit unseren bestehenden Abrechnungsangeboten in den Zentren für selbstbestimmtes Leben“, heißt es in der Einladung zur Informationsveranstaltung am 21. Juni 2025 von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr, die online via Zoom stattfindet.

Staufen (kobinet) Die erste Folge unserer neuen Reihe spielte im wilden Osten, in Boomtown Görlitz. Dank einer florierenden Rüstungsindustrie erlebt die Stadt eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte sondergleichen. Dass die Herstellung von hochwertigem Verteidigungsgut mit trautem Familienglück aufs schönste harmoniert, beweisen Thekla und Tom und ihr Töchterchen. – In dieser zweiten Folge gehen wir in den Südwesten der Republik, wo wir in einer an sich idyllischen Örtlichkeit anschaulich miterleben, wie der frische Wind der Zeitenwende und der von ihr angestoßene Aufschwung des Verteidigungswesens auch vor „beschädigtem Leben“ ( ein Ausdruck des Philosophen Theodor Wiesengrund Adorno) nicht Halt macht und weiteren Schaden anrichtet.

Berlin (kobinet) Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

Freiburg (kobinet) In Freiburg entsteht mit dem „MITeinander.FÜReinander-Haus“ ein neues Wohnprojekt: Die OEKOGENO eG und die Aktion Mensch realisieren im neuen Stadtquartier Kleineschholz ein gemeinsames Modellprojekt für inklusives, generationenübergreifendes und nachhaltiges Wohnen. Mit der nun offiziell bestätigten Kooperation setzen beide Partner ein Zeichen – für eine solidarische Stadtentwicklung und ein gemeinschaftliches Miteinander im Alltag. Im Herzen Freiburgs entstehen auf benachbarten Grundstücken das MITeinander-Haus der OEKOGENO eG und das FÜReinander-Haus der Aktion Mensch. Zusammen bilden sie ein inklusives Doppelprojekt mit etwa 66 Wohneinheiten für Menschen mit und ohne Behinderung, Singles, Familien, Ältere, Studierende oder Alleinerziehende. Das Projekt vereint eine ökologische Bauweise, soziale Teilhabe und innovative Wohnformen – es macht Inklusion im Alltag konkret erlebbar. Fünfzig Prozent der entstehenden Wohnfläche sind für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen, wie es in einer Presseinformation der OEKOGENO heißt.

Erfurt (kobinet) Eine Kundgebung für Inklusion und die Sichtbarkeit von Menschen mit Beeinträchtigungen findet am 20. Juni 2025 um 16:00 Uhr am Angerdreieck in Erfurt statt. Der Landesverband für Frauen mit Behinderungen in Thüringen (LaFit) und Fridays for Future Erfurt organisieren die Kundgebung gemeinsam – für eine inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen gesehen, gehört und ernst genommen werden. Darauf hat Nancy Frind die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Rostock (kobinet) Unter dem Motto „Außerklinische Beatmung in Bewegung“ fand vom 22. bis 23. Mai 2025 in der Stadthalle Rostock der 31. Jahreskongress der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung und Intensivversorgung (DIGAB) statt. Das Kongresspräsidium, dem Claudia Lohse-Jarchow, Prof. Dr. Ralf Ewert und Dr. Christian Warnke angehörten, waren hocherfreut über die rege Teilnahme und den engagierten Austausch mit den Referierenden im Rahmen von wissenschaftlichen Sitzungen, Diskussionsforen, Workshops, Gesprächskreisen, einem Wissenschaftsforum und einer Ideenwerkstatt, im Open Stage und inmitten der Fachausstellung, wie es in einem Bericht über die Tagung der DIGAB heißt.

Fladungen (kobinet) Immer wieder wird behauptet, die politische Mitte müsse auf rechten Druck reagieren, um demokratische Mehrheiten zu sichern oder „Themen nicht den Rechten zu überlassen“. Das mag in Teilen zutreffen, etwa in der Migrationspolitik. Doch wer sich Pflege-, Behinderten- und Teilhabepolitik genau ansieht, erkennt das Gegenteil: Hier gibt es keinen rechten Druck. Und trotzdem handeln die Regierenden aus eigenem Antrieb.

