Berlin (kobinet)
Pamela K. hat uns diese Zeilen geschickt.
Liebe kobinet-Redaktion!
Ihr wollt die Wehr-Tauglichkeits-Geschichten beenden?
Das sind Geschichten über Soldaten und Krieg.
Diese Geschichten zeigen: Kämpfen ist gut und wichtig.
Sie machen junge Menschen bereit für den Krieg.
Ist Folge 5 wirklich das Ende?
Bitte macht weiter!
Die Geschichten sind gut geschrieben.
Sie erzählen vom Alltag.
So versteht man den Rüstungs-Wahnsinn besser.
Das bedeutet: Länder kaufen zu viele Waffen.
Sie geben sehr viel Geld für Waffen aus.
Das Geld fehlt dann für andere wichtige Sachen.
Zum Beispiel für Schulen oder Kranken-Häuser.
Die Geschichten von Weis sind vielleicht zu harmlos.
Die Wirklichkeit ist schlimmer.
Satire hat es schwer.
Das ist Kunst die sich lustig macht.
Zum Beispiel über Politiker.
Die Wirklichkeit ist schon übertrieben genug.
Weis zeigt gut: So denken Menschen.
Die Kriegs-Tüchtigkeits-Propaganda wirkt.
Das sind Nachrichten die Menschen überzeugen sollen.
Sie sollen denken: Krieg ist richtig und nötig.
Menschen denken dann militaristisch.
Das bedeutet: Das Militär ist sehr wichtig.
Militär sind die Soldaten von einem Land.
Diese Menschen denken: Soldaten lösen alle Probleme.
Sie wollen mit Gewalt ihre Ziele erreichen.
Einzelne Figuren sind sehr plastisch.
Das bedeutet: Man kann sich etwas gut vorstellen.
Die Beschreibungen sind sehr genau und deutlich.
Zum Beispiel der kleine Paul.
Paul hat Glas-Knochen.
Paul sitzt im Roll-Stuhl.
Bitte erzählt so weiter!
Der echte Wahnsinn hört auch nicht auf.
Er macht keine Sommer-Pause.
kobinet bringt jetzt auch Erzähl-Texte.
Das ist mutig!
Solche Texte findet man selten.
In den Sozialen Medien gibt es sie nicht.
Die Qualität ist sehr gut.
Die Texte sind literarisch wertvoll.
Sie sind so gut wie in der taz.
Das ist eine Zeitung.
Sie sind so gut wie in anderen Feuilletons.
Das ist der Kultur-Teil einer Zeitung.
Dort stehen Sachen über Kultur.
Ich habe gegoogelt.
Das bedeutet: Etwas im Internet suchen.
Die Wochen-Zeitung Der Freitag hat schon Texte von Weis veröffentlicht.
Es war ein Corona-Tagebuch.
Weiß die kobinet-Redaktion das?
Ihr habt wirklich gute Leute.
Herr Martin Theben hat mal geschrieben.
Er schrieb unter eine Erzähl-Kolumne von Weis.
Er schrieb: Bitte mehr davon.
Er ist ein kritischer Fan.
Ich bin auch ein kritischer Fan.
Ich schließe mich ihm an.
Lieber Hans-Willi Weis!
Lasst euch nicht entmutigen.
Es gibt wenig Kommentare.
Aber das ist normal.
Es grüßt Pamela K.
Ich bin ein kritischer Fan.
Wie gendert man eigentlich Fan?
Das bedeutet: Alle Menschen ansprechen beim Schreiben.
Nicht nur Männer oder nur Frauen.
Du schreibst dann zum Beispiel Fan und Fanin.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Uns, kobinet, wurden von Pamela K. diese Zeilen zugesandt.
