Menu Close

Autor:

Katastrophenschutz? Denkste, Kommando für zivile Verteidigung!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
milde gegenüber Ohnmächtigen, die politisch Dampf ablassen
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Zehn Milliarden Euro macht Innenminister Dobrindt dafür locker bis 2029! Weshalb 2029?

Nicht, um bis dahin gegen weitere Naturkatastrophen wie die Ahrtal-Flut gewappnet zu sein, sondern weil spätestens dann „der Russe kommt“, kommen könnte. Die Bundesregierung will uns „kriegstüchtig“ haben, nicht katastrophenfest. Katastrophenschutz als Abfall oder Nebenprodukt von Kriegstüchtigkeit. Anderes ist von dieser Regierung nicht zu erwarten. Ihre „Sicherheitspolitik“ ist nur ein anderes Wort für politische Verursachung maximaler Unsicherheit. Für eine massive Gefährdung von Leib und Leben der Bevölkerung.

Fachtag über das Projekt „Ausbildung mittendrin“

Bild eines Arbeiters an einer Werkbank mit Handwerkzeug und Maschinenteilen
Berufe öffnen den Weg in die Arbeitswelt
Foto: tanrıca In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

KÖLN (kobinet) Vier Jahre lang sind in Köln junge Menschen aus dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in und durch Duale Ausbildungen auf dem Arbeitsmarkt begleitet worden. Das Projekt „Ausbildung mittendrin“ führt der Elternverein mittendrin e.V. in Kooperation mit dem Inklusionsdienstleister ProjektRouter gGmbH durch. Gefördert wird es vom Land Nordrhein-Westfalen  und der Europäischen Union. Ziel des Projekts war es, auch dieser Zielgruppe über den Einzelfall hinaus die Möglichkeiten des bewährten Systems der Berufsausbildung zu öffnen und auf diesem Weg ihre Chancen auf Teilhabe an Arbeit zu verbessern.

Bundesweites Praxistreffen für inklusives junges Musiktheater

Asphaltierte Anfahrt zu einem mit gelber Farbe gestrichenen zweigeschossigen Rundbau
Eingang zum Hotel am See in Rheinsber
Foto: H. Smikac

RHEINSBERG (kobinet) Im Juni 2026 findet im brandenburgischen Rheinsberg ein Symposium „Loud & Relaxed“ der Bundesakademie für junges Musiktheater statt. Die Bundesakademie für junges Musiktheater lädt zum bundesweiten Praxistreffen für inklusives junges Musiktheater ein. Am Mittsommer-Wochenende von Freitag, 19. Juni, bis Sonntag, 21. Juni 2026 richten Workshops, Paneldiskussionen und Vorstellungen den Blick sowohl auf die vielgestaltigen künstlerischen Zugänge zu künstlerischer Innovation und Vielfalt. Im Zentrum stehen Künstlerinnen und Künstler, für die inklusives Theater selbstverständlich, bedingungslos und unverzichtbarer Teil ihrer künstlerischen Arbeit ist. So entsteht ein Fachtreffen, das ästhetische Fragen ebenso ernst nimmt wie die Bedingungen, unter denen Teilhabe im Musiktheater dauerhaft möglich wird. Die Teilnahme am Programm ist kostenlos. Es entstehen lediglich Kosten für Verpflegung und Unterkunft in der Bundes- und Landesakademie Rheinsberg – rund 80 Kilometer nördlich von Berlin. Weitere Einzelheiten sind hier nachzulesen.

Blinde Klägerin zutiefst enttäuscht über Entscheidung des Bundesgerichtshof in Sachen Diskriminierung

Sharepic des DBSV zur Enttäuschung der Klägerin Renate S. vor dem BGH
Sharepic des DBSV zur Enttäuschung der Klägerin Renate S. vor dem BGH
Foto: DBSV

