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Als Zugabe ne Dusche

Hausband von RambsZamba auf der Bühne
21 downbeat bei NO LIMITS
Foto: sch

Berlin (kobinet) Die Abschlussparty von NO LIMITS steigt heute Abend um 21.30 Uhr im Hebbel am Ufer. Legendäre Drum&Bass und Techno Sounds liefert barner 16. Auf dem europäischen Festival inklusiver Bühnenkunst in Berlin begeisterte das Publikium auch Musik wie das Konzert am Dienstag von 21 downbeat und Station 17.

Notfall – Feuer, Wasser oder BlackOut und man ist behindert – was nun?

überflutete Straße mit Häusern, an einem Haus retten Notfallretter Bürger aus einem Haus
Hochwasser
Foto: Pixabay/LucyKaef

Berlin (kobinet) Woher soll die Feuerwehr wissen, ob in dem brennenden Haus eine gehörlose Person wohnt und den Alarm nicht hört? Woher soll der Katastrophenschutz wissen, ob in dem Haus eine Behinderten-WG lebt, wenn ein Hochwasser das Haus bedroht? Und was ist bei einem Black-Out (kein Strom, kein Trinkwasser, kein Telefon, kein Hausnotruf, kein Mobilfunk, keine Wärme) ?

Wäre es von Vorteil, wenn die Rettungskräfte von meinem Handicap wissen? Sicher, davon bin ich sehr überzeugt. Nicht nur ich. Deshalb gibt es eine Vereins-Initiative, welche eine innovative Lösung bieten. Kobinet hatte die Möglichkeit, mit dem „Ideengeber“ Herrn Philipp Cachée ein ausführliches Interview zu führen.

Infos, Ärger, aber auch Respekt für einige Abgeordnete zur Triage-Gesetz-Entscheidung

Ottmar vor mit T-Shirt Aufschrift kobinet-nachrichten
Ottmar Miles-Paul vor dem Reichstagsgebäude
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat die Entwicklung, die Diskussion und letztendlich den Gesetzgebungsprozess in Sachen Schutz vor Diskriminierungen behinderter und älterer Menschen im Falle einer Triage von Anfang an bis zur Abstimmung im Bundestag mitverfolgt. Nachdem das Gesetz am 10. November im Bundestag trotz erheblicher menschenrechtlicher Bedenken verabschiedet wurde, hat der Behindertenrechtler eine Reihe von Infos über die Presseberichte, das Abstimmungsverfahren sowie zur Dokumentation des Gesetzgebungsprozesses zusammengestellt. In seinem Kommentar zollt er aber vor allem denjenigen Respekt, die sich gegen Fraktionszwänge dem unzureichenden und ethisch äusserst bedenklichen Gesetz entgegengestellt haben.

Freiheitsentziehung in der Pflege älterer Menschen

Schlängellinie mit Pfeil
Freiheitsentziehende Maßnahmen
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Freiheitsentziehende Maßnahmen sind in der Pflege älterer Menschen (leider) Routine. Oft führen Unkenntnisse der rechtlichen Bestimmungen und Ängste vor Haftungsfragen der Pflegenden zum unrechtmäßigen Einsatz von unfreiwilligen Maßnahmen. Als Rechtfertigung wird nicht selten die Schutzverpflichtung herangezogen, dies obwohl eine schädige Wirkung fixierender und sedierender Vorgehensweisen bereits wissenschaftlich belegt ist.

IGEL-Podcast ganz nah dran an Triage-Entscheidung

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Selgeberg / Essen / Berlin (kobinet) Mit seiner aktuellen, mittlerweile 84. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), hat sich dessen Macher Sascha Lang selbst übertroffen. Bereits zehn MInuten nach der Entscheidung des Bundestages zum Triage-Gesetz am 10. November führte Sascha Lang mit Dr. Maria Andrino und Ottmar Miles-Paul das Interview für den Podcast. Knapp zweieinhalb Stunden nach der Entscheidung der Bundestagsabgeordneten über das menschenrechtlich sehr umstrittene Gesetz war die Ausgabe des IGEL Podcast online. Herausgekommen ist eine äusserst hörenswerte Zusammenfassung über die Entscheidung und den Prozess zur Triage-Gesetzgebung.

