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Nicht mit mir! Ein Rollstuhlfahrer im Kampf für Assistenz gegen bürokratische Hürden

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Foto: Susanne Göbel

Metzingen (kobinet) „NICHT MIT MIR! Ein Rollstuhlfahrer im Kampf gegen bürokratische Hürden“, so lautet der Titel eines über 30minütigen Films des Butlerteam, das auf die Probleme mit der Beantragung und Finanzierung eines Persönlichen Budgets für die nötige Assistenz aufmerksam macht. „Andy, ein Mann im Rollstuhl, möchte mit Assistenz ein selbstbestimmtes Leben führen. Das Bundesteilhabegesetz gibt ihm dieses Recht. Aber so einfach wie es klingt, ist es in der Realität nicht. Denn da sind die Ämter, die es komplizierter machen, als es sein sollte…“, so heißt es in der Ankündigung des Films, der vor kurzem auf YouTube veröffentlicht wurde.

Studie belegt Diskriminierungsrisiken bei der Polizei

Vorschau auf Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Vorschau auf Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Foto: Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Berlin (kobinet) Polizeiliches Handeln birgt Diskriminierungsrisiken – zum einen für Menschen, die von polizeilichen Maßnahmen übermäßig betroffen sind oder nur unzureichend von der Polizei geschützt werden. Zum anderen können auch Polizist*innen selbst von Diskriminierung betroffen sein – durch Kolleginnen und Kollegen oder durch behördliche Strukturen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Polizei und Diskriminierung – Risiken, Forschungslücken, Handlungsempfehlungen“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Die Studie kommt zum Schluss, dass Diskriminierung in nahezu allen Bereichen des polizeilichen Handelns auftreten kann – etwa bei Personenkontrollen, der Anzeigenaufnahme oder im Gewahrsam. Besonders alarmierend: Das Risiko variiert je nach Handlungsfeld und betrifft bestimmte Gruppen deutlich häufiger. Außerdem gebe es nach wie vor große Forschungslücken, etwa im Bereich der Datenerhebung.

Richtungsweisendes Barrierefreiheits-Urteil in Österreich: Restaurant diskriminierte Rollstuhlfahrer

Fahne von Österreich
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Foto: public domain

Wien (kobinet) „Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien bestätigte nun ein Urteil, das dem Rollstuhlfahrer Hans-Jürgen Groß und seiner Ehefrau Bianca Groß Schadenersatz zuspricht. Der Kläger hatte im Januar 2023 ein romantisches Abendessen geplant, konnte das Restaurant jedoch aufgrund fehlender Barrierefreiheit der WC-Anlagen nicht besuchen. Der Zugang zur Toilette war nur über drei Stufen möglich. Eine mobile Rampe sowie ein Haltegriff, die eine einfache Lösung dargestellt hätten, waren nicht vorhanden. Hans-Jürgen Groß fühlte sich durch diese Barriere diskriminiert, da ihm damit ein gleichwertiger Restaurantbesuch verunmöglicht wurde. Auch seine Ehefrau, die den Jahrestag mit ihm verbringen wollte, wurde dadurch benachteiligt“, heißt es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. „Das Gericht stellte fest, dass nicht nur der Rollstuhlnutzer, sondern auch seine Ehefrau als nahestehende Angehörige diskriminiert wurde. Ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben war ebenfalls durch die fehlende Barrierefreiheit eingeschränkt. Hans-Jürgen Groß erhielt 1.000 Euro Schadenersatz, seine Ehefrau 700 Euro.“

Grundrechte-Report 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt

rotes Ausrufezeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet) Am 21. Mai 2025 wurde der „Grundrechte-Report 2025. Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland“ im Haus der Demokratie in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Der 29. Grundrechte-Report behandelt die Gefährdung von Grund- und Menschenrechten im Jahr 2024. In bislang nicht gekanntem Ausmaß stehen die Kommunikationsgrundrechte und damit die Grundlagen der pluralistischen Demokratie unter Druck. Bestimmte Arten von Versammlungen werden pauschal verboten und Protestcamps mit Gewalt geräumt, die Äußerung von Meinungen wegen ihres Inhalts kriminalisiert, Kulturschaffende und Wissenschaftler*innen unter Generalverdacht gestellt. Der Report behandelt außerdem unter anderem die anhaltende Einschränkung von Rechten Geflüchteter, den Umgang mit Menschen in Haft und Strafvollzug sowie die Militarisierung von Politik und Gesellschaft. Der Report versteht sich als „alternativer Verfassungsschutzbericht“ und bespricht Entscheidungen von Parlamenten, Behörden und Gerichten, aber auch von Privatunternehmen. Er wird von zehn Bürgerrechtsorganisationen herausgegeben.