SAARBRÜCKEN (kobinet) Special Olympics Deutschland (SOD) auf dem Sportcampus Saar in Saarbrücken Saar das offizielle Logo sowie das Sport- und Veranstaltungsstättenkonzept der Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 vorgestellt. Die Pressekonferenz markiert den offiziellen Startschuss für den einjährigen Countdown bis zu den Spielen, welche vom 15. bis 20. Juni 2026 im Saarland stattfinden werden.

SCHMALKALDEN (kobinet) Der Verein zur sozialen und beruflichen Integration im thüringischen Schmalkalden hat das Projekt „Inklusionsbotschafter:in im Landkreis Schmalkalden-Meiningen“ gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, zu erreichen, dass Menschen mit Behinderung in Gesellschaft und Politik stärker mitreden und mitentscheiden können. Dabei beruft sich der Verein auf die UN-Behindertenrechtskonvention. In dem Vertrag der Vereinten Nationen steht: „Menschen mit Behinderung haben das Recht, bei allen Entscheidungen mitzureden, die sie selbst betreffen“.

Rodalben (kobinet) Stephan Riedl ist Asperger Autist. Er hat die Artikel von Hans-Willi Weis gelesen und möchte nun nach seinem ersten Artikel genauer auf weitere Kolumnen von Weis
eingehen.

Stuttgart (kobinet) Mit seinem Roman „Zündeln an den Strukturen“ plädiert der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul für Alternativen zur Werkstatt für behinderte Menschen. Auch wenn dies im Sinne des Autors noch kein großer Wurf ist, ist die Beschäftigung behinderter Menschen in baden-württembergischen Werkstätten für behinderte Menschen leicht zurückgegangen. Dies und eine Reihe weiterer interessanter Zahlen zur Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit behinderter Menschen in Baden-Württemberg geht aus einem Artikel der Evangelische Zeitung hervor. Demnach arbeiteten Ende 2023 in Baden-Württemberg 26.956 Betroffene in Werkstätten für behinderte Menschen. 2019 waren es noch 28.117. „Das durchschnittliche Monatsentgelt in den Einrichtungen lag 2023 bei 240 Euro, inklusive des Arbeitsförderungsgeldes. Das waren 8 Euro mehr als der bundesweite Mittelwert von 232 Euro“, heißt es weiter im Bericht der Evangelische Zeitung.

Berlin (kobinet) Leitet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ein Verfahren zur Änderung der Außerklinischen Intensivpflege-Richtlinie (AKI-RL) ein? Anzeichen dafür verdichten sich nach Informationen, auf die die kobinet-nachrichten gestoßen sind. Ziel sei die Einführung eines neuen § 5a, wonach bei Personen, deren Anspruch auf außerklinische Intensivpflege vor dem 1. Juli 2025 begann, keine verpflichtende Potenzialerhebung mehr vor jeder Verordnung erforderlich sein soll. Stattdessen soll ein fakultativer Anspruch auf Potenzialerhebung bestehen bleiben, etwa bei Hinweisen auf ein mögliches Weaning- oder Dekanülierungspotenzial. Trotz der anscheinend geplanten Verbesserungen bleibt die Kritik, dass solche Übergangsregelungen die systemischen Unstimmigkeiten bei der Richtlinie kaschierten.

Berlin (kobinet) „Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf inklusive Berufsausbildung und Arbeit. Dieses Themenheft gibt einen Überblick über die komplexen Rechtsgrundlagen und deren Umsetzung in die Praxis. Instrumente wie das Budget für Arbeit werden vorgestellt, und es wird nach Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang in den allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gefragt. Anhand konkreter Projekte und Fallbeispiele werden innovative Unterstützungsansätze für spezifische Zielgruppen aufgezeigt.“ So heißt es in der Ankündigung der Broschüre „Archiv Nr. 2/2025 | Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen“ mit einer Reihe von Beiträgen verschiedener Autor*innen des Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge.