Krisendiplomatie zum G20-Gipfel

November 2022 an der Spree in Berlin
November-Sonntag an der Spree
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Indonesiens Präsident Joko Widodo erwartet als Gastgeber des G20-Gipfels eine Friedensinitiative für die Ukraine. Der Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Wirtschaftskraft der Ukraine seien unmöglich, wenn der Krieg nicht ende. In Berlin streiten scheinbar unversöhnlich Befürworter und Gegner weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine.

Europäische Tagung für Leichte Sprache im Internet

drei Frauen vor dem Konferenzplakat
Auf der Europa-Konferenz Train2Validate für Leichte Sprache Prof. Rocio Bernabé , Prüfexpertin Janina Spang und Dr. Stefanie Koehler von links nach rechts
Foto: Francesca

München (kobinet) In München fand die Europa-Konferenz Train2Validate für Leichte Sprache statt. Experten aus allen Ländern nahmen zahlreich teil. Train2Validate ist von der Europäischen Union gefördert. Damit unterstützt Erasmus die erste wissenschaftlich und praktisch begleitete Ausbildung von Textschaffenden und Prüfexperten für Leichte Sprache. Ziel ist ein Zertifikat, mit dem Prüfexperten europaweit am ersten Arbeitsmarkt Beschäftigung finden sollen. Mit-Organisator Oscár Munoz von Plena Inclusion Madrid, verwies auf die Wichtigkeit dieses gemeinsamen europäischen Vorhabens, im Hinblick auf die Umsetzung der Ziele der UN- Behindertenrechtkonvention. Dazu gehört der Zugang zu Leichter Sprache im Internet.

Inklusion mit Fernsehkoch Tim Mälzer

Menschen mit Down-Syndrom im Küchenjob
Küchencrew aus der VOX-Sendung
Foto: VOX

Berlin (kobinet) 13 Menschen mit Down-Syndrom werden einen Monat lang in einem Restaurant möglichst selbstständig in den Bereichen Service und Küche arbeiten – eine große Aufgabe, die zeigen kann, wozu sie mit der notwendigen Unterstützung fähig sind. So hat VOX seine dreiteilige Dokusoap mit Tim Mälzer angekündigt. Der zweite Teil wird morgen um 20.15 gesendet.

Das MAD eröffnet seine virtuellen Pforten

Logo des Museums
Eröffnung am 29.10.2022
Foto: www.museum-anderer-dinge.de

Berlin (kobinet) Am Samstag den 29.10.2022 war es soweit, das „Museum Anderer Dinge“ – das MAD- öffnete auf einer Veranstaltung im Haus der Demokratie und Menschenrechte seine virtuellen Pforten. Es gibt nicht wenige Psychiatriemuseen, aber bisher keines, dass die Erfahrungen von Krisen und Verrücktheit aus der Perspektive der Erfahrenden erzählt.

Neu bei NO LIMITS

Szene aus der Aufführung für NO LIMITS
Für Neugierige ab 5 Jahren
Foto: Philipp Weinrich

Berlin (kobinet) Tanzendes Philosophieren über Dinge – für Neugierige ab 5 Jahren. Das bringt das Feld-Theater für junges Publikum, das erstmals am Festival NO LIMITS teilnimmt. 50 Minuten lang wenden sich Jan Rozman, Julia Keren Turbahn und Jan Kress an taube und hörende Menschen.

IGEL-Podcast: Sind die wahnsinnig – Blind auf die Piste?

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) In der aktuellen Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) geht es um das Angebot des Sportverein Sportsgeist e.V. Dieser bietet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Skischule Kiel im März 2023 eine Skireise mit Skikurs für blinde und sehbehinderte Menschen nach Norwegen an. Der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang sprach mit Philine Beckmann und Florian Wrobel über das Projekt.

NO LIMITS wieder Inklusiv in Berlin

RambaZamba-Hausband auf der Bühne
21 downbeat, die RambaZamba-Hausband
Foto: RambaZamba

Berlin (kobinet) NO LIMITS feiert vom 9. bis 19. November in Berlin seine zehnte Ausgabe. Nach 3 Jahren Förder-Pause zeigt Deutschlands größtes und wichtigstes Festival für Disability & Performing Arts, wieder aktuelle Strömungen und Themen, mit denen sich Künstler mit und ohne amtlich bescheinigte Behinderungen beschäftigen, erfuhr kobinet von Antje Grabenhorst.

