Berlin (kobinet)
Verena Bentele ist die VdK-Präsidentin.
VdK ist ein Verein.
Der Verein hilft Menschen mit Behinderungen.
Die Präsidentin leitet den Verein.
Sie ist die Chef-Frau.
Der VdK ist ein großer Verein.
Er hilft Menschen mit Behinderungen.
Er hilft auch Rentnern.
Verena Bentele hat etwas Wichtiges gesagt.
Es geht um das Renten-Eintritts-Alter.
Renten-Eintritts-Alter bedeutet: Das Alter für die Rente.
Ab diesem Alter hört man auf zu arbeiten.
Dann bekommt man Renten-Geld.
Die Bundes-Wirtschafts-Ministerin heißt Katherina Reiche.
Bundes-Wirtschafts-Ministerin bedeutet: Eine wichtige Frau in der Regierung.
Sie kümmert sich um Firmen.
Sie macht Regeln für die Arbeit.
Sie arbeitet für ganz Deutschland.
Sie möchte über das Thema sprechen.
Verena Bentele findet das gut.
Sie sagt: Wir sollen mit arbeitenden Menschen sprechen.
Diese Menschen sagen klar: Länger arbeiten muss freiwillig sein.
Der VdK ist gegen ein höheres Renten-Alter.
Verena Bentele sagt: Länger arbeiten geht nur mit Hilfe.
Die Betriebe müssen sich ändern.
Das Gesundheits-System muss sich ändern.
Ältere Menschen brauchen bessere Gesundheit.
Sie brauchen Weiter-Bildung im Alter.
Weiter-Bildung bedeutet: Neue Sachen lernen.
Auch ältere Menschen können noch lernen.
Das hilft ihnen bei der Arbeit.
Ältere Frauen pflegen oft andere Menschen.
Das muss man bedenken.
Die Ministerin spricht nicht über alters-gerechte Arbeits-Plätze.
Alters-gerechte Arbeits-Plätze bedeutet: Arbeits-Plätze für ältere Menschen.
Die Arbeit ist nicht zu schwer.
Ältere Menschen können dort gut arbeiten.
Sie spricht nicht über moderne Arbeits-Mittel.
Sie spricht nicht über lebens-langes Lernen.
Lebens-langes Lernen bedeutet: Immer weiter lernen.
Menschen lernen nicht nur in der Schule.
Sie lernen auch als Erwachsene neue Dinge.
Das ist schlecht.
Die Arbeit-Geber müssen mehr Geld ausgeben.
Dann können ältere Menschen besser arbeiten.
Viele ältere Menschen möchten länger arbeiten.
Sie können das auch.
Aber Menschen über 50 Jahre finden schwer einen Job.
Das ist ein Problem.
Menschen sollen länger arbeiten.
Dann muss man etwas tun.
Man muss gegen Alters-Diskriminierung kämpfen.
Alters-Diskriminierung bedeutet: Menschen wegen ihrem Alter schlecht behandeln.
Ältere Menschen bekommen dann keinen Job.
Das ist nicht fair.
Die Diskussion über das Renten-Alter kommt immer wieder.
Das schafft kein Vertrauen.
Die Menschen vertrauen demokratischen Institutionen nicht mehr.
Demokratische Institutionen bedeutet: Wichtige Einrichtungen in Deutschland.
Sie sorgen dafür, dass alle Menschen mit-bestimmen können.
Zum Beispiel: Der Bundes-Tag.
Dieses Miss-Trauen ist gefährlich.
Es hilft extremistischen Kräften.
Extremistische Kräfte bedeutet: Gruppen mit gefährlichen Ideen.
Sie wollen die Demokratie kaputt machen.
Sie sind gegen andere Menschen.
Verena Bentele sagt: Man muss die Menschen mit-nehmen.
Wer das nicht macht, macht etwas falsch.
Die demografischen Heraus-Forderungen sind schwierig.
Demografische Heraus-Forderungen bedeutet: Probleme durch Veränderungen bei den Menschen.
In Deutschland werden viele Menschen älter.
Es gibt weniger junge Menschen.
Es gibt immer mehr alte Menschen.
Es gibt immer weniger junge Menschen.
Das macht Probleme bei den Sozial-Versicherungen.
Sozial-Versicherungen bedeutet: Schutz für alle Menschen in Deutschland.
Du zahlst jeden Monat Geld ein.
Wenn du krank wirst, bekommst du Hilfe.
Zum Beispiel: Kranken-Versicherung oder Renten-Versicherung.
Es gibt Lösungen für diese Probleme.
Gesellschaftliche Aufgaben sollen aus Steuer-Mitteln bezahlt werden.
Gesellschaftliche Aufgaben bedeutet: Aufgaben für alle Menschen.
Steuer-Mittel bedeutet: Geld von den Steuern.
Alle Menschen zahlen Steuern.
Mit diesem Geld macht der Staat wichtige Sachen.
Alle Erwerbs-Tätigen sollen in die gesetzliche Rente einzahlen.
Erwerbs-tätig bedeutet: Man arbeitet und bekommt Geld dafür.
Gesetzliche Rente bedeutet: Die normale Rente in Deutschland.
Auch Politiker sollen einzahlen.
Auch Beamte sollen einzahlen.
Mehr Frauen sollen arbeiten können.
Dafür brauchen Mütter gute Kinder-Betreuung.
Die Kinder-Betreuung muss überall da sein.
Care-Arbeit muss gerechter verteilt werden.
Care-Arbeit bedeutet: Sich um andere Menschen kümmern.
Zum Beispiel: Kinder betreuen oder kranke Menschen pflegen.
Diese Arbeit machen oft Frauen.
Meist bekommen sie dafür kein Geld.
Menschen mit Behinderungen brauchen bessere Chancen.
