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Entwürdigende Reiseerfahrungen, die sich niemand wünscht

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Foto: Irina Tischer

Stuttgart (kobinet) "Wir wurden von der Airline gezwungen, auf dem Arsch über 16 Stufen ins Flugzeug zu robben. Keine Hilfe. Kein Lift. Niemand fühlte sich zuständig. Menschenunwürdig ist noch milde ausgedrückt." So werden die Erfahrungen Mathias Filp und Lisa Kain auf dem Instagram-Account von wheelyventure geschildert. Mathias Filp und Lisa Kain wohnen in der Nähe von Stuttgart und sind gerade von einer längeren Reise durch Asien mit dem Rollstuhl zurück gekommen. "Eigentlich wollten wir einfach herausfinden, wie gut (oder schlecht) man mit Querschnittlähmung die Welt bereisen kann. Und ehrlich gesagt, lief alles erstaunlich gut. Bis wir aus Bangkok ausreisen wollten. Beim Rückflug mit Vietjet Air wurde Matze der Einstieg ins Flugzeug verweigert – mit der Begründung: 'If you can't walk, you will be declined.' Es gab keinerlei Hilfe, weder Boardingstuhl noch Treppenlift, keine Assistenz. Stattdessen wurde uns mitgeteilt, wir könnten entweder selbst die Treppe hochkommen oder eben stornieren. Da es keine Alternativen gab, robbte sich Mathias auf dem Po bis ins Flugzeug hoch", berichteten die beiden in einer Mail an die kobinet-nachrichten.

Link zum Filmbericht auf Instagram

Lesermeinungen

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4 Lesermeinungen
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Silvia Hauser
27.07.2025 16:46

Wie von Ralph MiIewski empfohlen, habe ich mir selber ein Bild gemacht. Ob mit oder ohne Treppen-Robben-Einlage, was das Rolli-Athleten-Duo an sportlicher, technischer und logistischer Leistung geboten hat, ist ohne Wenn und Aber „Exklusives Disability Touri-Reise-Jetset!“ Wie es bei aller Inklusion bislang gefehlt hat. Es reicht nämlich nicht aus, dass wir Behinderte beim normalen neoliberalen Rattenrennen mithalten. Wir sollten uns vielmehr an die Spitze ökologischer Fußabtreter und Abtreterinnen auf diesem Planeten setzen. So wahren wir unsere Chance an der bevostehenden „race to mars“ teilzunehemen, dem Wettrennen zum Mars. Musk verkauft schon die ersten Platztickets. – Mir genügt es, mir auch davon selber ein BIld zu machen, teilnehmen sollen andere. Mir wird das inklusionsmäßig einfach zuviel, man will ja außer Inklusion auch noch irgendwo leben. I.A. v. Hans-Willi Weis

Zuletzt bearbeitet am 10 Monate zuvor von Silvia Hauser
Sabrina Mevis
27.07.2025 13:00

Die Darstellung klingt für mich nicht plausibel. Ich vermute mal, es geht um einen internationalen flughafen und eine internationale Airline, keine Ahnung, wer den Service erbracht hat. Aber egal ob Airline oder Airport, wenn die Leistungen angemeldet wurden werden sie auch erbracht. Überhaupt, wie soll sich eine querschnittsgelähmte Person eine Treppe hochrobben? Selbst wenn nur die beine betroffen sind bräuchte man dafür enorm viel Kraft in den Armen. Das erinnert mich an die Geschichte mit diesem Strand und den angeblich ausgesperrten Rollstuhlfahrern, wo auch nie aufgeklärt wurde, was wirklich passiert ist.

Michael Karpf
26.07.2025 18:50

Zu dieser Nachricht gibt es auf kobinet eine lesenswerte Analyse unter https://kbnt.org/slrs238.

Ralph Milewski
Antwort auf  Michael Karpf
26.07.2025 22:44

Danke, aber ich habe den Artikel zurückgezogen, weil mir keine ausreichenden und abschließenden Informationen vorlagen. Zwar ist aus dem Interview eindeutig ersichtlich, dass keine Anmeldung bei der Airline erfolgt ist, doch darüber hinausgehende Aussagen meinerseits waren meines Erachtens zu spekulativ. Ich empfehle, sich selbst anhand des vollständigen Interviews ein eigenes Bild zu machen: https://www.watson.de/leben/interview/149301898-barrierefreiheit-im-flugzeug-airline-laesst-rollstuhlfahrer-fast-zurueck