Berlin (kobinet)
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk hat eine Forderung.
Die Forderung ist zum Welt-Tag der sozialen Gerechtigkeit.
Soziale Gerechtigkeit bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Chancen.
Der Welt-Tag ist am 20. Februar.
Die Forderung ist: Deutschland muss mehr gegen Kinder-Armut tun.
Das muss überall wichtig sein.
Zum Beispiel in der Politik.
Und bei Behörden.
Behörden sind Ämter vom Staat.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk findet einen Beschluss gut.
Der Beschluss ist vom EU-Parlament.
Das Europäische Parlament macht Gesetze für Europa.
705 Mitglieder arbeiten dort zusammen.
Das EU-Parlament hat letzte Woche entschieden:
Die EU-Länder brauchen mehr Unterstützung.
Die Unterstützung ist für die Europäische Kinder-Garantie.
Die Kinder-Garantie ist ein Versprechen von Europa.
Das Versprechen gilt für alle Kinder.
Die Kinder-Garantie hilft armen Kindern.
Die Kinder-Garantie soll allen armen Kindern helfen.
Die Hilfe ist zum Beispiel: Kosten-lose Gesundheits-Versorgung.
Oder kosten-lose Bildung.
Oder kosten-lose Betreuung.
Und gesunde Ernährung.
Das EU-Parlament fordert: 20 Milliarden Euro für die Kinder-Garantie.
Holger Hofmann ist Bundes-Geschäfts-Führer.
Er arbeitet beim Deutschen Kinder-Hilfs-Werk.
Der Bundes-Geschäfts-Führer leitet die Arbeit in ganz Deutschland.
Er sagt: Armut schadet besonders Kindern.
Und Armut schadet besonders Jugendlichen.
Alle müssen das Problem verstehen.
Dann kann man gute Strategien entwickeln.
Fach-Kräfte müssen das Thema Armut kennen.
Das gilt überall: In der Politik.
In Behörden.
Bei Gerichten.
Und in der Gesellschaft.
Alle Einrichtungen für Kinder müssen armuts-sensibel arbeiten.
Armuts-sensibel bedeutet: Sie verstehen die Probleme von armen Kindern.
Der Alltag von armen Kindern ist schwer.
Die Kinder müssen oft auf vieles verzichten.
Die Kinder schämen sich oft.
Oft ist kein Geld da für Kino.
Oder kein Geld für das Schwimm-Bad.
Die Kinder tragen oft alte Kleidung.
Andere Kinder mobben sie dann in der Schule.
Die Kinder gehen nicht zu Geburtstags-Feiern.
Der Grund ist: Kein Geld für ein Geschenk.
Armut schadet auch der Bildung.
Armut schadet auch der Gesundheit.
Arme Kinder haben öfter Karies.
Arme Kinder haben öfter Infektionen.
Arme Kinder haben öfter Asthma.
Arme Kinder haben öfter Kopf-Schmerzen.
Arme Kinder haben öfter Rücken-Schmerzen.
Arme Kinder werden öfter chronisch krank.
Chronisch bedeutet: Eine Krankheit dauert sehr lange.
Die Krankheit geht nicht schnell weg.
Arme Kinder haben auch öfter Stress.
Arme Kinder haben oft wenig Selbst-Bewusstsein.
Armut ist ein Problem in der Gesellschaft.
Armut ist kein persönliches Versagen.
Deshalb ist es wichtig: Arme junge Menschen brauchen Erfolgserlebnisse.
Die Erfolgserlebnisse helfen beim Selbst-Bewusstsein.
Ein wichtiger Weg ist: Mit-Bestimmung im gesellschaftlichen Leben.
Der Kinder-Report ist vom Deutschen Kinder-Hilfs-Werk.
Der Kinder-Report zeigt: Frühe Beteiligung von Kindern hilft gegen Armut.
Die Beteiligung durchbricht den Kreislauf.
Ein Kreis-Lauf bedeutet: Etwas wiederholt sich immer wieder.
Durch Mit-Bestimmung lernen Kinder soziale Kompetenzen.
Soziale Kompetenzen bedeutet: Sie können gut mit anderen Menschen um-gehen.
Die Kompetenzen machen die Kinder stark.
Die Kinder können dann besser mit Problemen umgehen.
Die Kinder können die Folgen von Benachteiligung besser ausgleichen.
Holger Hofmann sagt: Der Bund muss handeln.
Die Länder müssen handeln.
Die Kommunen müssen handeln.
Alle müssen zusammen-arbeiten.
Alle müssen mehr Geld bereitstellen.
Das Ziel ist: Weniger Kinder-Armut in Deutschland.
Das Ziel ist: Bessere soziale Infrastruktur.
Soziale Infra-Struktur bedeutet: Alle wichtigen Einrichtungen für Menschen.
Diese Investitionen zahlen sich später aus.
Sie führen zu mehr Wachstum.
Sie führen zu mehr Zusammen-Halt.
In Deutschland ist die soziale Herkunft sehr wichtig.
Soziale Herkunft bedeutet: Aus welcher Familie ein Kind kommt.
