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Internetseite des Netzwerk Disability Studies

Ein einzelner leerer Stuhl im beleuchteten Zentrum eines leeren Hörsaals. Im Hintergrund eine Tafel mit dem Schriftzug Disability Studies.
Disability Studies – nun ein Leerstuhl
Foto: Ralph Milewski / KI

Berlin (kobinet) „Das Netzwerk Disability Studies versammelt behinderte und nichtbehinderte Forschende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Sie eint, dass sie Behinderung nicht als behandlungsbedürftiges Problem verstehen, sondern als gesellschaftliche Differenzkategorie untersuchen“, so heißt es auf der Internetseite des Netzwerk Disability Studies, die vor kurzem überarbeitet wurde.

Maximal gefährdungsignorant, für unsereins mega riskant!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
nimmt zwei Gefährdungsblinde ins Visier
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Der Weckruf gilt Raul Krauthausen und seinem Podcast-Gast Aladin El- Mafaalani. Grob Fahrlässig mindestens, so würde man im Straßenverkehr sagen, wie die beiden in ihrem jüngsten Gespräch das Verteidigungsnarrativ der Mächtigen in Politik und Medien, sprich milliardenschwere Aufrüstung und damit implizit Kriegsvorbereitung, sich zu eigen machen. Kein Wort dazu, welche Gefahr dies angeblich alternativlose Politik insbesondere für behinderte und vulnerable Menschen heraufbeschwört. Welch negative, für uns Behinderte geradezu verheerende Mentalitätsveränderung das permanente Gerede von einer akuten Sicherheitsbedrohung und der eben deshalb notwendigen Kriegsertüchtigung in der nicht behinderten Mehrheitsbevölkerung bewirkt. Dass für diese der Gedanke „Krieg“ und „Behindertsein“ oder „angegriffen werden und sich verteidigen müssen“ eine Horrorvorstellung bedeutet, die reflexhaft Flucht- und Abwehrreaktionen erzeugt. Und bei einem Blick in die Geschichte sogar Schlimmeres!

Momentaufnahme 422

Spuren von Menschen auf einem zugefrorenem See bei Sonnenuntergang
Malchower See in Berlin
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Es ist manchmal gut, die Sorgen so behandeln, als ob sie nicht da wären; das einzige Mittel, ihnen die Wichtigkeit zu nehmen.  Rainer Maria Rilke

Markus Ertl: Zugang zu Menschenrechten über Interessen der Wirtschaft stellen

Sharepic von Markus Ertl mit dessen Wunsch an die Bundesregierung
Sharepic von Markus Ertl mit dessen Wunsch an die Bundesregierung
Foto: ISL

Lenggries (kobinet) „Ich wünsche mir von Dir, liebe Bundesregierung, dass Du ab heuer den Zugang zu den allgemeinen Menschenrechten für uns Menschen mit Behinderung über die Interessen der Wirtschaft stellst und dies in Deiner Gesetzgebung endlich beherzigst.“ So lautet der Wunsch von Markus Ertl aus Lenggries an die Bundesregierung, den die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) im Rahmen ihrer Reihe „Neujahrsvorsätze 2026“ auf Instagram veröffentlicht hat.

Trotz Schulpflicht keine Schule – und auch keine sonstige Unterstützung: für autistische Teenagerin

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Heilbronn (kobinet) „Trotz Schulpflicht keine Schule – und auch keine sonstige Unterstützung: Alicia lebt und kämpft mit Autismus“, so hat David Günther seinen Beitrag getitelt, den er den kobinet-nachrichten dankenswerter Weise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. „Es ist eigentlich kaum vorstellbar. Trotz Schulpflicht lebt in Heilbronn in Baden-Württemberg eine Teenagerin, die nicht zur Schule gehen kann. Der Grund: keine Schulbegleitung. Alicia lebt mit Autismus. So heißt auch die Facebook-Seite, die ihre Mutter für sie aufgesetzt hat, um auf ihr Schicksal, aber auch auf die Behinderung an sich aufmerksam zu machen“, heißt es u.a. im Bericht von David Günther.

Das BSW wirkt – Auch in Sachsen wird Dyskalkulie als Teilleistungsschwäche endlich anerkannt

Verschiedene Zahlen auf Hintergrund
Lernhilfe fürs Rechnen
Foto: BSW Sachsen

Dresden (kobinet) Ein Jahr hat es gedauert bis die Forderung der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, besondere Schwierigkeiten von Kindern beim Erlernen des Rechnens als Teilleistungsschwäche anzuerkennen und Nachteilsausgleiche zu gewähren, Erfolg hatte, von der Kleinen Anfrage des bildungspolitischen Sprechers der Fraktion Lars Wurzler vom 29. Januar 2025 bis zum Beschluss im Plenum am 04. Februar 2026.

