Veröffentlicht am 20.09.2024 22:15 von Walter Beutler in der Kategorie Kolumne (?)
Walter Beutler Foto: Walter Beutler
Reinach BL (kobinet) Als Mensch mit Behinderung bist du auserwählt – zu deinem Guten wie zum Schlechten. Du bist auserkoren, etwas Anderes, Besonderes zu sein. Als Rollstuhlfahrer ist das augenfällig. Aber es gilt für alle Behinderungsarten.
Veröffentlicht am 15.09.2024 12:54 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Stephan Laux Grau getigerter Kater kurz vor dem Aufwachen Foto: Stephan Laux
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) Stephan Laux Kater Mikesch hat zugegebenermaßen wenig Ähnlichkeit mit einem Murmeltier. Dennoch hat er es auf das Titelbild dieser Kolumne geschafft. Nicht nur, weil sein Porträt aus urheberrechtlichen Gründen einfacher zu verwenden ist, sondern auch weil sein Besitzer ihn vollkommen selbstbestimmt in seine Wohngemeinschaft aufgenommen hat. Ein minimaler Zusammenhang zum Inhalt dieser Kolumne, die sich eigentlich mit dem Thema sexuelle Selbstbestimmung in der Behindertenhilfe befasst, erschließt sich vielleicht am Ende des Textes, bei dem die Namen aller übrigen Protagonist*innen geändert sind.
Veröffentlicht am 15.09.2024 07:05 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Lady Liberty schwingt die Freiheitsfackel,
das beeindruckt heuer nurmehr Dackel. Foto: Pixabay/nash78690
Berlin (kobinet) The day America dies. Ist es schon soweit oder muss noch mit einer gewissen Verzögerung gerechnet werden? Wie lange hat es allein in der Welt der Rockmusik gedauert, bis Don McLean endlich das Geheimnis um den Sinn der Lyrics von „American Pie “ gelüftet hat. Erst 2015 war es soweit. „By by Miss American Pie“ bedeutet, „Dinge, die in die falsche Richtung sich entwickeln“. – Allerdings, wie wahr! In eine falsche Richtung laufen, das tun sie, die Dinge und niemand hält sie auf. Auch Miss Harris ändert daran wenig. Ob etwas mehr oder weniger in die falsche Richtung, wrong is wrong, das ändert auch kein Swifty-Song.
Veröffentlicht am 03.09.2024 14:28 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
No body found to use for abstract… Foto: Irina Tischer
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) In einer seiner letzten Ausgaben stellte ‚DER SPIEGEL‘ in seinem Leitartikel die Frage: „Warum die Ampel (-regierung) nur noch streitet?“
Stephan Laux hat den Artikel nicht gelesen, weil er die Frage mit 3 Buchstaben beantworten konnte (seine Antwort fängt übrigens mit F an und hört mit P auf). Lieber verfasste er eine Kolumne über die Zerrüttung innerhalb der Behindertenszene und der Protagonist*innen, die diese Szene umgibt.
Veröffentlicht am 01.09.2024 06:35 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Schwitzhütte, traditionelles indianisches Heilritual, reinigt Körper, Geist und Seele von Besitzgier, Neid und Bosheit. Foto: Pixabay/lastwolf
Staufen (kobinet) Ist Amerika krank? Nicht nur Pathologen drängt sich diese Frage auf. Bis in den Schlaf hinein verfolgt sie auch normale Zuschauer und raubt ihnen denselben. Religiöser Wahn bricht sich Bahn, zusätzlich zu den systemischen Pathologien. In den verwirrten Köpfen allzu vieler Americans hat die Stunde der göttlichen Vorsehung geschlagen. Da ist es besser, man sieht sich vor, schalte die ubiquitär gestreamte True Crime Trump Show vorübergehend aus und erkundigt sich nach Therapiemöglichkeiten für ein krankes System, dessen Land und Leute. Die Systemkrankheit und der Gotteswahn sind schließlich ansteckend und können uns alle mit in den Abgrund reißen.
Veröffentlicht am 27.08.2024 16:47 von Roland Frickenhaus in der Kategorie Kolumne (?)
Roland Frickenhaus Foto: Roland Frickenhaus
Plau am See (kobinet) „It’s the economy, stupid!“ Mit diesem Slogan, der sich ungefähr mit „Es ist die Wirtschaft, Dummkopf!“ übersetzen lässt, gewann Bill Clinton einst die amerikanische Präsidentschaftswahlen. Da bekommen wir doch recht unverblümt und unverkleistert vor die Nase gehalten, dass man so etwas wie ein Dummkopf ist, wenn man nicht wahrhaben will, dass in unserem Gesellschaftssystem mehr oder weniger alle Dinge immer irgendwie mit Ökonomie zu tun haben. Wie sollte es denn in einer kapitalistischen Gesellschaft auch anders sein?
