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American Airlines müssen in Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen investieren

Flugzeug von American Airlines
Flugzeug von American Airlines
Foto: American Airlines

Berlin (kobinet) 2024 verurteilte das US-Verkehrsministerium American Airlines zu einer Geldstrafe wegen beschädigter Rollstühle und Mobilitätshilfen. Nun wurde entschieden, dass das Geld in Verbesserungsmaßnahmen investiert werden muss. Darauf hat Katharina Müllebner vom österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam gemacht. Dem Bericht zufolge müssen American Airlines 16,8 Millionen US-Dollar in Maßnahmen für Fluggäste mit Behinderungen investieren. Dabei geht es u.a. um 119 zusätzliche Rollstuhllifte an den Flughäfen Miami, Philadelphia und Chicago-O’Hare. Zudem ist die Fluglinie verpflichtet, mobile Geräte und Software-Verbesserungen einzuführen, die eine punktgenaue Verfolgung der Rollstühle während des gesamten Transports ermöglichen.

Beispiel für Durchbrechen des Automatismus Förderschule – Werkstatt

Daumen hoch
Fanpost für die kobinet-Redaktion
Foto: Irina Tischer

Bochum (kobinet) Eine kobinet-Leserin hat die Redaktion darauf aufmerksam gemacht, dass es auch andere Beispiele wie den sonst weitverbreitete Automatismus gibt, nach Abschluss der Förderschule in eine Werkstatt für behinderte Menschen zu wechseln. In Bochum konnte für einen jungen Mann, der die Förderschule für geistige Entwicklung beendet hatte und der nicht wie angeboten in die Werkstatt für behinderte Menschen wollte, ein Arbeitsplatz in einem Imbiss mit Hilfe der Unterstützten Beschäftigung und der Agentur für Arbeit geschaffen werden.

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation bietet Infos zum Thema Sprache

Logo der BAR
Logo der BAR
Foto: BAR

Frankfurt (kobinet) Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hat in der Reihe REHA-INFO eine Information zum Thema Sprache herausgegeben. Gerade für Menschen mit Behinderungen kann eine angemessene sprachliche Verständigung ein wichtiger Bestandteil für eine selbstgestimmte und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen sein. Darauf macht Henry Spradau in seinem Beitrag für die kobinet-nachrichten über die Arbeit der BAR und die Broschüre aufmerksam.

Ein guter Vorsatz fürs Neue Jahr: Aufopferungsbereitschaft verweigern!

sitzt auf einer Bank am Wald
H.W. Foto im Wald
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Solche, die Wasser predigen und selber Wein trinken und letzteres nicht einmal heimlich – zu dieser Sorte Leute zählen auch die Neujahrs-BotschafterInnen, die von der Allgemeinheit fordern, den Gürtel enger zu schnallen und „gemeinsam Opfer zu bringen“. Während sie sich selber davon ausnehmen und schamlos an einer extremen sozialen Ungleichheit nichts auszusetzen haben. Aber „der Sozialstaat“! Nicht länger finanzierbar! Zum Beispiel Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, unbezahlbar! Und was dem Gerede von der solidarischen Opfergemeinschaft die Krone aufsetzt, Aufopferungsbereitschaft wird nun auch wieder für einen bevorstehenden Krieg verlangt.
Einen Krieg, „wie zu Zeiten unserer Eltern und Großeltern“ (NATO-Generalsekretär Rutte), ergo mit Abermillionen Toten, Traumatisierten. Kriegsversehrten.

Momentaufnahme 418

Hochlandkuh im Schneefall
Hochlandkuh
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Stille ist eine große Kunst der Unterhalung.