Berlin (kobinet) Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit seinen Äußerungen zu den Ausgaben der Eingliederungshilfen für behinderte Menschen für Kritik gesorgt. Dass das Thema auch beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf der Tagesordnung steht, das wurde bei der Befragung der Bundesregierung am 4. Juni 2025 im Deutschen Bundestag deutlich. Die Grünen-Abgeordnete Corinna Rüffer, die vor kurzem auf ein Positionspapier der Grünen zu den Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und Eingliederungshilfe (BAGüS) veröffentlicht hat, hatte eine entsprechende Frage eingebracht, die von der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales Kerstin Griese beantwortet wurde. Die kobinet-nachrichten dokumentieren die protokollarische Aufzeichnung des Dialogs zur Eingliederungshilfereform vom 4. Juni 2025 im Bundestag:

Berlin (kobinet) „Menschen mit Behinderungen sind kein Kostenfaktor, sondern eine Bereicherung und gehören in die Mitte unserer Gesellschaft!“ Dies erklärte Karl Finke, Co-Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv – Menschen mit Behinderungen in der SPD (AG Selbst Aktiv) zu den Sparplänen des Bundeskanzlers bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. „Gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist ein Menschenrecht und kann nicht eingespart werden“, so Finke weiter. Beim Kommunalkongress des Deutschen Städte- und Gemeindebundes am 4. Juni 2025 in Berlin hatte Bundekanzler Friedrich Merz (CDU) erklärt, dass jährliche Steigerungsraten von bis zu zehn Prozent bei der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe nicht länger akzeptabel seien.

Villmar/Fladungen (kobinet) Achtung Satire!
„Der ist doch irre, der Milewski!“ dachte sich Stephan Laux als er den Kolumnenentwurf seines Mitstreiters durchlas!

Fladungen/Villmar (kobinet) Achtung – Satire!
Als Ralph Milewski und sein Mitstreiter Stephan Laux zum Schluss kamen, dass es dringend eine Initiative behinderter Menschen gegen die politische Mitte braucht, war ein zentraler Antrieb: Nicht länger das Sozialstaatssterben mit stoischer Sachlichkeit hinzunehmen – sondern endlich aufrecht im Rollstuhl aufbegehren. „Wir können nicht ewig so tun, als ob uns nur die Ränder bedrohen“, sagte Ralph Milewski beim ersten Online-Austauschtreffen der Initiative „Krüppel gegen die Mitte“, das am 3. Juni 2025 in einem barrierefreien digitalen Raum mit aktivierter Gegenlichtkorrektur stattfand.

HAMBURG (kobinet) Wie moderne Hilfsmittel die Eigenständigkeit von blinden und sehbehinderten Menschen stärken, und das zu Hause, unterwegs und im Beruf, zeigt die Hilfsmittelmesse „Überblick“, welche der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) am Freitag der kommenden Woche veranstaltet. Diese Messe findet am 13. Juni in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Louis-Braille-Center statt.

Mainz (kobinet) „Katrin Langensiepen ist die erste Frau mit sichtbarer Behinderung im Europapäischen Parlament. Sie kämpft für Inklusion und möchte Menschen mit Behinderung eine stärkere Stimme geben.“ So heißt es in der Ankündigung eines 15minütigen Films über die Grünen-Politikerin, der in der ZDF-Reihe einfach Mensch ausgestrahlt und in die Mediathek eingestellt wurde.

Berlin (kobinet) Verständliche Sprache für alle: Bereits vor über zehn Jahren veröffentlichte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Leichte Sprache den Ratgeber Leichte Sprache. Seither hat sich das Handbuch als hilfreiche Unterstützung für alle erwiesen, die verständlich und barrierefrei formulieren möchten: von Mitarbeitenden in Behörden über Lehrkräfte bis hin zu Werbetexter*innen. Anfang März 2025 sind mit der DIN SPEC 33429 die „Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache“ veröffentlicht worden. Sie bilden eine aktualisierte Zusammenführung der verschiedenen Empfehlungen zur Leichten Sprache ab. Sie standardisieren Leichte Sprache. Das Dokument ist bei der DIN MEDIA AG als barrierefreies PDF im Download kostenlos erhältlich. Das BMAS und das Netzwerk Leichte Sprache haben dieses neue Standardisierungsdokument zum Anlass genommen, den bewährten Ratgeber grundlegend zu überarbeiten. Die Neuauflage orientiert sich an der DIN SPEC 33429 und bietet praxisnahe Unterstützung. Darauf macht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seiner Internetseite aufmerksam.