Veröffentlicht am 20.08.2024 19:17 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Stephan Laux zieht seine Mundwinkel weit nach unten Foto: Ralph Milewski
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) Der Bürokratieabbau darf in keinem Wahlprogramm, egal welcher Couleur, fehlen. Sicher wird er auch Bestandteil der meisten Wahlprogramme bei der anstehenden Landtagswahl in Thüringen sein.
Ottmar Miles Paul Bericht: Selbstbestimmtes Leben in Gefahr https://kbnt.org/spv3789, veranlasst Stephan Laux in seiner Kolumne, sich über die Entstehung von Bürokratie Gedanken zu machen und darüber, welchem Zweck sie zuweilen dient.
Veröffentlicht am 15.08.2024 06:30 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Das Running Maid des Kolumnisten, Silvia aus Swing-State-Schwabenland Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet) „Ami go home“ war in den 1950er und 1960er Jahren eine Parole rechter Dumpfbacken. Dass sie Oskar Lafontaine kürzlich aus dem politrhetorischen Giftschrank hervorgeholt und auf den Deckel eines Büchleins über zeitgenössische deutsche Politik hat drucken lassen (mit dessen sachlichem Inhalt ich in weiten Teilen übereinstimme), gefällt mir gar nicht. Einen Augenblick habe ich mir vorgestellt, wie ich es fände, reiste ich als deutscher Tourist durch die USA und sähe dort in Buchhandlungen eine Titel ausliegen, der nicht ausschließt, auch an mich adressiert zu sein, „Kraut, its time to go“. – Dies kleine Ärgernis veranlasst mich, die Fortsetzung meiner Liebeserklärung mit der gegenteiligen Aufforderung als Überschrift zu versehen, „Ami dont go home“. Im Geiste zu ergänzen wäre, „es genügt, die von der US-Regierung hierzulande stationierten Atomsprengköpfe und Langstrecken-Missiles zurück in die USA zu schicken“ (und sie am besten dort auch gleich zu verschrotten).
Veröffentlicht am 08.08.2024 15:45 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Bekanntmachung der Dialogveranstaltung am 13.9.24 in Limburg Foto: Peter Kunz
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) In seiner neuen Kolumne sieht sich Stephan Laux gezwungen, ein Thema aufzugreifen, über das er eigentlich nicht gerne spricht: Sexualität. Er fragt sich, warum dieses Thema auch in der Behindertenhilfe immer noch ein Tabu zu sein scheint.
Veröffentlicht am 01.08.2024 06:10 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Amerikanische Elegie: Ein Kolumnist erinnert sich an sein Amerika Foto: Gemeinfrei
Staufen (kobinet) „Good morning America, how are you,“ sang Arlo Guthrie morgentlich munter in den aufbruchsbereiten Sixtees, „so dont you know me, Im your native son.“ Was ich schon mal nicht bin, eingeborener Amerikaner. Bin 1951 in Idar-Oberstein zur Welt gekommen, also nicht „am Fuß der blauen Berge“, sondern zu Füßen des Hunsrück, deutsche Provinz. Egal, bereits 1951 war Amerika irgendwie überall. Beleg dafür: Die zwei in Idar-Oberstein geborenen Willis von Rang und Belang. Der eine ist Bruce Willis, der andere der beiden Willis bin ich, der Hans-Willi. – Eine authentisch deutsch-amerikanische Zwillingsgeschichte, wie ihr sie so noch nirgends gelesen habt.
Veröffentlicht am 30.07.2024 15:54 von Roland Frickenhaus in der Kategorie Kolumne (?)
Portrait des Autors Roalnd Frickenhaus Foto: privat
Plau am See (kobinet) Liebe Verantwortliche der beiden großen Volkskirchen, nachdem Ihr Euren Markenkern, nämlich die Zugewandtheit zum Bedürftigen, unter den Namen „Diakonie“ beziehungsweise „Caritas“ in geschäftlich erfolgreiche Tochterunternehmen ausgegliedert habt, ist es still um Euch und Eure von Schwund und Missbrauch geplagten Institutionen geworden; wenn man von den jüngsten Aufregungen im Zusammenhang mit der Eröffnungsshow der Olympischen Spiele in Paris einmal absieht.