Sie brauchen Chancen auf dem Arbeits-Markt.
Menschen mit Migrations-Hintergrund auch.
Migrations-Hintergrund bedeutet: Die Familie kommt aus einem anderen Land.
Diese Menschen leben jetzt in Deutschland.

Foto: Susie Knoll
Berlin (kobinet) Die VdK-Präsidentin Verena Bentele hat sich zur aktuellen Debatte um ein höheres Renteneintrittsalter zu Wort gemeldet und u.a. betont: "Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wünscht sich im Interview, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das unterstütze ich voll und ganz. Wir sollten vor allem mit denen sprechen, die es betrifft: den arbeitenden Menschen. Und die sprechen eine eindeutige Sprache: Die Entscheidung, länger zu arbeiten, muss freiwillig bleiben. Mit dem VdK jedenfalls wird es kein späteres Renteneintrittsalter für alle geben."
Eine freiwillige Verlängerung der Lebensarbeitszeit werde nach Ansicht des VdK nur dann möglich sein, wenn gezielte Maßnahmen in den Betrieben und im Gesundheitssystem ergriffen würden. Diese müssten den Gesundheitszustand von älteren Menschen verbessern, Weiterbildung im Alter ermöglichen und Pflegeverpflichtungen, vor allem von älteren Frauen, berücksichtigen. „Von der Ministerin höre ich kein Wort zu altersgerechten Arbeitsplätzen, modernen Arbeitsmitteln oder lebenslangem Lernen. Das ist fatal. Arbeitgeber müssen stärker in diese Bereiche investieren, damit Arbeit im Alter überhaupt möglich wird. Reiche liegt mit ihrer Einschätzung richtig: Viele Ältere möchten länger arbeiten können und können es auch. Aber seien wir ehrlich: Wer über 50 Jahre findet heute wirklich so einfach einen neuen Job? Wer will, dass die Menschen länger arbeiten, muss auch über Altersdiskriminierung sprechen und effektive Maßnahmen dagegen ergreifen“, erklärte Verena Bentele.
Die immer wiederkehrende Diskussion um ein höheres Renteneintrittsalter schaffe kein Vertrauen in notwendige Reformen und führe dazu, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger den demokratischen Institutionen misstrauen. Dieses Misstrauen öffne nach Ansicht von Verena Bentele extremistischen Kräften Tür und Tor. „Wer die Menschen nicht mitnimmt, stärkt die Ränder. Die demografischen Herausforderungen, vor denen unsere Sozialversicherungen stehen, wären leichter zu lösen, wenn endlich die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben aus Steuermitteln finanziert würden. Alle Erwerbstätigen sollten in die gesetzliche Rente einzahlen, allen voran Politikerinnen und Politiker sowie Beamtinnen und Beamte. Gleichzeitig müssen wir die Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen, indem wir Müttern eine gute und flächendeckende Kinderbetreuung ermöglichen oder Care-Arbeit gerechter verteilen. Und wir sollten Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bieten. Wie wäre es mal mit solchen Ansätzen?“

Foto: Susie Knoll
Berlin (kobinet) Die VdK-Präsidentin Verena Bentele hat sich zur aktuellen Debatte um ein höheres Renteneintrittsalter zu Wort gemeldet und u.a. betont: "Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wünscht sich im Interview, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das unterstütze ich voll und ganz. Wir sollten vor allem mit denen sprechen, die es betrifft: den arbeitenden Menschen. Und die sprechen eine eindeutige Sprache: Die Entscheidung, länger zu arbeiten, muss freiwillig bleiben. Mit dem VdK jedenfalls wird es kein späteres Renteneintrittsalter für alle geben."
Eine freiwillige Verlängerung der Lebensarbeitszeit werde nach Ansicht des VdK nur dann möglich sein, wenn gezielte Maßnahmen in den Betrieben und im Gesundheitssystem ergriffen würden. Diese müssten den Gesundheitszustand von älteren Menschen verbessern, Weiterbildung im Alter ermöglichen und Pflegeverpflichtungen, vor allem von älteren Frauen, berücksichtigen. „Von der Ministerin höre ich kein Wort zu altersgerechten Arbeitsplätzen, modernen Arbeitsmitteln oder lebenslangem Lernen. Das ist fatal. Arbeitgeber müssen stärker in diese Bereiche investieren, damit Arbeit im Alter überhaupt möglich wird. Reiche liegt mit ihrer Einschätzung richtig: Viele Ältere möchten länger arbeiten können und können es auch. Aber seien wir ehrlich: Wer über 50 Jahre findet heute wirklich so einfach einen neuen Job? Wer will, dass die Menschen länger arbeiten, muss auch über Altersdiskriminierung sprechen und effektive Maßnahmen dagegen ergreifen“, erklärte Verena Bentele.
Die immer wiederkehrende Diskussion um ein höheres Renteneintrittsalter schaffe kein Vertrauen in notwendige Reformen und führe dazu, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger den demokratischen Institutionen misstrauen. Dieses Misstrauen öffne nach Ansicht von Verena Bentele extremistischen Kräften Tür und Tor. „Wer die Menschen nicht mitnimmt, stärkt die Ränder. Die demografischen Herausforderungen, vor denen unsere Sozialversicherungen stehen, wären leichter zu lösen, wenn endlich die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben aus Steuermitteln finanziert würden. Alle Erwerbstätigen sollten in die gesetzliche Rente einzahlen, allen voran Politikerinnen und Politiker sowie Beamtinnen und Beamte. Gleichzeitig müssen wir die Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen, indem wir Müttern eine gute und flächendeckende Kinderbetreuung ermöglichen oder Care-Arbeit gerechter verteilen. Und wir sollten Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bieten. Wie wäre es mal mit solchen Ansätzen?“