Standard für Barrierefreiheit darf nicht aufgeweicht werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) Zu den Äußerungen von Bundesbauministerin Verena Hubertz am 21. Mai 2025 im Deutschen Bundestag sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Wenn die Bundesbauministerin davon spricht, ‚einfaches und unbürokratisches Bauen‘ zu ermöglichen und ‚auf den Schnickschnack zu verzichten, den man nicht richtig spürt‘, dann teilen wir als Sozialverband dieses Ziel, aber warnen: Das darf keinesfalls bedeuten, dass Barrierefreiheit als Schnickschnack oder als verzichtbarer Luxus gesehen wird. In einer Gesellschaft, die immer älter wird, dürfen Standards keinesfalls abgesenkt werden.“

Zivilbevölkerung immer stärker betroffen

Einmotoriges Flugzeug wirft Bomben ab
Bomben töten und zerstören
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

MÜNCHEN (kobinet) Bezugnehmend auf die heutige Veröffentlichung des Monitors EWIPA-Monitor 2024 weist die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) darauf hin, dass in 74 Ländern Zivilistinnen und Zivilisten verletzt oder getötet und Infrastruktur beschädigt wurden. Vor allem die Zivilbevölkerung in den Palästinensischen Gebieten, aber auch im Libanon, in Myanmar, Sudan, Syrien und der Ukraine waren betroffen. Die Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Kliniken oder Schulen stiegen zudem stark an.

Justin Schütz wird Botschafter von Special Olympics Deutschland

Justin Schütz in der Mitte von vier weiteren Sportlern
Gemeinsam stark – Sportler für bestmögliche Leistungen
Foto: Special Olympics Deutschland

BERLIN (kobinet) Nach der Vizemeisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga mit den Kölner Haien in der abgelaufenen Saison, gab der 24-jährige Eishockey-Star Justin Schütz vor der entscheidenden Weltmeisterschafts-Partie der deutschen Mannschaft gegen Dänemark bekannt, dass er sich als Botschafter von Special Olympics Deutschland engagieren wird. Im Dezember 2024 war Justin Schütz aktiver Teilnehmer des inklusiven Paddel-Turniers von Special Olympics Nordrhein-Westfalen in Köln und kam dadurch das erste Mal mit Special Olympics in Berührung. Begeistert vom Event und den Sportlerinnen und Sportler verfolgt er seitdem regelmäßig ihre Aktivitäten und sportlichen Erfolge. Zukünftig möchte er sich auf und neben der Eisfläche für die Athlet einsetzen und ihnen seine Sportart näherbringen. Gemeinsam wurden hierfür bereits einige Projektideen entwickelt, die in Zukunft umgesetzt werden sollen.

Sozialverband fordert konsequentes Handeln bei Pflege und Wohnen

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen gratuliert Olaf Lies herzlich zu seiner Wahl zum niedersächsischen Ministerpräsidenten. Gleichzeitig macht der Verband deutlich, dass im sozialen Bereich – insbesondere bei der Pflege und beim Wohnen – ein entschlossenes Handeln notwendig ist, um die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen zu entlasten. „Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem Engagement für das Land bringt Olaf Lies beste Voraussetzungen mit, um die derzeit drängenden Herausforderungen anzugehen“, sagt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Aus Sicht der über 285.000 SoVD-Mitglieder seien dabei besonders die Schwerpunkte Pflege und Wohnen von großer Bedeutung.

Inklusives Wohnen in Wohngemeinschaften

Sieben Personen sitzen in einem Halbkreis auf einer Sitzbank. Eine Frau zeigt eine Torte
Zum 20-jährigen Bestehen der WG gibt es eine Torte.
Foto: StMAS / Nötel

MÜNCHEN (kobinet) Nach Einschätzung der Staatsregierung des Freistaat Bayern ist es nicht für jeden Menschen mit Behinderung möglich, selbstbestimmt in einer Gemeinschaft mit anderen zu leben . Der Verein  „Gemeinsam Leben Lernen“ bietet deshalb Menschen mit Behinderung in München unterschiedliche Wohnformen, bei denen sie mit Menschen ohne Behinderung zusammenleben. So auch in der Wohngemeinschaft am Hart (Milbertshofen) und das schon seit 20 Jahren.