Erfolgreicher Berufseinstieg mit Behinderungen

Logo: iXNET
Logo: iXNET
Foto: iXNET

BONN (kobinet) Das digitale inklusive Experten-Netzwerk und Service für schwerbehinderte Akademiker „iXNet“ lädt zur zweiten virtuellen Folgeveranstaltung der iXNet-Im Fokus-Formates „Mein erfolgreicher Berufseinstieg mit Behinderungen“ ein. Dieses Mal wird dabei das Vorstellungsgespräch und das Auswahlverfahren im Mittelpunkt stehen. Die Einmündung in den Arbeitsmarkt und damit die gesellschaftliche Teilhabe am Arbeitsleben ist für Arbeitsuchende mit Behinderungen nicht selten eine besondere und zugleich personen- sowie kontextbezogene Herausforderung. Ob also mit dualer Berufsausbildung oder einem akademischen Hochschulstudium – Behinderungen scheinen einen Einfluss auf die Erwerbsbiographien und Einstiegsmöglichkeiten von Betroffenen zu haben. Das zweistündige virtuelle Angebot findet am Mittwoch, den 25. Februar von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt. Dabei haben Arbeitssuchende, Studierende, Hochschulabsolventinnen sowie Hochschulabsolventen und alle interessierten Personen die Möglichkeit, sich über dieses Themenfeld zu informieren, an aktivierenden Austausch- und Erarbeitungssequenzen teilzunehmen. Interessenten und Interessenten können sich dazu bis zu 11. Februar 2026 über ein Online-Formular anmelden.

Weitere „Toilette für alle“ in München

Toilette mit Handgriffen
Beispiel für eine Toilette, die schon ganz gut ist, aber eben keine Toilette nach dem Konzept „Toilette für Alle“
Foto: H. Smikac

MÜNCHEN (kobinet) Am kommenden Montag wird am Elisabethplatz in München die bundesweit 200. „Toilette für alle“ fertiggestellt und eröffnet. Bayern nimmt eine Spitzenposition in dem Bemühen ein, für alle Besucherinnen und Besucher ihren Ansprüchen gemäße Toiletten bereitzustellen –  53 der bisher insgesamt 200 „Toiletten für alle“ befinden sich im Freistaat Bayern. Weitere Einzelheiten zum Projekt „Toiletten für Alle“ sind im Internet zu erfahren.

Veranstaltung zum Aktionstag Selbstbestimmt leben mit Epilepsie am 9. Februar 2026

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Der Europäische Tag der Epilepsie wurde 2011 eingeführt und findet jährlich am 2. Montag im Februar statt. Am 9. Februar 2026 wird wieder mit Veranstaltungen und Informationen auf die Erkrankung und das Leben mit Epilepsie hingewiesen, um Aufmerksamkeit zu schaffen und um Vorurteile und Stigmatisierung abzubauen. Der Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) betreibt eine ergänzende unabhängige Teilhabe Beratungsstelle (EUTB) in Kassel und informiert zum Aktionstag am 9. Februar 2026 um 17:00 Uhr im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben, Samuel-Beckett-Anlage 6 in 34117 Kassel, und online zum Thema „Selbstbestimmt leben mit Epilepsie“ und wirbt für mehr gesellschaftliche Teilhabe und mehr Sensibilisierung gegenüber nicht sichtbaren Behinderungen.

50 Jahre Winter-Paralympics – Hoffnung auf den nächsten Meilenstein

Skifahrer mit einem Bein auf der Abfahrtstrecke an einem Tor unterwegs
Christoph Glötzner im Rennen
Foto: Mika Volkmann / DBS

FRECHEN (kobinet) Die diesjährigen Paralympics in Mailand und Cortina sind gleich in mehrfacher Hinsicht besondere. Nicht nur, dass die Spiele seit 20 Jahren erstmals wieder in den europäischen Alpen stattfinden, es gibt zudem noch ein Jubiläum zu feiern: 50 Jahre ist es her, dass die ersten Paralympischen Winterspiele ausgetragen wurden. Seit der Ausgabe 1976 hat sich einiges getan – und die positive Entwicklung soll in Italien weiter fortgesetzt werden.