Wohnungsgesellschaft behindert „behinderten“ Mieter

Ein Elektrorollstuhlfahrer steht vor einer Treppe im Treppenhaus
Foto von einem Treppenhaus
Foto: Roman Urdl

München (kobinet) Wohnungen sind schwer zu finden, barrierefreie Wohnungen erst recht. Vor allem in München ist es für Menschen mit Einschränkungen besonders schwer gut unterzukommen. Gerade diejenigen, die eine Erdgeschoßwohnung beziehen durften, schätzen sich glücklich, wenn sie die folgende Geschichte hören. Ein Mieter mit Einschränkungen hat die kobinet Redaktion darüber informiert, dass er seit dem 8. September 2022 seine Wohnung im Obergeschoss nicht mehr verlassen kann. Da er einen Elektrorollstuhl nutzt, ist auch eine händische Möglichkeit über das Treppenhaus nach unten zu gelangen unmöglich.

Einer flog über das Kuckucksnest

Mitwirkende unter Hochbahn in Prenzlauer Berg
RambaZamba-Team unterm „Magistratsschirm“
Foto: RambaZamba

Berlin (kobinet) „Einer flog über das Kuckucksnest“ ist die erste Inszenierung von Leander Haußmann am RambaZamba Theater. „Mit guter Laune gegen das Spießersystem hat Leander Haußmann eine passende Bühne für seine Mission gefunden: Wer ist hier verrückt?“, schrieb heute die BerlinerZeitung über die Premiere in der Berliner Kulturbrauerei. „Ein Jungstraum aus vergangenen Tagen. Haußmann bleibt sich treu. Und hat viele Freunde gefunden.“ Das Gute an der Wahl des Stoffes sei, dass ihn wohl fast jeder kennt. Formans Romanverfilmung wurde 1976 mit fünf Oscars ausgezeichnet. In den Kinos von Ost- wie West-Berlin war der Hollywoodklassiker ein Publikumsrenner.

Bayerische Sozialministerin feiert neue Werkstattplätze für Menschen mit Behinderung

Portraitfoto der Ministerin, junge Frau mit blondem haar
Ulrike Scharf, Staatsministerin im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Foto: StMAS/Tina Nötel

München (kobinet) Mit gleich drei Pressemeldungen feiert sich die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf für die Förderung von Plätzen für Menschen mit Behinderung in sogenannten Werkstätten. Mit einer Förderung von insgesamt knapp 6,5 Million € wurden in München, Regensburg und im niederbayrischen Pocking insgesamt 175 Werkstattplätze gefördert. Dass die UN Behindertenrechtskonvention, die auch in Bayern gilt, hier eine andere Vorgabe macht, interessiert im bayerischen Staatsministerium scheinbar nicht.

Gefährliche Stolperfallen

E-Scooter versperren Gehweg
E-Scooter auf dem Gehweg
Foto: DBSV/Cornelia Weiß

Berlin (kobinet) Nach Protesten behinderter Menschen bleiben E-Scooter als gefährliche Stolperfallen ein Ärgenis, das zunehmend öffentlich diskutiert wird. Inzwischen haben auch die Christdemokraten das Thema entdeckt. Viele Berliner ärgern sich, wenn diese Roller wild irgendwo abgestellt werden. „Es muss dafür Sorge getragen werden, dass die Roller nicht kreuz und quer rumliegen“, wurde CDU-Fraktionschef Kai Wegner in der Presse zitiert. Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) hat eine Verbandsklage für freie Gehwege eingereicht. Der Berliner Senat soll eine Sondernutzungserlaubnis für den E-Scooter-Verleih erst dann erteilen, wenn es flächendeckend verpflichtende Abstellflächen gibt.

