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Sehenswerte Wanderausstellung jetzt in Leipzig zu sehen

Collage mit Zeittabellen und weiteren Bildern der Austallung
Bilder der Ausstellung
Foto: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet) Noch bis zum 10. Februar 2023 ist die sehenswerte Wanderausstellung „überZEUGEN: Geschichten von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und der Ukraine“ in Leipzig zu sehen. Die Ausstellung befasst sich mit der Frage nach dem Wert des Lebens und der Menschenwürde und analysiert die Entwicklung des Verständnisses von „Behinderung“, „Fürsorge“ und „Partizipation“ seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bis heute.

Jennifer Sonntag: Fernsehen und Nichtsehen widersprechen sich nicht

Jennifer Sonntag im Sonntagsfragen-Sessel mit Moderationskarten
Jennifer Sonntag im Sonntagsfragen-Sessel mit Moderationskarten
Foto: mdr

Halle (kobinet) „Fernsehen und Nichtsehen widersprechen sich nicht!“ Davon ist Jennifer Sonntag aus Halle überzeugt. Die blinde Journalistin hat vor kurzem nach 14jähriger Tätigkeit beim mdr-Fernsehmagazin „Selbstbestimmt“ in einem vierminütigen Fernsehbeitrag Bilanz über ihr bisheriges 14jähriges Wirken beim mdr gezogen und einen Ausblick gewagt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte folgendes Interview mit Jennifer Sonntag über ihre Erfahrungen beim mdr und vor allem als blinde Frau im Fernsehen. Es geht aber auch darum, was sich Jennifer Sonntag nun vorgenommen hat.

Behindert, alt, armutsbetroffen – Beim Kampf gegen Diskriminierung von POC, People of Colour, lernen?

sitzt auf einer Bank am Wald
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Merzhausen (kobinet) Behindert, alt, arm – diese drei „intersektional“ zusammenhängenden Diskriminierungsfaktoren bilden ein Bermudadreieck des gesellschaftlichen Verschwindens, der sozialen Exklusion und des Unsichtbarwerdens der davon Betroffenen. Inzwischen über siebzig, erblindet und armutsbetroffen, fürchte auch ich, in diesem Bermudadreieck zu verschwinden.

IGEL-Podcast: 42 km bis zum Ziel – Kreativ-Marathon für den guten Zweck

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) „42 km bis zum Ziel – Kreativ-Marathon für den guten Zweck“, so lautet der Titel der aktuellen und mittlerweile 92 Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zu Gast ist dieses Mal beim Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, Petra Roth von Kunst am Zaun.

Constantin Grosch ist im niedersächsischen Landtag angekommen

Constantin Grosch
Constantin Grosch
Foto: Götz Schleser

Hameln (kobinet) Im Oktober 2022 wurde der Kommunalpolitiker und Aktivist der Behindertenbewegung Constantin Grosch aus Hameln in den niedersächsischen Landtag gewählt. Im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul wird deutlich, dass Constantin Grosch nicht nur gut in seiner neuen Funktion und im Landtag angekommen ist, sondern auch einiges vorhat, was er in den nächsten Jahren vorantreiben will.

IGEL-Podcast mit Sabine Lohner zur Brailleschrift: 6 Punkte in Bewegung

Sharepic: IGEL-Podcast mit Sabine Lohner
Sharepic: IGEL-Podcast mit Sabine Lohner
Foto: IGEL Media

Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „6 Punkte in Bewegung“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die aktuelle Ausgabe. Anlass ist der Geburtstag von Louis Braille, der die Brailleschrift, also die Schrift, die blinde Menschen nutzen, erfunden hat. Im Gespräch mit Sabine Lohner geht es aber nicht nur um die Wichtigkeit der Brailleschrift. Die Frankfurterin liebt das Lesen und hat bei der letzten Frankfurter Buchmesse beispielsweise eine Lesung im Dunkeln durchgeführt.

IGEL-Monats- und Jahresrückblick zur Behindertenpolitik

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Wie du in diesem Podcast erfährst, dass auch der Inklusator noch was lernen kann“, so hat der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang die mittlerweile 90. Episode des Podcasts getitelt. Zum Jahresbeginn hat Sascha Lang den gut 54minütigen Podcast mit einem Monats- und Jahresrückblick zur Behindertenpolitik mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul veröffentlicht. Dabei ging es aber nicht nur um Vergangenes, sondern auch darum, was uns behindertenpolitisch 2023 erwarten könnte.

