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Forschungsbericht zum Persönlichen Budget veröffentlicht

Cover des Evaluationsberichts zum Persönlichen Budget des BMAS
Cover des Evaluationsberichts zum Persönlichen Budget des BMAS
Foto: BMAS

Berlin (kobinet) „Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im Jahr 2025 eine bundesweite Studie zur Evaluation des Persönlichen Budgets beauftragt. Auftragnehmer der Studie war die InterVal GmbH in Kooperation mit Rechtsanwalt Prof. Dr. Oliver Tolmein. Basis der Evaluation sind neben einer umfassenden rechtlichen Analyse insbesondere Interviews mit Menschen mit Behinderungen und ihren Verbänden, Fachkräften der Reha- und Leistungsträger sowie weitere Expertinnen und Experten. Die Evaluation beleuchtet einzelne Gelingensfaktoren für das Persönlichen Budgets (insbesondere Zielvereinbarung, Budgetassistenz, Kalkulationsgrundlagen, Qualitätssicherung), die dazu beitragen können, den Bewilligungsprozess zu beschleunigen und zu entbürokratisieren. Die hiermit vorgelegte Evaluation soll den Meinungsaustausch in der Fachöffentlichkeit über die Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget unterstützen.“ So heißt es auf der Internetseite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wo der Evaluationsbericht veröffentlicht wurde.

Simone Fischer kritisiert: Gesundheitsreformen im Eiltempo, Pflege ohne Fahrplan

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Berlin (kobinet) Während Bundesgesundheitsministerin Warken ihre Reformpläne für den Gesundheitssektor mit großem öffentlichem Aufschlag, ambitioniertem Zeitplan und ausführlicher Beratung im Ausschuss vorstellt, bleibt die Pflege erneut auf der Strecke. „Im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages nahm sich die Ministerin am 15. April 2026 90 Minuten Zeit für die Vorhabenplanung zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung – für die Pflege hingegen musste ihr Staatssekretär in 30 Minuten Rede und Antwort stehen“, kritisiert die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Simone Fischer. Dabei sei die soziale Pflegeversicherung für Millionen Menschen von existenzieller Bedeutung. Dennoch fehle es weiterhin an klaren Konzepten, konkreten Maßnahmen und einem verbindlichen Zeitplan. Während im Gesundheitsbereich Tempo gemacht wird, bleibe die Pflegereform auffällig vage, bemängelt die Grünen-Politikerin.

Barrierefreiheit muss in allen Bereichen auch bei privaten Unternehmen zum Standard werden

Verena Gotzes
Verena Gotzes
Foto: BSK

Berlin (kobinet) Viele Menschen mit Behinderungen werden nach dem vorliegenden Entwurf für ein Behindertengleichstellungsgesetz nach Ansicht des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) wegen vieler Ausnahmeregelungen und der fehlenden wirksamen Rechtsdurchsetzung deutliche Rückschritte hinnehmen müssen. Beispielsweise fest eingebaute Rampen (Klapprampen sind oft zu steil), die für Menschen mit Behinderungen und Familien mit Kinderwagen absolut notwendig sind, müssten nicht mehr umgesetzt werden. „Dies ist absolut inakzeptabel. Grundlage muss sein, dass Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen, so auch bei baulichen Maßnahmen, zum Standard erklärt wird und private Unternehmen auch zu Barrierefreiheit verpflichtet werden, so Verena Gotzes, Vorsitzende des BSK.

Paritätischer Gesamtverband erwartet keine Einsparungen

Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Foto: Paritätischer Gesamtverband

BERLIN (kobinet) Anlässlich der gestrigen Spar-Ankündigungen im Gesundheitssystem äußert sich der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Dr. Joachim Rock, mit folgender Einschätzung: „Die Vorschläge zur Gesundheitsreform sind keine echten Einsparungen, sondern vor allem Kostenverschiebungen zu Lasten von privaten Haushalten und Versicherten, insbesondere chronisch kranken Menschen. Statt die überbordenden Renditen im Pharmabereich in den Fokus zu nehmen, werden Zuzahlungen und Eigenanteile erhöht. Die Streichung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern belastet viele Haushalte zusätzlich. Dass die Versicherten auch in Zukunft versicherungsfremde Leistungen wie die Krankenversicherung für Grundsicherungsberechtigte finanzieren sollen, bleibt skandalös. Der Paritätische fordert, diese Leistungen aus Steuermitteln zu finanzieren, die Renditen im Gesundheitswesen zu reduzieren und die Finanzierung durch eine Bürgerversicherung unter Einbeziehung aller Einkommensarten auf eine breite und stabilere Grundlage zu stellen.“

Positive Signale zum 10. Bayerischen Landestreffen der Gehörlosen

Acht Personen vor einer Tafel mit de r Aufschrift zum Landesverbandstages. Fünf Personen halten einen kleinen Ehrenpreis in der Hand
Bei der Verleihung von fünf Ehrenpreisen für herausragendes Engagement.