Erfolge durch die Ausbildung in Berufsbildungswerken

Ein glühendes Hufeisen wird auf einem Amboss geschmiedet
Glück schmieden
Foto: ykaiavu In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Die 51 Berufsbildungswerke (BBW) in Deutschland bemühen sich, wie der Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW), Tobias Schmidt erklärt, gemeinsam mit ihrem Partner, der Bundesagentur für Arbeit, um eine praxisnah-verzahnte, inklusiv ausgerichtete und qualitativ hochwertige Ausbildung. Die aktuellen Kennzahlen zur Ausbildungsqualität liegen vor. Dazu erklärt Tobias Schmidt, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW). Rund 16.000 junge Menschen mit Behinderungen werden gegenwärtig in den Berufsbildungswerken auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Eine individuelle Förderung, enge Begleitung und starke Kooperationen mit Betrieben vor Ort werden dabei als Grundlage des Erfolgs angesehen.

Initiative Krüppel gegen Rechts nimmt Fahrt auf

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Nachricht, dass sich bei der Mitmach-Tagung „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“ am 17. Mai 2025 in Kassel eine neue Initiative mit dem provokanten Titel „Krüppel gegen Rechts“ gegründet hat, hat für großes Interesse gesorgt. Prof. Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden, die diese Idee mit angeschoben haben, haben nun einen Text zur Erläuterung des Hintergrunds und der Ziele der Initiaitive verfasst, den die kobinet-nachrichten dokumentieren. Zudem wurde ein erstes Online-Austauschtreffen zur Initiative „Krüppel gegen Rechts“ für Freitag, den 23. Mai 2025 von 16:30 – 17:30 Uhr angesetzt. Eine Kontakt-Mail-Adresse, über die man sich in den Verteiler der Initiative eintragen lassen kann, wurde zwischenzeitlich auch eingerichtet.

Wilfried Oellers erneut Beauftragter der Union für Teilhabe behinderter Menschen

Wilfried Oellers
Wilfried Oellers
Foto: Wilfried Oellers

Berlin (kobinet) Der Parlamentsbetrieb im Bundestag nimmt nach der Bundestagswahl langsam aber sicher Fahrt auf, so dass nun auch die Sprecher*innen der einzelnenen Bundestagfraktionen für die einzelnen Themenfelder bestimmt und bekannt gegeben werden. CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn hat am 20. Mai 2025 einige Beauftragte der Fraktion für besondere Themenbereiche ernannt. Das Amt des Beauftragten für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen der Unionsfraktion übernimmt erneut Wilfried Oellers. Der 49-jährige Rechtsanwalt aus dem Wahlkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen sitzt seit 2013 im Deutschen Bundestag und kümmert sich seit 2017 um mehr Teilhabe, Inklusion und Barrierefreiheit für Menschen mit Beeinträchtigungen, heißt es vonseiten der CDU/CSU Bundestagsfraktion in einer Pressemitteilung.

VdK fordert einkommensunabhängigen Pflegelohn

50 Euro-Scheine aufgefächert auf dem Tisch liegend in Draufsicht. schwarz-weiß Foto
Geld für Exklusion
Foto: Ralph Milewski

Berlin (kobinet) Die neue Bundesfamilienministerin Karin Prien hat eine Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige in Aussicht gestellt. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Gut, dass pflegende Angehörige endlich einen finanziellen Ausgleich für ihre geleistete Pflege bekommen sollen. Es ist allerdings schwierig, dass diese Lohnersatzleistung von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig gemacht werden soll. Es wird endlich Zeit, pflegende Angehörige finanziell zu unterstützen, damit sie sich mit voller Kraft der Pflege widmen können und nicht finanzielle Sorgen haben müssen.“ Der VdK fordert einen einkommensunabhängigen Pflegelohn, der nach Pflegegrad gestaffelt ist. Als Zwischenschritt begrüßt der VdK aber auch eine einkommensabhängige Lohnersatzleistung, da sie trotz sehr eingeschränktem sozialen Ausgleich immerhin eine finanzielle Verbesserung für pflegende Angehörige darstellt.