2022 – welch ein Jahr …

Carolin Emrich
Carolin Emrich
Foto: Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung

Bremen (kobinet) „2022 – welch ein Jahr…“, so titelt Carolin Emrich vom Vorstand des Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung das Editorial des aktuellen Newsletters des Netzwerk. „Der Rückblick auf das ausklingende Jahr mag vermutlich bei Vielen von uns angesichts der weltpolitischen Lage gedämpft sein, uns betrübt und nachdenklich stimmen. Und doch gab es trotz allem auch schöne Momente“, schreibt die langjährig engagierte Zukunftsplanerin aus Bremen und regt damit zum Jahresende zum Nachdenken über dieses zu Ende gehende Jahr an.

Noch ein paar kräftige Schlücke aus der Pulle für Aussonderungseinrichtungen

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Kassel (kobinet) „Die bisherige Möglichkeit, Mittel der Ausgleichsabgabe nachrangig auch für Einrichtungen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben – insbesondere für Werkstätten für behinderte Menschen – zu verwenden, soll gestrichen werden“, so formuliert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Ziel des am 21. Dezember 2022 vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurfs für ein Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts. Dass diese Regelung dringend nötig ist, zeigen Pressemeldungen aus Bayern und Baden-Württemberg, wo die Mittel aus der Ausgleichsabgabe millionenschwer und immer wieder in Sonderwelten wie Heime und Werkstätten gesteckt werden. So konnten sich die Aussonderungseinrichtungen vor Weihnachten nochmal einige kräftige Schlücke aus der Pulle der Ausgleichsabgabe gönnen, wie es kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar kritisiert.

Jean Maggi will ins All fliegen

Ausschnitt aus Berliner Zeitung vom 28.12.22
Abenteurer in der Berliner Zeitung
Foto: sch

Berlin (kobinet) Jean Maggi bezwang mit seinem Handbike einen Himalaja-Gipfel. Jetzt will er ins All fliegen und erneut zeigen, dass Menschen mit Behinderung Großes schaffen können. Über eine Begegnung mit dem 60-jährigen Argentinier berichtet heute die Berliner Zeitung: Auf einmal war alles ganz leicht, der Körper schwerelos. Für einen Moment empfand Jean Maggi dieses herrliche Gefühl, als vorne der Pilot die Boeing 727 erst nach oben steigen und dann abkippen ließ. Als die Flugbahn eine Parabel beschrieb und hinten im leer geräumten Teil der Maschine die angehenden Raumfahrer zu schweben begannen.

Sigrid Arnade: Begeistert von der Sendung Die Anstalt

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Die am 20. Dezember im ZDF ausgestrahlte Sendung „Die Anstalt“ zum Thema Inklusion hat von vielen Aktiven aus der Behindertenbewegung großen Applaus bekommen. Auch Dr. Sigrid Arnade, die neue Vorsitzende des Sprecher*innenrats des Deutschen Behindertenrats (DBR) hat die Sendung nicht kalt gelassen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte daher mit ihr ein entsprechendes Interview über die Sendung und vor allem über die verbreiteten Botschaften in Sachen schulische Inklusion und Werkstätten für behinderte Menschen.

Eine soziale Dystopie in Sachen Intensivpflege

Amelie Cartolano
Amelie Cartolano
Foto: Amelie Cartolano

Kassel (kobinet) Für das Schulfach Ethik sollte Amelie Cartolano eine Dystopie verfassen. Eine Dystopie ist das Gegenteil einer Utopie, die auf eine gute und friedfertige Zukunft verweist, heißt es in der Ankündigung des Beitrags. „Mein Thema hat einen aktuellen Hintergrund. Seit Sommer 2019 engagieren sich die INTENSIVkinder-Familien für Verbesserungen in einem neuen Gesetz für die außerklinische Intensivpflege, GKV-IPReG, das alle Kinder und Erwachsenen mit künstlicher Beatmung und einem Luftröhrenschnitt betrifft. Ebenso betroffen sind alle Menschen, die Pflegepersonal benötigen, um lebensbedrohliche Gefahren für ihre Gesundheit abzuwehren. Bei mir lösen die neuen Regelungen Zukunftsängste aus“, heißt es in der Ankündigung des Aufsatzes, der auf der Internetseite Intensivkinder des Vereins zu Hause veröffentlicht wurde.

