NEUSS (kobinet)
Der Bundes-Verband Burnout und Depression plant keine Honorar-Kürzungen.
Honorar-Kürzungen bedeutet: Ärzte und Therapeuten bekommen weniger Geld für ihre Arbeit.
Bundes-Verband Burnout und Depression ist ein Verein.
Der Verein hilft Menschen mit Burnout oder Depression.
Burnout bedeutet: Ein Mensch ist völlig erschöpft.
Die Arbeit hat ihn krank gemacht.
Depression bedeutet: Ein Mensch ist sehr traurig.
Er hat keine Freude am Leben.
Der Verein heißt kurz: BBuD.
Der BBuD kritisiert geplante Kürzungen bei der Bezahlung von Psycho-Therapie.
Psycho-Therapie bedeutet: Behandlung von seelischen Erkrankungen durch Gespräche.
Seelische Erkrankungen bedeutet: Die Gefühle und Gedanken eines Menschen machen ihm Probleme.
Der BBuD befürchtet: Die Versorgung von kranken Menschen wird schlechter.
Versorgung bedeutet: Kranke Menschen bekommen die Hilfe, die sie brauchen.
Ein Ausschuss hat am 11. März 2026 einen Beschluss gefasst.
Ein Ausschuss ist eine kleine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen arbeiten zusammen an einem bestimmten Thema.
Beschluss bedeutet: Eine Entscheidung, die alle befolgen müssen.
Der Beschluss lautet: Psycho-Therapeuten bekommen ab 1. April 2026 weniger Geld.
Psycho-Therapeuten sind Fach-Leute für die Seele.
Sie helfen Menschen mit seelischen Problemen.
Die Kürzung beträgt 4,5 Prozent.
Ein Ärzte-Vertreter nennt das eine schlechte Entscheidung.
Er will gegen den Beschluss klagen.
Klagen bedeutet: Man geht zu Gericht.
Man sagt dort: Mir ist Unrecht geschehen.
Viele Praxen haben schon jetzt wenig Geld.
Eine Praxis ist ein Arbeits-Ort für Ärzte oder Therapeuten.
Die Kosten für Praxen steigen immer weiter.
Privat versicherte Patienten bringen mehr Geld als gesetzlich Versicherte.
Gesetzlich Versicherte sind Menschen mit einer Kranken-Kasse.
Eine Kranken-Kasse bezahlt den Arzt für dich.
Du zahlst jeden Monat Geld an die Kranken-Kasse.
Privat-Patienten haben eine private Kranken-Versicherung.
Sie zahlen selbst für den Arzt-Besuch.
Deshalb könnten Praxen künftig mehr Privat-Patienten bevorzugen.
Bevorzugen bedeutet: Etwas lieber haben als andere.
Das macht es für gesetzlich Versicherte schwerer, einen Therapie-Platz zu finden.
Ein Therapie-Platz ist ein freier Platz bei einem Therapeuten.
Dort bekommst du regelmäßig Hilfe.
In Deutschland erkranken viele Menschen seelisch.
Rund 17,8 Millionen Menschen sind jedes Jahr betroffen.
Das ist mehr als jeder 4. Erwachsene.
Therapie-Plätze sind knapp.
Menschen warten im Schnitt rund 20 Wochen auf einen Platz.
Der BBuD befürchtet: Die Warte-Zeiten werden noch länger.
Ambulante Psycho-Therapie kostet die Kranken-Kassen wenig.
Ambulant bedeutet: Man geht zur Behandlung, bleibt aber nicht im Kranken-Haus.
Ambulante Psycho-Therapie macht nur rund 1 Prozent der Gesamt-Kosten aus.
Gesamt-Kosten bedeutet: die Summe von allem Geld, das für etwas bezahlt wird.
Ambulante Psycho-Therapie hilft aber sehr vielen Menschen.
Trotzdem beginnen weniger als 1 Prozent der Versicherten pro Jahr eine Therapie.
Die meisten Betroffenen müssen sich anderswo Hilfe suchen.
Selbst-Hilfe wird deshalb immer wichtiger.
Selbst-Hilfe bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Sie brauchen dafür keinen Arzt oder Therapeuten.
Der BBuD bietet Selbst-Hilfe-Gruppen für Menschen mit Depression oder Burnout an.
Dort können Betroffene und Angehörige miteinander sprechen.
Angehörige sind Menschen aus der Familie.
Zum Beispiel: Eltern, Kinder oder Geschwister.
Selbst-Hilfe-Gruppen ersetzen keine Therapie.
Aber sie helfen in schwierigen Zeiten.
Sie geben Orientierung.
Orientierung bedeutet: Du weißt, wohin du gehen kannst.
Du findest den richtigen Weg.

Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
NEUSS (kobinet) Die geplanten Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen stoßen beim Bundesverband Burnout und Depression e. V. (BBuD) auf deutliche Kritik. Der Verband sieht die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland zunehmend unter Druck und fürchtet spürbare Verschlechterungen für Betroffene und ihre Angehörigen. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am 11. März 2026 beschlossen, die Vergütung für ambulante Psychotherapie pauschal um 4,5 Prozent ab 1. April 2026 zu senken.
KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen kündigte daraufhin Klage an und nannte den Beschluss eine „fatale Entscheidung, [die] psychisch kranke Menschen und die Psychotherapeuten massiv benachteiligt“. Er betonte, dass die wirtschaftliche Situation vieler Praxen durch steigende Kosten ohnehin unter Druck stehe. Für gesetzlich Versicherte hat die Kürzung unmittelbare Folgen: Da die Vergütung für privat Versicherte und Selbstzahlende deutlich höher ist, besteht die Annahme, dass Psychotherapiepraxen vermehrt Privatpatientinnen und Privatpatienten bevorzugen, was die bestehenden Engpässe verschärft.
Rund 17,8 Millionen Menschen in Deutschland erfüllen im Jahresverlauf die Kriterien einer psychischen Erkrankung – mehr als jeder vierte Erwachsene (DGPPN-Basisdaten, 2025). Zugleich sind Therapieplätze knapp und Wartezeiten lang: Patientinnen und Patienten warten im Schnitt durchschnittlich rund 20 Wochen auf einen Therapieplatz (BPtK, 2023). Der BBuD fürchtet, dass für Betroffene, die schon heute oft monatelang ausharren müssen, bis sie ambulante Unterstützung erhalten, die Versorgungslücke größer wird.
Auch die Psychotherapeutenkammern kritisieren die Maßnahme, da ambulante Psychotherapie rund ein Prozent der Gesamtkosten der Gesetzlichen Krankenversicherung ausmacht, aber einen hohen gesellschaftlichen Nutzen hat. Selbsthilfe ist für viele Betroffene existenziell und wird durch den Honorarbeschluss noch wichtiger. Statistiken zeigen, dass bundesweit weniger als 1 Prozent der Versicherten innerhalb eines Jahres eine Psychotherapie beginnt – die meisten müssen sich anderweitig behelfen. Der BBuD bietet themenzentrierte Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depressionen und Burnout an, in denen sich Betroffene und Angehörige austauschen können. Selbsthilfegruppen können eine Lücke schließen, wenn ärztliche Angebote fehlen: Sie ersetzen zwar keine Therapie, entlasten aber in akuten Krisen und vermitteln Orientierung. Vor diesem Hintergrund betont der BBuD, dass die Arbeit der Selbsthilfe in der aktuellen Lage besonders nötig ist.

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NEUSS (kobinet) Die geplanten Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen stoßen beim Bundesverband Burnout und Depression e. V. (BBuD) auf deutliche Kritik. Der Verband sieht die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland zunehmend unter Druck und fürchtet spürbare Verschlechterungen für Betroffene und ihre Angehörigen. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am 11. März 2026 beschlossen, die Vergütung für ambulante Psychotherapie pauschal um 4,5 Prozent ab 1. April 2026 zu senken.
KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen kündigte daraufhin Klage an und nannte den Beschluss eine „fatale Entscheidung, [die] psychisch kranke Menschen und die Psychotherapeuten massiv benachteiligt“. Er betonte, dass die wirtschaftliche Situation vieler Praxen durch steigende Kosten ohnehin unter Druck stehe. Für gesetzlich Versicherte hat die Kürzung unmittelbare Folgen: Da die Vergütung für privat Versicherte und Selbstzahlende deutlich höher ist, besteht die Annahme, dass Psychotherapiepraxen vermehrt Privatpatientinnen und Privatpatienten bevorzugen, was die bestehenden Engpässe verschärft.
Rund 17,8 Millionen Menschen in Deutschland erfüllen im Jahresverlauf die Kriterien einer psychischen Erkrankung – mehr als jeder vierte Erwachsene (DGPPN-Basisdaten, 2025). Zugleich sind Therapieplätze knapp und Wartezeiten lang: Patientinnen und Patienten warten im Schnitt durchschnittlich rund 20 Wochen auf einen Therapieplatz (BPtK, 2023). Der BBuD fürchtet, dass für Betroffene, die schon heute oft monatelang ausharren müssen, bis sie ambulante Unterstützung erhalten, die Versorgungslücke größer wird.
Auch die Psychotherapeutenkammern kritisieren die Maßnahme, da ambulante Psychotherapie rund ein Prozent der Gesamtkosten der Gesetzlichen Krankenversicherung ausmacht, aber einen hohen gesellschaftlichen Nutzen hat. Selbsthilfe ist für viele Betroffene existenziell und wird durch den Honorarbeschluss noch wichtiger. Statistiken zeigen, dass bundesweit weniger als 1 Prozent der Versicherten innerhalb eines Jahres eine Psychotherapie beginnt – die meisten müssen sich anderweitig behelfen. Der BBuD bietet themenzentrierte Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depressionen und Burnout an, in denen sich Betroffene und Angehörige austauschen können. Selbsthilfegruppen können eine Lücke schließen, wenn ärztliche Angebote fehlen: Sie ersetzen zwar keine Therapie, entlasten aber in akuten Krisen und vermitteln Orientierung. Vor diesem Hintergrund betont der BBuD, dass die Arbeit der Selbsthilfe in der aktuellen Lage besonders nötig ist.




