Berlin (kobinet)
In den letzten Tagen gab es viele Tier-Meldungen.
Ein Wal verirrte sich in die Ost-See.
Der Wal lief mehrmals auf Grund.
Ein Wolf lief durch die Innen-Stadt von Hamburg.
Der Wolf griff eine Frau in einem Einkaufs-Zentrum an.
Die Polizei rettete den Wolf später aus dem Wasser.
Jetzt gibt es eine neue Meldung aus Berlin.
Seit dem 1. April 2026 sitzt ein Bär in einem Büro.
Das Büro gehört der ISL.
ISL bedeutet: Interessen-Vertretung Selbst-bestimmt Leben in Deutschland.
Sie spricht für Menschen mit Behinderung.
Sie setzt sich für ihre Wünsche und Rechte ein.
Die ISL kämpft für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Der Bär hat das Büro besetzt.
Besetzt bedeutet: Er ist dort und geht nicht weg.
Der Bär ist sehr wütend auf die Politik.
Er ärgert sich über die Behinderten-Politik der Bundes-Regierung.
Das sind die Regeln der Regierung für Menschen mit Behinderung.
Die Bundes-Regierung besteht aus CDU, CSU und SPD.
Der Bär findet: Deutschland hält sich nicht an die UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Eine Konvention ist ein Vertrag zwischen vielen Ländern.
Alle Länder halten sich daran.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention schützt die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Auch Deutschland hat diesen Vertrag unterschrieben.
Der Bär hat einen Freund.
Der Freund ist ein Hund.
Der Hund soll ein Assistenz-Hund werden.
Ein Assistenz-Hund ist ausgebildet und hilft Menschen mit Behinderung im Alltag.
Aber der Hund wird noch nicht anerkannt.
Das liegt an der schlechten BGG-Reform.
BGG bedeutet: Behinderten-Gleich-Stellungs-Gesetz.
Dieses Gesetz soll Menschen mit Behinderung gleiche Rechte geben.
Gleich-Stellung bedeutet: Alle Menschen werden gleich behandelt.
Die Reform des Gesetzes war schlecht.
Wegen der schlechten Reform muss der Hund oft draußen bleiben.
Auch Rollstuhl-Nutzerinnen und Rollstuhl-Nutzer müssen oft draußen bleiben.
Der Aufzug im ISL-Büro ist kaputt.
Deshalb kann der Bär nicht einfach gehen.
Die ISL hat beschlossen: Wir ziehen um.
Der Umzug ist Anfang Mai 2026.
Eine Mitarbeiterin der ISL sagt: So können wir nicht arbeiten.
Der Bär störe die Arbeit sehr.
Die ISL zieht in die Zimmer-Straße in Berlin.
Dort ist das Deutsche Institut für Menschen-Rechte.
Menschen-Rechte bedeutet: Alle Menschen haben gleiche Rechte.
Dort ist auch die Monitoring-Stelle zur UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Monitoring bedeutet: Etwas genau beobachten und prüfen.
Die ISL will näher bei diesen Einrichtungen sein.
Niemand weiß genau: Was macht der Bär als nächstes?
Vielleicht geht er zum Bundes-Tag.
Der Bundes-Tag ist das deutsche Parlament.
Das Parlament ist eine Versammlung von Volks-Vertretern.
Sie machen dort die Gesetze für Deutschland.
CDU, CSU und SPD haben noch keine klaren Versprechen gemacht.
Es geht um Verbesserungen beim BGG-Gesetz-Entwurf.
Ein Gesetz-Entwurf ist ein Plan für ein neues Gesetz.
Politiker schreiben auf, welche Regeln sie machen wollen.
Der Bär ist darüber sehr unzufrieden.
Am 5. Mai ist der Europäische Protest-Tag.
An diesem Tag fordern Menschen mit Behinderung in ganz Europa mehr Rechte.
In Berlin gibt es eine Demonstration.
Bei einer Demonstration treffen sich viele Menschen.
Sie zeigen gemeinsam ihre Meinung auf der Straße.
Vielleicht läuft der Bär bei der Demonstration mit.
Menschen aus dem Umfeld der ISL sagen: Wir verstehen den Bär.
Sie sagen: Manchmal muss einfach der Bär los sein.

