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Kritik an Streichung von Lehrkräfte-Stellen an hessischen integrierten Gesamtschulen

Zeichung mit einem gelben Schulbus auf einergrünen Wiesen mit einem rotbraunen Schulgebäude im Hintergrund
Die Fahrt zur Schule gehört zum Lernen
Foto: Pixabay/GraphicsGuruji

Frankfurt (kobinet) Die seitens des hessischen Bildungsministeriums beschlossenen Kürzungen der allgemeinen Lehrkräfte-Stellen an integrierten Gesamtschulen zur binnendifferenzierenden Förderung schwächen nach Ansicht von Gemeinsam leben Hessen genau die Ressourcen, aus denen präventive und inklusionsbezogene Fördermasnahmen fur Kinder und Jugendliche mit Behinderung bisher finanziert wurden, und gefährden damit Reichweite und Qualität dieser Förderung deutlich.

Was konkret gekürzt wird
In Hessen werden an integrierten Gesamtschulen Zuweisungen fur Binnendifferenzierung gestrichen, aus denen bislang u.a. Förderangebote, zusätzliche Lernzeiten, Team-Teaching und präventive Unterstützung finanziert wurden. Je nach Jahrgang fallen bis zu 2,1 Lehrkräftewochenstunden pro Klasse weg; Schulen rechnen mit dem Verlust von ein bis mehr als drei Lehrkräftestellen, was viele pädagogische Förderangebote direkt trifft, heißt es u.a. in der Presseinformation von Gemeinsam leben Hessen.

Die Rolle vorbeugender Maßnahmen für Kinder mit Behinderung

Vorbeugende Maßnahmen der allgemeinen Schule umfassen individualisierte und binnendifferenzierende Arbeitsformen, Einzelförderung, Nachteilsausgleich, Beratung und zusätzliche Stütz- und Fördermaßnahmen. Diese Maßnahmen sollen möglichst früh ansetzen, damit Schwierigkeiten abgefedert und sonderpädagogische Förderbedarfe reduziert bzw. eine Beschulung an Förderschulen vermieden werden konnen.

„Wir fordern umgehend die Garantie der notwendigen Personalressource im bewährten System der Integrierten Gesamtschule zur Sicherstellung der individuellen Förderung. Wir fordern die Landesregierung auf, endlich einen Maßnahmen- und Zeitplan zur Verbesserung des Zugangs zu Bildung vorzunehmen. In der laufenden Legislaturperiode hat Hessen nur wenige Fortschritte bei Digitalisierung und Ganztag erreicht, erhebliche strukturelle Defizite bestehen insbesondere durch den Personalmangel weiterhin und werden nun zusätzlich verschärft“, betonte Dr. Dorothea Terpitz, die 1. Vorsitzende von Gemeinsam leben Hessen.