Fürstliche Gehälter für Werkstattleitungen?

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Dass die Leiter*innen von Werkstätten für behinderte Menschen, in denen die behinderten Beschäftigten durchschnittlich gerade einmal um die 220 Euro im Monat verdienen, zum Teil fürstlich sind, darauf hat die ZDF-Sendung „Die Anstalt“ kürzlich hingewiesen. Über vier Jahre nach dem Skandal in Duisburg, wo eine Werkstattleiterin ein stolzes Jahresgehalt von 376.000 Euro erhielt, gibt es immer noch keine Transparenz in diesem Bereich. Ganz anders übrigens als beim Gehalt des Bundeskanzlers, das mit einem Jahreseinkommen von 360.000 Euro beziffert wird, wie ntv berichtet.

Mit einem Rollstuhl aus der Zentralukraine nach Deutschland

Frau mit Rollstuhl, dahinter steht ein Mann. Im Hintergrund ist ein Springbrunnen zu sehen
Larysa Krutigolova mit ihrem Mann im Kurpark Bad Homburg
Foto: Privat

FRANKFURT am MAIN (kobinet) Nach den russischen Angriffen mussten sehr viele Ukrainer ihr Land verlassen. Viele von ihnen gingen dorthin wo sie Bekannte und Freunde haben, zum Beispiel nach Kasachstan. Fast acht Millionen Menschen haben nach Angaben des Flüchtlingshilfswerkes der UN (UNHCR) die Ukraine in Richtung Europa verlassen. Mehr als eine Millionen davon hat Deutschland aufgenommen. Darunter sind auch Menschen mit Behinderungen. „Kobinet“ wollte wissen, wie es diesen Menschen geht, die hinter den Zahlen stehen, was sie denken – und hat einige von ihnen gefragt.

Oberschwaben: Entwicklungsgebiet im Bereich der Inklusion

Symbol Ausrufezeichen

Baindt (kobinet) Vor drei Jahren trat die Reform der Eingliederungshilfe im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes in Kraft und auch in Sachen Barrierefreiheit könnte Deutschland schon viel weiter sein. Wie sich die Situation in Oberschwaben gestaltet, damit hat sich Marion Jurgovsky beschäftigt und einen entsprechenden Beitrag für die kobinet-nachrichten mit dem Titel „Oberschwaben in Baden-Württemberg – Ein Entwicklungsgebiet im Bereich der Inklusion“ verfasst. Soviel sei vorweg gesagt, wer in einer großen Behinderteneinrichtung sein Leben fristen möchte, für diejenigen könnte Oberschwaben eine gute Adresse bieten. in Sachen Inklusion scheint diese Region dem Bericht zufolge nicht empfehlenswert.

Mister Marsk und ich oder Mut und Maß, die Zukunft der Raumfahrt

sitzt auf einer Bank am Wald
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Merzhausen (kobinet) Nicht von Science Fiction handelt die folgende Glosse im verlängerten Kurzgeschichtenformat, vielmehr von Ereignissen der allernächsten Zukunft, die soeben begonnen hat. Einem 9-Euro-Ticket zum Mond. Von der Energiepartnerschaft mit Naturvölkern auf fremden Planeten. Auf der Marsoberfläche sich vermehrenden Robotern und Rollstuhlfahrern und einem Blinden, der sehen kann. Von seiner ungetrübten Sicht auf schwarze Löcher und was das alles mit grünem Wasserstoff zu tun hat. Doch der Reihe nach.

Berliner Behindertenparlament – Meilenstein für Inklusion

Berliner Behindertenparlament am 3.12.22
Berliner Behindertenparlament am 3.12.22
Foto: Berliner Behindertenparlament

Berlin (kobinet) Für Dennis Buchner, den Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin war das Berliner Behindertenparlament, das am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, im Berliner Abgeordnetenhaus stattfand, ein Meilenstein für Inklusion. Das geht aus einem Bericht von Christiane Müller-Zurek über die Veranstaltung hervor, den Niclas Beier vom Berliner Behindertenparlament den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Im Aufzug mit Kevin Kühnert

Porträt von Raul Krauthausen
Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Im Aufzug mit Kevin Kühnert“, so lautet die aktuelle Folge der Podcast-Reihe von Raul Krauthausen, die nun erschienen ist. Dabei hat Raul Krauthausen dem Generalsekretär der SPD Kevin Kühnert die Tür seines Aufzugs geöffnet und mit ihm ein ausführliches Interview geführt.

