Berlin (kobinet)
Yoga, Tango und die Mittel-meer-küste haben etwas gemeinsam.
Sie alle gehören zum Immateriellen Kultur-erbe der Menschheit.
Immaterielles Kultur-erbe sind Dinge, die man nicht anfassen kann.
Zum Beispiel alte Lieder, Tänze oder Bräuche einer Gemeinschaft.
Das hat die UNESCO entschieden.
UNESCO bedeutet: UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Nun soll auch die Braille-schrift in diese Liste kommen.
Braille-schrift ist eine Schrift für blinde Menschen.
Man liest sie mit den Finger-spitzen.
Deutschland und Frankreich haben das gemeinsam beantragt.
Der DBSV hat diesen Antrag mit erarbeitet.
DBSV bedeutet: Deutscher Blinden- und Seh-behinderten-verband.
DBSV-Präsident Hans-Werner Lange sagt:
Braille-schrift schafft Teilhabe und Selbst-ständigkeit.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Selbst-ständigkeit bedeutet: Du kannst Dinge alleine machen.
Blinde Menschen haben die Braille-schrift selbst erfunden.
Sie ist Teil ihrer Identität geworden.
Identität bedeutet: Das bin ich.
Das sind meine Eigenschaften und mein Name.
Louis Braille war selbst blind.
Er war 16 Jahre alt.
Er erfand die Schrift in Paris.
Die Schrift hat 6 Punkte.
Man liest sie mit den Finger-spitzen.
Heute heißt sie Braille-schrift nach ihm.
Lange Zeit erkannten viele Lehr-kräfte die Braille-schrift nicht an.
Lehr-kräfte sind Menschen, die anderen etwas beibringen.
Sie arbeiten in Schulen.
Heute nutzen Menschen sie auf der ganzen Welt.
Man kann damit viele Sprachen lesen.
Auch Musik und Mathematik gibt es in Braille-schrift.
Mit elektronischen Braille-Displays lesen blinde Menschen E-Mails und Bücher.
Ein Braille-Display ist ein Gerät für blinde Menschen.
Es zeigt Texte als fühlbare Punkt-Muster an.
Die Braille-schrift hat sich an das digitale Zeit-alter angepasst.
Das digitale Zeit-alter ist die heutige Zeit mit Computern und Internet.
Maria Böhmer ist Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.
Sie sagt: Braille-schrift ist ein Symbol für gelebte Inklusion.
Ein Symbol ist ein Zeichen, das für etwas steht.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Die Braille-schrift gibt blinden Menschen Zugang zu Bildung und Kultur.
Deutschland und Frankreich würdigen das gemeinsam.
Ende 2027 entscheidet die UNESCO über die Aufnahme.
Aufnahme bedeutet hier: Die Braille-schrift kommt in die Liste des Immateriellen Kultur-erbes.
Bereits 2020 wurde die Braille-schrift in Deutschland anerkannt.
Jetzt soll sie auch weltweit anerkannt werden.
Der Name des Antrags lautet: Braille: Lesen und Schreiben durch Tasten.
Im Mai 2026 gehen Ottmar Miles-Paul und Sabine Lohner auf Tour.
Sie lesen aus dem Buch von Ottmar Miles-Paul vor.
Das Buch heißt: Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion.
Exklusion bedeutet: Menschen werden ausgeschlossen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen überall mit.
Sabine Lohner liest dabei von ihrer Braille-zeile.
Eine Braille-Zeile ist ein Gerät für blinde Menschen.
Das Gerät zeigt Text aus dem Computer in Punkt-Schrift an.
Lesungen finden in Mainz, Bad Kreuznach und Kiel statt.
Mehr Infos zur Braille-schrift gibt es hier: www.dbsv.org/braille
Mehr Infos zum Immateriellen Kultur-erbe gibt es hier: Informationen zum Immateriellen Kultur-erbe als PDF-Dokument
Ein PDF-Dokument ist eine Datei auf dem Computer.
Sie sieht auf jedem Gerät gleich aus.
Mehr Infos zu den Lesungen gibt es hier: Infos und Termine zu den Lesungen

Foto: BlenderTimer In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Berlin (kobinet) Was haben Yoga, der Tango und die Mittelmeerküche gemeinsam? Diese kulturellen Ausdrucksformen wurden von der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, zum weltweiten Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Nun soll auch die Brailleschrift in diese Liste aufgenommen werden. Das haben Deutschland und Frankreich gemeinsam auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und französischer Blindenorganisationen beantragt. Ende 2027 wird die UNESCO über die Nominierung entscheiden.
Als Spitzenverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in Deutschland hat der DBSV die Erarbeitung der Nominierung mitgestaltet – für Präsident Hans-Werner Lange eine Herzensangelegenheit: „Von blinden Menschen selbst erfunden und weiterentwickelt, ist Braille zu einer Kulturform geworden, die Kommunikation und damit Teilhabe und Autonomie schafft. Braille verbindet aber auch und ist für unsere Community zu einem Teil unserer Identität geworden. Und genau das macht für mich Immaterielles Kulturerbe aus.“
Der selbst blinde Louis Braille entwickelte im Alter von 16 Jahren in Paris die heute nach ihm benannte Schrift, die mit ihren sechs Punkten optimal auf den Tastsinn der Fingerspitzen abgestimmt ist. Es dauerte Jahrzehnte, bis die Brailleschrift auch von Lehrkräften anerkannt wurde. Heute wird sie weltweit für verschiedenste Sprachen, Musik, Mathematik und vieles mehr genutzt und hat sich auch ans digitale Zeitalter angepasst. Mit elektronischen Braille-Displays lesen blinde Menschen heute E-Books, Mails und Dokumente.