Der Wohn-Ort ist sehr wichtig.
Beides entscheidet über die Zukunfts-Chancen von Kindern.
Das muss sich ändern.
Es braucht große Reformen für Kinder.
Es braucht große Reformen für Jugendliche.
Deutschland muss mehr Geld ausgeben: Für öffentliche Infrastruktur.
Für Bildung.
Gegen Kinder-Armut.
Für Medien-Bildung.
Gegen Fach-Kräfte-Mangel im Bildungs-System.
Holger Hofmann sagt: Alle Maßnahmen brauchen einen Beteiligungs-Prozess.
Beteiligungs-Prozess bedeutet: Kinder dürfen mit-reden.
Die Kinder müssen mit-reden können.
Die Jugendlichen müssen mit-reden können.
Man muss ihre Interessen ernst nehmen.
Man muss ihre Bedürfnisse ernst nehmen.
Man darf nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden.
Die Beteiligung ist wichtig für unsere Demokratie.
Demokratie bedeutet auf Deutsch: Herrschaft des Volkes.
Das Volk entscheidet über wichtige Dinge.

Foto: ht
Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit, der heute am 20. Februar begangen wird, eine Priorisierung der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Dafür ist es aus Sicht der Kinderrechtsorganisation notwendig, in allen Bereichen von Politik, Verwaltung, Rechtsprechung und Gesellschaft das Thema Armutssensibilität stärker als bisher in den Blick zu nehmen. Zugleich begrüßt das Deutsche Kinderhilfswerk den Beschluss des EU-Parlaments von letzter Woche, mit dem das Parlament eine bessere Unterstützung der EU-Länder bei der Umsetzung der Europäischen Kindergarantie verlangt, um allen bedürftigen Kindern Zugang zu kostenloser Gesundheitsversorgung, Bildung, Betreuung und gesunder Ernährung zu gewährleisten. Zu diesem Zweck fordern die Abgeordneten ein eigenes Budget von mindestens 20 Milliarden Euro für die Europäische Kindergarantie.
„Die Auswirkungen von Armut insbesondere auf Kinder und Jugendliche müssen endlich in ihrer gesamten Komplexität thematisiert werden, um darauf aufbauend Strategien für Bildungs-, Beteiligungs- und Hilfeprozesse sowie Arbeits- und Aktionsbündnisse zu initiieren und zu gestalten. Deshalb brauchen wir armutssensible und klassismuskritische Fachkräfte nicht nur in der Kinder- und Jugendhilfe, sondern darüber hinaus auch in allen Bereichen von Politik, Verwaltung, Rechtsprechung und Gesellschaft. Notwendig ist auch eine armutssensible Arbeitsweise aller Institutionen und Einrichtungen, die Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sind oder Entscheidungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen treffen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Der Alltag von Kindern, die in Armut leben, ist von Verzicht und vielfach von Scham geprägt. Meistens ist kein Geld da, um mal ins Kino oder Schwimmbad gehen zu können, die Kinder werden in der Schule gemobbt, weil sie abgetragene Kleidung anhaben, sie gehen nicht auf Kindergeburtstage, weil kein Geld für ein Geschenk da ist. Armut wirkt sich auch negativ im Bildungsbereich und auf die Gesundheit der Kinder aus. Arme Kinder haben vermehrt Karies, Infektionen, Asthma, Kopf- und Rückenschmerzen und eine höhere Anfälligkeit für chronische Erkrankungen, sie leiden aber auch häufiger unter Stress und geringem Selbstbewusstsein. Dabei ist Armut ein strukturelles Problem, und in der Regel kein persönliches Versagen Einzelner. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, vor allem von Armut betroffenen jungen Menschen Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen. Ein wichtiger Schlüssel zur Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsstärkung ist die Beteiligung durch Mitwirkung und Mitbestimmung am gesellschaftlichen Leben. Der Kinderreport des Deutschen Kinderhilfswerkes hat schon vor vielen Jahren dargelegt, dass die frühe Beteiligung von Kindern den Kreislauf der Vererbung von Armut durchbricht. Durch Mitbestimmung entwickeln Kinder schon in jungem Alter soziale Kompetenzen, die sie stark machen. Dadurch können die Kinder erfolgreich mit aversiven Reizen umgehen und die Folgen von sozialer Benachteiligung besser kompensieren“, so Hofmann weiter.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und zusätzliche Finanzspielräume schaffen, damit die Kinderarmut in Deutschland signifikant reduziert und die soziale Infrastruktur insgesamt massiv gestärkt werden kann. Diese Investitionen für Kinder und ihre Familien werden sich langfristig auszahlen, denn sie führen zu mehr Wachstum und mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt. In Deutschland entscheiden noch immer die soziale Herkunft und der Wohnort maßgeblich über Teilhabemöglichkeiten und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen. „Hier braucht es durchgreifende Reformen zugunsten von Kindern und Jugendlichen. Denn wenn es um ihre Zukunftschancen geht, brennt es an allen Ecken und Enden. Wir müssen deutlich mehr finanzielle Mittel als bisher für die öffentliche Infrastruktur, für die Bildung, für die Bekämpfung der Kinderarmut, für mehr Medienbildung oder für die Beseitigung des Fachkräftemangels im Bildungssystem aufbringen. All das muss eingebettet sein in einen breiten Beteiligungsprozess, der Kinder und Jugendliche mit ihren Interessen und Bedürfnissen ernst nimmt und nicht über ihre Köpfe hinweg entscheidet, denn die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Wert unserer demokratischen Gesellschaft“, sagt Holger Hofmann.