Dialyse zu Hause? – Broschüren soll Orientierungshilfe geben

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Neu-Isenburg (kobinet) Das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) hat zwei Broschüren veröffentlicht: „Peritonealdialyse“ und „Heimhämodialyse“: Die Broschüren informieren zu den beiden Heimdialyseverfahren Heimhämodialyse und Peritonealdialyse mit Faktencheck und nützlichen Tipps für den Alltag. Download der beiden Broschüren unter: https://www.kfh.de/patienteninformationen#section-115

Wie Unternehmen mit vermeintlicher Inklusion und dem Werkstättensystem exklusive Profite machen

Bild mit Behinderten in WfbM mit Aufschrift: Lohn 2,20 €/Stunde
Bild mit Behinderten in WfbM mit Aufschrift: Lohn 2,20 €/Stunde
Foto: BIZEPS/ChatGPT

Berlin (kobinet)

Die Kritik am System der Werkstätten für behinderte Menschen reißt nicht ab, vielleicht gerade weil die Bundesregierung eine längst überfällige Reform immer noch nicht angepackt hat. „Werkstätten für behinderte Menschen sollen den Sprung in ein geregeltes Berufsleben ermöglichen. In einem Bruchteil der Fälle klappt das. Die allermeisten Betroffenen bleiben dagegen als billige Arbeitskräfte auf ihrer Stelle kleben – mit Hungerlohn und ohne Perspektive. Das nutzen ausgerechnet solche Firmen schamlos aus, die auf die Integration Benachteiligter pfeifen.“ So heißt es in der Einführung des Beitrags von Ralf Wurzbacher, den dieser auf den NachDenkSeiten mit dem Titel „2,20 Euro Stundenlohn – Wie deutsche Unternehmer mit Inklusion exklusive Profite machen“ veröffentlicht hat und den Andreas Reigbert den kobinet-nachrichten empfohlen hat.

Symposium „Menschenrechte ohne Schranken Aktiv“ über Sexualassistenz und selbstbestimmte Sexualität

Text zum Symposium, Plakat
Plakat und LogozumSymposium
Foto: https://prodart.org/

Bremen (kobinet) „Körper, Wünsche und Rechte: Sexualassistenz und Behinderung im 21. Jahrhundert“
vom 22. bis 24. Januar 2026 im Zentrum für Kunst im Tabakquartier Hermann-Ritter-Straße 108 E, 28197 Bremen

Diesen Text haben wir von https://prodart.org/ erhalten und geben ihn hier gern wider.

Wohnungsmarkt verschärft sich zunehmend

Wohnungen von tribp
Wohnungen
Foto: tribp (Creative Commons BY 2.0)

DÜSSELDORF (kobinet) Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist in den vergangenen Jahren schwieriger geworden und sie verschärft sich weiter. Das belegt auch die Jahresbilanz des Mieterverein Düsseldorf, die jetzt vorgelegt wurde. Demnach hat dieser Verein (Stand heute) eine Mitgliederzahl von 34.500. So viele wie noch nie. Im Jahr 2025 traten 3.200 Mieterinnen und Mieter dem Verein neu bei. Die 21 Rechtsberaterinnen und Rechtsberater des Vereins haben rund 31.500 Beratungen in Terminform durchgeführt. Auch das sind Rekordzahlen.

2026 muss das Jahr der Kinderrechte werden

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Kinderrechte
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft Staat und Zivilgesellschaft dazu auf, in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die Kinderrechte zu legen. „Der von uns im letzten Monat vorgelegte Kinderrechte-Index hat ganz deutlich gezeigt, dass bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland noch sehr vieles im Argen liegt. Mehr als 36 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Vereinten Nationen wird das Kindeswohl bei Entscheidungen in Politik, Verwaltung und Rechtsprechung noch immer nicht ausreichend berücksichtigt. Hier braucht es dringend Veränderungen: Die Interessen der Kinder und Jugendlichen dürfen auch im Hinblick auf eine zukunftsfähige Gesellschaft nicht außer Acht gelassen werden“, betont der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, Thomas Krüger. Die Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerkes zeigt, dass es immer noch nicht durchgängig der allgemeinen öffentlichen Meinung, geschweige denn der täglichen Praxis in Elternhaus, Schule, öffentlichen Einrichtungen sowie Verwaltung und Politik entspricht, dass Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten zu achten und in der Gesellschaft altersgemäß zu beteiligen sind. Schon die Diskussion um eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz zeigt, wie Thomas Krüger betont, wie wichtig es ist, die allgemeine Öffentlichkeit mit den Kinderrechten vertrauter zu machen.

