Villmar-Weyer (kobinet)
Heute ist Kar-Freitag.
Das Datum ist der 3. April 2026.
Es ist 11:30 Uhr.
Ich habe den 1. April vergessen.
An diesem Tag macht man oft Scherze.
Ich habe keine Scherze gemacht.
Stattdessen schaue ich mir ein Torten-Diagramm an.
Ein Torten-Diagramm ist ein rundes Bild.
Es zeigt, wie groß verschiedene Teile von etwas sind.
Das Diagramm kommt von der Tages-Schau.
Die Tages-Schau ist eine Nach-richten-Sendung im Fernseher.
Das Diagramm zeigt die Kosten der gesetzlichen Kranken-Kassen.
Eine Kranken-Kasse bezahlt den Arzt für dich.
Du zahlst jeden Monat Geld an die Kranken-Kasse.
Am meisten kosten die Kranken-Haus-Behandlungen.
Ärzte und Pfleger helfen dort den Menschen.
Dann kommen die Arznei-Mittel.
Arznei-Mittel sind Medikamente.
Man kann sie in einer Apotheke kaufen.
Dann kommen die Arzt-Behandlungen.
Mehr als ein Viertel des Diagramms ist grau.
Dieser Teil wird nicht erklärt.
Das könnten eigene Kosten der Kranken-Kassen sein.
Zum Beispiel Gehälter und Gebäude.
Eine Mitarbeiterin meiner Kranken-Kasse ruft mich fast jede Woche an.
Sie erklärt mir die digitale Gesundheits-Karte.
Die Gesundheits-Karte ist eine Karte mit einem Chip.
Du bekommst sie von deiner Kranken-Kasse.
Oder sie möchte mir eine Zahn-Versicherung verkaufen.
Eine Zahn-Versicherung zahlt für Besuche beim Zahnarzt.
Diese Versicherung kann ich mir nicht leisten.
Auf Gesundheits-Fragen kann die Mitarbeiterin nicht antworten.
Sie ist keine Ärztin.
Ich frage sie nach dem Torten-Diagramm.
Dazu sagt sie nichts.
Ich frage sie nach den Kosten für Medikamente.
Deutsche Medikamente sind die teuersten in Europa.
Auch dazu sagt sie nichts.
Ich frage nach dem Jahres-Gehalt des Vorstands.
Das Jahres-Gehalt ist das Geld, das man in einem Jahr verdient.
Der Vorstand leitet die Kranken-Kasse.
Der Vorstand trifft die wichtigen Entscheidungen.
Darüber möchte die Mitarbeiterin nicht reden.
Die Kranken-Kasse wirbt mit Offenheit.
Aber die Mitarbeiterin redet lieber über Torten-Rezepte.
Mir vergeht dabei der Appetit.
Ich hätte gerne in einer Experten-Kommission mitgemacht.
Eine Experten-Kommission ist eine Gruppe von Fach-Leuten.
Diese Menschen kennen sich gut mit einem Thema aus.
Diese Kommission arbeitet an einer Gesundheits-Reform.
Eine Gesundheits-Reform ändert die Regeln für Ärzte und Kranken-Kassen.
Die Politik macht diese Änderungen für bessere Versorgung.
Ich bin chronisch krank.
Chronisch krank bedeutet: Man ist schon sehr lange krank.
Ich habe wenig Geld.
Ich bin gesetzlich versichert.
In der Behinderten-Hilfe sagt man: Jeder kennt sich selbst am besten.
Behinderten-Hilfe bedeutet: Menschen mit Behinderung bekommen Unter-Stützung.
Die Unter-Stützung hilft im Alltag.
Deshalb wäre ich ein guter Experte.
Ich habe auch eine Idee zur Wehr-Pflicht.
Wehr-Pflicht bedeutet: Man muss beim Militär arbeiten.
Meine Idee ist anders.
Alle Menschen ab 18 Jahren leisten 18 Monate Sozial-Dienst.
Sozial-Dienst bedeutet: Man hilft anderen Menschen.
Wer den Sozial-Dienst ablehnt, geht zum Militär.
Das würde der Pflege-Krise helfen.