Veröffentlicht am 15.07.2024 16:19 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
verwaiste Hängematte von Stephan Laux Foto: Stephan Laux
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) Im Allgemeinen wird davon abgeraten, Bären aus dem Winterschlaf aufzuschrecken. Einen Kolumnisten aus seiner Sommerpause zu reißen, kann aber auch zu einem Problembärverhalten führen.
Die Stadtverwaltung Limburg hat auch in diesem Jahr einen Tag der Selbsthilfe ausgerufen. Am 21. September findet dieser Tag, in diesem Jahr, unter dem Motto „Sei dabei – Limburg barriereFrei“ statt. Dieses Motto hat Stephan Laux veranlasst, seine Sommerpause kurz zu unterbrechen.
Veröffentlicht am 15.07.2024 02:10 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Uneasy summertime, dennoch gelassen – der Buddha im Hinterstädtchen Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet) Moment mal, da stimmt was nicht. Muss es nicht heißen, „summertime and the living is easy“? Müsste es, wäre die Welt und wären ihre Sommer noch in Ordnung, so wie sie es gewesen sind, als Janis Joplin ihre Cover-Version des Songs in den späten Sechzigern aufgenommen hat. Inzwischen, in den Zwanzigern des 21. Jahrhunderts, ist die Welt nicht mehr in Ordnung und die Sommerzeit no longer easy. Von wegen „fish are jumping“ und „nothing can harm you“, umgekehrt, alles bedrohlich und in den Flüssen treiben die Fische bäuchlings zum Himmel an der Wasseroberfläche. Mit der schönen Melancholie des uns in sommerlicher Unbeschwertheit, in seliger Weltvergessenheit wiegenden Evergreens, ist es ein für alle Mal vorbei. Die Klimakatastrophe hat sie weggefegt. Summertime ist Hitze und Hagel, Feuer und Flut. Was nun?
Veröffentlicht am 01.07.2024 09:29 von Roland Frickenhaus in der Kategorie Kolumne (?)
Portrait des Autors Roalnd Frickenhaus Foto: privat
Plau am See (kobinet) Da rennen sie also wieder und haben sich in ihre Oberschenkel und unsere Köpfe gesetzt, das legendäre Nullsechser Sommermärchen wiederholen zu wollen. Und für ein paar Wochen wächst dann in Schland die Zahl der Fußballexpertinnen und -experten auf gut achtzig Mio an, sodass diejenigen, die zufällig zum Spielerkader gehören oder als Trainer arbeiten, in zu vernachlässigender Unterzahl sind. Die gemütliche Couch, einige Tüten Chips und jede Menge kühles Blondes und schon ist er fertig, der Nährboden, auf dem aus Frauen und Männern plötzlich Nagelsmänner und -frauen werden. Lidl lohnt sich für Lidl.
Veröffentlicht am 01.07.2024 02:10 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Die beiden Hauptfiguren dieser Kolumne. Die zweite, der Elefant, fehlt, weil maßstabsgerecht zum Igel nicht abbildbar. Foto: Pixabay/timoostrich
Staufen (kobinet) Diese Kolumne über Igel und Elefanten spielt nicht im Zoo oder Tierpark. Igel ist die Abkürzung für „Inklusion gelebt“ oder gelebte Inklusion und Elefanten steht für „elementare Formen aggressiver neoliberaler Transformation“ (ein Worteungetüm, wie es zu einem Elefanten nicht besser passen könnte). Was ich in dieser durch Ottmar Miles Paul angeregten Folge verdeutlichen möchte: Die Überschrift gewordene Zuspitzung „Inklusion ohne Revolution eine Illusion“ bestreitet nicht die Existenz der Igel, also Praktiken gelebter Inklusion bzw. von Beispielen gelingender Inklusion. Die Zuspitzung macht vielmehr auf die Elefanten im gesellschaftlichen Raum aufmerksam, die Inklusion gesamtgesellschaftlich und in dem Sinne verhindern, wie die Betroffenen an der Basis sie sich wünschen oder vorstellen.
Veröffentlicht am 20.06.2024 13:49 von Roland Frickenhaus in der Kategorie Kolumne (?)
Portrait des Autors Roalnd Frickenhaus Foto: privat
Plau am See (kobinet) In der Nacht vom 26. zum 27. Mai 2024 beschädigen Unbekannte den Eingangsbereich einer Wohnstätte der Lebenshilfe in Mönchengladbach. Ein Ziegelstein mit der Aufschrift „Euthanasie ist die Lösung“ findet sich am Tatort. Offensichtlich hatte man ihn gegen die Eingangstür geworfen. Einige Tage zuvor gab es auf die Geschäftsstelle ebenfalls eine Attacke durch einen Steinwurf. So weit so schlimm.