Hans-Willis Top-Nachricht der Woche

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) Ist, ich zitiere, „eine schreckliche, eine miserable, eine zutiefst gefährliche Entwicklung“, das Ende des New-Start- Atomwaffenabkommens nämlich – wenn das schon ein nüchterner „Sicherheitsexperte“ wie Wolfgang Ischinger sagt, dann ist der Zustand internationaler Politik wirklich desaströs und es steht wahrlich schlimm mit unserer Welt. Sie taumelt am Rande des Abgrunds.

Bahn berücksichtigt Paralympische Winterspiele nicht

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann – 2021-NEU
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

BERLIN (kobinet) Der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecher für Inklusion und Teilhabe, Sören Pellman hat sich zur Aktions-Bahncard der Deutschen Bahn anlässlich der Olympischen Winterspiele in Italien geäußert, die an Goldmedaillen deutscher Athletinnen und Athleten gekoppelt. In dem Zusammenhang kritisiert er, dass dabei die Paralympischen Winterspiele nicht berücksichtigt werden.

Plätze für einen Freiwilligendienst in Berliner Kultureinrichtungen

Die Lichter Berlins spiegeln sich in der Spree
Berlin bei Nacht
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Kultur und Inklusion in Berlin werden im Jahrgang 2026/2027 (1. September 2026 bis 31. August 2027) zehn inklusive Plätze vergeben. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Einsatzstellen sind etwa Museen, Bibliotheken, Theater und weitere Einrichtungen der kulturellen Jugendbildung. Im FSJ Kultur und Inklusion orientieren sich die Freiwilligen beruflich und erproben praktische und soziale Fähigkeiten. Sie unterstützen die Arbeit ihrer Einsatzstellen, lernen unterschiedliche Facetten der Kulturarbeit kennen und setzen ihr eigenes künstlerisches oder kulturvermittelndes Projekt um.

LAG Frauenbeauftragte eröffnet neue Geschäftstellen

Sieben Personen stehen vor einem bunten Bild an der Wand und blicken fröhlich in die Kamera
Marion Dirks, Koordinatorin, Melanie Ahlke, Geschäftsführerin LAG Selbsthilfe NRW, Nicole Burek, Sprecherin, Bernd Kochanek, Vorsitzender LAG Selbsthilfe NRW, Tanja Schiermann, Sprecherin, Dr. Monika Rosenbaum, Netzwerk NRW Frauen und Mädchen mit Behinderung, Yasmin Gers, Pädagogin. (von links)
Foto: LAG FB NRW

MÜNSTER (kobinet) Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Selbsthilfe und Wohlfahrtspflege hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten in Werkstätten für behinderte Menschen (LAG Frauenbeauftragte NRW) ihre neue Geschäftsstelle am Berliner Platz 8–10 in Münster eröffnet. Die Räume liegen zentral gegenüber dem Hauptbahnhof und bieten künftig Platz für Beratung, Koordination und pädagogische Arbeit. Die Arbeit der neuen Geschäftsstelle wird von Marion Dirks als Koordinatorin verantwortet und von der pädagogischen Fachkraft Yasmin Gers unterstützt. Gemeinsam begleiten sie die landesweite Arbeit der Frauenbeauftragten in den Werkstätten fachlich und organisatorisch und stehen als Anlaufstelle für Beratung und Vernetzung zur Verfügung.

Umfassender Diskriminierungsschutz für alle Betroffenen sicherstellen

Sharepic:Umfassender Diskriminierungsschutz für alle Betroffenen
Sharepic:Umfassender Diskriminierungsschutz für alle Betroffenen
Foto: advd

Berlin (kobinet) „Umfassender Diskriminierungsschutz für alle Betroffene: Das AGG muss alle Betroffene von Diskriminierung in allen Lebensbereichen schützen ohne gesetzliche Ausnahmeregelungen. Bestehende Schutzlücken müssen außerdem durch die Aufnahme weiterer bzw. die Konkretisierung bestehender Diskriminierungskategorien im AGG geschlossen werden. Gleichzeitig sollte der Katalog der Diskriminierungskategorien nicht abschließend gestaltet sein.“ Darauf hat das aus über 120 Organisationen bestehende Bündnis AGG Reform Jetzt bereits 2023 hingewiesen. Da es mit der versprochenen und aufgrund von EU-Richtlinien dringend nötigen Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht vorangeht, erinnert das NETZWERK ARTIKEL 3 an diese dritte und vierte von insgesamt elf Forderungen des Bündnisses.