Pflege-Krise bedeutet: Es gibt zu wenig Pflege-Personal.
Pflege-Personal sind Fach-Leute, die kranke Menschen betreuen.
Das Militär würde mehr Menschen bekommen.
Ich fordere die Landwirte auf zu demonstrieren.
Demonstrieren bedeutet: Man zeigt öffentlich seinen Protest.
Der Diesel ist sehr teuer.
Diesel ist ein Kraft-Stoff für Traktoren und Autos.
Die Landwirte sollen mit Traktoren etwas blockieren.
Blockieren bedeutet: Man versperrt eine Straße.
Dann kann ich im Mai wieder mit meinem Wohn-Mobil reisen.
Ein Wohn-Mobil ist ein großes Auto mit einem kleinen Wohn-Bereich.
Menschen können darin schlafen, kochen und wohnen.
Ein Deutsch-Land-Ticket hilft mir dabei nicht.
Das Deutsch-Land-Ticket ist eine Fahrkarte für Busse und Bahnen.
Die aktuelle Energie-Krise hat etwas Gutes gezeigt.
Energie-Krise bedeutet: Strom und Heizung sind sehr teuer.
Die Bundes-Regierung hat in einer Woche ein Gesetz gemacht.
Die Bundes-Regierung leitet Deutschland.
Sie macht Gesetze für alle Menschen im Land.
Das Gesetz gilt seit dem 1. April.
Das ist kein Scherz.
Keine Experten-Gruppe war nötig.
Kein langer Streit zwischen Bund und Ländern.
Es geht also schnell, wenn die Politik will.
Ministerin Reiche ist für den Sprit-Preis zuständig.
Sprit ist ein anderes Wort für Benzin und Diesel.
Sprit ist der Kraft-Stoff, den Autos zum Fahren brauchen.
Bei diesem Thema handelt die Ministerin sehr schnell.
Ich denke an andere Gesetze.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention wartet noch auf Umsetzung.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag von vielen Ländern.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Umsetzung bedeutet: Ein Plan wird in die Tat umgesetzt.
Das Bundes-Teil-Habe-Gesetz wartet ebenfalls.
Das Bundes-Teil-Habe-Gesetz hilft Menschen mit Behinderung.
Diese Gesetze helfen Menschen mit Behinderung.
Sie werden nicht so schnell umgesetzt.
Manche Menschen nutzen Künstliche Intelligenz.
Künstliche Intelligenz bedeutet: Computer können denken und lernen wie ein Mensch.
Viele haben Angst vor Künstlicher Intelligenz.
Mich besorgt etwas anderes mehr.
Mich besorgt, dass Menschen weniger klug denken.
Bei Wahlen wählen manche aus Protest die AfD.
Sie sind unzufrieden mit der SPD.
Ich verstehe das nicht.
Es gibt andere Parteien wie die Linke oder die Grünen.
Auch eine Google-Suche zeigt das.
In den Nach-richten gibt es gerade viel über einen Wal.
Der Wal heißt Timmy.
Timmy ist ein Buckel-Wal.
Ein Buckel-Wal ist ein sehr großes Tier im Meer.
Er hat einen großen Buckel auf dem Rücken.
Timmy bekommt sehr viel Aufmerksamkeit in den Medien.
Medien sind Dinge, die uns Infos und Nach-richten geben.
Dazu gehören Zeitung, Radio, Fernseher und Internet.
Im gleichen Zeitraum sind 38 Menschen im Mittel-Meer ertrunken.
Das Mittel-Meer ist ein großes Meer zwischen Europa und Afrika.
Diese Menschen flohen auf Booten.
Sie wollten in Europa ein besseres Leben finden.
Über diese Menschen wird viel weniger berichtet.
Jetzt ist es 14:30 Uhr.
Jetzt esse ich ein Stück Butter-Creme-Torte.
Die Torte ist von Tante Christa.
Die Fasten-Zeit geht zu Ende.
Fasten-Zeit bedeutet: Man verzichtet auf bestimmte Dinge.

Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
Villmar-Weyer (kobinet) Karfreitag, den 03.04.2026, 11.30 Uhr. Gerade wird mir bewusst, dass ich den 1. April verpennt habe, ohne meine Umwelt und speziell die geschätzten Leser*innen der kobinet-Nachricht mit lustigen Scherzen belästigt zu haben. Stattdessen sitze ich vor einem Tortendiagramm des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) aus der Tagesschau. Mit Tortendiagrammen komme ich gut klar. Das liegt an meiner Affinität zu Buttercremetorten meiner Tante Christa. Da möchte ich stets ein Stück vom Kuchen abbekommen und teile ungern.
Die GKV-Torte soll verdeutlichen, wie viel was die gesetzlichen Krankenkassen kostet. Am meisten machen die Krankenhausbehandlungen aus, gefolgt von den Arzneimitteln und den ärztlichen Behandlungen. Über ein Viertel der Torte bleibt jedoch grau und wird auch in der Tagesschau nicht weiter erläutert. Das muss der Teil der Kosten sein, den die Krankenkassen sich selbst kosten. Also die Vorstandsgehälter, die Immobilien und u.a. auch die Personalkosten der Sachbearbeiterin, die mich fast wöchentlich anruft, um mir entweder die digitale Gesundheitskarte zu erklären oder mich von einer Zusatzzahnversicherung zu überzeugen, die ich mir nicht leisten kann. Auf meine Gesundheitsfragen kann sie nicht antworten. „Sie sei keine Medizinerin“, entschuldigt sie sich. Auch zur Gesundheitsreform und zum Tortendiagramm will sie sich nicht äußern. Meine Anregungen, doch mal die deutsche Pharmaindustrie (die teuerste in ganz Europa) zu hinterfragen oder die Privatversicherten in die gesetzliche Krankenversicherung zu integrieren, um einer Zweiklassenmedizin entgegenzuwirken, verhallen unkommentiert. Als ich sie nach dem Jahresgehalt des Vorstandes ihrer Krankenkasse frage, möchte sie das Thema wechseln. Trotz meines Einwandes, ihr Unternehmen werbe doch mit größtmöglicher Transparenz, möchte sie jetzt lieber über Tortenrezepte reden. Darauf ist mir allerdings im Laufe des Gesprächs der Appetit vergangen.
Dabei hätte ich noch so einiges zum Thema zu sagen gehabt. Ich wäre gerne Mitglied der Expertenkommission zur Gesundheitsreform gewesen. „Jeder ist der Experte seiner selbst“, heißt es in der Behindertenhilfe. Da wäre ich als chronisch kranker, gesetzlich Versicherter aus den unteren Einkommensschichten geradezu repräsentativ.
Auch zum Thema Wehrpflicht, hätte ich eine Lösung gehabt. Alle deutschen Menschen ab 18 Jahren werden zu 18 Monaten Sozialdienst verpflichtet. Wer dies aus Gewissensgründen ablehnt, wird zum Wehrdienst herangezogen. Das hätte, ganz neoliberal ausgedrückt, einen Synergieeffekt erzeugt. Es hätte die Pflegekrise entschärft und die Bundeswehr hätte in den Sozialverweiger*innen ein riesiges Potenzial und ganz andere disziplinarische Ausbildungsmöglichkeiten: „Auf Befehlsverweigerung steht Smartphoneentzug.“ So bekommt man eine Truppe in den Griff!
Ich fordere alle Landwirte auf, gegen die hohen Dieselpreise zu demonstrieren! Schwingt Euch auf Eure Traktoren und blockiert irgendwas! Damit ich spätestens im Mai wieder mit meinem Wohnmobil durch Europa düsen kann. Da nützt weder eine höhere Pendlerpauschale noch ein Deutschlandticket.
Wobei die aktuelle Energiekrise doch einen bemerkenswerten Effekt hat:
Eine deutsche Regierung ist handlungsfähig! Sie hat in nur einer Woche ein Gesetz erarbeitet, beschlossen und umgesetzt.