Veröffentlicht am 15.06.2024 06:55 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Die Farben zum deutschen Veteranentag, unserem jährlich garantierten Sommermärchen
(wodurch wir uns nicht länger von einem launischen Fußballglück abhängig machen) Foto: Pixabay/sulox32
Staufen (kobinet) Der neue Goldstandard demokratischer Wehrhaftigkeit und Kriegstüchtigkeit. Sicherheit + Verteidigung = Veteranentum + Rheinmetall = elementare Eckpfeiler unserer Demokratie. – Rheinmetall gleich Waffenschmiede, Veteranentum gleich bereits erfolgter erfolgreicher Waffengebrauch bei Feindberührung. Aufgestellt hat diese Superformel wehrhafter Demokratie der unbekannte Fußballer Fatzke, Verteidiger auf dem Spielfeld wie auf dem Schlachtfeld sind ihm Europameisterschaft und Veteranentag gleich wichtig.
Veröffentlicht am 08.06.2024 20:24 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Stephan Laux mit seinem Kopf auf der Tastatur seines Laptops Foto: Stephan Laux
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) Eine vorläufig finale Kolumne über Schreibhemmungen.
In vielen, sportlichen Ligen sind die entscheidenden Phasen der letzten Saison gerade vorbei. In der Fußball-Bundesliga wurde eine angebliche „Werkself“ deutscher Meister. Ob sich Fußball-Deutschland größtenteils mit Bayer Leverkusen freut oder doch nur erleichtert ist, dass es nicht wieder Bayern München geworden ist, bleibt dahingestellt. Viel dramatischer und spannender verliefen hingegen die Relegationsspiele, die über Auf- und Abstiege entschieden. Bei Interviews betroffener Spieler oder Trainer der unterlegenen Mannschaften herrschte vorwiegend der gleiche Gemütszustand: „Innere Leere!“
Veröffentlicht am 01.06.2024 07:00 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Die feministische Begleitlektüre des Kolumnisten Foto: S. Fischer Verlag
Staufen (kobinet) „Revolution für das Leben“ – mit diesem behindertenpolitisch begründeten Plädoyer begann und endete die vorige Fortsetzungskolumne. Eine Absage an Hamsterräder und Haifischbecken, wo im kapitalistischen Neoliberalismus die in einen schonungslosen Verdrängungswettbewerb gehetzten Menschen Raubbau treiben an sich selbst, ihrer geschöpflichen Mitwelt und der Natur. Statt dass wir uns als Behinderte nun auch noch in diesen Hexenkessel stürzen und dafür den Schutz- und Schongedanken aufgeben, sollten wir ihn radikalisieren und auf die Arbeits- und Lebenswelt der Gesellschaft insgesamt ausdehnen. Unser Leben, die Mitgeschöpfe und die Natur schützen und schonen, alles andere ist Irrsinn! Dass wir Behinderte uns an diesem Irrsinn beteiligen sollten, wäre falsch verstandene Inklusion. Denn Inklusion bedeutet nicht Integration in das bestehende System, sie setzt vielmehr dessen Veränderung voraus (so hat es auch unser führender Aktivist King Krauthausen formuliert in „Wer Inklusion will…“).
