Berlin (kobinet)
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz soll besser werden.
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz bedeutet: Ein Gesetz für Menschen mit Behinderung.
Es sagt: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Wie alle anderen Menschen auch.
Das ist schon lange geplant.
Aber es passiert nichts.
Das Wirtschafts-Ministerium blockiert die Reform.
Reform bedeutet: Etwas wird verändert.
Man macht Gesetze neu.
Das soll besser werden.
Das Innen-Ministerium blockiert auch.
Kanzler Merz hat gesagt: Alle Gesetze werden gemacht.
Die Gesetze stehen im Sofort-Programm.
Sofort-Programm bedeutet: Hilfe kommt sehr schnell.
Die Regierung macht neue Regeln sofort.
Das stimmt nicht.
Die VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt das.
VdK bedeutet: Sozial-Verband VdK Deutschland.
Das ist ein Verein.
Er hilft Menschen mit Behinderung.
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz steht im Sofort-Programm.
Aber es wird nicht umgesetzt.
Vertreter von Wirtschafts-Verbänden denken falsch.
Wirtschafts-Verbände bedeutet: Gruppen von Firmen.
Diese Firmen arbeiten zusammen.
Sie reden mit Politikern über Gesetze.
Sie sehen nicht: Menschen mit Behinderung sind gute Kunden.
Verena Bentele sagt: Merz liegt falsch.
Wichtige Maßnahmen werden nicht gemacht.
Die Union blockiert barriere-freie Gebäude.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können alles nutzen.
Auch Menschen mit Behinderung.
Zum Beispiel: Rampen für Roll-Stühle.
Wirtschafts-Vertreter blockieren auch.
Das ist schlechte Wirtschafts-Politik.
7,9 Millionen Menschen haben eine schwere Behinderung.
Das sind über 9 Prozent aller Menschen in Deutschland.
Diese Menschen haben Geld.
Sie können Geld ausgeben.
Aber das wird ignoriert.
Auch alte Menschen brauchen barriere-freie Wege.
Es gibt immer mehr alte Menschen.
Sie könnten auch gute Kunden sein.
Aber das wird auch ignoriert.
Das schadet der deutschen Wirtschaft.
Die Gegner sagen immer: Barriere-Freiheit macht zu viel Bürokratie.
Bürokratie bedeutet: Viele Regeln und Papiere.
Viel Verwaltung.
Das macht Arbeit kompliziert.
Das stimmt nicht.
Menschen mit Behinderung werden als Last gesehen.
Das ist falsch.
Sie sind Kunden mit Geld.
Roll-stuhl-gerechte Eingänge sind einfach zu machen.
Restaurants können das leicht machen.
Speise-Karten in einfacher Sprache auch.
Das kostet nicht viel.
Aber es bringt neue Kunden.
Das lässt Firmen wachsen.
Wirtschafts-Verbände wollten das früher auch.
Sie wollten angemessene Vorkehrungen.
Angemessene Vorkehrungen bedeutet: Hilfen für Menschen mit Behinderung.
Diese Hilfen kosten nicht zu viel Geld.
Zum Beispiel: Rampen oder große Schrift.
Das bedeutet: Firmen sollen helfen.
Sie sollen es Menschen mit Behinderung leicht machen.
Das ist der erste Schritt für Teilhabe.
Teilhabe bedeutet: Bei etwas mit-machen.
Man kann mit-bestimmen.
Die Blockade-Politik ist schlecht.
Blockade-Politik bedeutet: Eine Partei sagt immer nein.
Sie will keine neuen Gesetze.
Sie verhindert Änderungen.
Ältere Menschen sollen länger arbeiten.
Aber viele Arbeits-Plätze sind nicht barriere-frei.
Das geht nicht zusammen.
Verena Bentele fordert etwas.
Die Regierung muss das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz jetzt ändern.
Das ist rechtlich richtig.
Das ist auch wirtschaftlich richtig.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) "Die seit Jahren überfällige Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes wird systematisch blockiert, derzeit insbesondere durch das Wirtschafts- und das Innenministerium. Kanzler Merz sagte letzten Freitag, alle Gesetzesvorhaben aus dem Sofortprogramm seien in der Umsetzung. Das stimmt so nicht. Die Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes, die im Sofortprogramm aufgeführt ist, wartet noch auf ihre Umsetzung. Der Grund: Vertreter aus Wirtschaftsverbänden schauen nicht über den Tellerrand hinaus und erkennen nicht, dass sie sich einen großen Markt durch die Lappen gehen lassen." Mit diesen Worten stellte die VdK-Präsidentin Verena Bentele klar: "Merz’ Behauptung, das Sofortprogramm sei abgearbeitet, kann so nicht stehenbleiben. Tatsächlich bleiben zentrale Maßnahmen unerfüllt.