Berlin / Karlsruhe (kobinet) „‚Kein Anspruch auf Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) für eine blinde Patientin, der die Aufnahme in eine Rehaklinik versagt worden ist.‘ So hat der Bundesgerichtshof heute entschieden“, heißt es in einem Facebook-Post des Deutschen Blinden- und Sehbehidnertenverband (DBSV) in Bezug auf die am 21. Mai 2026 verkündete Entscheidung des Gerichts. Und weiter heißt es vonseiten des DBSV: „Renate S. hatte gegen eine Reha-Klinik geklagt, die sie nicht aufnehmen wollte, weil sie blind ist. Wir haben Renate S. in dem Verfahren unterstützt. Sie sagte uns: ‚Ich bin von dem Urteil zutiefst enttäuscht und frage mich, wie es sein kann, dass behinderte Menschen kein bisschen geschützt werden, obwohl wir doch im Grundgesetz ein Benachteiligungsverbot haben.‘ Ihr Anwalt Dr. Michael Richter, der sie in den beiden ersten Instanzen vertreten hat, prüft deshalb, mit dem Fall vor das Bundesverfassungsgericht zu gehen.“

„Flamme der Hoffnung“ feierlich entzündet

In Begleitung von weiteren Personen entzündet ein Mann mit roter Sportjacke eine Fackel an einem offenen Feuer
Entzündung der Special Olympics Fackel in Berlin auf dem Weg zu den Nationalen Spielen ins Saarland
Foto: SOD/ Tilo Wiedensohler

BERLIN (kobinet) Mit einem parlamentarischen Gespräch in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin und dem anschließenden Auftakt des bundesweiten Fackellaufs zu den Special Olympics Nationalen Spielen Saarland 2026 ist der Startschuss für die Reise der „Flamme der Hoffnung“ gefallen. Vertreter*innen aus Politik, Sport, von Special Olympics Deutschland, Ehrenamt und Athlet*innen würdigten die Bedeutung von Inklusion und bürgerlichem Engagement. Der Auftakt des Fackellaufs fällt bewusst in die Woche des erstmals stattfindenden Ehrentags am 23. Mai, dem Geburtstag des Grundgesetzes. Unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“ stehen Begegnung, gesellschaftliches Engagement und gelebte Solidarität im Mittelpunkt.

Nach BGH-Urteil: Diskriminierungsschutz im Gesundheitswesen bleibt lückenhaft – jetzt ist die Politik gefordert

Corrina Rüffer
Corrina Rüffer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zum am 21. Mai 2026 verkündeten Urteil des Bundesgerichtshofs im Fall einer blinden Patientin, der die Aufnahme in eine Rehaklinik verweigert wurde, haben sich Awet Tesfaiesus, Berichterstatterin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), und Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mittels einer gemeinsamen Presseinformation zu Wort gemeldet. „Das Urteil des Bundesgerichtshofs ist eine Enttäuschung und ein herber Rückschlag für den Schutz von Menschen mit Behinderungen. Der Bundesgerichtshof hat die Klage der blinden Frau nach ihrer Abweisung durch eine Reha Klinik zurückgewiesen. Dass die Abweisung einer blinden Frau durch eine Reha Klinik rechtlich nicht eindeutig als Diskriminierung geahndet wird, ist ein alarmierendes Signal. Die Entscheidung macht unmissverständlich deutlich, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz im Gesundheitswesen gravierende Schutzlücken aufweist. Gerade weil der bestehende Rechtsrahmen in einem so klaren Fall keinen verlässlichen Diskriminierungsschutz gewährleistet, sind wir als Gesetzgeber jetzt umso dringender gefordert.“

Ferda Ataman zur BGH-Entscheidung zu Diskriminierung im Gesundheitswesen

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich heute, am 21. Mai 2026, mit der Frage befasst, ob ärztliche Behandlungsverträge und Reha-Maßnahmen für behinderte Menschen unter den Schutz des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) fallen. Dazu erklärt Ferda Ataman, die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung: „Umfragen zufolge findet jede vierte Diskriminierung im Gesundheitswesen statt. Leider gilt der gesetzliche Schutz vor Diskriminierung in Deutschland aber ausgerechnet in diesem Bereich nicht eindeutig. Menschen können sich nicht grundsätzlich gegen Diskriminierungen beim Arzt, im Krankenhaus oder bei der Reha-Klinik wehren. Das zeigt auch das heutige Urteil.“ Der Bundesgerichtshof hat letztendlich entschieden, dass eine Patientin, der die Aufnahme in eine Rehaklinik versagt worden ist, weil infolge ihrer Blindheit für den Betreiber ein zusätzlicher Betreuungsaufwand entstanden wäre, keinen Anspruch auf Schadensersatz und Entschädigung nach § 21 Abs. 2 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat.