Sozialverband fordert von der Politik gute Vorsätze für 2026

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen fordert von der Politik gute Vorsätze für 2026. „Die Menschen erwarten endlich Lösungen und kein weiteres Jahr des Stillstands und des politischen Streits“, betont VdK-Präsident Horst Vöge zum Start des neuen Jahres. Mit inzwischen 432.000 Mitgliedern (Vorjahr: 425.000) habe der Verband in NRW weiter eine starke Stimme in der Öffentlichkeit und bleibe attraktiv. Bei Rente, Pflege und Gesundheitsversorgung sieht der VdK auch die Landesregierung in der Pflicht und erwartet klare Impulse Richtung Berlin.

Bundessozialgericht entschied zur Kraftfahrzeughilfe

Bundessozialgericht
Foto zeigt Bundessozialgericht in Kassel
Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einem Urteil von November 2025 entschieden, dass bei der Erbringung einer Hilfe zur Beschaffung eines Kraftfahrzeuges (Kfz-Hilfe) nach der Kraftfahrzeughilfe-Verordnung (KfzHV) der Erlös aus dem Verkauf des Altwagens auch dann einzusetzen ist, wenn dieser kreditfinanziert war und deswegen der finanzierenden Bank gehörte. Henry Spradau hat sich diese Entscheidung genauer angeschaut.

Bundesverband Burnout und Depression erweitert Online-Angebot an Selbsthilfegruppen

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Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Neuss (kobinet) Aus persönlicher Betroffenheit im beruflichen wie im persönlichen Umfeld haben sich die Initiatoren des Bundesverbandes Burnout und Depression (BbuD) 2013 gefragt, wie es dazu kommen kann, dass immer mehr Menschen an Depressionen und stressinduzierten Symptomen wie Burnout leiden und wie diese Menschen am besten unterstützt werden können. Die erste Selbsthilfegruppe, in der neben dem Erfahrungsaustausch zusätzlich ein spezifisches Thema sowie passende Übungen behandelt werden, gründete sich in Neuss. Inzwischen gibt es an zahlreichen Orten Selbsthilfegruppen für von Burnout und Depression betroffene Menschen.

Was bleibt, was kommt, was fehlt? IGEL-Jahresrückblick auf 2025 und Ausblick auf 2026

Logo: IGEL-Monatsrückblick
IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kniebis (kobinet) „Was bleibt, was kommt, was fehlt? Ein ehrlicher Inklusions-Jahresrückblick auf 2025 und Ausblick auf 2026“, so hat der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, den am 1. Januar 2026 erschienenen Podcast mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Dezember 2025 und den damit verbundenen Jahresrückblick auf 2025 getitelt. In der Episode 301 des IGEL-Podcasts blickt Sascha Lang gemeinsam mit Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten auf das vergangene Jahr 2025 zurück und sie wagen einen Ausblick auf 2026.

Morgenröte der Mildtätigkeit am Neujahrshorizont

sitzt auf einer Bank am Wald
Kolumne „Morgenröte der Mildtätigkeit“ mit H.W. Foto im Wald
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Mit der merzlich-schmerzlichen Einsicht, dass es mit dem Sozialstaat so nicht weitergehen kann, kündigt sich zu Neujahr eine Morgenröte der Mildtätigkeit an. Charity oder Wohltätigkeit haben ihre Zukunft noch vor sich! Das caritative Erfolgsmodel „Tafel“, die wohltätige Speisung von Armen, Obdachlosen, Behinderten und Bedürftigen aller Art, zeigt wohin es geht. Unter den zahllosen Begünstigten findet sich auch schon einmal ein mittelloser blinder Kulturwissenschaftler, wie dem „best of kobinet“ vom 1. Januar 2023 zu entnehmen ist.