Die Union und Wirtschaftsvertreter betreiben nach Ansicht des VdK und vieler anderer Verbände mit ihrer Blockadehaltung gegenüber barrierefreier Infrastruktur eine kurzsichtige Wirtschaftspolitik. Nicht nur die Kaufkraft von 7,9 Millionen schwerbehinderten Menschen, also von über neun Prozent der Gesamtbevölkerung, werde damit komplett ignoriert. „Auch das stetig wachsende wirtschaftliche Potenzial anderer gesellschaftlicher Gruppen, wie Millionen Seniorinnen und Senioren, die ebenfalls von barrierefreien Zugangswegen profitieren würden, wird außen vor gelassen. Das schädigt unsere Volkswirtschaft in erheblichem Ausmaß. Die immer gleichen Argumente, dass zum Beispiel durch Zugänglichkeit mehr Bürokratie entstehe, werden durch ständiges Wiederholen nicht richtiger. Anstatt als Möglichkeit für die Erschließung neuer Konsumentengruppen werden Betroffene als Belastung gesehen. Dabei wären zum Beispiel rollstuhlgerechte Zugänge in Restaurants oder barrierefreie Menükarten einfache und effektive Maßnahmen, die Teilhabe ermöglichen und zugleich Wachstum generieren. Wirtschaftsverbände haben dies schon in der Vergangenheit erkannt und empfohlen, angemessene Vorkehrungen als unerlässlichen ersten Schritt für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen“, erklärte Verena Bentele angesichts der derzeitigen Blockade des Gesetzentwurfs.
„Die Verantwortungslosigkeit der aktuellen Blockadepolitik begünstigt außerdem strukturelle Arbeitsmarktausschlüsse: Ältere Beschäftigte sollen länger arbeiten, aber vielen fehlt dafür der barrierefreie Arbeitsplatz. Wir fordern: Die Regierung muss das Behindertengleichstellungsgesetz jetzt reformieren, nicht nur aus rechtlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Verantwortung“, erklärte Verena Bentele.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) "Die seit Jahren überfällige Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes wird systematisch blockiert, derzeit insbesondere durch das Wirtschafts- und das Innenministerium. Kanzler Merz sagte letzten Freitag, alle Gesetzesvorhaben aus dem Sofortprogramm seien in der Umsetzung. Das stimmt so nicht. Die Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes, die im Sofortprogramm aufgeführt ist, wartet noch auf ihre Umsetzung. Der Grund: Vertreter aus Wirtschaftsverbänden schauen nicht über den Tellerrand hinaus und erkennen nicht, dass sie sich einen großen Markt durch die Lappen gehen lassen." Mit diesen Worten stellte die VdK-Präsidentin Verena Bentele klar: "Merz’ Behauptung, das Sofortprogramm sei abgearbeitet, kann so nicht stehenbleiben. Tatsächlich bleiben zentrale Maßnahmen unerfüllt.
Die Union und Wirtschaftsvertreter betreiben nach Ansicht des VdK und vieler anderer Verbände mit ihrer Blockadehaltung gegenüber barrierefreier Infrastruktur eine kurzsichtige Wirtschaftspolitik. Nicht nur die Kaufkraft von 7,9 Millionen schwerbehinderten Menschen, also von über neun Prozent der Gesamtbevölkerung, werde damit komplett ignoriert. „Auch das stetig wachsende wirtschaftliche Potenzial anderer gesellschaftlicher Gruppen, wie Millionen Seniorinnen und Senioren, die ebenfalls von barrierefreien Zugangswegen profitieren würden, wird außen vor gelassen. Das schädigt unsere Volkswirtschaft in erheblichem Ausmaß. Die immer gleichen Argumente, dass zum Beispiel durch Zugänglichkeit mehr Bürokratie entstehe, werden durch ständiges Wiederholen nicht richtiger. Anstatt als Möglichkeit für die Erschließung neuer Konsumentengruppen werden Betroffene als Belastung gesehen. Dabei wären zum Beispiel rollstuhlgerechte Zugänge in Restaurants oder barrierefreie Menükarten einfache und effektive Maßnahmen, die Teilhabe ermöglichen und zugleich Wachstum generieren. Wirtschaftsverbände haben dies schon in der Vergangenheit erkannt und empfohlen, angemessene Vorkehrungen als unerlässlichen ersten Schritt für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen“, erklärte Verena Bentele angesichts der derzeitigen Blockade des Gesetzentwurfs.
„Die Verantwortungslosigkeit der aktuellen Blockadepolitik begünstigt außerdem strukturelle Arbeitsmarktausschlüsse: Ältere Beschäftigte sollen länger arbeiten, aber vielen fehlt dafür der barrierefreie Arbeitsplatz. Wir fordern: Die Regierung muss das Behindertengleichstellungsgesetz jetzt reformieren, nicht nur aus rechtlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Verantwortung“, erklärte Verena Bentele.