Veröffentlicht am 13.05.2024 02:05 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Schutz-und schonungsbedürftiger Kolumnist in ebensolcher Natur Foto: Hans-Willi Weis
Berlin (kobinet) Die erste Folge endete mit Krauthausens Ankunft im „Hamsterrad“. Zuvor erfuhren wir von Amy Zayed und Verena Bentele, man muss als behinderter Mensch „Eier oder Eierstöcke“ haben sowie eine „hohe Resilienz“, um beruflich oder karrieremäßig voranzukommen. Worauf sich mir die Frage stellte, was mit der Mehrzahl von uns Behinderten ist, die so forsch und widerstandsfähig nicht sind. Und auf die Schnelle dazu auch nicht empowert werden können. Ob für sie das neoliberale Haifischbecken die Art von Lebens- und Arbeitswelt darstellt, in die sie inkludiert werden möchten. Die Kolumne schloss mit meiner Frage, ob wir uns nicht Gedanken über einen behindertenpolitischen Perspektivwechsel und eine grundsätzliche gesellschaftliche Alternative machen sollten.(Siehe hier)
Veröffentlicht am 03.05.2024 07:00 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Bob Marleys Parole zum Protesttag: „Get up, stand up, stand up for your right, don´t give up the fight“. Foto: MattLaws (Creative Commons BY-ND 2.0)
Staufen (kobinet) So meine Parolen zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Auf die Barrikaden gehen für eine tiefgreifende und umfassende Veränderung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Demokratisierung von Macht und Besitz. Gleiche Zugangs-, Teilnahme- und Teilhabebedingungen für alle. An erster Stelle Zugang zum öffentlichen Diskurs, um mit eigener Stimme Bedürfnisse und Interessen zum Ausdruck bringen zu können. Was bedeutet, der vor allem über die Medien stattfindenden Bevormundung durch meritokratische Eliten eine Ende zu bereiten. – Für einen Protesttag, der nach griffigen Parolen und markigen Worten verlangt, ist das schon eine ganze Menge. Und bevor ich mich zurücklehne in dem guten Gefühl, als Kolumnist tagesaktuell behindertenpolitisch geliefert zu haben, anschließend noch die eine und andere nützliche Konkretisierung.
Veröffentlicht am 01.05.2024 07:00 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Frontfrau des Hexenquartetts „Scharfe Feger“ Foto: Pixabay/GDJ
Staufen (kobinet) Das südbadische Staufen, in dessen Mauern man sich den erblindeten Erzählkolumnist und seine Gefährtin zwei Fremdkörpern gleich eingeschlossen vorstellen muss, ist bereits zurückliegend durch zwei Katastrophenmeldungen in die Schlagzeilen geraten. Einmal durch die katastrophalen Folgen des faustischen Projekts, mittels geothermischer Bohrungen die Erdwärme unter der Stadt anzuzapfen. Seither tun sich überall Risse auf, Staufen droht zu zerbrechen, heißt es. Zum anderen geriet der Ort in die Negativschlagzeilen durch einen dem öffentlichen Radar von Behörden und Bürgerschaft katastrophal lange entgangenen Fall von Kindesmissbrauch. – Der danach sich am nämlichen Ort ereignende Fall einer langjährigen Behinderten- und Angehörigenschändung (die kobinet Nachrichten haben in der Kolumne „Es geschieht am helllichten Tag“ davon berichtet) ist bis heute nicht öffentlich geworden, weil durch sein Öffentlichwerden das Staufener Biedermänner und Biederfrauenimage endgültig in die Brüche ginge.
Veröffentlicht am 24.04.2024 17:16 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Google Screenshot Foto: Stephan Laux
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) „Terminologisches Imponiergehabe“ ist mein Lieblingsfremdwort!
Es begleitet mich schon, seit Beginn meiner Berufslaufbahn. Konferenzen und Fortbildungen schienen immer wieder, auch unter dem Motto zu stehen: „Ich kenn ein Wort, das Du nicht kennst und das heißt: …“
„Und weil ich es und seine Bedeutung kenne und Du nicht, bin ich Expert*in. Und Du doof!“
Bestimmte Fachbegriffe und gerne auch Abkürzungen sind eben dem elitären Kreis der Expert*innen vorbehalten. Und weil ich mich anfangs nicht traute, die Bedeutung eines, doch so weitverbreiteten Fachbegriffes, bei seinem Benutzer zu erfragen, bin ich bis heute kein wirklich anerkannter Experte.
Veröffentlicht am 15.04.2024 02:10 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Kolumnist unterzeichnet das Manifest meinungsvielfalt.jetzt und verlangt einen Zweitabdruck dieser Kolumne
durch ein öffentlich-rechtliches Medium. Foto: Has-Willi Weis
Staufen (kobinet) Kann man mit Erzählungen Unheil anrichten, ungewollt? Ideologisches Storytelling hüben und drüben, hierzulande und ebenso in Russland, tritt offensichtlich derzeit den Beweis dafür an, dass dies möglich ist: Gegenseitig immer üblere Geschichten über den anderen verbreiten, erzählerisch ein von Mal zu Mal grelleres Bild von ihm als dem ultimativen Feind und Bösewicht in Umlauf setzen. Und sich so gemeinsam und wie auf Verabredung – parallel zur politischen Handlungsebene und auf dieser stets riskantere Entscheidungen provozierend und befeuernd – unaufhaltsam in eine tödliche Konfrontation, in die finale Katastrophe, hinein erzählen.