Bundesgerichtshof: Kein Entschädigungs-Anspruch für blinde Patientin, der Aufnahme in Rehaklinik versagt wurde

Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Foto: Bundesgerichtshof

Karlsruhe (kobinet) Der unter anderem der für das Dienstvertragsrecht zuständige III. Zivilsenat des Bundesgerichtshof hat heute, am 21. Mai 2026, entschieden, dass eine Patientin, der die Aufnahme in eine Rehaklinik versagt worden ist, weil infolge ihrer Blindheit für den Betreiber ein zusätzlicher Betreuungsaufwand entstanden wäre, keinen Anspruch auf Schadensersatz und Entschädigung nach § 21 Abs. 2 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat. Diese Entscheidung offenbart nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung die massiven Lücken in Sachen Diskriminierungsschutz in Deutschland und macht den dringenden Handlungsbedarf für die Verankerung angemessener Vorkehrungen im AGG und im Behindertengleichstellungsgesetz sowie für einen besseren Diskriminierungsschutz im Gesundheitswesen deutlich.

Kostenfalle Inkontinenzversorgung

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

DÜSSELDORF (kobinet) Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) hat einen neuen Rechtsratgeber mit dem Titel „Der Rechtsanspruch auf aufzahlungsfreie Inkontinenzhilfen“ veröffentlicht. Ausführlich wird in dem Ratgeber erläutert, was Menschen mit Behinderung, die an Harn- oder Stuhlinkontinenz leiden, beachten müssen, damit ihre Versorgung nicht zur Kostenfalle wird. Menschen mit Inkontinenz zahlen häufig sehr viel Geld für angeblich „höherwertige“ Inkontinenzartikel. Das muss nicht sein. Denn es gibt einen Rechtsanspruch auf die Versorgung mit Inkontinenzhilfen in der erforderlichen Qualität und Menge. Eine solche Versorgung ist kein Luxus, sondern das gute Recht der Betroffenen. Der neue bvkm-Rechtsratgeber erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Inkontinenzversorgung und gibt hilfreiche Tipps für Betroffene. Ausführlich dargestellt wird außerdem die bisherige Rechtsprechung zum Thema. Der Ratgeber ist über diese Internetseite zu erhalten.

Gemeinsames Programm stärkt Gesundheitskompetenz

Männer und Frauen stehen in einem Kreis und machen Bewegungsübungen indem sie den rechten Arm und das rechte Bein gleichzeitig heben
Anleitung von Bewegungsübungen Gesundheitslotsen
Foto: Special Olympics Niedersachsen / Helge Krückeberg

HANNOVER (kobinet) Die KKH Kaufmännische Krankenkasse und Special Olympics Niedersachsen haben die fünfte Runde ihres gemeinsamen Programms „Gesundheitslotsen – Gesund Essen, Bewegen, Leben!“ erfolgreich abgeschlossen. 14 Menschen mit geistiger Behinderung haben die Fortbildungsreihe absolviert und sind mit einem Zertifikat ausgezeichnet worden. In ihrer neuen Funktion unterstützen und beraten sie zukünftig ihre Mitbewohner und Kollegen zu Themen wie gesunder Ernährung, Bewegung, Entspannung und Stressbewältigung. Das Programm setzt dabei auf mehr als die reine Wissensvermittlung zu Ernährung, Bewegung und Gesundheit. Auch die persönliche Entwicklung der Teilnehmenden ist ein wichtiger Bestandteil. Durch die Ausbildung gewinnen sie an Selbstvertrauen und lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Gemeinsam bilden die KKH und Special Olympics Niedersachsen seit 2019 Menschen mit geistiger Behinderung zu Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen aus.