Dr. Werner Wolff – Autor des Buches „Inklusion statt ‚Sorgenkind'“

Titel des Buches - dazwischen  DDR-Briefmarken zur Rehabilitation in der DDR, daruntere Symbol der Aktion Sorgenkind
Deckbaltt des Buches von Dr. Werner Wolff
Foto: Kopie: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet) Über ein Leben mit Behinderung gibt es viele Veröffentlichungen und Erfahrungsberichte. In ihnen berichten die von Behinderungen Betroffenen über ihr Leben, ihren Lebensweg und über jene Barrieren, die ihnen dabei das Leben schwieriger machten. Für einen Überblick zur Geschichte eines Lebens mit Behinderung in Deutschland lohnt es sich, das Buch „Inklusion statt ‚Sorgenkind‘ – Schwerbehinderte in der DDR, mit Vergleichen zur BRD“ zur Hand zu nehmen. Autor dieses Buches ist Dr. Werner Wolff.

Nachdenken über „Sorgenkinder“ und Inklusion

Titel des Buches - dazwischen  DDR-Briefmarken zur Rehabilitation in der DDR, daruntere Symbol der Aktion Sorgenkind
Deckbaltt des Buches von Dr. Werner Wolff
Foto: Kopie: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Besonders an Jahrestagen wie dem „Tag der Deutschen Einheit“ wird immer wieder einmal darüber nachgedacht, wie sich in den vergangenen Jahren alles so entwickelt hat. Wenn es dabei um die Geschichte der Selbsthilfe-Verbände geht, dann ist das nicht ganz einfach. Zwar verfügen mehrere Verbände über eigene Aufzeichnungen ihrer Geschichte, es gibt jedoch kaum Unterlagen, die ein Gesamtbild der Entwicklung der Selbsthilfearbeit nachzeichnen. Das gilt insbesondere für ein früheres Leben als Schwerbehinderter in der DDR.

Kevin Kleiber will andere inspirieren, eigene Ziele zu verwirklichen

Kevin Kleiber in Mexiko
Kevin Kleiber in Mexiko
Foto: privat

Löhnberg (kobinet) Rund 460 Projekte und Personen haben die Chance, den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis zu erhalten. Ein Projekt, das für den Publikumspreis vorgeschlagen wurde, ist das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team mit dem Titel „Mobilität beginnt im Kopf“. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit Kevin Kleiber, der selbst einen Rollstuhl nutzt und einen Auslands-Freiwilligendienst mit Unterstützung des in Essen ansässigen Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenhang (bezev) absolviert hat. Noch bis zum 19. Oktober um 23:59 Uhr kann für den Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis und damit auch für das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team abgestimmt werden.

Hunderte Behindertenaktivist*innen forderten Rechte in Brüssel ein

Plakat: Fix the System: Not me
Plakat: Fix the System: Not me
Foto: ENIL

Brüssel (kobinet) „Vom 26. bis zum 28. September fand der vom European Network on Independent Living (ENIL) veranstaltete Freedom Drive 2022 statt. Drei Tage lang versammelten sich hunderte Menschen mit Behinderungen aus 28 Ländern Europas in Brüssel, um das Bewusstsein für die anhaltende soziale Ungleichheit von Menschen mit Behinderungen in institutionellen Einrichtungen zu schärfen. Die soziale Ungleichheit schließt uns von der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft und dem Zugang zu Rechten aus. Die anhaltenden Diskussionen um ein unabhängiges Leben führten während der Pandemie zu tausenden Todesfällen und in jüngerer Zeit waren die in Institutionen untergebrachten Personen Ziele im Ukrainekrieg“, dies schreibt Stefanie Geiser vom Verein Rhein-Main inklusiv in ihrem Bericht über den Freedom Drive, den sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

IGEL-Podcast: Warum die Agenda 2030 wichtig ist für den DBSV

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) Noch bis zum 15. Oktober findet die Woche des Sehens statt. Das ist ein guter Anlass für den Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, ein Interview mit dem Vorsitzenden des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV), Hans-Werner Lange, im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) zu führen. Hans-Werner Lange hat im Sommer den Vorsitz von Klaus Hahn übernommen und führt für die nächsten vier Jahre den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Auf Ohrfunk läuft übrigens seit neuestem immer freitags, um 18:00 Uhr die IGEL-Show mit vielen aktuellen Infos von Sascha Lang, die samstags um 12:05 Uhr wiederholt wird.