Viel los bei der SightCity 2025 in Frankfurt

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Foto: Susanne Göbel

Frankfurt (kobinet) Auch in diesem Jahr präsentieren sich wieder eine Reihe von Anbietern von Hilfsmitteln für blinde und sehbehinderte Menschen, wie das in Marburg ansässige Team von Gaudio-Braille, auf der SightCity vom 21. bis 23. Mai 2025 in Frankfurt mit Neuem und Bewährtem. „Sie finden uns und unsere Produkte am Stand L2.43 im Kap Europa, Osloer Straße 5, 60327 Frankfurt/Main“, heißt es in einer Presseinformation von Gaudio-Braille. Das Team von TOWER Fernassistenz wird dieses Mal bei der SightCity ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Denn hier werden eine Reihe von Angeboten zum Testen von Fernassistenz gemacht.

IAAP-DACH Online-Seminar: Update zu EU-Standards und -Richtlinien

EU Fahne
EU Fahne
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) IAAP D·A·CH ist die deutschsprachige Niederlassung der IAAP (International Association of Accessibility Professionals) und veranstaltet Workshops und Informationsveranstaltungen zur Barrierefreiheit von Webseiten und IT-Technologien.

Es ist ein Oline-Seminar zu den EU-Standards- und Richtlinien angekündigt. Den Text entnahmen wir der Ankündigung.

Rollstuhl auf Bahnsteig geworfen – Immer wieder Ärger bei Mitfahrt mit dem Zug

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Hamburg (kobinet) „Die Gruppe ‚Antiableistische Aktion Lüneburg‘ hat kritisiert, dass ein Schaffner eines Metronom-Zugs auf der Strecke Lüneburg–Hamburg mehrfach Rollstuhlfahrer nicht in den Zug hat einsteigen lassen, weil dieser überfüllt war. Jüngster Fall ist der von Ilias Emmanuil, der am 4. Mai zu einem Treffen der Gruppe nach Lüneburg kam und auf der Rückfahrt nicht in den Zug durfte. Sein Rollstuhl wurde auf den Bahnsteig geworfen und blieb dort kopfüber liegen, wie ein Video zeigt.“ Darüber berichtet die tageszeitung taz in einem Bericht vom 16. Mai 2025.

The Winner is: Ich singe so lange ich lebe

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Mit ihrem lebensbejahenden Partysong „Ich singe, so lange ich lebe“ sind Katholiki Tharenou und Dimitris Tharenos aus Griechenland die Gewinner des dritten International Low-Vision Song Contests (ILSC). Auf Platz zwei folgten Nicoletta Livadioti und Nikos Dimitriou aus Zypern. Den dritten Platz belegte die deutsche Band Rockytrio. Das teilte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in seinem Newsletter dbsv-direkt mit.

Endlich ein richtiger Job außerhalb der Werkstatt

Nikolai Prodöhl
Nikolai Prodöhl
Foto: andererseits

Hamburg (kobinet) Nikolai Prodöhl, geboren 1989, wohnt in Hamburg. Er schreibt gerne über Themen wie Inklusion und Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen. Seit Anfang April 2025 ist Nikolai Prodöhl nun bei andererseits angestellt. „Ich arbeite gerne in der Redaktion, da auf meine Bedürfnisse Rücksicht genommen wird. Ich arbeite mit meinen Kolleg*innen zusammen in Hamburg, wo ich lebe, über Videokonferenz. Wir arbeiten inklusiv zusammen, indem wir jeden Tag in einem Check-in über meine Arbeit sprechen, damit ich mich wohl fühle und weiß, was ich zu tun habe“, schreibt Nikolai Prodöhl im Newsletter von andererseits. Nach 15 Jahren in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet er nun mit fairer Bezahlung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bei andererseits.

Neuester Newsletter des Deutschen Behindertenrat veröffentlicht

Logo des DBR
Logo des DBR
Foto: DBR

Berlin (kobinet) Der Deutsche Behindertenrat informiert regelmäßig über seine Aktivititäten mittels eines Newsletters. Nun hat der Deutsche Behindertenrat seinen neuesten Newsletter auf seiner Internetseite eingestellt. Dabei blickt das Bündnis der Behindertenverbände u.a. auf den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen zurück. Es gibt aber auch Berichte über das Wirken des Deutschen Behindertenrat in verschieden Arbeitsgruppen und zu neuen Publikationen.