Foto: ht
Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit, der heute am 20. Februar begangen wird, eine Priorisierung der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Dafür ist es aus Sicht der Kinderrechtsorganisation notwendig, in allen Bereichen von Politik, Verwaltung, Rechtsprechung und Gesellschaft das Thema Armutssensibilität stärker als bisher in den Blick zu nehmen. Zugleich begrüßt das Deutsche Kinderhilfswerk den Beschluss des EU-Parlaments von letzter Woche, mit dem das Parlament eine bessere Unterstützung der EU-Länder bei der Umsetzung der Europäischen Kindergarantie verlangt, um allen bedürftigen Kindern Zugang zu kostenloser Gesundheitsversorgung, Bildung, Betreuung und gesunder Ernährung zu gewährleisten. Zu diesem Zweck fordern die Abgeordneten ein eigenes Budget von mindestens 20 Milliarden Euro für die Europäische Kindergarantie.
„Die Auswirkungen von Armut insbesondere auf Kinder und Jugendliche müssen endlich in ihrer gesamten Komplexität thematisiert werden, um darauf aufbauend Strategien für Bildungs-, Beteiligungs- und Hilfeprozesse sowie Arbeits- und Aktionsbündnisse zu initiieren und zu gestalten. Deshalb brauchen wir armutssensible und klassismuskritische Fachkräfte nicht nur in der Kinder- und Jugendhilfe, sondern darüber hinaus auch in allen Bereichen von Politik, Verwaltung, Rechtsprechung und Gesellschaft. Notwendig ist auch eine armutssensible Arbeitsweise aller Institutionen und Einrichtungen, die Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sind oder Entscheidungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen treffen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Der Alltag von Kindern, die in Armut leben, ist von Verzicht und vielfach von Scham geprägt. Meistens ist kein Geld da, um mal ins Kino oder Schwimmbad gehen zu können, die Kinder werden in der Schule gemobbt, weil sie abgetragene Kleidung anhaben, sie gehen nicht auf Kindergeburtstage, weil kein Geld für ein Geschenk da ist. Armut wirkt sich auch negativ im Bildungsbereich und auf die Gesundheit der Kinder aus. Arme Kinder haben vermehrt Karies, Infektionen, Asthma, Kopf- und Rückenschmerzen und eine höhere Anfälligkeit für chronische Erkrankungen, sie leiden aber auch häufiger unter Stress und geringem Selbstbewusstsein. Dabei ist Armut ein strukturelles Problem, und in der Regel kein persönliches Versagen Einzelner. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, vor allem von Armut betroffenen jungen Menschen Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen. Ein wichtiger Schlüssel zur Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsstärkung ist die Beteiligung durch Mitwirkung und Mitbestimmung am gesellschaftlichen Leben. Der Kinderreport des Deutschen Kinderhilfswerkes hat schon vor vielen Jahren dargelegt, dass die frühe Beteiligung von Kindern den Kreislauf der Vererbung von Armut durchbricht. Durch Mitbestimmung entwickeln Kinder schon in jungem Alter soziale Kompetenzen, die sie stark machen. Dadurch können die Kinder erfolgreich mit aversiven Reizen umgehen und die Folgen von sozialer Benachteiligung besser kompensieren“, so Hofmann weiter.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und zusätzliche Finanzspielräume schaffen, damit die Kinderarmut in Deutschland signifikant reduziert und die soziale Infrastruktur insgesamt massiv gestärkt werden kann. Diese Investitionen für Kinder und ihre Familien werden sich langfristig auszahlen, denn sie führen zu mehr Wachstum und mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt. In Deutschland entscheiden noch immer die soziale Herkunft und der Wohnort maßgeblich über Teilhabemöglichkeiten und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen. „Hier braucht es durchgreifende Reformen zugunsten von Kindern und Jugendlichen. Denn wenn es um ihre Zukunftschancen geht, brennt es an allen Ecken und Enden. Wir müssen deutlich mehr finanzielle Mittel als bisher für die öffentliche Infrastruktur, für die Bildung, für die Bekämpfung der Kinderarmut, für mehr Medienbildung oder für die Beseitigung des Fachkräftemangels im Bildungssystem aufbringen. All das muss eingebettet sein in einen breiten Beteiligungsprozess, der Kinder und Jugendliche mit ihren Interessen und Bedürfnissen ernst nimmt und nicht über ihre Köpfe hinweg entscheidet, denn die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Wert unserer demokratischen Gesellschaft“, sagt Holger Hofmann.