Veröffentlicht am 05.04.2024 13:11 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Schwarz-Weiß-Fotografie. Einmündung auf eine Straße am Ortsrand Foto: Ralph Milewski
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) Neulich hatte ich einen Disput, mit einem Freund. Über „Fluch und Segen der künstlichen Intelligenz“. Ich konnte nicht bestreiten, dass die KI vielen beeinträchtigten Menschen in gewissen Lebensbereichen weiterhilft. Wohin das alles aber auch führen könnte, davor fürchtet sich Stephan Laux in seiner neuen Kolumne.
Veröffentlicht am 01.04.2024 02:20 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Recherche-Kolumnist hat mitgehört Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet) Exklusiv liegt dem Inklusionsmagazin kobinet-Nachrichten der Livemitschnitt des Telefonats vor. Ein Geniestreich kaltblütigster Abhör-Recherche! Die „Washington Post“ hat wegen der Zweitverwertungsrechte angefragt. Persönliches und Politisches runden einander ab, eine Reallife-Dokumentation erster Güte. Die Kriegshysterie in Ost und West bekommt menschlich anrührende Züge. – Putins Stimme ist leider bis zur Unverständlichkeit verrauscht, es lässt sich jedoch aus den Einlassungen des Altkanzlers, auf das, was sie sagt, einigermaßen gut zurück schließen. Zur Einstimmung aus der alten Männerfreundschaftshymne die entscheidende Liedstrophe: „Ein Freund Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund und wenn die ganze Welt zusammenfällt.“
Veröffentlicht am 30.03.2024 10:55 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Schild über einem öffentlichen Abfalleimer Foto: Stephan Laux
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) So könnte ein Ratgeber heißen, den man bei Amazon bestellt. Oder ein Artikel in der Apotheken Rundschau.
In seiner neuen Kolumne fragt sich Stephan Laux, mit welcher Haltung Gesellschaft, Politik, Behörden und Einrichtungen, Beeinträchtigung und beeinträchtigten Menschen manchmal begegnen.
*Warnhinweis: Wenn Sie Interesse an dieser Kolumne haben und in einer bayrischen oder hessischen Behörde arbeiten, vergewissern Sie sich vorher, ob Sie diesen Text, dienstrechtlich überhaupt lesen dürfen! HIER WIRD GEGENDERT!
Veröffentlicht am 18.03.2024 02:30 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Georg Büchner, intellektueller Abschrecker aus Hessen, das Vorbild unseres Kolumnisten. Foto: Von Philipp August Joseph Hoffmann (1807 bis 1883) – Internetseite Stadt Gießen, Gemeinfrei
Staufen (kobinet) Diese Kolumne kommt nicht wie gewohnt pünktlich zur Monatsmitte, ich musste noch abschrecken. Hatte keine Ausrede, behindert oder nicht, Abschreckung geht vor! Gemäß dem Vorsatz: Hast du heute schon den Putting abgeschreckt? Fragt einer wieso, Pudding schreckt man nicht ab, nur Frühstückseier, so merkt ihr, dass da einer wieder gar nichts kapiert. Abschreckung ist eben nicht gleich Abschreckung. Darum geht es jetzt gleich, also bloß nicht abschrecken lassen und auf der Stelle weiterlesen. Das Frühstücksei, wenn abgeschreckt, kann warten und der Pudding sowieso, den heben wir uns für den Nachtisch auf.
Veröffentlicht am 07.03.2024 18:35 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Blick aus dem Seitenfenster eines VW Caddy. Ein weiter, teils bewölkter Himmel über einem schmalen Horizont mit Windräderm, hinter einem großen Gewässer. Schwarz weiß Aufnahme Foto: RALPH MILEWSKI
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) Eine ziemlich verwirrte Kolumne über Meinungsfreiheit .
Meinung kommt ja von „Mein“! Also ist vor allem meine Meinung frei!
Veröffentlicht am 01.03.2024 07:00 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Hans-Willi Weis Foto: Hans-Willi Weis
Berlin (kobinet) Ja wirklich, da fragt man sich doch, was da los ist. Feindseligkeit zwischen nach sozialen Merkmalen einander Nahestehenden, zwischen Peers. Quasi natürlich Verbündeten, vom gleichen Schicksal Betroffenen, Leidensgenossen und -genossinnen. Dass man dennoch in ihren Communities allzu oft statt Unterstützung und Solidarität Missgunst und Feindseligkeit antrifft. Woran liegt das? Kann man da nichts machen?
Veröffentlicht am 22.02.2024 09:49 von Franz Schmahl in der Kategorie Kolumne (?)