Berlin (kobinet) An der Schnittstelle von Mensch und Technik kommen immer häufiger Touchscreens zum Einsatz. Die Berührbildschirme boomen – und sind leider viel zu oft nicht barrierefrei. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) greift dieses Thema mit einer Social Media Aktion auf. Von der Selbstbedienungskasse über die PIN-Eingabe im Taxi bis zur Bestellung im Fastfood-Restaurant – Touchscreens sind allgegenwärtig und oft der einzige Weg, um an Informationen und Dienstleistungen zu gelangen. Für Menschen mit einer Sehbehinderung stellen sie jedoch häufig eine unüberwindbare Barriere dar. Der DBSV hat deshalb anlässlich des am 6. Juni stattfindenden Sehbehindertentages 2025 den Animationsfilm „Die verflixten Touchscreens“ gestartet. Der Vierminüter weist humorvoll auf Probleme wie Blendung, mangelnde Kontraste und zu kleine Schrift hin. Seit dem 4. Juni werden die drei Episoden des Films einzeln über Facebook und Instagram verbreitet.

Bonn (kobinet) „Beleidigen, ausgrenzen und fertigmachen – viele Kinder und Jugendliche erleben Mobbing und leiden darunter. Mobbing gibt es in der Schule in der Freizeit, im Sportverein, bei der Ausbildung oder im Internet. Für Eltern ist es fast immer sehr belastend, wenn das eigene Kind gemobbt wird. Sie möchten ihrem Kind unbedingt helfen, wissen aber oft nicht wie. Was können Eltern tun, wenn ihr Kind Mobbing erlebt? Wie können sie ihr Kind stärken und unterstützen? Und wo können Kinder, Jugendliche und Eltern Beratung und Hilfe bekommen? Antworten auf diese und weitere Fragen lesen Sie im neuen Familienratgeber-Text Mobbing – was können Eltern tun?“ Auf diesen neuen Text im Familienratgeber hat die Aktion Mensch hingewiesen.

Marburg (kobinet) Wie kann Leichtathletik so gestaltet werden, dass sie alle erreicht – unabhängig von Alter, Herkunft, körperlichen Voraussetzungen oder Bildungskontext? Dieser Frage widmet sich am 14. Juni 2025 (9.30 bis 17.30 Uhr) der Hochschulkongress Leichtathletik unter dem Motto „Vielfalt als Stärke“. Mehr als 150 Teilnehmende aus ganz Hessen – darunter zahlreiche Studierende, Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer – werden an der Philipps-Universität Marburg erwartet, berichtet Dr. Alexander Priebe, Dozent am Institut für Sportwissenschaften und Motologie. Der Kongress, der alle ein bis zwei Jahre gemeinsam vom Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) und den hessischen sportwissenschaftlichen Instituten organisiert wird, kehrt damit erstmals seit 2015 wieder nach Marburg zurück. Die Veranstaltung findet in hybrider Form statt: Neben der Teilnahme vor Ort können zentrale Programmpunkte auch via YouTube-Livestream verfolgt werden. Die Tagung richtet sich an Sportwissenschaftler*innen, Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer sowie Übungsleitende und Interessierte.

Berlin (kobinet) Bezugnehmend auf die aktuellen Berichterstattung in den kobinet-nachrichten mit der Kritik zu den Äußerungen zu Einsparungen bei der Eingliederungshilfe von Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich Wilfried Oellers, der Beauftragten für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit einem Statement zu Wort gemeldet. „Wir planen keineswegs Einschnitte bei den Leistungen der Eingliederungshilfe. Allerdings wollen wir in diesem Bereich das Dickicht der kostentreibenden Bürokratie lichten. Hier geht es darum, die Leistungserbringung für die Träger auch zugunsten der Menschen mit Behinderungen zu vereinfachen, zu flexibilisieren und zu beschleunigen. Denkbar wären beispielsweise Vereinfachungen beim Bedarfsermittlungsverfahren, die Vereinbarung von Trägerbudgets mit pauschalierten Leistungen und Verbesserungen bei der Leistungskoordinierung“, so Wilfried Oellers.