Simone Fischer hat in Sachen Übertragung von Servicetätigkeit auf Pflegefachkräfte in Kliniken nachgefragt

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Berlin (kobinet) Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnie 90/Die Grünen, Simone Fischer weist daraufhin, dass Presseberichten zufolge zunehmend Servicetätigkeiten auf Pflegefachkräfte in Krankenhäusern verlagert werden. Dadurch fehle den Pflegefachpersonen für ihre eigentlichen Kompetenzen und Aufgaben die Zeit. Diese Problematik sei bundesweit und flächendeckend wahrzunehmen. Daher Simone Fischer ihr schriftliches Fragerecht genutzt, um zu dieser Thematik eine Frage an die Bundesregierung zu stellen, die nun beantwortet wurde. „Beobachten reicht nicht: Die Bundesregierung bleibt untätig, wo schnelles und entschlossenes Handeln nötig ist. Die Antwort der Bundesregierung enttäuscht und bleibt weit hinter dem Notwendigen zurück. Statt die strukturellen Fehlanreize für Krankenhausträger konsequent abzubauen, liefert sie keine konkreten Maßnahmen, um die Situation von Pflegefachpersonen in Krankenhäusern zu verbessern“, erklärte Simone Fischer.

Sächsischer Landtagsbeschluss: Ab 2027 Qualifizierungszeit auch für Werkstattbeschäftigte

Michael Welsch
Michael Welsch
Foto: Landesinklusionsbeauftragter Sachsen

Dresden (kobinet) Der sächsische Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, Michael Welsch, begrüßt die in der Plenarsitzung des Sächsischen Landtages am 4. Februar 2026 beschlossenen Verbesserungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Mit dem Gesetz über den Anspruch auf Qualifizierungszeit im Freistaat Sachsen haben ab 2027 auch die rund 16.000 Beschäftigten in den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) die Möglichkeit, sich unter Freistellung von ihrer Tätigkeit an bis zu drei Tagen pro Jahr beruflich zu qualifizieren, für ihr Ehrenamt fortzubilden oder sich politisch zu bilden. „Dieses Anliegen hat die Menschen in den Werkstätten und mich schon länger bewegt. Nun gilt es, eine niedrigschwellige Umsetzung in der Praxis zu etablieren“, teilte Michael Welsch mit.

Ausgezeichnete Schwimmhilfe für blinde Menschen

Beckenrand eines Schwimmbads mit Ausstiegstreppe
Beckenrand eines Schwimmbads mit Ausstiegstreppe
Foto: RosZie In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Bern, Schweiz (kobinet) „Was tun, wenn man beim Schwimmen das Bahnende nicht sieht? Selina Przyjemski, Absolventin des Studiengangs Elektro- und Informationstechnik, findet die Lösung und gewinnt an der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW den Preis für die beste Bachelorarbeit sowie die Nominierung für den renommierten Siemens Excellence Award 2026.“ So macht der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband auf einen Bericht der Hochschule über die neue technische Entwicklung aufmerksam, die es blinden und sehbehinderten Schwimmer*innen ermöglicht, zu erkennen, wenn sie den Beckenrand erreichen.

Magazin Let’s Talk About mit Bericht zu Kooperation beim Blindenfußball

Gemeinsames Blindenfußball-Team von Hannover 96 und Werder Bremen
Gemeinsames Blindenfußball-Team von Hannover 96 und Werder Bremen
Foto: privat

Berlin (kobinet) David Günther hat ein neues Audio-Magazin mit dem Titel Let’s Talk About ins Leben gerufen, das über YouTube angehört werden kann. „Seit Oktober 2025 gibt es in Hannover ein neues sportliches Angebot für Jugendliche mit Sehbehinderung, Blindenfußball. Das Interessante hierbei, Werder Bremen kooperiert dafür mit Hannover 96“, heißt es in der Ankündigung des sechsminütigen Audiobeitrags.

Sind behinderte Menschen im Katastrophenfall auf sich allein gestellt?

info Zeichen
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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) „Eine CORRECTIV-Abfrage zeigt: Städte und Landkreise haben zwar Notfallpläne. Informationen über besonders gefährdete Menschen liegen aber nur vor, wenn diese in Einrichtungen leben. Wer zu Hause auf mit Strom betriebene medizinische Geräte angewiesen ist, bleibt ohne eigenes Zutun unsichtbar.“ So heißt es in einem vor kurzem von CORRECTIV veröffentlichten Beitrag, der sich mit der Frage beschäftigt, warum behinderte Menschen im Katastrophenfall bislang meist auf sich allein gestellt sind.