Für mehr Inklusion in Hamburg

Gruppe von Menschen,, auch einer im Rollstuhl, die gemeinsam arbeiten
Inklusives Arbeiten
Foto: Pixabay/MoteOo

HAMBURG (kobinet) Seit 2018 bringt in Hamburg ein Aktionstag Menschen mit Behinderung und Unternehmen für einen direkten Austausch, neue Perspektiven und die Chance auf echte berufliche Teilhabe zusammen. Inklusion passiert eben nicht von allein. Nun goibt es am 22. Mai 2025 wieder den DUOday! Auf ihm können Hamburger Firmen potenzielle Arbeitskräfte und Talente kennenlernen und bieten gleichzeitig Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, sich über ihr Unternehmen zu informieren. Diese Initiative fördert nicht nur den Austausch, sondern zeigt auch, wie vielfältig Inklusion im Arbeitsleben gestaltet werden kann.

Kurzzeitpflege – aber WO ?

Eine jinge Frau kümmert sich um eine ältere Frau
Pflegen
Foto: Pixabay/Bucarama-TLM

HANNOVER (kobinet) Seit Monaten gibt es kein klares Signal zum Erhalt des Aegidius-Hauses, der einzigen Kurzzeitpflegeeinrichtung in Niedersachsen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Aus diesem Grunde sind pflegende Eltern in Niedersachsen stark verunsichert. Der Landesverein pflegender Angehöriger „wir pflegen e.V. in Niedersachsen“, der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen und der Lionsclub Hannover Aegidius fordern die Fraktionen von SPD, CDU und Bündnis90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag deshalb auf, alles zu tun, um für eine stabile Grundfinanzierung des Hauses zu sorgen.

Wichtiges Urteil zu Assistenzleistungen für Schulkinder an Nachmittagen und Wochenenden

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Statue Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Lüneburg (kobinet) „Schulkinder, die im Familienhaushalt leben, können auch Assistenzleistungen an den Nachmittagen, die sie zu Hause verbringen, erhalten. Die allgemeine Unterhaltspflicht der Eltern aus § 1601 BGB umfasst zwar auch pflegerische und medizinische Unterstützung. Der behinderungsbedingte Bedarf an Assistenzleistungen geht jedoch darüber hinaus und führt zu einer entsprechenden Pflicht des Eingliederungshilfeträgers, dieses Angebot zu erbringen. Insbesondere können Kinder nicht darauf verwiesen werden, den Familienhaushalt zu verlassen und in eine besondere Wohnform zu ziehen.“ Dies geht aus den Leitsätzen eines Urteils des Sozialgericht Lüneburg vom 12. Februar 2025 hervor, auf das der Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Anhörung zur Benachteiligung behinderter Arbeitgeber*innen bei Assistenzfinanzierung in Berlin

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Der Anwalt Dr. Martin Theben ist immer wieder mit seiner rechtlichen Expertise zu Gast im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Berliner Abgeordnetenhauses. So war es auch am 15. Mai 2025, wo er seine Sicht der Dinge bezüglich des Umgangs mit der Finanzierung der Kosten für die Persönliche Assistenz schildern konnte. In Berlin wird derzeit der Tarifvertrag der behinderten Arbeitgeber*innen mit ver.di von der Verwaltung nicht vollständig anerkannt, was zur Folge hat, dass Assistent*innen, die bei behinderten Menschen im Arbeitgeber*innenmodell angestellt werden, wesentlich weniger verdienen als wenn sie bei einem Assistenzdienst angestellt sind. Für viele ist diese Regelungen völlig unverständlich und ein Angriff auf die Selbstbestimmung behinderter Menschen, so dass hierzu immer wieder lautstarke Proteste durchgeführt werden.

Stottern ist eine Behinderung: Aufblühen statt Abtauchen

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Foto: public domain

Bonn (kobinet) „Viele Lehrer und Pädagogen wissen es bisher noch nicht: Wenn ein Kind stottert, ist es nicht nur zurückhaltend oder sucht lediglich nach den richtigen Worten. Stottern ist eine Behinderung. Das Projekt ‚Aufblühen statt abtauchen‘ der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe sensibilisiert fürs Thema und zeigt: Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können auch stotternde Schulkinder in ihrer Klasse ‚aufblühen‘.“ Darüber berichtet die Aktion Mensch in ihrem neuesten Newsletter.