Gefangenenaustausch ohne Waffenruhe

Am Landwehrkanal in Kreuzberg
Nach dem russischen Angriffskrieg: NO WAR
Foto: sch

Berlin (kobinet) Russland und die Ukraine haben nach Angaben beider Kriegsparteien wieder einen größeren Gefangenaustausch vollzogen, berichtet heute der Deutschlandfunk. 60 russische und 60 ukrainische Soldaten können in ihre Heimat zurückkehren. Gefangenenaustausch ist der einzige Bereich, in dem es zwischen Moskau und Kiew noch einen Dialog gibt. Alle anderen Verhandlungen liegen auf Eis. Vielfach erhoffte Waffenruhe ist nicht in Sicht. „Im Krieg den Frieden vorbereiten“, fordert Michael Brie. Nach seiner Ansicht ist nötig, die Ukraine zu unterstützen, aber unzulässig sie den geopolitischen Zielen der USA und der Nato zu opfern.

Anscheinend sind alle für Barrierefreiheit – solange es nicht konkret wird

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Eine Reihe von denjenigen, die die knapp 45minütige Bundestagsdebatte zur Barriefreiheit am 2. Dezember verfolgt haben, haben sich wahrscheinlich die Augen gerieben, dass nun plötzlich alle für Barrierefreiheit sind und es sogar der CDU/CSU dafür nicht schnell gehen kann. „Mehr Tempo für Barrierefreiheit und einen inklusiven Sozialraum“ lautet der Titel deren Antrag, der debattiert wurde. Aber auch vonseiten der Regierungsfraktionen waren in der Debatte Töne zu vernehmen, die die Frage aufwerfen, warum wir nicht schon in einem barrierefreien Land leben. Der Hobby-Chronist der kobinet-nachrichten Dr. Martin Theben hat angesichts einer vermeintlich solch großen Übereinstimmung in Sachen Barrierefreiheit im Bundestag sein Archiv bemüht und verweist auf die Bundestagsdebatte zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vom 20. Mai 2021. Stoff genug für einen Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul zur anscheinend von allen gewollten Barrierefreiheit solange es nicht zu konkret wird.

Viel in Sachen Leichte Sprache erreicht, noch viel mehr zu tun

Abschied von Gisela Holtz mit dem Vorstand des Netzwerk Leichte Sprache
Abschied von Gisela Holtz mit dem Vorstand des Netzwerk Leichte Sprache
Foto: Rolf Kohn

Münster (kobinet) Gisela Holtz, eine der Gründer*innen des Netzwerkes Leichte Sprache, hat sich nach jahrelangem Engagement am Wochenende aus dem Netzwerk verabschiedet. Sie hat die Entwicklung der Leichten Sprache und viele Projekte entscheidend geprägt. Die Mitglieder des Netzwerk Leichte Sprache haben mit ihr zum Abschied ein Interview geführt, das sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt haben. Gisela Holtz weiß, dass in den letzten Jahren zwar viel in Sachen Leichte Sprache erreicht wurde, aber noch viel mehr zu tun ist.

Wenn der Luftschutzbunker nicht barrierefrei ist

IGEL Podcast mit Olena Babeshko
IGEL Podcast mit Olena Babeshko
Foto: IGEL

Bad Segeberg/Berlin (kobinet) Gerade um den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen tut auch ein Blick über unsere Erfahrungswelt in Deutschland hinaus Not. Der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, hat dazu einen Podcast mit dem Titel „Wenn der Luftschutzbunker nicht barrierefrei ist. Dabei geht es um die Erfahrungen mit dem Krieg und der Flucht von Olena Babeshko, die einen Rollstuhl nutzt, mit ihren Kindern aus der Ukraine. Es geht aber auch darum, wie die 51jährige Frau hier in Deutschland angekommen ist und mit welchen Herausforderungen geflüchtete Menschen mit Behinderung umgehen müssen. Mit Emine Kalali von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) sprach Sascha Lang auch über ein Unterstützungsprojekt der Selbstvertretungsorganisation.