Auf ein Wort: Gedanken zur heutigen Bundestagsdebatte zur Triage

Margit Glasow
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Foto: privat

Rostock (kobinet) In einem Beitrag unter dem Motto „Auf ein Wort“ hat sich die Journalistin Margit Glasow vor der heutigen Debatte zu gesetzlichen Regelungen im Falle einer Triage Gedanken über dieses Thema gemacht. Sie fragt: „Ist jedes Leben gleich viel wert?“

„Der Lech sitzt im Rollstuhl“

Scrennshot vom SZ-Artikel von Christian Mürner
Scrennshot vom SZ-Artikel von Christian Mürner
Foto: SZ – Screenshot Christian Mürner

Hamburg (kobinet) „Der Lech sitzt im Rollstuhl“ Unter diesem Titel erschien am 9. Oktober 2022 in der Süddeutschen Zeitung (online Ausgabe) ein Bericht in der Rubrik „Naturschutz in Bayern“. Im Vorspann hieß es, dass der Fluss der „am dichtesten verbaute Strom“ sei und als „Ruine“ gelte. Dieser Bericht – und vor allem auch der Titel – hat den Journalisten Christian Mürner zu einem Kommentar veranlasst, den er den kobinet-nachrichten zur Verfügung stellt.

Lunchkonzerte in der Berliner Philharmonie

Wu Wei und Martin Stegner nach dem Konzert
Wu Wei und Martin Stegner nach dem Konzert
Foto: sch

Berlin (kobinet) Einfach mal zu einem Konzert in die Berliner Philharmonie gehen, spontan während der Mittagspause und das auch noch bei freiem Eintritt: Das ist jeden Mittwoch um 13 Uhr möglich. Heute musizierte im Foyer des Großen Saals das Wu Wei Trio. Mit dem chinesischen Sheng-Virtuosen spielten Martin Stegner (Viola) und Janne Saksala (Kontrabass) eigens für das Trio bearbeitete Werke von Bach, Telemann und Vivaldi. Besonders bei Vivaldis Triosonate „La Folia“ und der Zugabe für das begeisterte Publikum zeigten sich alle drei Musikanten als Jazzer. Wu Wei begann mit 15 Jahren das Studium an der chinesischen Mundorgel und ist als Solist heute weltweit gefragt.

Selbstzerstörung oder Gemeinsame Sicherheit?

Cover des Buches
Cover des Buches
Foto: Westend Verlag

Berlin (kobinet) Im Frankfurter Westend-Verlag ist ein Buch erschienen, das sich mit dem Ukraine-Krieg und der Klimakrise befasst. Die Autoren kommen aus der Friedensbewegung. Michael Müller, Peter Brandt und Reiner Braun geht es um die Selbstbehauptung Europas. Hierin sehen sie den Schlüssel für einen Waffenstillstand in der Ukraine. Vor allem Deutschland und Frankreich müssten die Kriegsparteien an einen Tisch holen. Gemeinsame Sicherheit könne die entscheidenden Weichen für die künftige Weltordnung stellen.

IGEL-Podcast zu 1 Jahr gute Nachrichten zur Inklusion

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg/Mainz/Kassel (kobinet) Das auf vier Jahre angelegte und von der Aktion Mensch geförderte Projekt „Gute Nachrichten zur Inklusion“ konnte zum einjährigen Bestehen eine positive Bilanz ziehen. Der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, hat im Gespräch mit dem Projektkoordinator Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3 und dem Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Matthias Rösch, nachgehakt. Welche guten Nachrichten zur Inklusion gibt es in diesen schwierigen Zeiten? Welchen Sinn macht es, darüber zu berichten? Und was können diese bewirken? Das sind nur einige Fragen, die die drei Gesprächspartner in dem nun erschienenen 30minütigen IGEL-Podcast erörtern.

IGEL-Podcast: Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im September 2022

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Warum wir heute den Spagat zwischen Assistenztiertoiletten und Bundesverdienstkreuz schaffen mussten“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Monat September 2022. Im Gespräch mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul geht es aber auch über dessen Erfahrungen mit einer im September durchgeführten USA-Reise, über das im Bundestag zur Entscheidung anstehende Triage-Gesetz und vieles mehr, was sich im letzten Monat behindertenpolitisch zugetragen hat.