Auf ein gutes 2026 für die Menschenrechte

Sharpic der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention für ein gutes 2026
Sharpic der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention für ein gutes 2026
Foto: Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention

Berlin (kobinet) Das Team der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention beim Deutschen Institut für Menschenrechte hat sich zum Jahresende 2025 mit einem Sharepic an eine Reihe von Akteur*innen gewandt, die sich für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einsetzen, und ihnen für ihr Engagement gedankt. Dem Sharepic mit dem Text „Alle Menschen sind FREI und GLEICH an Würde und Rechten geboren. Auf ein gutes Jahr 2026 für die Menschenrechte – und für Sie!“ schließt sich die Redaktion der kobinet-nachrichten an und wünscht allen Leser*innen ein richtig gutes 2026 ganz im Sinne der Achtung der Menschenrechte.

Behindertenpolitischer Jahresrückblick 2025: Menschenrechte sind keine Haushaltsposten

Nico Wunderle
Nico Wunderle
Foto: privat

Dillingen (kobinet) „Der behindertenpolitische Blick auf das Jahr 2025 zeigt kein neues Bild, aber ein klareres. Viele bekannte Konflikte traten schärfer hervor, weil politische Entscheidungen, Debatten und Unterlassungen ihre Wirkung unmittelbarer entfalteten. Die Frage war weniger, ob Inklusion gewollt ist, sondern wie belastbar ihre politischen und sozialen Grundlagen tatsächlich sind.“ Dies und vieles mehr schreibt Nico Wunderle in seinem Rückblick auf die Behindertenpolitik im Jahr 2025 für die kobinet-nachrichten.

Mit neuer kostenloser App Brailleschrift lernen

Bild eines eingeschalteten IPhones
Mobiltelefon ist wichtigster Kommunikationsweg geworden
Foto: JESHOOTS-com In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

MARBURG (kobinet) Mit nur sechs tastbaren Punkten hat der 16-jährige Franzose Louis Braille blinden Menschen vor über 200 Jahren die Welt des Lesens und Schreibens eröffnet. An diese bahnbrechende Erfindung, die bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren hat, wird an seinem Geburtstag, dem 4. Januar, mit dem „Welt-Braille-Tag“ erinnert. Ein besonderes Geburtstagsgeschenk macht in diesem Jahr die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg. Die App „Braille-Trainer“ zum Erlernen der Blindenschrift wurde von dem Hamburger Programmierer Martin Gertz entwickelt sowie in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Zentrum für Bildung und Barrierefreiheit an der blista kontinuierlich verbessert.

Ein weiteres gutes Jahr für Diskriminierer und ihre Lobby geht zu Ende

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Nach der Ansicht von Ottmar Miles-Paul geht ein weiteres gutes Jahr für alldiejenigen zu Ende, die behinderte Menschen diskrimieren und daran nichts ändern wollen. Trotz einer kurzzeitigen Verunsicherung als im Dezember 2021 der Koalitionsvertrag der damaligen Ampelregierung veröffentlicht wurde, der entscheidende Gesetzesreformen für mehr Barrierefreiheit und gegen die Diskriminierung behinderter Menschen vorsah, ist es der Diskriminierungslobby auch dieses Jahr und auch unter der neuen schwarz-roten Regierung gelungen, solche für sie herausfordernden Veränderungen zu verhindern. In seinem Kommentar gratuliert kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul der Diskriminierungslobby für ihren anhalten Erfolg in Deutschland. Für 2026 kann er denjenigen, die von Diskriminierungen betroffen sind, leider nur bedingt Hoffnung machen.

Geld gegen Kinder- und Jugendarmut

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Im Baden-Württemberg ist nahezu jedes fünfte Kind von materieller Armut bedroht. In Armut aufzuwachsen bedeutet für diese Kinder und Jugendlichen nicht nur, wenig Geld zur Verfügung zu haben. Armutsgefährdung wirkt sich nachteilig auf Gesundheit, Wohnen und Freizeitverhalten aus. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration dieses Bundeslandes unterstützt in der Förderlinie „Starke Kinder – Maßnahmen gegen Jugendarmut 2025“ des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) neun Projektträger mit einem Fördervolumen von knapp 5 Millionen Euro. Dabei stammen rund 2,75 Millionen Euro aus dem ESF Plus und etwa 2,19 Millionen Euro aus Landesmitteln. Die Projektlaufzeit beginnt am 1. Januar 2026 und endet am 31. Dezember 2028.