Horst Frehe: Eine Instanz der Behindertenbewegung wird 75

Horst Frehe
Horst Frehe
Foto: Franziska Vu

Bremen (kobinet) Krüppelgruppen, Krüppeltribunal, Hungerstreik und Besetzungen, Demonstrationen, Parlaments- und Regierungsarbeit, Mit-Entwicklung des Behindertengleichstellungsgesetz und anderer Gesetzesvorschläge, Gründung der Assistenzgenossenschaft in Bremen und von Selbstbestimmt Leben Bremen, bis hin zur jahrzehntelangen Prägung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland sowie der Aufbau der neuen Genossenschaft behinderter Arbeitgebender und die Horst Frehe Stiftung. Diese Liste von Aktivitäten, die Horst Frehe entscheidend mit vorangetrieben hat, ließe sich noch lange fortsetzen. Heute kann sich der Behindertenrechtler und Aktivist der ersten Stunde aus Bremen jedoch ein leckeres Stück Kuchen gönnen. Denn heute, am 5. Februar 2026, kann Horst Frehe seinen 75. Geburtstag feiern. Den vielen Gratulant*innen schließen sich die kobinet-nachrichten an, denn der engagierte Rollstuhlnutzer hat auch die Berichterstattung der kobinet-nachrichten immer wieder bereichert.

Wunsch an die Bundesregierung: Schafft endlich Regelungen für mehr Barrierefreiheit

Sharepic der ISL: Neujahrsvorsätze 2026: Mein Wunsch an die Bundesregierung von Ottmar Miles-Paul
Sharepic der ISL: Neujahrsvorsätze 2026: Mein Wunsch an die Bundesregierung von Ottmar Miles-Paul
Foto: ISL

Berlin (kobinet)

„Reformiert endlich das Behindertengleichstellungsgesetz und regelt, dass die Privatwirtschaft barrierefrei werden und angemessen Vorkehrungen schaffen muss. Reformiert endlich das unsägliche Werkstättensystem, so dass mehr behinderte Menschen echte Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bekommen.“ So bringt der Autor und Inklusionsaktivist seine Wünsche an die Bundesregierung auf den Punkt. So heißt es in einem Sharepic, das die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) auf Facebook und Instagram unter dem Motto „Neujahrsvorsätze 2026: Mein Wunsch an die Bundesregierung“. Damit will die Selbstvertretungsorganisation behinderter Menschen dazu ermuntern, die Wünsch an die Bundesregierung zu formulieren. In der Sitzung vom 4. Februar 2026 hat das Bundeskabinett übrigens schon wieder nicht den längst überfälligen Gesetzentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes beschlossen.

Verschiebung der Wahl des Landesbehindertenbeauftragten: LIGA Selbstvertretung Thüringen fordert zügige Wahl

Logo: LIGA Selbstvertretung Thüringen
Logo: LIGA Selbstvertretung Thüringen
Foto: LIGA Selbstvertretung Thüringen

Erfurt (kobinet) Nach der erneuten Verschiebung zur Wahl des neuen Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen fordert die LIGA Selbstvertretung Thüringen (LIGA SV) eine zügige Nachbesetzung dieses wichtigen Amtes. „Die erneute Verschiebung der Wahl ohne ersichtlichen Grund beschädigt nachhaltig das Amt des Landesbehindertenbeauftragten“, ärgert sich Torsten Theuerkauf vom Vorstand der LIGA SV und betont: „Seit Monaten ist bekannt, dass dieses Amt neu gewählt werden muss und man kommt einfach nicht zu einem Ergebnis.“ Dabei warteten nicht nur die Menschen mit Behinderungen auf die Neubesetzung.

Berlinale 2026 – großes Kino mit Audiodeskription

Berlinale Bär
Berlinale Bär
Foto: Anke Glasmacher

Berlin (kobinet) Filmfans müssen sich sputen: Heute, am 5. Februar 2026, startet der Vorverkauf für die Hörfilme der diesjährigen Berlinale. Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) hat Informationen darüber zusammenstellt, welche Berlinale-Filme mit Audiodeskription gezeigt werden. Darauf hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) aufmerksam gemacht, der die Filmtipps und weitere Infos auf seine Internetseite aufzeigt.

Barrierefreiheit ist kein Sahnehäubchen – Arbeit des UN-Ausschusses in Gefahr

UN-Behindertenrechtskonvention
UNO Behindertenrechtskonvention
Foto: BIZEPS Wien

Genf (kobinet) Fehlende Gelder für internationale Gebärdensprachdolmetschung und Untertitelung gefährden die Arbeit im UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Dies teilte der Ausschuss am 2. Februar 2026 mit. Davon betroffen ist zum Beispiel das taube Ausschuss-Mitglied Hiroshi Tamon, der seit 2025 im Amt ist. Ihm wurde für seine Arbeit keine Gebärdensprachdolmetschung zur Verfügung gestellt. Dies steht in ausdrücklichem Widerspruch zu einer UN-Resolution vom Dezember 2025 (80/197). Ferner kritisierte der Ausschuss, dass die nationale Gebärdensprachdolmetschung seit 2025 eingestellt wurde und die Staaten nun eine Zusatzgebühr an die Vereinten Nationen zahlen müssen, wenn sie Dolmetscherdienste aus der Ferne bereitstellen. Darauf hat H.-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 aufmerksam gemacht.