Rufknopf am ICE 4 Foto: Kay Macquarrie
Berlin (kobinet) Der Kieler Kay Macquarrie fährt viel mit der Bahn und hat oft auch in Berlin zu tun. In seiner Kolumne für kobinet hat er sich Gedanken zum ICE 4, dem Zuglift und dem grünen Rufknopf am Einstieg für behinderte Reisende gemacht. Veränderung tut weh, meint Macquarrie. Eine Nervensäge oder jemand, der einfach Bahnfahren möchte wie alle anderen auch?
Veröffentlicht am 21.02.2024 15:30 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
mindestens 10 Stockwerke eines Hochhauses ragen in den Himmel. Man sieht die abgerundeten Balkone rund um das mehreckige Gebäude. Schwarz-weiß Aufnahme. Foto: Ralph Milewski
Villmar – Weyer (Kobinet)
Villmar – Weyer (Kobinet) In seiner neuen Kolumne geht Stephan Laux der Frage nach, ob die Berufsbezeichnung „Heilerziehungspfleger*in“ noch zeitgemäß ist und ob sich aus dieser Bezeichnung nicht längst überholtes pädagogisches Handeln ableitet. Was in den 1980er Jahren noch als die Ausbildung in der Behindertenhilfe galt, definiert sich heute, auch durch die UN Behindertenkonvention und das Bundesteilhabegesetz eigentlich vollkommen neu.
Veröffentlicht am 15.02.2024 08:02 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Kolumne (?)
Ottmar Miles-Paul Foto: Irina Tischer
Saarbrücken (kobinet) Die Art und Weise sowie die Auswahl bei der Neubesetzung der Position des Landesbehindertenbeauftragten im Saarland mit dem langjährigen Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen im Saarland hat bei vielen Akteur*innen, die sich für Inklusion und echte Partizipation einsetzen, Kopfschütteln ausgelöst. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der dieser Neubesetzung und vor allem der miserablen Einbeziehung des saarländischen Landesbehindertenbeirats anfangs sehr kritisch gegenüberstand, hat nun aber die wahre Absicht des saarländischen Landtags erkannt. Bei seinen Recherchen ist er nämlich auf den Urspung des Sprichworts „Vom Saulus zum Paulus“ gestoßen und da kam ihm die Erleuchtung, was die schlauen Saarländer*innen da vor haben. In seiner Kolumne geht er auf die geniale Strategie der saarländischen Landespolitik zum absoluten Umsteuern zur Inklusion ein.
Veröffentlicht am 15.02.2024 08:00 von Hans-Willi Weis und Hubertus Thomasius in der Kategorie Kolumne (?)
Hans-Willi Weis und Bruce Springsteen (Collage) Foto: HW, HT, ov
Staufen (kobinet) Nein, der american king of white trash ist leider nicht im politischen und juristischen Spamfilter hängengeblieben. Und dürfte bald nicht nur über fly over country sein bekanntes Unwesen treiben. Nobody knows the trouble we will see! – Stockt nicht auch euch der Atem? Zu sehen, nach vier Jahren wiederholt sich etwas, von dem wir glaubten, sein politisches Horrorszenario läge hinter uns. Wir treten, so fühlt es sich an, auf der Stelle und deren Boden ist heute noch schlüpfriger und dichter am Abgrund als vier Jahre zuvor. Sie habe Herzschmerzen bekommen, so eine Bekannte von uns, als sie am Bildschirm sah, wie US-Amerikaner stundenlang bei hohen Minustemperaturen Schlange stehen, um ihrem Idol, ihrem „Erlöser“, zum Triumph zu verhelfen. „Trump came from heaven to earth, this time it was no virgin birth.“
Veröffentlicht am 11.02.2024 08:00 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Taurus Foto: Pixabay/Agzam
Staufen (kobinet) „Alle Analysten“ sagen es jetzt: Es bleiben uns schlappe fünf Jährchen. Laut Generalinspekteur Breuer braut sich bis dahin hinlänglich aggressives Feindpotential zusammen, um gegen uns loszuschlagen. Nutzen wir die Frist, uns bis an die Zähne zu bewaffnen und dem Angriff standzuhalten. Der noch keine Wirklichkeit ist, sondern vorerst, so der General, „nur möglich“. Dieser Möglichkeit nicht im Wege zu stehen und sie unsererseits spiegelbildlich zu ermöglichen, um die Verwirklichung ihrer Wirklichkeit, sprich Krieg, zu verhindern, so wie die Abschreckungslogik es vorschreibt, die schon einmal prima funktioniert hat oder wie die Kölner sagen, „et hätt noch immer jot jejange“ – darum gilt von jetzt an nur mehr eines: Kriegstüchtig werden! Oder wie Kaiser Wilhelm sagte: Mitten im Frieden überfällt uns der Feind, darum, auf zu den Waffen, Brüder (und Schwestern wäre gendergerecht hinzuzufügen)! https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/kaiser-wilhelm-1914-aufruf-zum-krieg-100.html
Veröffentlicht am 09.02.2024 09:15 von Roland Frickenhaus in der Kategorie Kolumne (?)