Bewerbung für Engagement-Preis gestartet

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Eine aktive Zivilgesellschaft lebt vor allem vom Engagement jedes und jeder Einzelnen. Zum bundesweiten Ehrentag am 23. Mai schreibt das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit deshalb den Engagement-Preis Baden-Württemberg aus. Mit dem Wettbewerb fördert das Land starke ehrenamtliche Projekte und gute Ideen mit insgesamt 210.000 Euro. Gesucht werden Initiativen, die freiwilliges Engagement möglich machen, stärken und weiterentwickeln. Die Auszeichnungen sind mit einem Gesamtpreisgeld von insgesamt 210.000 Euro dotiert. Insgesamt werden 18 Auszeichnungen in mehreren Kategorien vergeben. Der Ehrenpreis zeichnet erfolgreiche Projekte und Aktionen aus den vergangenen fünf Jahren aus. Mit dem Zukunftspreis rückt das Ministerium neue und innovative Konzepte für die kommenden Jahre in den Mittelpunkt. Teilnahmeberechtigt sind Organisationen und Institutionen, die in Baden-Württemberg aktiv sind. Dazu zählen insbesondere Städte, Gemeinden und Landkreise, Vereine, Verbände und Initiativen sowie Träger der Jugendarbeit. Ausführliche Informationen zum Wettbewerb sowie das Bewerbungsformular finden sich auf der Website des Sozialministeriums Baden-Württemberg.

Bundesgerichtshof entscheidet in Sachen Diskriminierung bei Ablehnung der Aufnahme in eine Rehaklinik

Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Foto: Bundesgerichtshof

Karlsruhe (kobinet) Der unter anderem für das Dienstvertragsrecht zuständige III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat derzeit über die Frage zu entscheiden, ob die Ablehnung der Aufnahme einer sehbehinderten Patientin in eine Rehaklinik eine Benachteiligung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) darstellt. Heute, am 21. Mai 2026, wird der Bundesgerichtshof in Karlsruhe seine Entscheidung in dem seit mehreren Jahren andauernden Rechtsstreit verkünden. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul wird den Verkündungstermin des Bundesgerichtshofs live vor Ort in Karlsruhe verfolgen, da er sich schon seit über 25 Jahren für die Schaffung und Durchsetzung von Antidiskriminierungsregelungen in Deutschland einsetzt.

Über 100.000 Menschen unterstützen Bundestagspetition gegen Kürzungen der Eingliederungshilfen

Sebastian Urbanski
Sebastian Urbanski
Foto: Lebenshilfe / Chaperon

Berlin (kobinet) Die Bundesvereinigung Lebenshilfe wehrt sich gegen Pläne von Bund, Ländern und Kommunen, weitreichende Kürzungen bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung vorzunehmen. Einer Bundestags-Petition gegen die bekannt gewordene Streichliste aus dem Kanzleramt haben sich kurz vor Ende der Zeichnungsfrist bereits mehr als 100.000 Menschen angeschlossen. Für Sebastian Urbanski, Schauspieler und als Mensch mit Behinderung im Bundesvorstand der Lebenshilfe, ist die Eingliederungshilfe von existenzieller Bedeutung: „Ohne Assistenz könnte ich nicht mit meiner Frau in unserer Wohnung leben. Ich müsste womöglich zurück zu meinen Eltern oder in ein Heim.“ „Was derzeit diskutiert wird, ist ein Angriff auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und damit auf die Grundwerte unseres Sozialstaats“, erklärte Ulla Schmidt, Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Blick auf die Streichliste.

Umsetzung der fachlichen Weisung zu gleichbezahlter Assistenz in Berlin zugesichert

Protestaktion des Bündnis für selbstbestimmtes Leben Berlin am 19.5.2026
Protestaktion des Bündnis für selbstbestimmtes Leben Berlin am 19.5.2026
Foto: Bündnis für selbstbestimmtes Leben

Berlin (kobinet) „Der Besuch des ‚Bündnis für selbstbestimmtes Leben‘ in der für Persönliche Assistenz zuständigen Abteilung des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) war erfolgreich. Herr Färber, Leiter der Abteilung Soziales und derzeit kommissarischer Präsident, hat dem Bündnis vor laufender Kamera des RBB die Umsetzung der Fachlichen Weisung Nr. 01/2026 zugesichert. Nach seinen Aussagen seien inzwischen alle offenen Fragen – einschließlich der Finanzierung – geklärt. Die Fachliche Weisung soll nun innerhalb von zwei Wochen vollumfänglich umgesetzt werden.“ Dies teilte das Bündnis im Nachgang zur Protestaktion vom 19. Mai 2026 mit. Die Umsetzung der Fachlichen Weisung ist notwendig, damit höhere Löhne für Persönliche Assistent*innen im Arbeitgeber*innen-Modell entsprechend der Entgeltgruppe 5 (EG 5) gezahlt werden können. Grundlage dafür ist der Beschluss des Hauptausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus vom 03. Dezember 2025.

