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Sonderkolumne: Fünf Jahre Galgenfrist. Endlich liegen Zahlen vor!

gezeichneter, goldener Stier,wütend
Taurus
Foto: Pixabay/Agzam

Staufen (kobinet) „Alle Analysten“ sagen es jetzt: Es bleiben uns schlappe fünf Jährchen. Laut Generalinspekteur Breuer braut sich bis dahin hinlänglich aggressives Feindpotential zusammen, um gegen uns loszuschlagen. Nutzen wir die Frist, uns bis an die Zähne zu bewaffnen und dem Angriff standzuhalten. Der noch keine Wirklichkeit ist, sondern vorerst, so der General, „nur möglich“. Dieser Möglichkeit nicht im Wege zu stehen und sie unsererseits spiegelbildlich zu ermöglichen, um die Verwirklichung ihrer Wirklichkeit, sprich Krieg, zu verhindern, so wie die Abschreckungslogik es vorschreibt, die schon einmal prima funktioniert hat oder wie die Kölner sagen, „et hätt noch immer jot jejange“ – darum gilt von jetzt an nur mehr eines: Kriegstüchtig werden! Oder wie Kaiser Wilhelm sagte: Mitten im Frieden überfällt uns der Feind, darum, auf zu den Waffen, Brüder (und Schwestern wäre gendergerecht hinzuzufügen)! https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/kaiser-wilhelm-1914-aufruf-zum-krieg-100.html

Ein taktisches Bömbchen in Ehren, soll uns friedlich freien Westlern keiner verwehren!

Schon gar nicht ein pazifistisches Pack, wir Kriegstüchtigen sind auf Zack. So wie Eric Gujer, Chefkommentator der NZZ. „Den Krieg neu denken: selbst Atomwaffen sind kein Tabu mehr“, überschreibt er seinen so vorbildlichen wie wegweisenden Leitartikel vom 9. Februar. Viele faszinierende waffentechnische und strategische Details breitet er vor dem staunenden Leserauge aus. Satz für Satz wächst die Begeisterung, wer bekäme da nicht Lust, sich schleunigst zu bewaffnen und die eigene Kriegstüchtigkeit unter Beweis zu stellen. „Abschreckung ist eine dialektische Kunst. Sie denkt das Unmögliche, damit es nicht eintritt. Wer den Einsatz taktischer Atomwaffen kategorisch ausschließt, schwächt seine Abschreckungsfähigkeit. Ohne Atomwaffen und die wenigstens theoretische Bereitschaft zu ihrem Gebrauch, gibt es keine Sicherheit … Vielleicht ist das die größte Veränderung in der Betrachtung des Krieges, das nukleare Tabu, das seit dem Untergang der Sowjetunion Bestand hatte, ist gefallen.“ So endet Gujers militärtheoretische Fachsimpelei. https://www.nzz.ch/meinung/den-krieg-neu-denken-die-lehren-aus-den-kaempfen-in-der-ukraine-und-dem-gazastreifen-ld.1777862
– Hausaufgabe: Krieg wird gemacht und davor neu gedacht. Oder umgekehrt? Wie herum ist es richtig?

Doch halten wir die taktische A-Waffenoption vorerst in Reserve. Klotzen statt kleckern ginge schon mit dem Taurus ganz gut. Wann geht der endlich raus, Richtung Front, damit dort die waffentechnisch neuste Post abgeht. „Jeder Schuss ein Russ“ , dies war anno 1914 die Devise. Mit dem Taurus könnten es Hunderte sein, mindestens, Zivilisten nicht mitgezählt. Der zivile Kollateralschaden könnte geringer sein, verließen Unbefugte rechtzeitig das Gefechtsfeld. Wer sich trotz Vorwarnung in der Schusslinie herumtreibt, dem ist nicht zu helfen, Sicherheit und Landesverteidigung gehen vor. – Also was ist nun mit dem Taurus? Zum x-ten Mal geht diese Frage an die Schlaftablette im Kanzleramt. Und wieder wäscht einer seiner mitregierenden Koalitionspartner dem Kanzler den Kopf: „Wo sind die Taurus-Cruise-Missiles, die die Ukraine dringend braucht? Die er seit Monaten ohne jegliche nachvollziehbare Begründung verweigert!“ So Reinhard Bütikofer (grün bis an die Zähne) im Deutschlandfunk, hörbar echauffiert, kurz vor einem Nervenzusammenbruch wegen der leidigen Lieferverzögerungen.

Noch fünf Jahre bis zum möglichen Kriegsbeginn, konservativen Schätzungen zufolge acht Jahre. Ich werde das Gefühl nicht los, wenn es innerhalb der vorgegebenen Lieferfristen noch was werden soll, müssen auch wir Behinderte mit Hand anlegen. Zumal uns – ganz anders als im gewöhnlichen Alltag – nichts daran behindert, inklusiv kriegstüchtig zu werden. Statt zum Beispiel in kostspieligen Werkstätten unproduktiv Tüten kleben, könnten wir ebenso gut auf Oberbefehl Knöpfe an Abschussrampen drücken. Wie sinnfällig in meiner ersten Kriegstüchtigkeits- Kolumne ausgeführt. Da im Krieg bereits genug Material sinnlos verpulvert wird, muss an anderer Stelle umso mehr gespart werden. Weil Recycling eine Sparmöglichkeit ist, erspare ich mir eine neue und recycle die alte Kolumne. Unter dem Motto: Geben wir den Feinden unserer westlich friedlich freiheitlichen Lebensweise mittels Taurus endlich Saurus.
https://kobinet-nachrichten.org/2023/11/15/kriegstuechtig-werden-was-koennen-wir-behinderte-dazu-beitragen/

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