Gemeinsam einzigartig: Gehörlosenverbände fordern zum Weltkrebstag Ende der Informationsbarrieren bei Krebsprävention

Symbol Gebärdensprache
Symbol DGS Gebärdensprache
Foto: public domain

München (kobinet) Zum Weltkrebstag, der heute am 4. Februar 2026 begangen wird, rufen der Landesverband Bayern der Gehörlosen und der Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg zu einer gemeinsamen Aktion auf. Unter dem weltweiten Motto „United by Unique – Gemeinsam einzigartig“ machen die Verbände auf die massiven Barrieren aufmerksam, denen gehörlose Menschen bei der Krebsvorsorge und Früherkennung begegnen. Trotz medizinischer Fortschritte bleibt ein erheblicher Teil der Bevölkerung aufgrund fehldender barrierefreier Kommunikation von lebenswichtiger Prävention ausgeschlossen.

Erste Sitzung des Reisen-für-Alle-Beirates hat stattgefunden

Bild zeigt die acht Piktogramme des Informations- und Zertifizierungssystems
Piktogramme „Reisen für Alle“
Foto: BTG / screenshot

MÜNCHEN (kobinet) Seit Januar 2024 ist die Bayern Tourist GmbH (BTG) als Konzessionsnehmer sowohl Betreiber als auch Koordinierungs- sowie Prüfstelle von „Reisen für Alle“. Das Bundesministerium für Wirtschaft  und Energie ist Konzessionsgeber und weiterhin Inhaber aller Rechte, insbesondere aller Nutzungs- und Verwertungsrechte an dem Kennzeichnungs- und Zertifizierungssystem „Reisen für Alle“. Am 3. Februar haben sich die Mitglieder des RfA-Beirats in hybrider Form, digital und persönlich, zur ersten Sitzung eingefunden.

Ina Fischer kandidiert für Stadtrat in Erlangen, um Teilhabe für alle möglich zu machen

Ina Fischer
Ina Fischer
Foto: Grafschaft Erlangen

Erlangen (kobinet) Wenn es in Erlangen um das Thema Inklusion geht, dann mischt Ina Fischer meist mit. Sie hat nicht nur das Projekt Kommune Inklusiv beim Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter koordiniert, sondern mischt immer wieder in der Stadtpolitik mit. Nun kandidiert Ina Fischer für die Stadtratswahl in Erlangen, die am 8. März 2026 stattfindet. Mit ihrer Kandidatúr möchte die blinde Frau vor allem jetzt, wo Demokratie nicht mehr ganz so selbstverständlich ist und Menschen mit Behinderung leider oft nur als „Kostenfaktor“ gesehen werden, laut werden, um Inklusion weiterhin einzufordern und Teilhabe in der Stadt Erlangen für alle möglich zu machen. Dies und vieles mehr hat sie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Interview zu ihrer Kandidatur mitgeteilt.

Online-Treffen zur Umfrage zu Diskriminierung

Sharepic zur Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen
Sharepic zur Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen
Foto: IMAP

Dresden (kobinet) Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben Sachsen und die AG Selbstvertretung Sachsen laden zu einem Online Treffen am 13. Februar 2026 um 16:30 Uhr ein, bei dem es um die aktuelle Umfrage zu Diskriminierung geht. Bis zum 28. Februar kann man noch bei der Umfrage mitmachen. „Viele Menschen werden aufgrund einer sichtbaren oder unsichtbaren Behinderung im Alltag unfair behandelt oder benachteiligt. Das nennt man Diskriminierung. Das kann zum Beispiel bei der Nutzung von Bus und Bahn passieren. Das kann auch beim Einkaufen oder im Restaurant passieren. Es kann bei der Arbeit oder in der Schule passieren. Und es kann zum Beispiel passieren, wenn man eine neue Wohnung sucht. Die Umfrage findet man unter: https://diskriminierung-umfrage.de/„, heißt es in der Ankündigung der Online-Informationsveranstaltung.