Foto: LVBYGL

MÜNCHEN / WÜRZBURG (kobinet) Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat die bayerische Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft am 10. und 11. April 2026 ein historisches Ereignis gefeiert. Rund 1.000 Teilnehmer-innen und Teilnehmer verwandelten Würzburg anlässlich des 10. Bayerischen Landestreffens in einen pulsierenden Mittelpunkt für Kultur, Austausch und politische Teilhabe.

Inklusionsbetrieb sichert Arbeitsplätze für behinderte Menschen

Eine Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit einer Glasfassade, darunter ein Mann im Rollstuhl. Eine Frau zeigt den Förderbescheid in die Kamera
Bei der Übergabe des Förderbescheids
Foto: Stephan Zimmermann (Sozialgruppe Kassel)

KASSEL (kobinet) Einen Bewilligungsbescheid über 270.652 Euro hat LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler jetzt an den Vorstandsvorsitzenden des Vereins Sozialgruppe Kassel e.V., Mike Alband-Nau, und an Vorstandsmitglied Dirk Becker übergeben. Mit dem Geld fördert das Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen den Bau eines Serverraumes, dessen Hardware-Ausstattung und den Einbau einer Behinderten-Toilette für die gemeinnützige Pro Dokument GmbH in neuen Geschäftsräumen. Die Pro Dokument ist ein Inklusionsbetrieb mit 19 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unter ihnen 14 Menschen mit Behinderungen, der von der Sozialgruppe Kassel (SGK) getragen wird.

Alles steht und fällt mit der Eingliederungshilfe

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

BERLIN (kobinet) Beim gestrigen Parlamentarischen Abend der Lebenshilfe appellierte die Bundesvorsitzende Ulla Schmidt an die Abgeordneten des Bundestages, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung nicht zu gefährden und keine Leistungskürzungen zuzulassen. Aufgrund des großen Kostendrucks in Deutschland befürchtet die Bundesvereinigung Lebenshilfe harte Einschnitte für Menschen mit Behinderung und ihre Familien. Um Kürzungen bei der Eingliederungshilfe zu verhindern, hat der Verband die bundesweite Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“ gestartet und richtet sich mit einer Petition direkt an den Deutschen Bundestag. Rund 150 Gäste waren der Einladung der Lebenshilfe in die Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund gefolgt. Sie kamen mit Vertretern der Lebenshilfe mit und ohne Behinderung intensiv ins Gespräch. Neben dem Erhalt der Eingliederungshilfe wurde dabei über die wichtigsten aktuellen Forderungen der Lebenshilfe an die Politik gesprochen.

AGG-Reformchen ist verpasste Chance für besseren Schutz vor Diskriminierungen

Logo der taz
Logo der taz
Foto: taz

Berlin (kobinet) „Die Reform ist eher ein Reförmchen und verpasst damit die Chance, das AGG wirklich wirksam zu stärken und spürbar zu verbessern“, so wird Eva Maria Andrades, die Geschäftsführerin des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd) in einem aktuellen Bericht der taz zum am 14. April 2026 vorgelegten Referentenentwurf zur Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zitiert. Und damit bringt sie die Kritik vieler Akteur*innen auf den Punkt, die auf eine echte Reform der Antidiskriminierungsgesetzgebung gehofft haben und sich seit vielen Jahren im Bündnis AGG Reform Jetzt! engagieren. Bis Freitag, den 17. April 2026, also insgesamt drei Tage, haben Verbände die Möglichkeit, Stellungnahmen zum Referentenentwurf für die AGG-Reform einzureichen. Damit sei das Gesetzgebungsverfahren bereits in seinen ersten Schritten auch eine verpasste Chance für echte Partizipation, kritisiert die LIGA Selbstvertretung.

Protestaktion „Baustelle Barrierefreiheit“ gegen BGG-Reform am 16. April 2026 am Bundestag

Donnerstag, 16. April 09:00 Uhr Kommt zur AbilityWatch-Baustelle vor den Bundestag! Wo? Platz der Republik, Berlin BGG REFORM BLOCKIEREN Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit. Tragt am besten eine Warnweste oder setzt euch einen Bauhelm auf!
Kommt zur AbilityWatch-Baustelle vor den Bundestag!
Foto: Sozialhelden e.V.

Berlin (kobinet) Am 16. April 2026 sollte im Plenum des Deutschen Bundestages eigentlich die Debatte zur 1. Lesung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) stattfinden. Doch was im Gesetzentwurf der Bundesregierung steht, ist kein Fortschritt. Es macht Barrierefreiheit zu einem Nice-To-Have. Dies teilte Raul Krauthausen vom Vorstand der Sozialhelden mit und kündigte trotz der Absage der Debatte an, dass die für den 16. April ab 9:00 Uhr vor dem Bundestag (Platz der Republik / Paul-Löbe-Haus) geplante Protestaktion behinderter Menschen und ihrer Verbündeter jetzt gerade erst recht stattfindet. Ein Bündnis für ein starkes Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) lehnt den Gesetzentwurf der Bundesregierung entschieden ab und warnt davor, dass der Entwurf Standards schwäche und die Rechte von mehr als 13 Millionen Menschen mit Behinderungen gefährde.