Villmar – Weyer (kobinet) Obacht! Wenn Sie in einem Roll- oder Schreibtischstuhl sitzen, während Sie den nachstehenden Link anklicken, stellen Sie sicher, dass Sie gut angeschnallt sind. Sie könnten sonst hintenüberkippen. Für eventuelle Verletzungen übernimmt der Kolumnist Stephan Laux keine Haftung! Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO)

Berlin (kobinet) Bundeskanzler Friedrich Merz will nach Medieninformationen offensichtlich an den Leistungen für Menschen mit Behinderung sparen. Auf dem Kommunalkongress des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in Berlin sagte er nach Informationen der Bundesvereinigung Lebenshilfe, dass jährliche Steigerungsraten von bis zu zehn Prozent bei der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe nicht länger akzeptabel seien. Ulla Schmidt, die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, reagierte darauf mit aller Schärfe: „Mit dieser pauschalen Aussage unterstellt der Kanzler, dass Menschen mit Behinderung und ihre Familien sowie Kinder und Jugendliche zu Unrecht Leistungen beziehen und zu viel Geld kosten. Das ist ungeheuerlich! Menschen mit Behinderung erhalten ausschließlich bedarfsgerechte Unterstützung, damit sie am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben können. Das wird ihnen schon im Grundgesetz garantiert, wo es heißt: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Wer denkt, Menschen mit Behinderung machen sich ein schönes Leben auf Kosten des Staates, der irrt gewaltig.“ Auch von Corinna Rüffer von den Grünen und der LIGA Selbstvertretung hagelte es Kritik an den Äußerungen des Bundeskanzlers.

RHEINSBERG (kobinet) Die Bundesakademie für junges Musiktheater in Rheinsberg veranstaltet am Dienstag, dem 10. Juni 2025 eine kostenfreie Online-Fachtag zum Thema „Inklusive Praxis im jungen Musiktheater“. Im Verlaufe dieses Fachtages werden Projekte und Produktionen vorgestellt, in denen der Weg für kommunikatives, spannendes und experimentieroffenes Musik/Theater für ALLE frei ist. Dazu gehören unter anderem die Produktionen „Zehn Meter in den Wilden Westen“ des Hamburger Theaterkollektivs, „Meine Damen und Herren“ und „Heimkehr der Vorfahren“ der Bürger:innenBühnen des Theaters Magdeburg, die Konzert-Performance „Sisterhood/Brotherhood – a deconstructed fairy tale“ aus Berlin, das #Theater11Bremen sowie „Formate mit Fokus“ des Hildesheimer Theater für Niedersachsen.

Berlin (kobinet) „Weitreichende Änderungen am bestehenden System der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) in einem Positionspapier zur Bundestagswahl gefordert. Der Tenor, der in der BAGüS vertretenen 23 überregionalen Sozialverwaltungen passt zum Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD: Unter dem Deckmantel der ‚Entbürokratisierung‘ und Kosteneffizienz drohen massive Einschränkungen der Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen, während inklusive Strukturen nur oberflächlich thematisiert werden. Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Wichtige Grundprinzipien einer modernen Behindertenpolitik wie die Personenzentrierung, die hart erkämpft und mit dem Bundesteilhabegesetz seit 2017 schrittweise in Kraft gesetzt worden sind, drohen einer kurzfristigen Sparpolitik zum Opfer fallen“, heißt es auf der Internetseite von Corinna Rüffer, der Berichterstatterin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Eine Arbeitsgruppe der Grünen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe hat eine kritische Analyse des BAGüS-Papiers erstellt und veröffentlicht.