Foto: Simonecappe91 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Berlin (kobinet) Die Verirrungen und Verwirrungen in der Tierwelt beherrschten die Nachrichten in den letzten Tagen. Zuerst verirrte sich ein Wal in die Ostsee und lief wiederholt auf Grund. Dann verirrte sich ein Wolf in die Hamburger Innenstadt und griff in einem Shopping-Center sogar eine Frau an, bevor er später von der Polizei aus dem Wasser gezogen und gerettet wurde. Und nun erreichte die kobinet-nachrichten ein Hinweis aus Berlin. Dort scheint nun der Bär los zu sein. Seit dem Morgen des 1. April 2026 hat sich dort anscheinend ein Bär im Büro der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) häuslich eingerichtet und das Büro besetzt. "Bei uns ist der Bär los", hieß es aus gut informierten Kreisen aus dem Umfeld der ISL. Und dies habe nichts damit zu tun, dass in der Geschäftsstelle der Selbstvertretungsorganisation seit dem Kabinettsbeschluss zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und den unsäglichen Diskussionen so mancher Politiker*innen zu den Kosten der Eingliederungshilfe ohnehin der Bär los sei. Es handele sich um einen richtigen Bär, der sich zudem furchtbar über die Behindertenpolitik der Bundesregierung und der Regierungskoaltion aus CDU/CSU und SPD aufrege. Da wieder mal der Aufzug länger kaputt sei, sieht die ISL nur sehr geringe Chancen, dass der Bär so schnell wieder abzieht. Daher habe die ISL kurzerhand beschlossen, Anfang Mai in neue Räumlichkeiten umzuziehen.
„So können wir nicht arbeiten“, teilte eine Mitarbeiterin der ISL mit, die ihren Namen nicht nennen wollte. Denn sie sei eigentlich tierlieb, doch wenn so ein Bär los sei, könne man sich nicht konzentrieren. Der rege sich im Minutentakt darüber auf, wie Deutschland mit der UN-Behindertenrechtskonvention umgeht. Denn was für die Menschen schlecht sei, sei auch für die Tiere nicht gut. Der Bär habe nämlich einen Hund als Freund, oder besser gesagt einen potentiellen Assistenzhund. Und das sei unsäglich, dass es hier aufgrund der miserablen BGG-Reform immer noch keine Anerkennung für ihn gäbe. So müsse er öfter draußen bleiben und das sei bei der belasteten Luft in Berlin gar nicht gut für ihn. Der Hund müsse dann mit Rollstuhlnutzer*innen draußen sitzen, die ebenfalls aufgrund der Barrieren nicht rein kämen.
„Wir ziehen um!“ heißt es daher vonseiten der ISL-Geschäftsführung. „Wenn ständig der Bär los ist, brauchen wir andere und bessere Räume. Vor allem brauchen wir die Nähe von Menschen und Organisationen, die die UN-Behindertenrechtskonvention in diesen Zeiten ernst nehmen.“ Daher entfernt sich die ISL zukünftig von ihrem Standort geografisch etwas weiter weg vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem nahe gelegenen Justizministerium, hin zum Deutschen Institut für Menschenrechte. „Wir ziehen Anfang Mai in die Zimmerstraße, denn dort ist auch die Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention angesiedelt“, betonte eine ISL-Vertreterin.
Da der Bär aufgrund seiner Aufregung über die massiven Ausnahmen für Unternehmen in Sachen Barrierefreiheit im Gesetzentwurf für die Änderung des Bundesteilhabegesetzes so unruhig sei, wäre mit ihm derzeit nicht gut Kirschen essen. So kann auch niemand genau sagen, ob er im ISL-Büro bleiben wolle oder wie er schon angebrummt habe, den Weg Richtung Bundestag einschlägt. Denn dort sei es höchste Zeit, dass da auch mal ein Bär los sei, bei den bisherigen Rückmeldungen aus den Reihen von CDU/CSU und SPD, aus denen immer noch keine konkreten Reformzusagen zum BGG-Gesetzentwurf zu vernehmen sind.
„Wir verstehen den Bär gut und sind an seiner Seite. Denn manchmal muss einfach der Bär los sein. Vielleicht marschiert er ja am Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai bei der Demonstration in Berlin mit?“, hieß es aus dem Umfeld derjenigen, die versucht haben, mit dem Bären zu kommunizieren. „Wir hätten nie gedacht, dass ein Gesetzentwurf, der zugegebenermaßen miserabel ist, dafür sorgen kann, dass der Bär so los ist“, heißt es abschließend aus gut informierten Kreisen aus dem Umfeld der ISL.