Gute Erfahrungen mit Inklusionsschecks

Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet) Seit 2019 stellt das Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen jährlich mindestens 500.000 Euro für das Programm Inklusionsscheck bereit. Vereine und Initiativen beantragen dann in einem unkomplizierten Online-Verfahren eine Pauschale in Höhe von 2.000 Euro. Voraussetzung für eine Bewilligung der Förderung ist, dass sich die Aktivitäten an einen möglichst großen Personenkreis richten und die finanzielle Unterstützung gezielt für die inklusive Ausgestaltung des Angebots eingesetzt wird. Außerdem müssen die Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen stattfinden und noch im selben Jahr durchgeführt werden. Im Jahr 2025 wurden für dieses Programm 406 Schecks mit einem Gesamtvolumen von 812.000 Euro bewilligt. Das sind so viele wie noch nie seit Einführung im Jahr 2019.

Simone Fischer plädiert für eine faire Pflege und spricht sich gegen Leistungskürzungen aus

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Berlin (kobinet) Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen hat sich angesichts der aktuellen Diskussion um strengere Zugänge und Einschränkungen in der Pflege kurz vor Jahresende mit einer Erklärung zu Wort gemeldet: „Wer jetzt über Einschnitte und Kürzungen in der Pflege spricht, ohne über die Einnahmeseite zu reden, verschiebt das Problem auf Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Beitragszahler*innen. So wird jede Reform zum Risiko. Pflege lässt sich nicht kaputtsparen – sie braucht eine stabile Finanzierung. Strengere Zugänge zur Pflege sind keine Reform, sondern Leistungskürzungen durch die Hintertür. Pflege darf keine Frage des Geldbeutels sein. Wer Pflegebedürftigkeit künstlich kleinrechnet, spart auf dem Rücken der Menschen, die Hilfe brauchen.“

VdK fordert Entlastung bei CO₂-Bepreisung

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Ab dem 1. Januar 2026 wird in Deutschland ein CO₂‑Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO₂ eingeführt. Diese Neuerung betrifft unmittelbar die Verbraucherpreise bei Kraftstoff, Heizenergie und den damit verbundenen Dienstleistungen. Insbesondere die Kosten für Tanken sowie Heizen werden spürbar steigen, da fossile Energieträger künftig mit einem höheren CO₂‑Preis belastet werden. Auch die Müllgebühren werden teurer, weil die CO₂‑Bepreisung auf die Verbrennung von Abfällen durchschlägt. VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert die Folgen für Menschen mit geringen Einkommen und fordert Entlastungen.

Österreichischer Bundespräsident: Inklusion passiert nur dann, wenn wir sie auch umsetzen

Alexander Van der Bellen
Alexander Van der Bellen
Foto: Peter Lechner

Wien (kobinet) Am 16. Dezember 2025 lud der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen gemeinsam mit seiner Gattin Doris Schmidauer Menschen mit Behinderungen aus ganz Österreich zu einem vorweihnachtlichen Fest in die Wiener Hofburg. Damit macht der Präsident deutlich: „Inklusion passiert nur dann, wenn wir sie auch umsetzen.“ Dies geht aus einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS hervor.

Meine Top-Nachricht zum Jahresendspurt ist der 300. IGEL

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Beeindruckt von Sascha Langs IGELfamilie, die wächst und wächst
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Aus der Familie von Sascha Langs IGEL-Podcast, einer auf 1000 Exemplare angelegten Serienproduktion. Glückwunsch zu diesem 300. IGEL-Exemplar „einfach gelebter Inklusion“!
An Sascha Lang und sein Podcast-Team von kobinet-Kolumnist Hans-Willi Weis. – Mit ihrem Anspruch „Inklusion Ganz Einfach Gelebt“ legen sich diese kleinen Stacheltiere mit den allergrößten Tieren an, den Elefanten, ausbuchstabiert den „Elementaren Formen aggressiver neoliberaler Transformation“. Herrschaftstiere, die nichts anderes im Sinn haben als die Inklusionsigel einfach zu schlucken und zu verdauen. Um die Elefanten selbst dann noch zu zwicken und zu zwacken, wenn man als Igel schon in ihrem Bauch gelandet ist und einem die Verdauungssäfte zusetzen, dazu gehören Mut und Ausdauer. Die wünschen wir Sascha Lang und seiner Igelfamilie.