Maßnahmen für Barrierefreiheit und Inklusion beim Eurovision Song Contest in Wien

Logo des ESC 2026 in Wien
Logo des ESC 2026 in Wien
Foto: ORF

Wien (kobinet) Der 70. Eurovision Song Contest (ESC) findet vom 12. bis zum 16. Mai 2026 in der Stadthalle in Wien statt, nachdem JJ mit dem Lied Wasted Love den Eurovision Song Contest 2025 in Basel gewonnen hat. Nach 1967 und 2015 bedeutet dies die dritte Austragung des ESC in Wien. Was dabei in Sachen Barrierefreiheit und Inklusion geplant ist, damit hat sich der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS beschäftigt: „‚Der 70. Eurovision Song Contest in Wien wird ein Event für alle!‘, gab der ORF am 29. Jänner 2026 in einer Aussendung bekannt“, heißt es dazu im BIZEPS-Bericht.

Lange Wartezeiten auf Schwerbehindertenausweis in Sachsen-Anhalt

Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Foto: gemeinfrei

Magdeburg (kobinet) Wenn Verwaltungen zu wenig Personal haben, es nicht genug Gutachter*innen gibt oder die Regelungen überbürokratisiert sind, zahlen behinderte Menschen meist die Zeche, in dem die Bearbeitung und Bewilligung von Anträgen lange auf sich warten lassen. So in vielen Bundesländern beispielsweise bei der Bearbeitung von Anträgen zur Anerkennung einer Schwerbehinderung. „Wer in Sachsen-Anhalt den Grad der Behinderung feststellen lassen will, braucht derzeit vor allem Geduld. Antragsteller warten aktuell zwischen neun und 18 Monaten auf einen Bescheid. Häufig folgen anschließend Widersprüche und Klagen. In dieser Zeit leben viele Betroffene in finanzieller, rechtlicher und psychischer Unsicherheit. Ihnen fehlen Nachteilsausgleiche, wie steuerliche Vorteile, Rentenansprüche oder Zugang zu Unterstützung im Alltag durch Assistenz. Oft verschlechtert sich der Gesundheitszustand während der langen Wartezeit weiter“, heißt es beispielsweise in einem Bericht des mdr. Ob die Neustrukturierung der Verwaltung in Sachsen-Anhalt Verbesserungen bringt, das ist noch offen.

Armut in Deutschland steigt weiter

Zwei Hände eines alten Menschen mit zwei Euro-Münzen
Armut hängt immer häufiger mit dem Alter zusammen
Foto: Pixabay/anaterate

BERLIN (kobinet) Armut ist nicht nur eine abstrakte Zahl. Für die Betroffenen bedeutet Armut: Kinder ohne Winterjacke, Familien, die bei der Heizung sparen müssen, Menschen, die den Zahnarztbesuch aufschieben. Armut bedeutet Existenzängste, die Sorge um den möglichen Verlust der Wohnung, Vereinsamung und zunehmende gesundheitliche Probleme. Die Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband, Katja Kipping, verweist mit Blick auf die heute verkündeten vorläufigen Armutszahlen des Statistischen Bundesamtes darauf, dass innerhalb nur eines Jahres rund 300.000 Menschen mehr von Armut betroffen sind. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Stadt wie Karlsruhe oder Mannheim. Die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Die Armut in Deutschland steigt von 15,5 auf 16,1 Prozent und von knapp 13 Millionen auf 13,3 Millionen Armutsbetroffene.

Kinderarmut in Deutschland endlich zur Chefsache machen

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Kinderrechte
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert von Bund, Ländern und Kommunen konkrete sozialpolitische Schritte, um endlich die Kinderarmut in Deutschland wirkungsvoll zu bekämpfen. „Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zeigen eindeutig, dass die bisherigen sozialpolitischen Ansätze zur Reduzierung der Kinderarmut nicht wirken. Im Vergleich zum Vorjahr ist die relative Armutsgefährdung sogar gestiegen. Deshalb muss aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland endlich priorisiert werden. Kein Kind zurücklassen bedeutet in diesem Zusammenhang, allen Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen sowie gleichwertige Lebensverhältnisse unabhängig von ihrem Wohnort und ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen. Dies kann aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes nur durch das Zusammenspiel einer eigenständigen finanziellen Leistung für Kindern und Jugendliche mit einer gleichzeitigen Absicherung ihrer Bildungs- und Teilhabebedarfe durch ein chancengerechtes, leicht zugängliches und armutspräventives Angebot in ihrem Lebensumfeld gelingen.