Veränderungen der Hilfsmittel-Richtlinie sollen Verordnungen erleichtern

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Nach einem Bericht der „Ärzte Zeitung“ sind für die Verordnung von Hilfsmitteln für Versicherte mit komplexen Bedarfen Veränderungen in Kraft getreten. Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossenen Änderungen der Hilfsmittel-Richtlinie, welche die Versorgung von Versicherten mit schweren, komplexen oder mehrfachen Behinderungen beschleunigen soll, sind am Freitag in Kraft getreten. Sie betreffen unter anderem den Umfang sowie die elektronische Verschreibung. Mit  den vorgenommenen Veränderungen sollen Verordnungen für Menschen mit Behinderungen erleichtert werden.

Initiative Krüppel gegen rechts auf Mitmach-Tagung in Kassel gegründet

Plenum der Mitmach-Tagung des bifos am 16. Mai 2025
Plenum der Mitmach-Tagung des bifos am 16. Mai 2025
Foto: Wiebke Schär / ISL

Kassel (kobinet) Mit einem starken Signal durch die Gründung einer Initiative „Krüppel gegen rechts“, die sich gegen Ausgrenzung und für Vielfalt und echte Inklusion einsetzt, ist die Mitmach-Tagung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit dem Titel „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog am 17. Mai 2025 in Kassel zu Ende gegangen. Die 70 Teilnehmenden waren sich nicht zuletzt aufgrund der Geschichte einig darin, dass sich gerade behinderte Menschen entschieden gegen rechte und antidemokratische Akteur*innen und Tendenzen wehren müssen, Ziel der Tagung war es jüngere und neuere Akteur*innen der Behindertenbewegung mit älteren und seit längerem engagierten Aktiven der Behindertenrechtsbewegung zusammenzubringen und sich gegenseitig zu empowern.

Berlins barrierefreier Fahrdienst

Kleinbus bei dem ein Rollstuhlfahrer  den   Seiteneinstieg mittels Lift nutzt
Barrierfreier Kleinbus des BVG Muva Aufzuersatz
Foto: BVG

Berlin (kobinet) Berlins barrierefreier Fahrdienst kommt bei mobilitätseingeschränkten Personen gut an. Rund 20.000 Fahrgastfahrten wurden seit Anfang März mit dem BVG Muva durchgeführt, teilte das landeseigene Unternehmen mit. Damit hat sich die Gesamtzahl verdreifacht. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, dass das Angebot eine wertvolle Unterstützung darstellt und eine funktionierende Ergänzung zu Bus und Bahn bietet. Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr so einfach und barrierefrei wie möglich gestalten und speziell auf die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen, Senioren sowie Eltern mit Kinderwagen oder Kleinkindern zuschneiden.

Selbsthilfe und Öffentlichkeitsarbeit mit Humor

Per Busch mit Blindenstock und Fernassistenz-App
Per Busch mit Blindenstock und Fernassistenz-App
Foto: Per Busch

Kassel (kobinet) „Warum sind Behindertenthemen nicht sexy? Wie kann man das ändern? Warum ist Humor wichtig? Wie kann man mit künstlicher Intelligenz Bilder produzieren? Was sind typische Vorurteile gegenüber behinderten Menschen? Warum ist Protest oft erfolglos? Wie können Behindertenthemen auf sympathische Weise ins Gespräch gebracht und Anliegen der Selbsthilfe humorvoll und wirksam vertreten werden? Warum muss Selbsthilfe auch mal frech sein? Was könnte dagegen sprechen? Warum könnte sich Guerilla-Marketing für behinderte Aktivist*innen und Selbsthilfe-Organisationen lohnen?“ Mit diesen Fragen hat sich Per Busch aus Kassel im Vorfeld der Mitmach-Tagung „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“ beschäftigt. Heute, am 17. Mai 2025 wird er einige seiner Gedanken und Ideen in die Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit: Von kobinet bis insta“ einbringen. Auf seiner Internetseite hat er ergänzend dazu, seine Gedanken und Ideen zum Nachlesen und auch für all diejenigen, die in Kassel nicht dabei sein können, veröffentlicht.