Große Trauer um Dr. Karl Quade

Bild eines Mannes mit weißer Trainingsjacke mit der Aufschrift Germany
Dr. Karl Quade im Jahr 2016 bei den Spielen in Rio
Foto: Oliver Kremer / DBS

FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband und Nationales Paralympisches Komitee (DBS) trauern um eine der prägendsten Persönlichkeiten des deutschen Para Sports: Dr. Karl Quade. Er ist am zweiten Weihnachtsfeiertag im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie verstorben.

Jürgen Dusel zu problematischen Debatten und unambitionierten Gesetzentwürfe

Jürgen Dusel am Rednerpult beim Jahresempfang 2025
Jürgen Dusel am Rednerpult beim Jahresempfang 2025
Foto: dm/EU-Schwerbehinderung

Berlin (kobinet)

„Seit 2018 ist Jürgen Dusel Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. Im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) spricht er über problematische Debatten, unambitionierte Gesetzentwürfe und alltägliche Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen.“ So heißt es in der Einführung eines aktuellen Beitrags, den die Evangelische Zeitung mit dem Interview mit Jürgen Dusel veröffentlicht hat.

Bundesarbeitsgericht entschied zu Präventionsverfahren nach dem SGB IX

Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Bundesarbeitsgericht
Foto: Bundesarbeitsgericht

Erfurt (kobinet) Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einem Urteil von April 2025 entschieden, dass ein Arbeitgeber kein Präventionsverfahren durchführen muss, wenn er noch innerhalb der sechsmonatigen Wartezeit eine ordentliche Kündigung aussprechen will. Diese Entscheidung hat sich Henry Spradau genau angeschaut und hierzu einen Bericht für die kobinet-nachrichten verfasst.

Podcast zur Ausbildung mit Beeinträchtigung

Kopfhörer
Kopfhörer
Foto: snsnep In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat einen Podcast zur betrieblichen Ausbildung eines jungen Mannes mit der chronischen Erkrankung Morbus Crohn veröffentlicht. Es wird geschildert, wie dieser durch die Unterstützung von Familie, Ausbildungsbetrieb und der Handwerkskammer Cottbus seine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker meistert. Darauf hat Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Momentaufnahme 417

Die Lichter Berlins spiegeln sich in der Spree
Berlin bei Nacht
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende.

Auf holprigen Pfaden zur Barrierefreiheit

Orangener Kreis mit dem weißen Buchstaben Z im Kreis und den Buchstaben DF rechts daneben
Logo des zdf
Foto: Pixabay/2247188

MAINZ (kobinet) Der Weg zur Barrierefreiheit ist in Deutschland wohl kaum mit einer gut ausgebauten Autobahn zu vergleichen, vielleicht nicht einmal mit einer wichtigen Bundesstraße. Wer sich für die Entwicklung barrierefreier Bedingungen interessiert, wird immer wieder einmal Fortschritte hinsichtlich der Barrierefreiheit finden, jedoch mindestens ebenso häufig das Argument hören: „Barrierefreiheit ist zu teuer, das können wir uns nicht leisten.“ Gerade unter dem Aspekt des „zu teuer seins“, sollten sich jene, welche dieser Meinung sind, aber auch einmal die Sendungen „Hammer der Woche“ des Zweiten Deutschen Fernsehens – zdf ansehen.

Ausbildung für Menschen mit Behinderungen

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

BERLIN (kobinet) Eine Ausbildungsstelle zu finden und eine Ausbildung beginnen zu können, das ist für Jugendliche mit Behinderung nicht ganz so einfach. Hierzu ist eine gute Vorbereitung auf diesen Schritt einfach unumgänglich.  Deswegen solltest du dich gut vorbereiten. Der Familienratgeber der Aktion Mensch hat dazu eine Übersicht mit vielen Ratschlägen und Hinweisen zusammengestellt.

