Berlin (kobinet)
Bei Karnevals-Umzügen zeigen Menschen viele Themen.
Bei einem Karnevals-Umzug gehen viele Menschen durch die Straßen.
Sie tragen bunte Kostüme.
Sie werfen Süßigkeiten.
Zum Beispiel Themen aus der Politik.
Juliane Harms hat sich gefragt:
Was würden Menschen mit Behinderung beim Karneval zeigen?
Juliane Harms kennt sich gut aus.
Sie weiß viel über ein wichtiges Gesetz.
Das Gesetz heißt: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz ist ein Gesetz.
Es hilft Menschen mit Behinderung.
Das ist ein schwieriger Name.
Man sagt auch kurz: BGG.
BGG ist die Abkürzung für Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das Gesetz soll Menschen mit Behinderung helfen.
Die Regierung will das Gesetz ändern.
Eine Regierung leitet ein Land.
Die Regierung besteht aus Politikern.
Die Regierung hat einen Chef.
Am 11.
Februar hat die Regierung entschieden.
Aber viele Menschen sind nicht zufrieden.
Sie sagen: Das neue Gesetz ist schlecht.
Es hilft Menschen mit Behinderung nicht genug.
Die Parteien CDU und CSU wollen die Wirtschaft schützen.
Wirtschaft bedeutet: Menschen kaufen Sachen mit Geld.
Menschen verkaufen Sachen für Geld.
Die Firmen sollen nicht viel Geld ausgeben.
Deshalb gibt es viele Ausnahmen im Gesetz.
Ausnahmen bedeutet: Eine Regel gilt nicht immer.
Manchmal gibt es besondere Fälle.
Die Firmen müssen dann nicht viel barriere-frei machen.
BITV ist ein Gesetz.
Behörden müssen Internet-Seiten barriere-frei machen.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können überall mitmachen.
Juliane Harms hat ein Bild gemacht.
Sie hat einen Computer benutzt.
Der Computer kann Bilder malen.
Das Bild zeigt ihre Kritik.
Kritik bedeutet: Man sagt seine Meinung.
Man sagt, was gut ist.
Man sagt, was schlecht ist.
Auf dem Bild sieht man einen Narren.
Narren sind Menschen beim Karneval.
Sie tragen lustige Kostüme.
Sie machen Spaß.
Der Narr hat ein Dollar-Zeichen auf dem Rücken.
Das Dollar-Zeichen steht für Geld.
Der Narr hat eine volle Tasche in der Hand.
Der Narr rennt zu einem Ziel.
Am Ziel steht: Der kommende Wahl-Kampf steht an.
Wahl-Kampf bedeutet: Politiker machen Werbung für ihre Partei.
Sie wollen viele Stimmen bekommen.
Der Narr hält einen Hund an der Leine.
Auf dem Hund steht: CDU.
Der Narr und der Hund trampeln über Schilder.
Auf den Schildern steht:
BGG, Barriere-Freiheit, Teil-Habe und UN-BRK.
Die UN-BRK ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
UN-BRK ist die Abkürzung für UN-Behinderten-Konvention.
Das sind wichtige Dinge für Menschen mit Behinderung.
Das Bild zeigt: Die Politik achtet nicht darauf.

Foto: Juliane Harms mit KI
Berlin (kobinet) Viele Themen werden derzeit bei den Karnevalsumzügen aufgregriffen, denn die Weltlage und politische Situation in Deutschland gibt eine Menge her. Welche Themen würde die Behindertenbewegung aufgreifen, wenn diese mit einem Wagen in den Karnevalshochburgen unterwegs wäre. Diese Frage hat sich Juliane Harms gestellt, die schon seit langem die Diskussion um die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz verfolgt und sich wie viele andere über den miserablen Gesetzenwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) aufregt, der am 11. Februar vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Herausgekommen ist ein mit Künstlicher Intelligenz erstelltes Bild, das den Frust vieler aufgreift, der sich vor allem auf die Verbeugung und den Kniefall der CDU/CSU vor den Interessen der Wirtschaft zur Verhinderung von mehr Barrierefreiheit richtet. Denn der Gesetzentwurf sieht umfassende Ausnahmeregelungen zur Herstellung von Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen für Unternehmen vor.
Das Bild, das Juliane Harms mit Hilfe künstlicher Intelligenz zum Karneval kreiert hat, zeigt einen Narren mit einem Dollarzeichen auf dem Rücken und einer gut gefüllten Tasche in der Hand, der auf die Ziellinie mit der Aufschrift „Der kommende Wahlkampf steht an“ zustürmt. An der Leine hält die Person einen Hund mit Aufschrift CDU an der kurzen Leine. Dabei trampeln sie über ein Plakat mit der Aufschrift „BGG“ und Schildern mit der Aufschrift „Barrierefreiheit“, „Teilhabe“ und „UN-BRK“ ohne Rücksicht auf Verluste hinweg.