Die stille Kraft des Films

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Münster (kobinet) Sie ist Fotografin, er ist Stadion-Kommentator. Sie treffen sich zufällig, kommen sich näher, verlieben sich ineinander, werden ein Paar, trennen sich wieder und nähern sich wieder an. So weit, so gut. Eine ganz normale Geschichte. Oder nicht? In Milan Skrobaneks Kinofilm „Als wäre es leicht“ scheinen Barrieren von Beginn an programmiert. Denn: Kati, die Fotografin, ist gehörlos. Stadion-Kommentator Florian ist blind. Anlässlich der Vorpremiere des Films Ende März im Cinema in Münster sprachen die Mitarbeiter*innen des Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben im Regierungsbezirk Münster (KSL.NRW) mit dem Regisseur Milan Skrobanek und den Haupdarstellenden Cindy Kling (im Film: Kati) und David Knors (im Film: Florian) unter anderem darüber, ob die anfangs große Liebe auch langfristig bestehen kann und warum mehr professionelle Schauspielende mit Behinderungen dem Medium Film guttäten.

Der in Planung befindliche digitale Euro soll für alle barrierefrei nutzbar sein

Münzq
geld
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

Wien (kobinet) In den nächsten Jahren soll sich unsere Art zu bezahlen ändern. Die Europäische Zentralbank (EZB) plant die Einführung des digitalen Euro. Er soll eine sichere, europäische Alternative für Zahlungen im Internet und in Geschäften sein. Darüber berichtet Markus Ladstätter im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Dem Bericht zufolge möchte die Österreichische Nationalbank (OeNB) sicherstellen, dass beim digitalen Geld niemand vergessen wird. Deshalb hat die OeNB das „Financial Inclusion Forum“ ins Leben gerufen. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten mehr als 35 verschiedene Organisationen und Unternehmen zusammen. Auch BIZEPS ist als Interessenvertretung behinderter Menschen Teil dieser Arbeitsgruppe.

BGG-Reform verschoben: Statt Verschiebebahnhof endlich qualitative Verbesserungen in Richtung Barrierefreiheit

Logo: Selbst Aktiv
Logo: Selbst Aktiv
Foto: AG Selbst Aktiv

Berlin (kobinet) Restaurant, Kino, Friseur, Arztpraxis: Menschen mit Behinderungen stoßen im Alltag noch immer auf Barrieren, die ihnen den Zugang zu Dienstleistungen und Einrichtungen erschweren oder verwehren. Sie werden von vielen Dingen ausgeschlossen, die selbstverständlich für alle Menschen in unserem Land zur Verfügung stehen müssen. Die längst überfällige und jetzt erneut gestoppte Reform des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) muss einen klaren Anspruch auf Barrierefreiheit von Gütern und Dienstleistungen auch privater Anbieter gesetzlich regeln. Dies fordern die Co-Vorsitzenden der AG Selbst Aktiv behinderter Menschen in der SPD Karl Finke und Katrin Gensecke. Dazu gehöre selbstverständlich auch, dass dieser Anspruch von Betroffenen und ihren Verbändern eingeklagt werden kann.

Krauthausens Schambekundung und der fragwürdige Zweck dieser „Selbstinszenierung“

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
irritiert über Raulkrauthausens Fernandes-Ulmen-Statement
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Krauthausens eilige Distanzierung in der Causa Christian Ulmen (Neue Norm vom 23.03. 2026) atmet weniger solidarischen Widerstandsgeist gegen das Patriarchat, als dass sie den fragwürdigen Geist demonstrativer Anpassung und Unterwerfung unter eine wokistische Verhaltensnorm verströmt. – Dabei ist er ehrlich und realistisch genug, einzuräumen, dass der Social-Media-Kontext, in dem er sich bewegt und als eine prominente Stimme wahrgenommen und gehört wird, kein Sprechen zulässt, das nicht auch selbstinszenatorisch ist: Lediglich „nicht bloße Selbstinszenierung“ will sein Statement sein, wo es ohne Selbstinszenierung gar nicht geht.

Höhere Zuzahlungen treffen besonders Ältere und chronisch Kranke

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK NRW kritisiert die geplante Erhöhung der Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente und Krankenhausaufenthalte scharf. „Die vorgesehenen Anhebungen von 5–10 Euro auf 7,50–15 Euro stellen aus unserer Sicht eine unverhältnismäßige Belastung für Patientinnen und Patienten dar – insbesondere für ältere Menschen, Rentnerinnen und Rentner sowie chronisch Kranke, die häufig mehrere Medikamente täglich einnehmen müssen“, sagt Präsident Horst Vöge.