VdK-Umfrage: Sozialleistungen zu kompliziert

Logo VdK Deutschland
VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK hat seine Mitglieder zu ihren Erfahrungen mit dem Sozialstaat befragt. Die Ergebnisse zeigen: Die Bewertung fällt zwar differenziert aus, insgesamt überwiegt jedoch eine kritische Sicht auf die Funktionsweise und Transparenz des Sozialstaats sowie auf die Frage der Gerechtigkeit in Deutschland. Zentrale Erkenntnisse der Befragung sind: Grundsätzlich besteht eine hohe Erwartung an einen leistungsfähigen Sozialstaat. Die VdK-Mitglieder wünschen sich einen leistungsfähigen und gut zugänglichen Sozialstaat. Allein, die Realität sieht anders aus: Die durchschnittliche Zustimmung zur Aussage „Der Sozialstaat ist leistungsfähig“ liegt nur im mittleren Bereich auf einer Skala von 1 bis 10. Zudem seien für viele die Sozialleistungen zu kompliziert.

Erfahren wie man in Europa gebärdet

Symbol Gebärdensprache
Symbol DGS Gebärdensprache
Foto: public domain

WINTERTTHUR (kobinet) Der Schweizerische Hörbehindertenverband sonos hat zum Jahresende sein Lernmodul „Europa“ vorgestellt. Mit diesen Modulen sind die Namen verschiedener Länder aus Europa in Gebärdensprache zu lernen. Zugleich kann man entdecken, wie man „Niederlande“, „Deutschland“, „Frankreich“ und viele andere Länder in DSGS gebärdet. Das Lernmodul „Europa“ ist Teil unserer Reihe mit Ländernamen. Die einzelnen Lektionen sind nach Kontinenten gegliedert. Neben Europa werden auch Lektionen zu Amerika, Afrika und Asien folgen.
Auf dieser Internetseite ist mehr darüber zu erfahren.

Forschungsbericht des BMAS zur Assistenzhundestudie

Assistenzhund Yascha Sherlock
Assistenzhund Yascha Sherlock
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat einen aktuellen Forschungsbericht (Nr. 671, November 2025) vorgelegt, der in § 12k des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (BGG) zur Auswertung der Neuregelungen zu Assistenzhunden vorgesehen wurde. Assistenzhunde sind für viele Menschen mit Behinderungen notwendige, ja unentbehrliche Helfer und Begleiter im Alltag, um am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen zu können. Das schreibt Henry Spradau in seinem Bericht zum Thema für die kobinet-nachrichten.

Die kobinet-nachrichten wünschen schöne Feiertage

Cartoon von Phil Hubbe mit rollstuhlnutzendem Weihnachtsmann auf dem Rolliparkplatz für den rollinutzenden Osterhasen
Cartoon von Phil Hubbe mit rollstuhlnutzendem Weihnachtsmann auf dem Rolliparkplatz für den rollinutzenden Osterhasen
Foto: Phil Hubbe

Kassel (kobinet) Mit einem Cartoon von Phil Hubbe, den dieser mit herzlichen Grüßen für besinnliche Weihnachtsfeiertage und den besten Wünschen für 2026 an die kobinet-nachrichten geschickt hat, wünscht das Team der kobinet-nachrichten seinen Leser*innen schöne Feiertage. Mögen die kobinet-Leser*innen während der kommenden, hoffentlich erholsamen Tage, nicht mit unnötigem Stress konfrontiert werden. Der schon in die Jahre gekommene, mittlerweile einen Rollstuhl nutzende, Weihnachtsmann muss im Cartoon von Phil Hubbe leider erleben, welche unsinnige Regelungen es zum Teil gibt. Er wird nämlich von einem Polizisten ermahnt, weil er auf einem Parkplatz geparkt hat, der nur für den rollstuhlnutzenden Osterhasen ausgezeichnet ist.