Foto: Juliane Harms mit KI
Berlin (kobinet) Viele Themen werden derzeit bei den Karnevalsumzügen aufgregriffen, denn die Weltlage und politische Situation in Deutschland gibt eine Menge her. Welche Themen würde die Behindertenbewegung aufgreifen, wenn diese mit einem Wagen in den Karnevalshochburgen unterwegs wäre. Diese Frage hat sich Juliane Harms gestellt, die schon seit langem die Diskussion um die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz verfolgt und sich wie viele andere über den miserablen Gesetzenwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) aufregt, der am 11. Februar vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Herausgekommen ist ein mit Künstlicher Intelligenz erstelltes Bild, das den Frust vieler aufgreift, der sich vor allem auf die Verbeugung und den Kniefall der CDU/CSU vor den Interessen der Wirtschaft zur Verhinderung von mehr Barrierefreiheit richtet. Denn der Gesetzentwurf sieht umfassende Ausnahmeregelungen zur Herstellung von Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen für Unternehmen vor.
Das Bild, das Juliane Harms mit Hilfe künstlicher Intelligenz zum Karneval kreiert hat, zeigt einen Narren mit einem Dollarzeichen auf dem Rücken und einer gut gefüllten Tasche in der Hand, der auf die Ziellinie mit der Aufschrift „Der kommende Wahlkampf steht an“ zustürmt. An der Leine hält die Person einen Hund mit Aufschrift CDU an der kurzen Leine. Dabei trampeln sie über ein Plakat mit der Aufschrift „BGG“ und Schildern mit der Aufschrift „Barrierefreiheit“, „Teilhabe“ und „UN-BRK“ ohne Rücksicht auf Verluste hinweg.





Das Bild gibt nur ein ganz klein wenig Hoffnung, wenn man auf das, was im Text als Schild bezeichnet ist und wie ein Quader und damit ein Stolperstein aussieht, schaut. Hoffnung, da könnte die Person durch den Stolperstein UN-BRK hängen bleiben und ein wenig aufgehalten werden. Juristen wissen: so wirkt die UN-BRK nicht, wirken ist da kein Automatismus.
Der dargestellte Hund an der kurzen Leine interessiert sich offenbar weder für die Ziellinie – was erschreckend ist – noch die anderen textlich gezeigten Themen – was auch erschreckend ist. Was für die Partei als Ganzes unterstellt wird – die kurze Leine – muß ja nicht für jeden einzelnen Abgeordneten gelten.
Der Text verwendet Worte wie „Behindertenbewegung“, „miserabler Gesetzentwurf“ und der „viele andere aufregt“, doch die Straße oder das Spielfeld wurde – bildlich gesehen – komplett anderen überlasen. Barrierefreiheit und Teilhabe und ein geltendes Gesetz liegen am Boden, im Dreck, allein gelassen. Niemand protestiert. Das wurde von der KI zutreffend erkannt. So erreicht die Bewegung mangels Bewegung nicht, daß bisher Desinteressierte und nur „von den Medien Informierte“ (zu wenige lesen, was in den kobinet-nachrichten steht) auf die Idee kommen könnten, eine Zustimmung zu dem Gesetzentwurf wäre nicht im Sinne derer, die etwas FÜR die Behinderten machen wollen.
Weil die Vermutung in einem anderen Beitrag bereits angeklungen ist, mit leeren Blättern als Stellungnahme zum damaligen Referentenentwurf hätten Organisationen der Menschen mit Behinderungen gleich viel erreicht (mit einem anderen Wort: nichts), könnte man annehmen, daß die Angelegenheit besser als verloren angesehen wird. Jedenfalls hat die oft zu diplomatische Wortwahl, die minimale Verbesserungen trotz überwiegend grober Schwächen lobte, bewirkt, daß es noch schlechter kam. Was gibt es an einem Gesetzentwurf zu loben, den man unterm Strich für miserabel hält? Das, was auf einem leeren Blatt steht: nichts.
Sprachlich entwirrt: ABLEHNUNG zum aktuellen Gesetzentwurf bedeutet, FÜR Barrierefreiheit und Inklusion zu sein.
Und damit, ganz nebenbei angemerkt, auch FÜR Demokratie und Grundrechte.