„Reisen für Alle“ weiterhin im Nebel noch nicht getroffener Entscheidungen

Zeichnung einer Gruppe von Personen, darunter auch eine mit Rollstuhl, vor der Tür
Reisen ist Teilhabe für Alle
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

BERLIN (kobinet) Das Kennzeichnungs- und Zertifizierungssystem „Reisen für Alle“ wurde seit dem Jahr 2011 mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums entwickelt und war im Jahr 2014 bundesweit eingeführt worden. Ein Blick auf die Internetseite dieses Angebotes genügt, um zu erkennen, dass es mit bisher fast 2.500 geprüften Urlaubs- und Ausflugsideen in Deutschland sich nicht besonders erfolgreich und wirklich deutschlandweit entwickelt hat.

IGEL-Podcast: Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im November 2022

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) Über 200 Nachrichten wurden im November 2022 in den kobinet-nachrichten veröffentlicht. Darauf weist der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, in der aktuellen Ausgabe des Podcast hin und spricht mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul über einige davon. Im Rückblick auf die kobinet-nachrichten zur Behindertenpolitik im November 2022 geht es u.a. um ein Jahr Bundesregierung und warum Horst Frehe aus Bremen der Kragen geplatzt ist. Und wir erfahren, warum die Aktion Mensch mit der Veröffentlichung von zwei Studien einen richtig guten Zeitpuntk gewählt hat.

Kommt der rot-grün-gelbe Sprung für eine menschenrechtsorientierte Behindertenpolitik?

Rot-grün-gelbes Segelschiff mit Aufschrift: Barrierefreiheit Jetzt
Rot-grün-gelbes Segelschiff mit Aufschrift: Barrierefreiheit Jetzt
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Vor knapp einem Jahr wurde der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP auf Bundesebene vorgestellt. Das damit verbundene, zwar noch vorsichtig aufflackernde, Leuchten in den Augen so mancher Akteur*innen der Behindertenbewegung ist mittlerweile etwas ermattet, aber angesichts einiger wohlklingender Formulierungen im Koalitionsvertrag nicht ganz erloschen. Diese Woche könnte sich zeigen, ob das Feuer für einen menschenrechtsorientierten Sprung der rot-grün-gelben Bundesregierung angefacht wird. Denn nun kommen einige behindertenpolitische Vorhaben auf die Tagesordnung, die zeigen, wie ernst die Formulierungen im Koalitionsvertrag gemeint sind. Darauf weist kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar hin.

Internationaler Meinungs- und Erfahrungsaustausch zur UN-Behindertenrechtskonvention

Gruppenfoto mit Männern und Frauen vor einer Tafel zur Konferenz, einige von ihnen mit Rollstuhl
Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konfernez
Foto: Rasmila Alaverdyan

BERLIN (kobinet) Im Herbst dieses Jahres hatte in der armenischen Hauptstadt Jerewan eine internationale behindertenpolitische Konferenz stattgefunden, in deren Mittelpunkt der Erfahrungsaustausch zu den Artikeln 19 und 20 stand. Das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation e.V. (IB&P) waren bei diesem Treffen durch André Nowak und Monika Tharann vertreten. Nach ihrer Rückkehr konnten wir von kobinet mit ihnen darüber sprechen.

Weihnachtsmarkt bei Späth’schen Baumschulen

Weihnachtsmänner spielen auf
Weihnachtsmänner im Hornquartett
Foto: sch

Berlin (kobinet) Die Späth’schen Baumschulen haben an den ersten drei Adventswochenenden zu einem der schönsten Weihnachtsmärkte von Berlin eingeladen. Unterm Weihnachtsbaum spielen Weihnachtsmänner im Hornquartett und das Berliner Blechbläser-Trio auf. Ein Bühnenprogramm mit Konzerten moderiert Ingo Hoppe von rbb 88.8. Zum Auftakt rockten hier die mitreißenden Brazzo Brazzone.

Man müsste ein Kunstwerk sein und im Museum hängen!

sitzt auf einer Bank am Wald
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Merzhausen (kobinet) Kein Behinderter, der nicht nur nicht im Museum hängt, bei dem auch anderswo in der Öffentlichkeit die Leute sich nicht darum reißen, ihn zu sehen. Vielmehr oft genug lieber wegschauen, wenn er zufällig an ihnen vorüberläuft, so wie ich, der Blinde mit seinem Stock (meine Begleiterin hat das immer wieder beobachtet). Eine Glosse.