Foto: Simonecappe91 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Berlin (kobinet) Die Verirrungen und Verwirrungen in der Tierwelt beherrschten die Nachrichten in den letzten Tagen. Zuerst verirrte sich ein Wal in die Ostsee und lief wiederholt auf Grund. Dann verirrte sich ein Wolf in die Hamburger Innenstadt und griff in einem Shopping-Center sogar eine Frau an, bevor er später von der Polizei aus dem Wasser gezogen und gerettet wurde. Und nun erreichte die kobinet-nachrichten ein Hinweis aus Berlin. Dort scheint nun der Bär los zu sein. Seit dem Morgen des 1. April 2026 hat sich dort anscheinend ein Bär im Büro der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) häuslich eingerichtet und das Büro besetzt. "Bei uns ist der Bär los", hieß es aus gut informierten Kreisen aus dem Umfeld der ISL. Und dies habe nichts damit zu tun, dass in der Geschäftsstelle der Selbstvertretungsorganisation seit dem Kabinettsbeschluss zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und den unsäglichen Diskussionen so mancher Politiker*innen zu den Kosten der Eingliederungshilfe ohnehin der Bär los sei. Es handele sich um einen richtigen Bär, der sich zudem furchtbar über die Behindertenpolitik der Bundesregierung und der Regierungskoaltion aus CDU/CSU und SPD aufrege. Da wieder mal der Aufzug länger kaputt sei, sieht die ISL nur sehr geringe Chancen, dass der Bär so schnell wieder abzieht. Daher habe die ISL kurzerhand beschlossen, Anfang Mai in neue Räumlichkeiten umzuziehen.
„So können wir nicht arbeiten“, teilte eine Mitarbeiterin der ISL mit, die ihren Namen nicht nennen wollte. Denn sie sei eigentlich tierlieb, doch wenn so ein Bär los sei, könne man sich nicht konzentrieren. Der rege sich im Minutentakt darüber auf, wie Deutschland mit der UN-Behindertenrechtskonvention umgeht. Denn was für die Menschen schlecht sei, sei auch für die Tiere nicht gut. Der Bär habe nämlich einen Hund als Freund, oder besser gesagt einen potentiellen Assistenzhund. Und das sei unsäglich, dass es hier aufgrund der miserablen BGG-Reform immer noch keine Anerkennung für ihn gäbe. So müsse er öfter draußen bleiben und das sei bei der belasteten Luft in Berlin gar nicht gut für ihn. Der Hund müsse dann mit Rollstuhlnutzer*innen draußen sitzen, die ebenfalls aufgrund der Barrieren nicht rein kämen.
„Wir ziehen um!“ heißt es daher vonseiten der ISL-Geschäftsführung. „Wenn ständig der Bär los ist, brauchen wir andere und bessere Räume. Vor allem brauchen wir die Nähe von Menschen und Organisationen, die die UN-Behindertenrechtskonvention in diesen Zeiten ernst nehmen.“ Daher entfernt sich die ISL zukünftig von ihrem Standort geografisch etwas weiter weg vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem nahe gelegenen Justizministerium, hin zum Deutschen Institut für Menschenrechte. „Wir ziehen Anfang Mai in die Zimmerstraße, denn dort ist auch die Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention angesiedelt“, betonte eine ISL-Vertreterin.
Da der Bär aufgrund seiner Aufregung über die massiven Ausnahmen für Unternehmen in Sachen Barrierefreiheit im Gesetzentwurf für die Änderung des Bundesteilhabegesetzes so unruhig sei, wäre mit ihm derzeit nicht gut Kirschen essen. So kann auch niemand genau sagen, ob er im ISL-Büro bleiben wolle oder wie er schon angebrummt habe, den Weg Richtung Bundestag einschlägt. Denn dort sei es höchste Zeit, dass da auch mal ein Bär los sei, bei den bisherigen Rückmeldungen aus den Reihen von CDU/CSU und SPD, aus denen immer noch keine konkreten Reformzusagen zum BGG-Gesetzentwurf zu vernehmen sind.
„Wir verstehen den Bär gut und sind an seiner Seite. Denn manchmal muss einfach der Bär los sein. Vielleicht marschiert er ja am Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai bei der Demonstration in Berlin mit?“, hieß es aus dem Umfeld derjenigen, die versucht haben, mit dem Bären zu kommunizieren. „Wir hätten nie gedacht, dass ein Gesetzentwurf, der zugegebenermaßen miserabel ist, dafür sorgen kann, dass der Bär so los ist“, heißt es abschließend aus gut informierten Kreisen aus dem Umfeld der ISL.





Ottmar, du kannst mir nichts Weißmachen und einen Bären zum 1. April kannst du mir auch nicht aufbinden.
Wobei ich sagen muss, dass das schon bärenstark ist. Da steppt der Bär ja fast richtig
Wow, bärenstark, echtes „Allyship“, was der Bär da inszeniert!
Bärig angetan ist Hans-Willi