„Braille ist ein Symbol für gelebte Inklusion“, betont Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO‑Kommission. „Als tastbare Form des Lesens und Schreibens ermöglicht sie blinden und sehbehinderten Menschen auf der ganzen Welt den eigenständigen Zugang zu Bildung, Information, Kultur und Beruf und stärkt damit ihre Teilhabe in allen Lebensbereichen. Die gemeinsame Nominierung Frankreichs und Deutschlands würdigt diesen hohen internationalen Wert. Ich freue mich sehr darüber und wünsche der Nominierung viel Erfolg!“
Bereits 2020 wurde die „Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in Deutschland“ auf Initiative des DBSV in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ende 2027 wird die UNESCO entscheiden, ob „Braille: Lesen und Schreiben durch Tasten“ in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wird und die Brailleschrift so weltweit als Kulturgut Anerkennung erfährt.
Weitere Informationen zur Brailleschrift unter: www.dbsv.org/braille
Weitere Informationen zum Immateriellen Kulturerbe (PDF-Dokument)
Für diejenigen, die live erleben wollen, welche Möglichkeiten die Brailleschrift bietet, könnten Lesungen von Ottmar Miles-Paul und Sabine Lohner interessant sein. Die beiden gehen im Mai 2026 wieder auf Tour. Dabei liest Sabine Lohner von ihrer Braillezeile aus dem Roman von Ottmar Miles-Paul mit dem Titel „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ bei Lesungen in Mainz, Bad Kreuznach und in Kiel sogar bei einer Dunkellesung Auszüge aus dem neuen Roman vor.
Link zu Infos und zu Lesungen aus dem Roman

Foto: BlenderTimer In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Berlin (kobinet) Was haben Yoga, der Tango und die Mittelmeerküche gemeinsam? Diese kulturellen Ausdrucksformen wurden von der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, zum weltweiten Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Nun soll auch die Brailleschrift in diese Liste aufgenommen werden. Das haben Deutschland und Frankreich gemeinsam auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und französischer Blindenorganisationen beantragt. Ende 2027 wird die UNESCO über die Nominierung entscheiden.
Als Spitzenverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in Deutschland hat der DBSV die Erarbeitung der Nominierung mitgestaltet – für Präsident Hans-Werner Lange eine Herzensangelegenheit: „Von blinden Menschen selbst erfunden und weiterentwickelt, ist Braille zu einer Kulturform geworden, die Kommunikation und damit Teilhabe und Autonomie schafft. Braille verbindet aber auch und ist für unsere Community zu einem Teil unserer Identität geworden. Und genau das macht für mich Immaterielles Kulturerbe aus.“
Der selbst blinde Louis Braille entwickelte im Alter von 16 Jahren in Paris die heute nach ihm benannte Schrift, die mit ihren sechs Punkten optimal auf den Tastsinn der Fingerspitzen abgestimmt ist. Es dauerte Jahrzehnte, bis die Brailleschrift auch von Lehrkräften anerkannt wurde. Heute wird sie weltweit für verschiedenste Sprachen, Musik, Mathematik und vieles mehr genutzt und hat sich auch ans digitale Zeitalter angepasst. Mit elektronischen Braille-Displays lesen blinde Menschen heute E-Books, Mails und Dokumente.
„Braille ist ein Symbol für gelebte Inklusion“, betont Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO‑Kommission. „Als tastbare Form des Lesens und Schreibens ermöglicht sie blinden und sehbehinderten Menschen auf der ganzen Welt den eigenständigen Zugang zu Bildung, Information, Kultur und Beruf und stärkt damit ihre Teilhabe in allen Lebensbereichen. Die gemeinsame Nominierung Frankreichs und Deutschlands würdigt diesen hohen internationalen Wert. Ich freue mich sehr darüber und wünsche der Nominierung viel Erfolg!“
Bereits 2020 wurde die „Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in Deutschland“ auf Initiative des DBSV in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ende 2027 wird die UNESCO entscheiden, ob „Braille: Lesen und Schreiben durch Tasten“ in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wird und die Brailleschrift so weltweit als Kulturgut Anerkennung erfährt.
Weitere Informationen zur Brailleschrift unter: www.dbsv.org/braille
Weitere Informationen zum Immateriellen Kulturerbe (PDF-Dokument)
Für diejenigen, die live erleben wollen, welche Möglichkeiten die Brailleschrift bietet, könnten Lesungen von Ottmar Miles-Paul und Sabine Lohner interessant sein. Die beiden gehen im Mai 2026 wieder auf Tour. Dabei liest Sabine Lohner von ihrer Braillezeile aus dem Roman von Ottmar Miles-Paul mit dem Titel „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ bei Lesungen in Mainz, Bad Kreuznach und in Kiel sogar bei einer Dunkellesung Auszüge aus dem neuen Roman vor.
Link zu Infos und zu Lesungen aus dem Roman