So war das damals: H.-Günter Heiden stellt Buch zur Grundgesetzergänzung in Kassel vor

H.-Günter Heiden mit dem Buch zur Grundgesetzergänzung vor dem Reichstag
H.-Günter Heiden mit dem Buch zur Grundgesetzergänzung vor dem Reichstag
Foto: omp

Kassel (kobinet) Passend zur Mitmach-Tagung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), die am 16. und 17. Mai 2025 im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen stattfindet, hat das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) eine Rezension von Marc von Miquel zum Buch von H.-Günter Heiden veröffentlicht. „Behindertenrechte in die Verfassung! Der Kampf um die Grundgesetzergänzung 1990-1994″ lautet der Titel des Buches, aus dem H.-Günter Heiden bei der Abendveranstaltung der Mitmach-Tagung am 16. Mai kurz vorlesen und über die Hintergründe zum Entstehen des Buches und zur damaligen Kampagne für die Grundgesetzergänzung berichten wird. Herausgekommen ist damals die Aufnahme des Satzes „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ in Artikel 3 des Grundgesetzes. „Das war damals – und was ist heute?“ So lautet der Titel der Diskussion mit H.-Günter Heiden, Dr. Andreas Jürgens, Juliane Harms und Lilith Fendt, die auf der Mitmach-Tagung auf dem Programm steht und von Ottmar Miles-Paul moderiert wird.

Behindertenbewegung im Dialog – Mitmachtagung in Kassel hat begonnen

Bild vom ZsL Kassel
Bild vom ZsL Kassel
Foto: ZsL Kassel

Kassel (kobinet) Mit einem vollen Haus hat heute am 16. Mai 2025 die Mitmach-Tagung „Gestern – Heute – Morgen: Die Behindertenbewegung im Dialog“ im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) begonnen. Auch wenn es bei den gut 70 Teilnehmenden aus verschiedenen Regionen Deutschlands eng und kuschelig im Kasseler ZsL zugeht, wurde dieser Ort bewusst gewählt. Denn der 1987 gegründete Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) hat zusammen mit anderen im ZsL angesiedelten Organisationen wie dem Weibernetz, Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) und Mensch zuerst in den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt, dass ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen möglich ist und dies aktiv gefordert und gefördert. Bereits bei der Eröffnung der Tagung wurde deutlich, welche Kraft in der Behindertenbewegung steckt, aber auch welche Herausforderungen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland noch vor uns liegen.

Sozialverband warnt vor drohendem Systemkollaps

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) „Die Pflege wird drastisch teurer“, stellt der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen fest. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts haben sich die Gesundheitsausgaben in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Deshalb schlägt dieser Verband Alarm. „Wenn die neue Bundesregierung diesem Thema nicht die höchste Priorität einräumt, wird unser Pflegesystem kollabieren“, warnt Landespräsident Horst Vöge. Besonders angesichts des demografischen Wandels sei entschlossenes Handeln gefragt.

Selbstvertretung junger Menschen und Eltern mit Behinderung erstmals beim Jugendhilfetag

Selbstvertreter*innen beim Deutschen Jugendhilfetag 2025
Selbstvertreter*innen beim Deutschen Jugendhilfetag 2025
Foto: bbe

Leipzig (kobinet) Beim 18. Deutschen Jugendhilfetag vom 13. bis 15. Mai 2025 in Leipzig waren erstmals die Selbstvertretungsverbände junger Menschen und von Eltern mit Behinderungen mit eigenen Messeständen aktiv dabei. Die Botschaft der Selbstvertretung behinderter Menschen an Politik und Fachverbände von Kinder- Jugend- und Behindertenhilfe war eindeutig: „Nichts mehr ohne uns, sondern mit uns.“ So waren Mitglieder vom Verein Careleaver gemeinsam mit der bundesweiten Selbstvertretungsgruppe junger Menschen mit Behinderung – jumemb und der jungen Selbsthilfe vom Kindernetzwerk am Messestand vertreten. In einem Fachforum mit Mitarbeitenden der Jugendämter und der stationären Jugendhilfe haben sie ihre Vorstellungen von moderner Kinder- und Jugendhilfe diskutiert. Statt professioneller Distanz sei eine professionelle Nähe zielführender. So könne das Gefühl des Verlustes und der Einsamkeit für viele junge Menschen in Wohngruppen verringert werden.

Auf Persönliches Budget muss keine Umsatzsteuer bezahlt werden

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Foto: omp

München (kobinet) „Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige, die Betreuungs- und Pflegeleistungen aus ihrem sogenannten ‚Persönlichen Budget‘ bezahlen, müssen darauf keine Umsatzsteuer zahlen. Diese Ausgaben sind von der Umsatzsteuer befreit, weil sie indirekt von den Sozialkassen finanziert werden, wie der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem jetzt veröffentlichten Urteil entschied (Az. V R 1/22).“ Darauf hat das Deutsche Ärzteblatt in einem Beitrag vom 15. Mai 2025 hingewiesen.