Lebenshilfe ruft zur Unterstützung der Bundestagspetition auf

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

OSNABRÜCK (kobinet) Die Lebenshilfe Osnabrück ruft zur Teilnahme an der aktuell gestarteten Petition gegen geplante Kürzungen bei der Eingliederungshilfe auf. Die Petition wurde vom Deutschen Bundestag offiziell zugelassen und kann ab sofort unterzeichnet werden. Innerhalb von sechs Wochen müssen mindestens 30.000 Unterschriften erreicht werden, damit sich der Petitionsausschuss öffentlich mit dem Anliegen befasst. Die Eingliederungshilfe ist eine zentrale Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben. Sie ermöglicht unter anderem selbstbestimmtes Wohnen, Zugang zu Bildung und Arbeit sowie soziale Teilhabe. Geplante Einsparungen in diesem Bereich gefährden diese grundlegenden Rechte.

Saarland 2026 erstmals mit Gaststädte-Programm

Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift
SOD Logo Saarland 2026
Foto: SOD Saarland

SAARBRÜCKEN (kobinet) Die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 haben ein weiteres Debüt zu verzeichnen: Bisher gab es das Host Town Program (Gaststädte- Programm) nur bei Special Olympics Weltspielen, doch in diesem Jahr findet es erstmals auch bei Nationalen Spielen statt. Elf saarländische Kommunen wurden dafür als Gastgeber ausgewählt und betreuen internationale Delegationen. Das Host Town Program bringt Menschen zusammen, schon vor dem ersten Wettbewerb. Internationale Delegationen reisen bereits mehrere Tage vor Beginn der Spiele an, lernen Land und Leute kennen und erleben gemeinsame Aktivitäten mit den Kommunen. So entstehen Begegnungen auf Augenhöhe und neue Verbindungen, die weit über die Spiele hinaus wirken.

Niedersachsen startet Meldestelle gegen Queerfeindlichkeit

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraf Paragraph Zeichen
Foto: H. Smikac

NANNOVER (kobinet) Ab heute können queerfeindliche Vorfälle in Niedersachsen erstmals über eine zivilgesellschaftliche Meldestelle dokumentiert werden. Das Queere Netzwerk Niedersachsen e.V. (QNN) startet mit der Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit (MIQ) ein Onlineportal zur Erfassung queerfeindlicher Vorfälle. Ziel der Meldestelle ist es, Ausmaß, Erscheinungsformen und Folgen von Queerfeindlichkeit in Niedersachsen sichtbar zu machen und Betroffene dabei zu unterstützen, passende Unterstützung zu finden. Über ein Online-Meldeformular sowie ein Meldehandy können queerfeindliche Vorfälle aus ganz Niedersachsen gemeldet werden. Erfasst werden Online- und Offline-Vorfälle von diskriminierenden Postings bis zu Gewalttaten. Auf dieser Internetseite ist mehr darüber zu erfahren.

Bei Anruf Kultur eröffnet Einblicke in die Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Schwarzes  Handtelefon leigt auf einem  Tisch
Telefon für interessante Gespräche
Foto: H. Smikac

DRESDEN (kobinet) Die weltweit einzigartige Maya-Handschrift oder den „Freischütz“ von Carl Maria von Weber aus einer neuen Perspektive entdecken: Anlässlich des UNESCO-Welttages des Buches startet im April eine neue Kooperation zwischen dem bundesweiten Vermittlungsangebot „Bei Anruf Kultur“ und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB Dresden). Mit ihren umfangreichen Sammlungen gehört die SLUB Dresden zu den größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Anlässlich des UNESCO-Welttages des Buches öffnet sie erstmals für „Bei Anruf Kultur“ ihre Bestände und macht ausgewählte Schätze der Bibliothek telefonisch erlebbar.

Politischer Offenbarungseid – Koalition schmeißt Barrierefreiheit von Tagesordnung

Corrina Rüffer
Corrina Rüffer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zur kurzfristigen Absetzung der ersten Lesung der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) von der Tagesordnung des Bundestags, die für den 16. April 2026 geplant war, erklärte Corinna Rüffer als behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: „Dass die Koalition die ohnehin enttäuschende Reform des BGG nun auch noch im parlamentarischen Verfahren blockiert, ist ein politischer Offenbarungseid. Monatelang wurde der Kabinettsentwurf von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche aufgehalten. Präsentiert werden uns von dieser Koalition statt Lösungen nur noch Stillstand. Wer die Beratung eines Gesetzes, das Barrieren eigentlich abbauen sollte, so kurzfristig absagt, zeigt deutlich: Menschen mit Behinderungen sind für diese Regierung kein Kernanliegen, sondern eine bloße Randerscheinung.“

Referentenentwurf für AGG-Reform zur Stellungnahme veröffentlicht

Halloween-Bild mit AGG-Katze
Halloween-Bild mit AGG-Katze
Foto: omp

Berlin (kobinet) Ähnlich wie bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) hat die Bundesregierung immer wieder die Veröffentlichung des Referentenentwurfs für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verschoben. Schon in der letzten Legislaturperiode sollte das Gesetz von der Ampelregierung reformiert werden und vor Weihnachten wurde der Entwurf nun von der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD erwartet. Heute, am 14. April 2026, wurde der Referentenentwurf nun an eine Reihe von Verbänden zur Stellungnahme versandt. Immerhin habe die Bundesregierung den Verbänden drei Tage für die Stellungnahme eingeräumt, die bis 17. April eingereicht werden kann, kommentierte die LIGA Selbstvertretung diese Scheinbeteiligung der Bundesregierung ironisch.