Kay Macquarrie per Bahn in Paris

Mit Rad in der Rue de Rivoli von Paris
Freie Fahrt mit dem Rad in Paris
Foto: Kay Macquarrie

Berlin (kobinet) „Mobilitätseinschränkung à la carte“, nannte Kay Macquarrie seinen launigen Reisebericht mit der Bahn nach Paris.

Berliner Behindertenparlament im Abgeordnetenhaus

Fassade des Abgeordnetenhauses
Abgeordnetenhaus von Berlin
Foto: sch

Berlin (kobinet) Das Berliner Behindertenparlament kommt am 3. Dezember erstmals im Abgeordnetenhaus der Stadt zusammen. Im Plenarsaal wird über Forderungen an eine inklusive Politik diskutiert. „Endlich können wir ins Abgeordnetenhaus! Dafür haben wir so lange gekämpft“, freut sich Christian Specht als Initiator des Berliner Behindertenparlaments. Die Interessen von 600.000 Betroffenen würden somit am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen in der Mitte der Stadt sichtbar, erklärte Specht heute.

Erfolgreicher Start der Qualifizierungsreihe: Wie ich bin – bin ich gut zum/r Peer Berater*in

Symbol Ausrufezeichen

Köln (kobinet) Ellen Romberg und Martina Bünger haben den kobinet-nachrichten einen Bericht über den erfolgreicher Start der Qualifizierungsreihe: „Wie ich bin – bin ich gut“ zum/r Peer Berater*in zugesandt, den die kobinet-nachrichten im folgenden veröffentlichen.

Rote Karte für E-Scooter

Symbolbild mit falsch geparktem E-Scooter
Rote Karte für E-Scooter
Foto: ABSV

Berlin (kobinet) Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) hat eine Verbandsklage eingereicht. Die Rote Karte für E-Scooter soll für freie Gehwege sorgen.

Wer kennt schon sein Ich?

Cover: ROSA IN GRAU
Cover ROSA IN GRAU
Foto: AZUR

Köln (kobinet) Die Korrespondentin der kobinet-nachrichten, Anke Glasmacher, fragt sich in ihrer Buchrezension über den neuen Roman „ROSA IN GRAU“ von Simone Scharbert „Wer kennt schon sein Ich?“

Besuch im Humboldt-Forum

Besucher unter der Kuppel des Berliner Schlosses
Besucher unter der Schlosskuppel
Foto: sch

Berlin (kobinet) Viele Berliner und Berlinbesucher nutzen das um den Tag der deutschen Einheit verlängerte Wochenende zu einem Besuch des barrierefreien Humboldt-Forums. Auf der Dachterrasse unter der Schlosskuppel hatten die Gäste an diesem sonnigen Herbstsonntag einen weiten Blick auf die Stadt.

Minsk wieder Besuchermagnet

Terrassenestaurant Minsk
Minsk in „Architektur der DDR“ von 1979
Foto: Architektur der DDR

Berlin (kobinet) Milliardär Hasso Plattner hat das Minsk auf dem Potsdamer Brauhausberg zu einem Kunsthaus umbauen lassen. Nach zweijähriger Bauzeit erlebt das einst beliebte Terrassen-Restaurant, nach derJahrtausend-Wende aber von Verfall und Abriss bedront, nun einen wahren Besucheransturm.

Intensivpflege: Nicht vom Abitur ins Pflegeheim

Laura Mench am Schreibtisch
Laura Mench am Schreibtisch
Foto: Laura Mench

Berlin (kobinet) Die Ausgestaltung der Regelungen für die Umsetzung des GKV-Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz – IPReG bereitet vielen Betroffenen große Sorgen. „Schon allein, dass offiziell am 1. Januar 2023 nur noch bestimmte Fachärzt*innen die außerklinische Intensivpflege verordnen dürfen und aber bis heute nicht klar ist, wer diese Ärzt*innen sind, welche Qualifikation sie haben müssen und wo ich diese finde, zeigt doch, dass das System ein Problem hat“, betont beispielsweise Laura Mench. Und für Amelie Cartolano ist klar, dass sie nicht vom Abitur ins Pflegeheim will. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit den beiden über ihre Ängste und Erfahrungen mit den derzeitig geplanten Regelungen zur Intensivpflege.