Nürnberg (kobinet) Mit 184.015 schwerbehinderten Menschen, die im Mai 2025 in Deutschland arbeitslos gemeldet waren, ist diese Zahl momentan enorm hoch. Vor einem Jahr waren es noch 10.791 arbeitslose schwerbehinderte Menschen weniger. Dies geht aus den neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Dabei waren es im Mai 2025 108.743 schwerbehinderte Männer und 75.272 arbeitslos gemeldete Frauen, die statistisch erfasst sind. Die über 300.000 behinderte Menschen, die weit unter dem Mindestlohn für durchschnittlich ca. 226 Euro im Monat und ohne nennenswerte Vermittlungschance auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit 0,35 Prozent jählich arbeiten, tauchen in dieser Statistik nicht auf.

Dresden (kobinet) Mit großer Sorge hat das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZsL) die Entscheidung des Freistaates Sachsen zur Kenntnis genommen, das Förderprogramm für barrierefreies Bauen und Wohnen ab dem Jahr 2025 ersatzlos zu streichen. „Diese Entscheidung ist aus unserer Sicht ein fatales Signal und ein klarer Rückschritt auf dem Weg zu mehr Inklusion, Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit. Für viele Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen sowie für ältere Menschen ist barrierefreier Wohnraum keine Frage des Komforts, sondern eine notwendige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden“, heißt es u.a. in einer Stellungnahme des ZsL Sachsen zur Streichung der Mittel.

Köln (kobinet) „Lehrkräfte wünschen sich Inklusion, sehen aber viele Hindernisse“, so titelt der Deutschlandfunk einen Bericht über eine aktuelle Umfrage zur Inklusion unter Lehrkräften in Deutschland. „Obwohl eine Mehrzahl der Lehrkräfte in Deutschland Inklusion für wünschenswert hält, glaubt nur eine Minderheit, dass sie derzeit auch praktisch umsetzbar ist. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage, die von der Gewerkschaft Verband Bildung und Erziehung in Auftrag gegeben worden war“, heißt es dazu im Deutschlandfunk-Bericht.

Frankfurt (kobinet) „Euer Sportverein oder Sportverband will Vielfalt fördern, Barrieren abbauen und allen Menschen Teilhabe ermöglichen? Dann seid ihr hier genau richtig! Mit dem Diversity-Check findet ihr heraus, wo euer Verein oder Verband schon gut aufgestellt ist – und wo es noch Potenzial gibt. Ihr bekommt praxisnahe Tipps, Inspiration und konkrete Beispiele, wie ihr Vielfalt in eurem Vereinsalltag noch besser leben könnt. Egal ob in der Vorstandsarbeit, bei eurem Sportangebot oder beim nächsten Sommerfest: Oft bewirken schon kleine Veränderungen Großes.“ So heißt es auf der Internetseite des Deutschen Olympischen Sportbund mit dem Hinweis auf den neuen Sport-Diversity-Check, auf den Katja Lücke die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

STUTTGART (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg begrüßt die zugesagten neuen Mittel der Landesregierung zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Nach einem aktuellen Beschluss des Ministerrats erhalten die Krankenhäuser und Kommunen dieses Bundeslandes für die Leistungen für Menschen mit Behinderung mit weiteren 230 Millionen Euro kurzfristig finanzielle Unterstützung. Damit hilft das Land den Kommunen wirksam dabei, das Bundesteilhabegesetz (BTHG) vor Ort konsequent umzusetzen und sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderung die Unterstützung bekommen, die sie brauchen

Berlin (kobinet) Die Vertragsstaaten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung und schließlich zum allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Wie Hochschulen, Rehabilitationsträger und Integrationsämter diesem Anspruch gerecht werden können, das soll im Zentrum einer interdisziplinären Fachtagung der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und der Universität Kassel stehen, welche am 11. September in Kassel stattfinden wird.

BERLIN (kobinet) Anlässlich des diesjährigen Hitzeaktionstages warnt der Paritätische Gesamtverband eindringlich vor den Folgen extremer Hitze für besonders vulnerable Gruppen. Der Wohlfahrtsverband macht deutlich, dass die Klimakrise bestehende Ungleichheiten verschärft und besonders jene Menschen gefährdet sind, die ohnehin mit gesundheitlichen, sozialen oder finanziellen Belastungen leben.