Portrait des Autors Roalnd Frickenhaus Foto: privat
Plau am See (kobinet) Von Flensburg bis zum Bodensee finden gegenwärtig dutzende von Demonstrationsveranstaltungen gegen Rechtsextremismus und gegen die AfD statt. Seitdem „Correctiv“ über das Treffen von Rechtsaußen berichtete, ist, so scheint es, für viele Deutsche die Sofaecke keine Option mehr. Auf Biedermanns Dachboden tut sich was. Und mittlerweile weiß Herr Biedermann auch, wer da oben sein Unwesen treibt…
Veröffentlicht am 01.02.2024 08:00 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Behinderter Kolumnist gegen Rechts Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet) „Behinderte gegen Rechts“ eignet sich momentan vorzüglich als passende politische Parole zum Flaggezeigen innerhalb der öffentlichen Mobilisierungswelle, wie sie dieser Tage durch die Republik geht. Zeigen, wo wir Behinderte aufgrund unserer besonderen geschichtlichen Leiderfahrung in dieser Auseinandersetzung politisch stehen. Wogegen wir uns aus existenziellem Eigeninteresse, unserer gesellschaftlichen Teilhabe wegen und einer gleichwertigen demokratischen Partizipation halber entschieden aussprechen und öffentlich demonstrativ zur Wehr setzen – gegen Rechts. Bei der Parole sollten wir es allerdings nicht bewenden lassen, mit ihr einhergehen muss, so meine ich, eine Debatte. Darüber, ob und gegebenenfalls wo und wie wir uns inhaltlich und strategisch von Teilen der aktuellen Bewegung unterscheiden, vielleicht auch untereinander (also in der Behinderten-Community) im einen oder anderen Punkt unterschiedlicher Meinung sind.
Veröffentlicht am 29.01.2024 01:00 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne (?)
Kolumnist sucht einen Draht zu Krauthausen und anderen Foto: Hans-Willi Weis
Saufen (kobinet) Lieber Raúl Krauthausen, mich beschäftigt Dein Appell vom 16. Dezember 2023 auf Deinem Blog (https://raul.de/allgemein/ich-bin-muede-ein-appell-gegen-grabenkaempfe-und-fuer-echte-begegnung/), auf den ich durch eine Notiz in den kobinet-nachrichten aufmerksam wurde. Ich mache mir nämlich über die gleichen Kalamitäten so meine Gedanken und auch darüber, wie man aus ihnen herauskommen könnte. Am Ende Deines Appells gegen „Grabenkämpfe“ plädierst Du für mehr „echte Begegnung“. – Mir drängen sich dazu ein paar Fragen an Dich auf, auf die Du mir vielleicht online (bei kobinet, der „verkehrsberuhigten“ Plattform, wo es fernab aller Social-Media-Grabenkämpfe angenehm zivilisiert zugeht) antworten magst.
Veröffentlicht am 17.01.2024 17:49 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne (?)
Villmar – Weyer (kobinet) Allerorten wird protestiert! Sogar hier auf Kobinet wird offen zum Widerstand aufgerufen. Jeder und jede hat etwas auszusetzen. Viele sind unzufrieden. Mit Kürzungen, mit Reformen, mit dem Lohn. Die Behindertenszene scheint noch relativ zufrieden. Sie beschränkt sich auf Internetblogs und Portale. Berichtet von fehlender Barrierefreiheit und Missständen bei der Inklusion. Aber weder streiken die Beschäftigten der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), noch blockieren Rollstuhlfahrer Autobahnauffahrten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie keine wirkliche Systemrelevanz besitzt. Und es der Öffentlichkeit kaum auffällt, wenn die WfbM streikt (höchsten wenn sie brennt. Siehe Otmar Miles Paul „Zündeln an den Strukturen“) und Rollstühle sich recht einfach aus dem Weg schieben lassen. Uns fehlen schlicht die Mittel. „Alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter es will“ lässt sich schlecht auf die Behindertencommunity ummünzen.