Bürgergeld heute im Vermittlungsausschuss

Logo: Ohrfunk
Logo: Ohrfunk
Foto: Ohrfunk

Berlin (kobinet) Vom Bundestag verabschiedet, vom Bundesrat blockiert, so ist der derzeitige Stand der Beratungen zum Bürgergeld. Heute wird das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung im Vermittlungsausschuss beraten und dort nach einem Kompromiss gesucht. Jens Bertrams vom Ohrfunk hat die Blockade des Gesetzgebungsverfahrens durch die CDU/CSU zum Anlass für einen Kommentar genommen.

Behindertengleichstellungsgesetz stark verbesserungsbedürftig

Prof. Dr. jur. Felix Welti
Prof. Dr. jur. Felix Welti
Foto: Prof. Dr. jur. Felix Welti

Kassel (kobinet) Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BGG) im Jahr 2016 war nach Ansicht von Prof. Dr. jur. Felix Welti ein Schritt in die richtige Richtung, dem aber weitere folgen müssen. Die Umsetzung des Gesetzes durch die Bundesbehörden sei nach wie vor stark verbesserungsfähig. Und ein Gesetz, das nur Bundesbehörden bindet und als Spezialgesetz wahrgenommen wird, stoße an Grenzen, betonte Welti im Interview mit den kobinet-nachrichten anlässlich der vor kurzem erfolgten Veröffentlichung des Evaluationsberichts zum novellierten Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) des Bundes.

IPReG – Mehr Fragen als Antworten

Portraitfoto Maria-Cristina Hallwachs
Foto Maria-Cristina Hallwachs
Foto: Maria-Cristina Hallwachs

Hollenbach (kobinet) Das Intensiv-Pflege- und Rehabilitatsionsstärkungsgesetz (IPReG) ist in Kraft und die wenigsten der davon betroffenen Menschen kennen es ausreichend. Deshalb unterhielt sich kobinet-Redakteur Gerhard Bartz mit Maria-Cristina Hallwachs, die bei der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V. als Betroffenenvertreterin mitarbeitet.

Als Zugabe ne Dusche

Hausband von RambsZamba auf der Bühne
21 downbeat bei NO LIMITS
Foto: sch

Berlin (kobinet) Die Abschlussparty von NO LIMITS steigt heute Abend um 21.30 Uhr im Hebbel am Ufer. Legendäre Drum&Bass und Techno Sounds liefert barner 16. Auf dem europäischen Festival inklusiver Bühnenkunst in Berlin begeisterte das Publikium auch Musik wie das Konzert am Dienstag von 21 downbeat und Station 17.

Notfall – Feuer, Wasser oder BlackOut und man ist behindert – was nun?

überflutete Straße mit Häusern, an einem Haus retten Notfallretter Bürger aus einem Haus
Hochwasser
Foto: Pixabay/LucyKaef

Berlin (kobinet) Woher soll die Feuerwehr wissen, ob in dem brennenden Haus eine gehörlose Person wohnt und den Alarm nicht hört? Woher soll der Katastrophenschutz wissen, ob in dem Haus eine Behinderten-WG lebt, wenn ein Hochwasser das Haus bedroht? Und was ist bei einem Black-Out (kein Strom, kein Trinkwasser, kein Telefon, kein Hausnotruf, kein Mobilfunk, keine Wärme) ?

Wäre es von Vorteil, wenn die Rettungskräfte von meinem Handicap wissen? Sicher, davon bin ich sehr überzeugt. Nicht nur ich. Deshalb gibt es eine Vereins-Initiative, welche eine innovative Lösung bieten. Kobinet hatte die Möglichkeit, mit dem „Ideengeber“ Herrn Philipp Cachée ein ausführliches Interview zu führen.