Protestaktion gegen ständigen Ausfall der Aufzüge am Bahnhof Buxtehude: Barrierefreiheit für alle

Bild von der Aktion am 13.4.2026 am Buxtehuder Bahnhof
Bild von der Aktion am 13.4.2026 am Buxtehuder Bahnhof
Foto: anti-ableistische Aktion Nord

Buxtehude (kobinet) Aktive von der anti-ableistischen Aktion Nord demonstrierten am 13. April 2026 mit einer Rollstuhl-Kletteraktion an der Unterführung/Treppe zu Gleis 2 am Buxtehuder Bahnhof. „Bahn für alle, die Stufen müssen weg“, steht auf einem Banner. Die Demonstrant*innen haben symbolisch ihren eigenen (Seil)Aufzug mitgebracht – aus Protest gegen den ständigen Ausfall von Aufzügen an Bahnhöfen. Auf einem anderen Banner steht: „Neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten“ – BGG ist die Abkürzung für das Behindertengleichstellungsgesetz, so heißt es in einer Presseinformation zur durchgeführten Aktion der anti-ableistischen Aktion Nord.

Brandenburg streicht Posten der/des Landesbehindertenbeauftragten

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Potsdam (kobinet) In einer Zeit, in der die Rechte behinderter Menschen verstärkt unter Druck geraten, wird die Interessenvertretung behinderter Menschen in Brandenburg massiv geschwächt, in dem dort die Position des/der Landesbehindertenbeauftragten nicht mehr neu besetzt, sondern mit der Funktion der/des Seniorenbeauftragten zusammengelegt wird. „Brandenburg hat künftig nur noch einen gemeinsamen Beauftragten für Seniorenangelegeheiten und Menschen mit Behinderungen. Das bestätigte Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Bereits seit einiger Zeit hatte es in Potsdam Spekulationen darüber gegeben, dass die derzeit vakante Stelle der bisherigen Landesbehindertenbeauftragten Janny Armbruster nicht wieder besetzt wird.“ Dies berichtete der Nordkurier in einem Beitrag von Anfang April 2026 mit der Überschrift: „Brandenburg streicht Posten: Wer jetzt plötzlich für Senioren und Behinderte zuständig ist“.

Koalitionsvorschläge: Paritätischer kritisiert Entlastung mit der Gießkanne

Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Foto: Paritätischer Gesamtverband

Berlin (kobinet) Aus Anlass der am 13. April 2026 veröffentlichten Ankündigungen der Bundesregierung zu vorübergehenden Entlastungsmaßnahmen im Energiebereich hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, wie folgt geäußert: „Was die Koalition vorlegt, ist eine auf nur zwei Monate befristete Entlastung mit der Gießkanne. Der Tankrabatt entlastet viele besonders belastete Personengruppen zu kurz und in zu geringem Umfang, während ein großer Verbrauch unabhängig vom konkreten Bedarf begünstigt wird. Die notwendige Stärkung des ÖPNV und eine gezielte Unterstützung sozialer Dienste fehlen völlig. Wer kein Auto hat, wer arm ist, geht leer aus. Wir brauchen nachhaltige und gezielte Lösungen, die Bundesregierung liefert das Gegenteil.“

Fast 65.000 unterstützen Petition für Pflicht zur Barrierefreiheit im Behindertengleichstellungsgesetz

Donnerstag, 16. April 09:00 Uhr Kommt zur AbilityWatch-Baustelle vor den Bundestag! Wo? Platz der Republik, Berlin BGG REFORM BLOCKIEREN Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit. Tragt am besten eine Warnweste oder setzt euch einen Bauhelm auf!
Kommt zur AbilityWatch-Baustelle vor den Bundestag!
Foto: Sozialhelden e.V.

Hamburg / Berlin (kobinet) Zeigen die massiven Proteste gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) Erfolg? Diese Frage kann man sich spätestens nach der Absetzung der ursprünglich für den 16. April 2026 im Bundestag geplanten Debatte zur ersten Lesung des Gesetzentwurfs für Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetz stellen. Eine Petition mit dem Titel „Stoppt die Diskriminierung! Pflicht zur Barrierefreiheit ins BGG, JETZT!“ hat mittlerweile fast 65.000 Unterstützer*innen, viele Mails und Briefe sind bei Abgeordneten der Regierungskoalition eingegangen und die Kritik von vielen Verbänden am Gesetzentwurf ist vernichtend. „Ein Gesetz, das Unternehmen schützt, die diskriminieren – statt uns Menschen mit Behinderung. Das Barrierefreiheit als ‚unzumutbare Belastung‘ diffamiert“, so bezeichnet René Schaar aus Hamburg, der die Petition initiiert hat, den geplanten Gesetzentwurf. Für den 16. April 2026 sind trotz der Absetzung der Debatte zur BGG-Reform Proteste in Berlin und Hamburg geplant, die die Kritik behinderter Menschen untermauern sollen.

