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BdB legt Positionspapier zur Evaluierung und Reform vor

Zwei gebogene Kreisabschnitte, Buchstaben BdB und Text Bundesverband der Berufsbetreuer*innen
Logo des BdB
Foto: nic communication & consulting / BdB

HAMBURG (kobinet) Der Bundesverband der Berufsbetreuer (BdB) hat ein Positionspapier zur anstehenden Evaluierung des Betreuervergütungsgesetzes und zur künftigen Ausgestaltung eines nachhaltigen Vergütungssystems veröffentlicht. Es richtet sich an die Bundes- und Landesjustizministerien sowie an die Berichterstatter für Betreuungsrecht der Fraktionen im Bundestag. Ziel ist es, den begonnenen Reformprozess auf eine verlässliche und fachlich fundierte Grundlage zu stellen.

Der BdB hatte zahlreiche Kritikpunkte an der Evaluation formuliert, die das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) 2024 durchgeführt hatte. Die nun geplante Evaluation müsse wissenschaftlich fundiert, unabhängig und methodisch breiter aufgestellt sein, fordert der BdB. Sie müsse außerdem berücksichtigen, dass die Mehrheit der Berufsbetreuer selbstständig tätig ist. Die Evaluation 2024 hatte den festangestellten Vereinsbetreuer zur Grundlage gemacht. Tatsächlich übt mit rund 81 Prozent die Mehrheit der beruflichen Betreuer ihre Tätigkeit jedoch selbstständig aus, so der BdB.

„Die nächste Evaluation muss die Wirklichkeit des Berufsalltags realistisch abbilden. Dazu gehören die tatsächlichen Fallzahlen, Zeitaufwände, Betriebskosten und eine differenzierte Betrachtung der Tätigkeitsbereiche“, erklärt die BdB-Vorsitzende Hülya Özkan. Der BdB fordert eine enge Beteiligung der Praxis sowie eine transparente Datenbasis.

Das BdB-Positionspapier ist auf dieser Internetseite nachzulesen.