Infos zur Ausbildung für Jugendliche mit Behinderungen im Familienratgeber

Logo: Familienratgeber der Aktion Mensch
Familienratgeber der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Für Jugendliche mit Behinderung ist es nicht so einfach, eine Ausbildung zu finden. Deswegen solltest du dich gut vorbereiten. Es gibt viele Angebote die dir dabei helfen können: Es gibt Beratung, Infos und Unterstützung von vielen verschiedenen Stellen. In diesem Artikel kannst du lesen, welche Arten von Ausbildungen für Jugendliche mit Behinderung möglich sind und wer helfen kann.“ So kündigt der Familienratgeber der Aktion Mensch seine Tipps zur Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderungen an, die online eingestellt sind.

Beispiel aus Hessen zeigt, wie Inklusion im Arbeitsmarkt funktionieren kann

Titelbild der tagesschau
Titelbild der tagesschau
Foto: ARD tagesschau

Hamburg (kobinet) „In Deutschland arbeiten Hunderttausende Menschen mit Behinderung in Werkstätten. Wenige schaffen es in reguläre Jobs. Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus Hessen.“ So heißt es in einem auführlichen Bericht der tagesschau vom 1. Februar 2026 mit dem Titel „Warum echte Inklusion am Arbeitsmarkt selten ist“.

Schwierige Ausgangssituation vor Landtagswahlen

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Ein Blick auf die Wahlumfragen für die in diesem Jahr anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zeigt, wie schwierig die Mehrheitsbildung in zukünftigen Landtagen ist und wie wichtig das demokratische Engagement gerade in diesem Wahljahr ist, das noch durch Kommunalwahlen beispielsweise in Hessen und Bayern ergänzt wird. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz liegt derzeit die CDU vor den Grünen bzw. der SPD. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet die AfD in den derzeitigen Umfragen Werte um die 35 Prozent und mehr, was die Regierungsbildung schwierig machen dürfte.

Rheinland-pfälzisches Familienministerium fördert Antidiskriminierungsbüro

Katharina Binz
Katharina Binz
Foto: MFFKI Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) Das rheinland-pfälzische Familienministerium stärkt den Schutz vor Diskriminierung und fördert das Antidiskriminierungsbüro Rheinland-Pfalz des Trägers Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz mit einer Landeszuwendung für das Jahr 2026 in Höhe von 282.997,12 Euro. Den entsprechenden Förderbescheid hat Familienministerin Katharina Binz persönlich übergeben. „Diskriminierung ist keine Randerscheinung, sondern eine reale Erfahrung für viele Menschen in unserem Land, im Alltag, am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche oder im Bildungsbereich. Wer Diskriminierung erlebt, braucht eine unabhängige, kompetente und vertrauenswürdige Anlaufstelle. Genau hier setzt die zivilgesellschaftliche Antidiskriminierungsberatung in Rheinland-Pfalz an“, betonte die Ministerin.

Wochenenddebatten der Union stärken rechtspopulistische Kräfte

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kritisiert die aktuellen Vorschläge aus dem Umfeld der Union zur Kürzung von Leistungen im Gesundheitswesen und zur Ausweitung der Arbeitszeit und warnt vor der politischen Instrumentalisierung des Sozialstaats: „Inzwischen ist es fast schon Normalität geworden, dass an Wochenenden abstruse politische Ideen medial breitgetreten werden. Dieses Mal hat sich der CDU-Wirtschaftsrat entlarvt. Sein Vorschlag, Zahnarztbesuche künftig nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zu lassen, ist an Zynismus kaum zu überbieten.“

Gesundheitsminister Philippi kritisiert Vorschlag zur Kürzung von Zahnarztleistungen

Dr. Andreas Philippi
Dr. Andreas Philippi
Foto: photothek.net

HANNOVER (kobinet) Der Niedersächsische Gesundheitsminister und diesjährige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dr. Andreas Philippi, kritisiert die gegenwärtige Diskussion um Kürzungen von Zahnarztleistungen bei gesetzlich Versicherten und stellt dazu fest: „Der Vorschlag ist gesellschaftspolitisch und gesundheitspolitisch eine Dreistigkeit. Die aktuellen Forderungen, dass gesetzlich Versicherte den Großteil der Zahnarztkosten selber übernehmen sollen, können nicht ernst gemeint sein. Über 90 Prozent aller Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert und wären von dieser unsozialen Maßnahme betroffen. Ernsthafte Reformen im Gesundheitswesen müssen solidarisch angegangen werden und der Sozialstaat als Ganzes verstanden werden. Der Vorschlag, dass Patientinnen und Patienten vermehrt über private Absicherungen ihre Gesundheitskosten absichern, führt an der finanziellen Lebensrealität der meisten Menschen vorbei. Zahngesundheit darf kein Luxus sein.“