Entlastungspaket: Keine echte Hilfe für Menschen mit niedrigen Einkommen

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Die VdK-Präsidentin Verena Bentele hat sich zum geplanten Entlastungspaket der Regierungskoalition geäußert und kritisiert, dass dieses keine echte Hilfe für Menschen mit niedrigem Einkommen bietet: „Die Senkung der Mineralölsteuer um rund 17 Cent pro Liter für zwei Monate wird als Entlastung verkauft. In Wirklichkeit ist sie aber keine gezielte Hilfe für Menschen mit geringen Einkommen. Denn ob diese Entlastung überhaupt bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, ist völlig offen. Einen wirksamen Mechanismus, der die vollständige Weitergabe garantiert, gibt es nicht. Damit droht sich ein bekanntes Muster zu wiederholen: Staatliche Maßnahmen verpuffen, während Unternehmen profitieren. Gerade Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen, gehen dann leer aus.“

Debatte zum Behindertengleichstellungsgesetz von Tagesordnung genommen

KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet

Berlin (kobinet) Ursprünglich war für den 16. April 2026 von 9:00 bis 10:00 Uhr die Debatte zur ersten Lesung des Gesetzes zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) auf der Tagesordnung des Plenums des Deutschen Bundestags vorgesehen. Ein Blick auf die aktuelle Tagesordnung zeigt allerdings, dass dieser bisherige Tagesordnungspunkt ersatzlos gestrichen wurde. Das heißt nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung, dass die Regierungskoalition ihrer Verschieberitis bei der Schaffung von Regelungen für mehr Barrierefreiheit treu bleibt. „Zuerst wurde ein Referentenentwurf monatelang hauptsächlich vom CDU-geführten Bundeswirtschaftsministerium innerhalb der Bundesregierung blockiert, dann folgte ein miserabler Gesetzentwurf, der am 11. Februar 2026 im Bundeskabinett beschlossen wurde, nur um nun die Behandlung dieses Gesetzentwurfs erneut im Bundestag zu verschieben“, kritisierte die LIGA Selbstvertretung die Reformunfähigkeit auch dieser Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD in Sachen Barrierefreiheit. Über die genauen Gründe der Verschiebung der Debatte zur ersten Lesung des Gesetzentwurfs für die Änderung des BGG liegen den kobinet-nachrichten noch keine detaillierten Informationen vor. Es wurde lediglich gemunkelt, dass die CDU/CSU die Verschiebung des Tagesordnungspunktes vorangetrieben habe.

Petition soll Kürzungen bei der Eingliederungshilfe verhindern

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Die Bundesvereinigung Lebenshilfe befürchtet, dass der in Deutschland immer weiter steigende Kostendruck zu harten Einschnitten für Menschen mit Behinderung führen wird. Um Kürzungen bei der Eingliederungshilfe zu verhindern, hat der Verband die bundesweite Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“ gestartet. Als Hauptpetentin wendet sich Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D. direkt an den Deutschen Bundestag. Ab heute ist ihre Petition öffentlich. Wenn bis zum 25. Mai 30.000 Unterschriften zusammenkommen, wird sich der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Sitzung mit den Forderungen der Lebenshilfe befassen.

Wenn behinderte Menschen zum Kostenproblem gemacht werden

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) „WENN MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN ZUM (KOSTEN)PROBLEM GEMACHT WERDEN: Eine kritische Stellungnahme zur aktuellen Debatte um Leistungen der Eingliederungshilfe, von der Arbeitsgruppe Recht und Politik in der Rehabilitation der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften“. So lautet der Titel eines aktuellen Beitrags, der in RP REHA 1/2026 in der Rubrik Sozialpolitik und Recht veröffentlicht und von Michael Beyerlein, Johann Behrens, Arne von Boetticher, Harry Fuchs, Katrin Grüber, Wolfhard Kohte, Katja Nebe, Thomas Stähler, Marcus Schian, Fabian Walling und Felix Welti veröffentlicht wurde und auf den Dr. Harry Fuchs die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

3. Akzeptanzfestival der Einzelfallhilfe-Manufaktur am 8. und 9. Mai 2026 in Potsdam

Plakat zum 3. Akzeptanzfestival in Podsdam
Plakat zum 3. Akzeptanzfestival in Podsdam
Foto: Einzelfallhilfe-Manufaktur

Potsdam (kobinet) Am 8. und 9. Mai 2026 findet auf dem Waschhausgelände in Potsdam zum dritten Mal das Akzeptanzfestival der Einzelfallhilfe-Manufaktur statt. Das inzwischen preisgekrönte Festival setzt ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion, weit über die Stadtgrenzen Potsdams hinaus. Mit dem Projekt Akzeptanzfestival wurde die Einzelfallhilfe-Manufaktur mit dem 1. Platz des Brandenburger Inklusionspreises, dem Sonderpreis für Inklusion der Landeshauptstadt Potsdam sowie einem Jurypreis für Kunst und Kultur von ProPotsdam ausgezeichnet. Der Eintritt ist weiterhin frei, eine freiwillige Eintrittsspende ist möglich und eröffnet allen Menschen die Teilnahme, wie es in der Ankündigung der auch dieses Jahr wieder stattfindenden Veranstaltung in Potsdam heißt.