Inklusive JobMesse in Regensburg

Wappen Bundesland Bayern
Wappen Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet) Die dritte Inklusive JobMesse öffnet morgen in Regensburg ihre Pforten. Mehr als 50 inklusive Unternehmen stellen sich vor und zeigen auf, welche Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sie für Menschen mit Behinderung bieten. Es werden rund 1000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Mehr als 50 inklusive Unternehmen stellen sich vor und zeigen auf, welche Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sie für Menschen mit Behinderung bieten. Es werden rund 1000 Besucherinnen und Besucher erwartet.  Die erste Inklusive JobMesse in Bayern hatte im Jahr 2022 in Regensburg stattgefunden. Inzwischen fanden Inklusive JobMessen nach dem Regensburger Vorbild auch in Ingolstadt, Nürnberg, München, Landshut sowie über die Landesgrenzen hinaus statt, etwa in Graz. Seit diesem Jahr gelten neue Förderempfehlungen für Inklusive JobMessen in Bayern und bieten eine verlässliche, unbürokratische Basisfinanzierung bis zu 10.000 Euro für Veranstalter. In Bayern existieren flächendeckend Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA). Sie informieren und beraten Arbeitgeber bei allen Fragen zur Einstellung, Beschäftigung sowie Ausbildung von Menschen mit Behinderung.

Noch ein weiter Weg bis zur Barrierefreiheit bei der Bahn

Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Foto: DBV

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2026 hatte auch der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) eine Bilanz zur Entwicklung der Barrierefreiheit im Bahnverkehr in Deutschland gezogen. Es ist auch dieses Jahr eine gemischte Bilanz. „Dennoch bleibt die Realität für viele Fahrgäste mit besonderen Bedarfen weiterhin außerordentlich unbefriedigend“, so DBV-Bundesvorstand für barrierefreie Mobilität, Klaus Honold. Trotz erkennbarer Fortschritte bei der Barrierefreiheit im deutschen Bahnverkehr bleiben erhebliche Defizite bestehen, insbesondere in ländlichen Regionen und außerhalb Hauptverkehrszeiten.

Partizipatives Projekt gestartet

Beratung beim Arzt von tuv_sud
Beratung beim Arzt muss für alle möglich sein
Foto: tuv_sud (Creative Commons BY-ND 2.0)

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai hatten die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Bundesvereinigung Lebenshilfe auf bestehende Barrieren in der Krebsversorgung aufmerksam gemacht. Mit dem gemeinsamen Projekt „SeiTeil“ setzen sich beide Organisationen nun dafür ein, die Versorgung von Menschen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung im Leben mit und nach Krebs zu verbessern. Besonders wichtig: Eine Person mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung wird aktiv als Co-Forscherin / Co-Forscher in alle Projektphasen eingebunden. „Um das Angebot wirklich inklusiv und an den Bedarfen der Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung ausgerichtet gestalten zu können, müssen wir sie auch einbinden. Ihre Erfahrungen und Perspektiven sind für das Projekt unverzichtbar“, sagt Professorin Jeanne Nicklas-Faust, Bundesgeschäftsführerin der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, Wissenslücken zu schließen und konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um onkologische Einrichtungen bei der inklusiven Gestaltung von Angeboten zu unterstützen.