„Ping!“ Seit dem 1. April gilt es. Kein Scherz! Keine Expertenkommission, keine Arbeitsgruppe, keine Hemmnisse durch den Föderalismus. Auch wenn es höchstens der Mineralölindustrie nutzt. Wenn es um den Spritpreis geht, läuft die zuständige Ministerin Reiche (deren Name irgendwie Programm zu sein scheint) zur Höchstform auf. Man stelle sich vor, die Umsetzung der UN-BRK, das Bundesteilhabegesetz oder das Bundesgleichstellungsgesetz, wären annähernd pragmatisch durchgesetzt worden – wo stünden wir heute?
Aber vielleicht hat Ministerin Reiche ja auch die künstliche Intelligenz (KI) zur Hilfe genommen, deren rasanter Fortschritt allerorts Besorgnis hervorruft.
Dabei besorgt mich eher der rasante Rückschritt der natürlichen Intelligenz (NI). Weltpolitisch ohnehin. Aber wie man bei einer Landtags- oder Kommunalwahl aus Unzufriedenheit über die SPD, die AfD wählen kann anstatt die Linke oder die Grünen, erschließt sich mir nicht. Selbst eine Google-Anfrage tendiert hier in meine Richtung.
Sei’s drum. Andere Wa(h)le(n) bestimmen die mediale Aufmerksamkeit. Timmy, der Buckelwal, scheint aus nachvollziehbaren Gründen beschlossen zu haben, nicht mehr durch die verschmutzten Weltmeere zu dümpeln.
Damit erhält er, gefühlt ein Vielfaches an Sendezeit und Titelseiten wie die 38 Bootsflüchtlinge, die etwa im gleichen Zeitraum im Mittelmeer ertrunken sind. Sie haben sich, aus nicht weniger nachvollziehbaren Gründen, selbst von einem Herrn Dobrinth nicht abschrecken lassen, Ihre Familien und Ihr Heimatland zu verlassen, um in Europa eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben zu ergreifen.
Karfreitag, den 03.04.2026, 14.30 Uhr. Jetzt wird es Zeit für ein Stück von Tante Christas Buttercremetorte. Fastenzeit geht zu Ende.

Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
Villmar-Weyer (kobinet) Karfreitag, den 03.04.2026, 11.30 Uhr. Gerade wird mir bewusst, dass ich den 1. April verpennt habe, ohne meine Umwelt und speziell die geschätzten Leser*innen der kobinet-Nachricht mit lustigen Scherzen belästigt zu haben. Stattdessen sitze ich vor einem Tortendiagramm des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) aus der Tagesschau. Mit Tortendiagrammen komme ich gut klar. Das liegt an meiner Affinität zu Buttercremetorten meiner Tante Christa. Da möchte ich stets ein Stück vom Kuchen abbekommen und teile ungern.
Die GKV-Torte soll verdeutlichen, wie viel was die gesetzlichen Krankenkassen kostet. Am meisten machen die Krankenhausbehandlungen aus, gefolgt von den Arzneimitteln und den ärztlichen Behandlungen. Über ein Viertel der Torte bleibt jedoch grau und wird auch in der Tagesschau nicht weiter erläutert. Das muss der Teil der Kosten sein, den die Krankenkassen sich selbst kosten. Also die Vorstandsgehälter, die Immobilien und u.a. auch die Personalkosten der Sachbearbeiterin, die mich fast wöchentlich anruft, um mir entweder die digitale Gesundheitskarte zu erklären oder mich von einer Zusatzzahnversicherung zu überzeugen, die ich mir nicht leisten kann. Auf meine Gesundheitsfragen kann sie nicht antworten. „Sie sei keine Medizinerin“, entschuldigt sie sich. Auch zur Gesundheitsreform und zum Tortendiagramm will sie sich nicht äußern. Meine Anregungen, doch mal die deutsche Pharmaindustrie (die teuerste in ganz Europa) zu hinterfragen oder die Privatversicherten in die gesetzliche Krankenversicherung zu integrieren, um einer Zweiklassenmedizin entgegenzuwirken, verhallen unkommentiert. Als ich sie nach dem Jahresgehalt des Vorstandes ihrer Krankenkasse frage, möchte sie das Thema wechseln. Trotz meines Einwandes, ihr Unternehmen werbe doch mit größtmöglicher Transparenz, möchte sie jetzt lieber über Tortenrezepte reden. Darauf ist mir allerdings im Laufe des Gesprächs der Appetit vergangen.