Ach Mensch, ist nicht doch nicht euer Ernst, liebe kobinet-Redaktion, die Wehrtauglichkeitsgeschichten mit Folge V zu Ende? Nein, bitte weitermachen! So locker erzählerisch in Geschichten aus dem Alltag umgewandelt, wird einem dieser männliche Rüstungswahnsinn noch viel deutlicher. Was an Weis Geschichten vielleicht zu beanstanden wäre, dass sie verglichen mit der Wirklichkeit wahrscheinlich eher noch harmlos sind. Satirische Überzeichnung hat es bekanntlich immer schwer, wo die Verhältnisse bereits den Eindruck von Realsatire machen. Trotzdem, wie das in den Köpfen vor sich geht, sich die Kriegstüchtigkeitspropaganda psychologisch in militaristische Denkmuster konkret umsetzt und wie erschreckend erfolgreich das funktioniert, gelingt Weis ziemlich gut darzustellen. Einzelne Figuren, z.B. der kleine Paul mit Glasknochen im Rollstuhl, stehen einem plastisch vor Augen. Spannend, bitte so weitererzählen. Denn der reale Wahnsinn hört leider mit der Sommerpause auch nicht auf.
Dass die kobinet-Nachrichten jetzt auch solche Sachen bringen, Erzähltexte, die man sonst in den Sozialen Medien vergeblich sucht oder überhaupt nicht erwartet, mutig! Und die Qualität dieser Texte kann ohne weiteres mithalten, literarisch stehen sie dem, was kolumnistisch und storrytelling-mäßig etwa in der taz oder sonstigen Feuilletons erscheint, in nichts nach. Beim googeln habe ich entdeckt, die Wochenzeitung Der Freitag hat schon einmal ein Coronatagebuch von Weis veröffentlicht. Weiß die kobinet-Redaktion eigentlich, was für gute Leute sie hat.
Herr Martin Theben schrieb vor einiger Zeit in der Kommentarspalte unter einer von Weis Erzählkolumnen, „bitte mehr davon“, ein kritischer Fan. Das bin ich auch und kann mich ihm daher nur anschließen. Also nicht entmutigen lassen, weil wenig kommentiert wird, lieber Hans-Willi Weis.
Es grüßt Pamela K., ein kritischer Fan oder wie gendert man Fan?!

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Uns, kobinet, wurden von Pamela K. diese Zeilen zugesandt.
Ach Mensch, ist nicht doch nicht euer Ernst, liebe kobinet-Redaktion, die Wehrtauglichkeitsgeschichten mit Folge V zu Ende? Nein, bitte weitermachen! So locker erzählerisch in Geschichten aus dem Alltag umgewandelt, wird einem dieser männliche Rüstungswahnsinn noch viel deutlicher. Was an Weis Geschichten vielleicht zu beanstanden wäre, dass sie verglichen mit der Wirklichkeit wahrscheinlich eher noch harmlos sind. Satirische Überzeichnung hat es bekanntlich immer schwer, wo die Verhältnisse bereits den Eindruck von Realsatire machen. Trotzdem, wie das in den Köpfen vor sich geht, sich die Kriegstüchtigkeitspropaganda psychologisch in militaristische Denkmuster konkret umsetzt und wie erschreckend erfolgreich das funktioniert, gelingt Weis ziemlich gut darzustellen. Einzelne Figuren, z.B. der kleine Paul mit Glasknochen im Rollstuhl, stehen einem plastisch vor Augen. Spannend, bitte so weitererzählen. Denn der reale Wahnsinn hört leider mit der Sommerpause auch nicht auf.
Dass die kobinet-Nachrichten jetzt auch solche Sachen bringen, Erzähltexte, die man sonst in den Sozialen Medien vergeblich sucht oder überhaupt nicht erwartet, mutig! Und die Qualität dieser Texte kann ohne weiteres mithalten, literarisch stehen sie dem, was kolumnistisch und storrytelling-mäßig etwa in der taz oder sonstigen Feuilletons erscheint, in nichts nach. Beim googeln habe ich entdeckt, die Wochenzeitung Der Freitag hat schon einmal ein Coronatagebuch von Weis veröffentlicht. Weiß die kobinet-Redaktion eigentlich, was für gute Leute sie hat.
Herr Martin Theben schrieb vor einiger Zeit in der Kommentarspalte unter einer von Weis Erzählkolumnen, „bitte mehr davon“, ein kritischer Fan. Das bin ich auch und kann mich ihm daher nur anschließen. Also nicht entmutigen lassen, weil wenig kommentiert wird, lieber Hans-Willi Weis.
Es grüßt Pamela K., ein kritischer Fan oder wie gendert man Fan?!




