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Autismus gehört in die Mitte der Gesellschaft

Herz mit vielen Mosaik-Feldern und der englischsprachigen Aufschrift Sensibiliserung für Autismus
Sensibilsiierung für Autismus
Foto: Pixabay/Bikki

BREMEN (kobinet) Autismus ist scheinbar aktueller denn je. Immer mehr Menschen leben mit dieser Diagnose, immer häufiger ist Autismus Thema in der Öffentlichkeit. Hiermit zeigt sich deutlich, dass Autismus in die Mitte der Gesellschaft gehört und für viele Menschen ein selbstverständlicher Teil des Lebens ist. Allerdings ist Autismus eine Erscheinung mit sehr unterschiedlichen Auswirkungen auf Betroffene mit vielfältigen Ausprägungen. Dies bringt einige Herausforderungen mit sich: Betroffene stoßen im Alltag auf Barrieren – die für Unbeteiligte oft unsichtbar sind. Und die Gesellschaft muss Gleichberechtigung und Teilhabe ermöglichen, wofür es inklusive Lösungen und Akzeptanz braucht. Es gilt, ein generelles Verständnis für die Bedürfnisse und Interessen Betroffener zu schaffen.

Im Martinsclub spielt Autismus schon lange eine tragende Rolle. Der Club unterstützt Kinder im Autismus-Spektrum beim Schulbesuch und bietet Eltern autistischer Kinder eine Selbsthilfegruppe. Im Podcast „Spektrakulär“ kommen Fachleute zu Wort, um aus unterschiedlichen Perspektiven über Autismus zu berichten. Außerdem kümmert sich im Martinsclub ein eigener Leistungsbereich gezielt darum, Betroffene beruflich zu unterstützen. Hier zeigt sich übrigens ein enormes Potenzial: Menschen im Autismus-Spektrum zeigen sich oft als fokussiert und leistungsfähig – wenn denn die Arbeitsbedingungen passen. Der Leistungsbereich Arbeit des Martinsclub entwickelt innovative Konzepte und berät Unternehmen gezielt dabei, inklusive und passende Arbeitsbedingungen zu schaffen. Und das nicht nur für Menschen im Autismus-Spektrum.

Am 2. April ist Welt-Autismus-Tag. Diese Gelegenheit möchte der Martinsclub nutzen, um auf Autismus – und die Interessen derer, die damit leben – aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck hat er ein Sonderheft des Magazins „m“ herausgebracht. Darin kommen verschiedene Menschen aus dem Autismus-Spektrum zu Wort. Menschen, die täglich Herausforderungen meistern, um am Leben teilzuhaben. Aus unterschiedlichen Perspektiven berichten sie über ihr Leben mit Autismus.

Warum der Martinsclub das alles macht, erklärt er so: „Unser Ziel ist eine inklusive Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die die Verschiedenheit akzeptiert, Barrieren abbaut und Bedürfnisse erkennt. Wir sind alle verschieden. Mehr Akzeptanz kommt also allen zugute.“