Hans-Willis Top-Nachrichtenloch der zurückliegenden Tage

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) Ist das Verstummen der Berichterstattung im „Fall Ulmen“. Die „Vorwürfe“ der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Entertainer und Schauspieler Christian Ulmen. Tagelang der Topaufreger in sämtlichen Medien, Thema auf allen Nachrichtenkanälen. Erneut eine Frau wehrloses Opfer männlich-sexistischer Gewalt, digitaler Gewalt per „Deepfake“. Eine gigantische Empörungswelle auf Social-Media, Solidaritätsaufrufe. Ein besonders entschiedener auf der Behinderten-Plattform “ Die Neue Norm“ von Raul Krauthausen.

Unterstützung für Paul Kraemer Haus Frechen

Gruppe von Personen auf einer Treppe. Eine Frau in der Mitte zeigt einen Förderbeschried
Vertreter der SozialstiftungNRW bei der Übergabe des Förderbescheides an das Paul Kraemer Haus Frechen.
Foto: Gold-Kraemer-Stiftung

FRECHEN (kobinet) Die SozialststiftungNRW fördert die Herrichtung eines Kellerraums im Paul Kraemer Haus Frechen zu einem Angebots- und Aktivitätsraum für tagesstrukturierende Maßnahmen. Ziel des Projekts ist es, die Lebenssituation der dort betreuten Menschen mit unterschiedlichen Pflegebedarfen nachhaltig zu verbessern. Der neue Raum soll vielfältige Möglichkeiten für Beschäftigung, Aktivierung und soziale Teilhabe schaffen und damit einen wichtigen Beitrag zur individuellen Förderung leisten.

Aufruf zu Demos am 16. April: BAUSTELLE Barrierefreiheit – Keine faulen Kompromisse beim BGG!

Donnerstag, 16. April 09:00 Uhr Kommt zur AbilityWatch-Baustelle vor den Bundestag! Wo? Platz der Republik, Berlin BGG REFORM BLOCKIEREN Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit. Tragt am besten eine Warnweste oder setzt euch einen Bauhelm auf!
Kommt zur AbilityWatch-Baustelle vor den Bundestag!
Foto: Sozialhelden e.V.

Berlin (Sozialhelden)

Am 16. April 2026 findet im Bundestag die 1. Lesung zum BGG statt. Doch was dort verhandelt wird, ist kein Fortschritt – es macht Barrierefreiheit zu einem Nice-To-Have. Tschüss Menschenrechte. Bye bye Teilhabe!

Wieder Messe für elektronische Hilfsmittel

Gewürzdose mit Brailleaufschrift Paprika
Gewürzdose mit Brailleaufschrift Paprika
Foto: DBSV

HAMBURG (kobinet) Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) lädt am Donnerstag, dem 23. April 2026, wieder zur Hilfsmittelmesse „Überblick“ ins Louis-Braille-Center (Holsteinischer Kamp 26) ein. Die Veranstaltung findet im der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr statt und richtet sich an blinde und sehbehinderte Menschen ebenso wie an Interessierte, Fachkräfte und Angehörige. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Technik erleichtert sehbehinderten und blinden Menschen den Alltag. Die Hilfsmittel-Ausstellung „Überblick“ bietet den Besuchern die Chance, die neuesten elektronischen Lupen, Vergrößerungs-Lösungen und Kamera-Systeme zu testen. Weiter zeigen die Aussteller Arbeitsplatz-Ausstattungen, Diktiergeräte, Braille-Zeilen und alles rund ums Handy.

14. Tag des barrierefreien Tourismus zum Nachhören

Ein Mann und eine Frau in einem Raum eines Museums. Der Mann hat einen Taststock in der rechten Hand und legt seine linke Hand auf die Schulter der Frau
Denkblatt des Programmheftes zum 14. Tag des barrierefreien Tourismus
Foto: DZT

BERLIN (kobinet) Am 4. März 2026 hatte auf dem Gelände der Messe Berlin im City Cube im Rahmen der ITB Berlin der 14. Tag des barrierefreien Tourismus stattgefunden. Die mehrstündige Veranstaltung hatte viele interessante Erfahrungen und Hinweise für alle vermittelt, die sich in ihrer beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit damit beschäftigen. Die Deutsche Zentrale für Tourismus hat jetzt das vollständige Material dieser Fachtagung in das Internet gestellt. Jeder, der es möchte kann somit nun die eigenen Erinnerungen auffrischen oder einzelne Vorträge beziehungsweise Diskussionen noch einmal nachhören.