Ferda Ataman: Wir weichen keinen Millimeter

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) „Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, hat den Kurs von US-Präsident Donald Trump gegen die Förderung von Vielfalt und Gleichstellung scharf kritisiert. Deutschland werde bei seiner Politik zum Schutz von Minderheiten bleiben, versprach Ataman bei einer Veranstaltung zum Thema Antidiskriminierung in Berlin. ‚Nachdem eine Weltmacht im Anti-Woke-Fieber die Förderung von Vielfalt und Antidiskriminierung auf den Index gesetzt hat, möchten wir noch mal klarstellen: Wir weichen keinen Millimeter.'“ Darüber berichtet die Internetplattform queer.de.

Sozialstaat muss gerechter werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) Zur Regierungserklärung von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas am 15. Mai 2025 im Deutschen Bundestag hat sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele mittels einer Presseinformation zu Wort gemeldet: „Ich begrüße das klare Bekenntnis der neuen Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas zum Sozialstaat, auf den sich Menschen in Not verlassen können. In vielen Debatten stehen ansonsten oft diejenigen im Fokus, die den Sozialstaat ausnutzen, anstatt die große Masse der Menschen, für die ein starker Sozialstaat die Garantie für eine gute Unterstützung ist. Ich bedauere deshalb, dass keine Verbesserungen bei der sozialen Absicherung von Älteren und Erwerbsgeminderten mit kleinen Renten geplant sind.“

Gleiche Teilhabechancen für Alle

Sharepic von Jürgen Dusel mit Botschaft, die im Text erläutert ist
Sharepic von Jürgen Dusel mit Botschaft, die im Text erläutert ist
Foto: Bundesbehindertenbeauftragter

Berlin (kobinet) Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Jürgen Dusel war zu Gast bei den Deutschen Antidiskriminierungstagen 2025 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt. Unter dem Motto „Der Gipfel der Vielfalt!“ wurden er und weitere Gäste nach ihrer Vision für das Jahr 2035 gefragt – wenn sie „König*in von Deutschland“ wären. Diese Frage beantwortete Jürgen Dusel in seinem Impuls gern. Seine Vision für 2035: „Alle Menschen – ob mit oder ohne Behinderungen – hätten die gleichen Teilhabechancen, weil die UN-Behindertenrechtskonvention komplett umgesetzt wäre.“ Deutschland wäre inklusiv und barrierefrei: vom gemeinsamen Lernen über barrierefreies und selbstbestimmtes Wohnen bis hin zu einem Gesundheitssystem, das Menschen mit Behinderungen nicht mehr diskriminiert, heißt es auf der Facebookseite des Bundesbehindertenbeauftragten.

Inklusion nur Randthema in Bundestagsdebatte zum Thema Arbeit und Soziales

Bundesadler im Plenarsall
Bundestag Adler
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) In der Bundestagsdebatte zur zukünftigen Arbeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Rahmen der Regierungserklärungen der verschiedenen Ministerien im Bundestag standen heute am 15. Mai 2025 hauptsächlich die Themen Rente, Arbeit, Mindestlohn und Grundsicherung im Mittelpunkt des Interesses von Bundesministerin Bärbel Bas und der Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen. Auch wenn behinderte Menschen von diesen Themen auch betroffen sind, waren Fragen der Inklusion nur ein Randthema. Das Thema der Barrierefreiheit, das auch vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Bundesinitiative Barrierefreiheit vorangetrieben wird, spielte überhaupt keine Rolle in der Debatte. Die neue Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas bezeichnete es immerhin als Skandal, dass schwerbehinderte Menschen trotz guter Qualifikation länger arbeitslos sind.

Von der Digitalisierung profitieren

Im Zentrum ein Computer mit angedeuteten Verbindungen zu sozialen Netzen
Alles digital vernetzt
Foto: Pixabay/lakexyde

HAMBURG (kobinet) In dem inklusiven und trägerübergreifenden Projekt „Mein Klick“ von Leben mit Behinderung Hamburg stellten sich Menschen mit und ohne Behinderungen die Frage: Was kann Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen verändern oder verbessern? Ein Sprachcomputer, der mit Augensteuerung bedient wird, digitale Technologie zur Stimulation der Sinne und wo kann Künstliche Intelligenz und Robotik in der Pflege unterstützen – alle diesen Themen widmet sich der Fachtag „Digitale Teilhabe“ welcher am auf dem Alsterdorfer Marktplatz, Alsterdorfer Markt 18, 22297 Hamburg, stattfindet.