Dabei hätte ich noch so einiges zum Thema zu sagen gehabt. Ich wäre gerne Mitglied der Expertenkommission zur Gesundheitsreform gewesen. „Jeder ist der Experte seiner selbst“, heißt es in der Behindertenhilfe. Da wäre ich als chronisch kranker, gesetzlich Versicherter aus den unteren Einkommensschichten geradezu repräsentativ.
Auch zum Thema Wehrpflicht, hätte ich eine Lösung gehabt. Alle deutschen Menschen ab 18 Jahren werden zu 18 Monaten Sozialdienst verpflichtet. Wer dies aus Gewissensgründen ablehnt, wird zum Wehrdienst herangezogen. Das hätte, ganz neoliberal ausgedrückt, einen Synergieeffekt erzeugt. Es hätte die Pflegekrise entschärft und die Bundeswehr hätte in den Sozialverweiger*innen ein riesiges Potenzial und ganz andere disziplinarische Ausbildungsmöglichkeiten: „Auf Befehlsverweigerung steht Smartphoneentzug.“ So bekommt man eine Truppe in den Griff!
Ich fordere alle Landwirte auf, gegen die hohen Dieselpreise zu demonstrieren! Schwingt Euch auf Eure Traktoren und blockiert irgendwas! Damit ich spätestens im Mai wieder mit meinem Wohnmobil durch Europa düsen kann. Da nützt weder eine höhere Pendlerpauschale noch ein Deutschlandticket.
Wobei die aktuelle Energiekrise doch einen bemerkenswerten Effekt hat:
Eine deutsche Regierung ist handlungsfähig! Sie hat in nur einer Woche ein Gesetz erarbeitet, beschlossen und umgesetzt.
„Ping!“ Seit dem 1. April gilt es. Kein Scherz! Keine Expertenkommission, keine Arbeitsgruppe, keine Hemmnisse durch den Föderalismus. Auch wenn es höchstens der Mineralölindustrie nutzt. Wenn es um den Spritpreis geht, läuft die zuständige Ministerin Reiche (deren Name irgendwie Programm zu sein scheint) zur Höchstform auf. Man stelle sich vor, die Umsetzung der UN-BRK, das Bundesteilhabegesetz oder das Bundesgleichstellungsgesetz, wären annähernd pragmatisch durchgesetzt worden – wo stünden wir heute?
Aber vielleicht hat Ministerin Reiche ja auch die künstliche Intelligenz (KI) zur Hilfe genommen, deren rasanter Fortschritt allerorts Besorgnis hervorruft.
Dabei besorgt mich eher der rasante Rückschritt der natürlichen Intelligenz (NI). Weltpolitisch ohnehin. Aber wie man bei einer Landtags- oder Kommunalwahl aus Unzufriedenheit über die SPD, die AfD wählen kann anstatt die Linke oder die Grünen, erschließt sich mir nicht. Selbst eine Google-Anfrage tendiert hier in meine Richtung.
Sei’s drum. Andere Wa(h)le(n) bestimmen die mediale Aufmerksamkeit. Timmy, der Buckelwal, scheint aus nachvollziehbaren Gründen beschlossen zu haben, nicht mehr durch die verschmutzten Weltmeere zu dümpeln.
Damit erhält er, gefühlt ein Vielfaches an Sendezeit und Titelseiten wie die 38 Bootsflüchtlinge, die etwa im gleichen Zeitraum im Mittelmeer ertrunken sind. Sie haben sich, aus nicht weniger nachvollziehbaren Gründen, selbst von einem Herrn Dobrinth nicht abschrecken lassen, Ihre Familien und Ihr Heimatland zu verlassen, um in Europa eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben zu ergreifen.
Karfreitag, den 03.04.2026, 14.30 Uhr. Jetzt wird es Zeit für ein Stück von Tante Christas Buttercremetorte. Fastenzeit geht zu Ende.