Podcast in einfacher Sprache

Mikrophon und Kopfhörer
Mikrophon und Kopfhörer
Foto: Pexels In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Köln (kobinet) Wer von Montags bis freitags aktuelle Nachrichten in einfacher Sprache hören möchte, dem bietet der Deutschlandfunk nun die Möglichkeit. Der neue tägliche Podcast informiert in rund fünf Minuten über die wichtigsten Nachrichten aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Sport. Der Podcast ist unter dieser Internetadresse zu hören.

BBuD warnt vor Folgen der Honorarkürzungen psychotherapeutischer Leistungen

Man mit gesenktem Kopf, den er vor Schmertzen mit einer Hand hält
Auch seelische Leiden sind eine Einschränkung der Gesundheit
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

NEUSS (kobinet) Die geplanten Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen stoßen beim Bundesverband Burnout und Depression e. V. (BBuD) auf deutliche Kritik. Der Verband sieht die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland zunehmend unter Druck und fürchtet spürbare Verschlechterungen für Betroffene und ihre Angehörigen. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am 11. März 2026 beschlossen, die Vergütung für ambulante Psychotherapie pauschal um 4,5 Prozent ab 1. April 2026 zu senken.

Politik muss Inklusion und Teilhabe fördern und sichern

Aktionsmotiv #OhneFachkräfteKeineTeilhabe mit Logo des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern - digital generiert
Plakat zur Aktionswoche
Foto: Fachverbände

ERLANGEN (kobinet) Engagierte Fachkräfte sind für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarf unverzichtbar. Deshalb ruft die Lebenshilfe Bayern gemeinsam mit anderen Verbänden auch in diesem Jahr zur bundesweiten Aktionswoche #OhneFachkräfteKeineTeilhabe auf. „Gleichzeitig fordern wir die Politik dazu auf, die Ausbildung von Fachkräften zu fördern, gute Rahmenbedingungen für Einrichtungen und Dienste zu schaffen und die Finanzierung von Leistungen zu sichern.“ Das betont die Landesvorsitzende Carolina Trautner im Vorfeld der Aktionswoche. Die Aktionswoche läuft vom 20. bis 24. April. Sie ist eine Initiative der Bundes-Fachverbände für Menschen mit Behinderungen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Heilerziehungspflege (HEP).

SPD-Abgeordnete fordert mehr Teilhabe

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STUTTGART (kobinet) Das Land Baden-Württemberg liegt mit nur 3,88 Prozent bei der Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen weiterhin deutlich unter der gesetzlichen Pflichtquote von fünf Prozent – und muss dafür 4,6 Millionen Euro Ausgleichszahlungen leisten. „Das ist seit Jahren immer wieder das gleiche Armutszeugnis“, kommentiert die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Dorothea Kliche-Behnke. „Dabei könnte das Land seine Vorbildfunktion auch gegenüber Betrieben der Privatwirtschaft erfüllen, denn auch dort gilt die Pflichtquote von fünf Prozent“, betont sie. „Auch wenn es nicht in ihren Wahlprogrammen steht: Grüne und CDU müssen in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen endlich konkrete und wirksame Maßnahmen vereinbaren, damit mehr schwerbehinderte Menschen in allen Ressorts der Landesverwaltung beschäftigt werden.“

Lage von Menschen mit Behinderung im Sudan katastrophal

Dunkelhaariger Mann mit schmalem Gesicht und dunklem Bart
Vincent Dalonneau, Landesdirektor von HI–Sudan, ruft zu inklusiven Hilfsmaßnahmen für Menschen mit Behinderung auf.
Foto: HI

BERLIN (kobinet) Anlässlich der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin schlägt die Hilfsorganisation Handicap International (HI) Alarm: Drei Jahre nach Ausbruch des Krieges ist die Lage für die Zivilbevölkerung katastrophal. Für Menschen mit Behinderung gilt dies in noch stärkerem Maße: Für sie ist es besonders schwierig, zu fliehen, an Hilfsgüter zu gelangen oder eine medizinische Versorgung zu erhalten. Zudem bedrohen Minen und Blindgänger die Zivilbevölkerung.

Was mich bei der Frauenärztin erwartet

Bild einer Ärztin, eines Medikamenntenglases und einer Spritze vor blauem Hintergrund
Ärztin mit Medizin
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

Bremen (kobinet) Untersuchungen bei einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt sind oft mit Aufregung und manchmal auch mit Ängsten verbunden. Um Frauen mit Lernschwierigkeiten verständlich zum Thema zu informieren, hat die Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten Bremen gemeinsam mit der Sexualpädagogin Kadidja Rohmann eine kleine Informationsbroschüre in Leichter Sprache herausgegeben. Diese Broschüre gibt Antworten auf Fragen wie „Was passiert bei der Frauen-Ärztin?“ oder „Was kann ich die Frauen Ärztin fragen?“ Sie gibt ebenso Ratschläge dazu wie sich Frauen gut auf einen Termin vorbereiten können und wer dabei unterstützen kann. Die Broschüre zu diesen Themen, zu denen Interessierte informiert werden, kann hier als kostenloser Download der Handreichung herunter geladen werden.