Podcast Echt behindert zur Frage: Was ist Ableismus?

Logo: DW-Podcast Echt behindert
Logo: DW-Podcast Echt behindert
Foto: Deutsche Welle

Köln (kobinet) „Neues Wort, altes Verhalten – Was ist Ableismus?“ So lautet der Titel des aktuellen Podcast „Echt behindert! der Deutschen Welle. „Leistung als wichtigstes Merkmal, abwertende Sprache, Mitleid und falsche Bewunderung, Bevormundung und natürlich Diskriminierung. Das ist Ableismus. Das Buch ‚Behinderung und Ableismus‘ erläutert die Hintergründe“, heißt es in der Ankündigung des knapp 25minütigen Gesprächs zwischen Matthias Klaus und der Journalistin Andrea Schöne. „Als kleinwüchsiger Mensch erlebt sie Ableismus täglich und hat gerade ein Buch zum Thema geschrieben. Es heißt ‚Behinderung und Ableismus‚ und erscheint im Oktober im Unrast Verlag“, heißt es weiter in der Ankündigung des Podcast der Deutschen Welle.

Aktionen für Menschenrechte

Symbolbild der der Behindertenkonvention der Vereinten Nationen
Behindertenrechtskonvention
Foto: BIZEPS

Berlin (kobinet) Behinderte Menschen in Österreich gehen für ihre Rechte auf die Straße. Eine Demonstration auf dem Wiener Ballhausplatz und Mahnwachen in den Landeshauptstädten wenden sich gegen einen regierungsamtlichen Plan für die behinderte Bevölkerung.

Behindertenbewegung bleibt viel zu tun

Miles-Paul am Telefon in Atlanta
Miles-Paul am Telefon
Foto: Susanne Göbel

Berlin / Atlanta (kobinet) Die Ehrung mit dem Bundesverdienstkreuz bestärkt Ottmar Miles-Paul in seinem politischen Engagement. „In der Behindertenbewegung müssen wir zusammenhalten, wenn wir etwas erreichen wollen. Das ist unsere Stärke und das hat sich immer wieder gezeigt“, so Miles-Paul, den kobinet in den USA erreichte. Der Behindertenrechtler dankte allen, die seinen Weg gekreuzt haben und mit denen er zusammen etwas bewegen durfte. „Diese Auszeichnung gebührt auch euch“, .sagte er dem Berliner kobinet-Korrespondenten. „Vor allem müssen wir Druck machen, dass das Bundesteilhabegesetz umgesetzt und wo es noch nicht im Sinne der Selbstbestimmung behinderter Menschen greift, schnell weiterentwickelt wird.“

Laudatio einer Weggefährtin

Dr. Sigrid Arnade in Berlin
Dr. Sigrid Arnade
Foto: ISL e.V.

Berlin (kobinet) Eine langjährige Weggefährtin von Ottmar Miles-Paul übermittelte kobinet eine ganz persönliche Laudatio: Ehrung für einen Bescheidenen, der nie „gekreuzigt“ werden wollte. „Lieber bescheidener Ottmar, trage dein Kreuz in Würde“, schrieb Dr. Sigrid Arnade, ISL-Sprecherin für Gender und Diversity, Sprecherin der LIGA Selbstvertretung, „wir gratulieren dir aufs Herzlichste!“:

Bundesverdienstkreuz für Ottmar Miles-Paul

Ottmar Miles-Paul Porträt
Ottmar Miles-Paul beim kobinet-treffen am 19.08.22
Foto: sch

Berlin (kobinet) Ottmar Miles-Paul wird für seinen wegweisenden, konsequenten und kämpferischen Einsatz mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil zeichnete heute mehrere Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Der Behindertenrechtler aus Kassel hat mit seinem langjährigen persönlichen Engagement den behindertenpolitischen Paradigmenwechsel von der Fürsorge zur Selbstbestimmung behinderter Menschen in einer inklusiven Gesellschaft vorangetrieben. Jenny Bießmann nahm die Gratulation entgegen, da Ottmar Miles-Paul nicht in Berlin sein kann. Er ist zur Hochzeit seines Sohnes in die USA gereist.