Infos, Ärger, aber auch Respekt für einige Abgeordnete zur Triage-Gesetz-Entscheidung

Ottmar vor mit T-Shirt Aufschrift kobinet-nachrichten
Ottmar Miles-Paul vor dem Reichstagsgebäude
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat die Entwicklung, die Diskussion und letztendlich den Gesetzgebungsprozess in Sachen Schutz vor Diskriminierungen behinderter und älterer Menschen im Falle einer Triage von Anfang an bis zur Abstimmung im Bundestag mitverfolgt. Nachdem das Gesetz am 10. November im Bundestag trotz erheblicher menschenrechtlicher Bedenken verabschiedet wurde, hat der Behindertenrechtler eine Reihe von Infos über die Presseberichte, das Abstimmungsverfahren sowie zur Dokumentation des Gesetzgebungsprozesses zusammengestellt. In seinem Kommentar zollt er aber vor allem denjenigen Respekt, die sich gegen Fraktionszwänge dem unzureichenden und ethisch äusserst bedenklichen Gesetz entgegengestellt haben.

Freiheitsentziehung in der Pflege älterer Menschen

Schlängellinie mit Pfeil
Freiheitsentziehende Maßnahmen
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Freiheitsentziehende Maßnahmen sind in der Pflege älterer Menschen (leider) Routine. Oft führen Unkenntnisse der rechtlichen Bestimmungen und Ängste vor Haftungsfragen der Pflegenden zum unrechtmäßigen Einsatz von unfreiwilligen Maßnahmen. Als Rechtfertigung wird nicht selten die Schutzverpflichtung herangezogen, dies obwohl eine schädige Wirkung fixierender und sedierender Vorgehensweisen bereits wissenschaftlich belegt ist.

IGEL-Podcast ganz nah dran an Triage-Entscheidung

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Selgeberg / Essen / Berlin (kobinet) Mit seiner aktuellen, mittlerweile 84. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), hat sich dessen Macher Sascha Lang selbst übertroffen. Bereits zehn MInuten nach der Entscheidung des Bundestages zum Triage-Gesetz am 10. November führte Sascha Lang mit Dr. Maria Andrino und Ottmar Miles-Paul das Interview für den Podcast. Knapp zweieinhalb Stunden nach der Entscheidung der Bundestagsabgeordneten über das menschenrechtlich sehr umstrittene Gesetz war die Ausgabe des IGEL Podcast online. Herausgekommen ist eine äusserst hörenswerte Zusammenfassung über die Entscheidung und den Prozess zur Triage-Gesetzgebung.

Krisendiplomatie zum G20-Gipfel

November 2022 an der Spree in Berlin
November-Sonntag an der Spree
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Indonesiens Präsident Joko Widodo erwartet als Gastgeber des G20-Gipfels eine Friedensinitiative für die Ukraine. Der Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Wirtschaftskraft der Ukraine seien unmöglich, wenn der Krieg nicht ende. In Berlin streiten scheinbar unversöhnlich Befürworter und Gegner weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine.

Europäische Tagung für Leichte Sprache im Internet

drei Frauen vor dem Konferenzplakat
Auf der Europa-Konferenz Train2Validate für Leichte Sprache Prof. Rocio Bernabé , Prüfexpertin Janina Spang und Dr. Stefanie Koehler von links nach rechts
Foto: Francesca

München (kobinet) In München fand die Europa-Konferenz Train2Validate für Leichte Sprache statt. Experten aus allen Ländern nahmen zahlreich teil. Train2Validate ist von der Europäischen Union gefördert. Damit unterstützt Erasmus die erste wissenschaftlich und praktisch begleitete Ausbildung von Textschaffenden und Prüfexperten für Leichte Sprache. Ziel ist ein Zertifikat, mit dem Prüfexperten europaweit am ersten Arbeitsmarkt Beschäftigung finden sollen. Mit-Organisator Oscár Munoz von Plena Inclusion Madrid, verwies auf die Wichtigkeit dieses gemeinsamen europäischen Vorhabens, im Hinblick auf die Umsetzung der Ziele der UN- Behindertenrechtkonvention. Dazu gehört der Zugang zu Leichter Sprache im Internet.

Inklusion mit Fernsehkoch Tim Mälzer

Menschen mit Down-Syndrom im Küchenjob
Küchencrew aus der VOX-Sendung
Foto: VOX

Berlin (kobinet) 13 Menschen mit Down-Syndrom werden einen Monat lang in einem Restaurant möglichst selbstständig in den Bereichen Service und Küche arbeiten – eine große Aufgabe, die zeigen kann, wozu sie mit der notwendigen Unterstützung fähig sind. So hat VOX seine dreiteilige Dokusoap mit Tim Mälzer angekündigt. Der zweite Teil wird morgen um 20.15 gesendet.