Eine friedliche Welt, nicht von dieser Welt

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Willi’s Blick zur Weihnacht hält in der Dunkelheit der Zeit Ausschau nach „guten Mächten“ des Lichts!
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) In dieser sich verfinsternden Welt, seitens ihrer politischen Großmächte, besteht keine Aussicht auf friedliche Weihnacht. Wie auch, wenn sogar die sich aufstellende Großmacht Europa als selbst erklärte „Großmacht der Werte und der Moral“ zu ihrer Verteidigung auf Abschreckung durch Massenvernichtung setzt. Und sich mit dieser Bereitschaft zur kriegerischen Massentötung mit der „zu bekämpfenden Macht des Bösen“ gleichsam komplizenhaft auf eine Stufe stellt. In diesem unfriedlichen Geist, mit dieser feindseligen Mentalität, ist die persönliche Erfahrung, ein inneres Empfangen der weihnachtlichen Botschaft, unmöglich: „Euch ist ein Kind geboren, der Heiland …“

Wie kann jeder in Sachsen campen

Bild eine kleinen Zeltes mit offenem Eingang
Camping sollte für alle möglich sein
Foto: deeznutz1 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

DRESDEN (kobinet) Im Auftrag des Landestourismusverbands Sachsen erstellt gegenwärtig die dwif-Consulting GmbH derzeit eine Campingstudie für den Freistaat Sachsen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Studie ist eine Online-Befragung zum Campingangebot in Sachsen. Sachsen ist eines jener Bundesländer mit insgesamt breitem Angebot für all jene, die ohne Barrieren ihre Ausflüge und Urlaubsaufenthalte erleben möchten. So ist es völlig berechtigt wenn sich auch Campingfreunde an dieser Umfrage beteiligen, die möglichst barrierefreie Bedingungen für ihre Reisen wünschen und benötigen.  Bei dieser Umfrage ist zu beachten, dass auch Standplätze an Gastgewerbe- und Freizeiteinrichtungen sowie kommunal geführte Reisemobilstellplätze Zielgruppe der Befragung sind und nicht nur klassische Campingplätze.

Martinsclub Bremen zieht Bilanz

Logo des Martinsclub Bremen
Logo des Martinsclub Bremen
Foto: MC Bremen

BREMEN (kobinet) Nun, da das Jahr 2025 seinem Ende entgegengeht, hat der Martinsclub Bremen mit einem Blick zurück auf das vergangene Jahr geblickt und Bilanz dazu gezogen was bei ihm los war und welche Themen und Projekte in seiner Arbeit auf der Tagesordnung standen.

Baden-Württemberg investiert in digitale Arztbesuche in Pflegeeinrichtungen

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Mit rund 1,6 Millionen Euro fördert das Land Baden-Württemberg sechs innovative Televisite-Projekte sowie eine wissenschaftliche Gesamtevaluation. Ziel ist es, ärztliche Betreuung direkt in die Pflegeeinrichtungen zu bringen, Wege zu sparen und die Versorgung pflegebedürftiger Menschen spürbar zu verbessern. „Televisiten ermöglichen älteren Menschen mit Pflegebedarf eine medizinische Betreuung auf Augenhöhe – sicher von der gewohnten Umgebung aus. Das ist…“ wie Gesundheitsminister Manne Lucha feststellt „…ein echter Gewinn für die Betroffenen und die Pflege“. Die virtuellen ärztlichen Konsultationen ermöglichen es Pflegeeinrichtungen, modernste digitale Technik gezielt einzusetzen, ohne dass pflegebedürftige Menschen eine Arztpraxis aufsuchen müssen. Die Televisiten adressieren zentrale Herausforderungen der Langzeitpflege: eingeschränkte Mobilität der Pflegebedürftigen, Fachkräftemangel, Zeitdruck, Abstimmungsprobleme zwischen verschiedenen Sektoren und eine effiziente Nutzung knapper Ressourcen. Gleichzeitig profitieren Pflegeeinrichtungen und Ärzteschaft von klaren Absprachen und besserer Zusammenarbeit.