Teilhabe ist ein Menschenrecht, Herr Bundeskanzler: Petition kommt zur Anhörung im Bundestag

Ulla Schmidt
Ulla Schmidt
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Zeitpunkt und auch das Motto „Teilhabe ist ein Menschenrecht, Herr Bundeskanzler“ hätten für die Pressekonferenz, zu der die Bundesvereinigung Lebenshilfe heute am 20. Mai 2026 eingeladen hat, nicht besser gewählt werden können. Die erste von Ulla Schmidt von der Lebenshilfe im Petitionsportal des Bundestages gestartete und von vielen Verbänden unterstützte Petition mit dem Titel „Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ befindet sich gerade auf dem Sprung über die Marke von 100.000 Unterstützer*innen und ein Termin für die Anhörung des Petitionsausschusses des Bundestages steht schon für den 8. Juni 2026 von 13:00 bis 14:00 Uhr fest. Zudem warten die Verbände behinderter Menschen und die Anbieter*innen von Dienstleistungen gespannt auf eine Informationsveranstaltung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales, bei der am 27. Mai über den Stand der Diskussionen mit den Ländern und den Kommunen zu Einsparungen bei der Eingliederungshilfe informiert werden soll. Dass diese Diskussionen und vor allem die Vorschläge aus Beratungen des Bundes mit Vertreter*innen der Länder und der Kommunen zu Leistungskürzungen und der Einschränkung von Rechten behinderter Menschen Angst machen und die Selbstbestimmung behinderter Menschen bedrohen, das wurde bei der Pressekonferenz der Lebenshilfe mehr als deutlich.

Assistenzkräfte im Arbeitgebermodell sollen in Berlin nun endlich fair bezahlt werden

Rotes Rathaus in Berlin im Sommer
Rotes Rathaus in Berlin
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Stellvertreter des Präsidenten des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales Steffen Färber versicherte am 19. Mai 2026 einem Bericht des neuen deutschland (nd) zufolge den behinderten Arbeitgeber*innen und ihren Assistent*innen, die seit langem für eine gleichberechtigte Bezahlung ihrer selbst angestellten Assistenzkräfte kämpfen, dass eine schriftliche Rückmeldung innerhalb von zwei Wochen erfolgen werde. Ab Mai sollen dem nd-Bericht zufolge die Assistenzkräfte dann rückwirkend bis zum Januar 2026 nach der neuen Entgeltgruppe bezahlt werden. Das ist ein Ergebnis einer erneuten Protestaktion behinderter Menschen, die ihre Assistenz selbst organisieren, beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales, die diese am 19. Mai 2026 durchgeführt haben.

Pränataltests: Ängste vor Behinderung abbauen und Familien Sicherheit geben

Foto: privat

Hannover (kobinet) Auf der Tagesordnung der heute am 20. Mai 2026 stattfindenden Sitzung des Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales steht u.a. die abschließende Beratung des Antrags mit dem Titel „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums„. Vor der Sommerpause werden sich die einzelnen Bundestagsabgeordneten dazu positionieren müssen, wie sie zu einem entsprechenden Monitoring der nicht-invasiven Pränataltests stehen. In einer ersten Debatte zur Einbringung des Antrags zeigten sich schon erhebliche Unterschiede bei den Meinungen der Abgeordneten. Im Vorfeld der heutigen Ausschusssitzung und der anstehenden endgültigen Beratung des Antrags im Bundestagsplenum sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit Jana Petersen-Franke, die sich als eine der Sprecherinnen für Bioehtik der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, aber auch als behinderte Mutter mit diesem Thema auseinandersetzt.

Mehr als 88 Millionen Euro für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Original 2000×808
Foto: LVR

RHEINLAND / KÖLN (kobinet) Im Jahr 2024 haben das Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und die rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben mit mehr als 88 Millionen Euro die Beschäftigung schwerbehinderter und ihnen gleichgestellter Menschen im Rheinland unterstützt. Davon flossen rund 50 Millionen Euro an Arbeitgeber, um beispielsweise neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen oder Räumlichkeiten und Arbeitsplätze behinderungsrecht zu gestalten. Rund elf Millionen Euro erhielten Menschen mit Schwerbehinderung für Ausstattungen ihrer Arbeitsplätze – beispielsweise mit technischen Arbeitshilfen –, für Arbeitsassistenzen, aber auch für Kraftfahrzeug- und Wohnungshilfen.

Beratungsstelle ist jetzt Landesfachstelle

Blonde junge Frau in der Mitte wird von einem Mann und einer Frau eingerahmt, welche die Urkunden halten und zeigen
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf bei der Übergabe des Prädikates „Landesfachstelle Barrierefreiheit“ an Prof. Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer und Thomas Lenzen von der Bayerischen Architektenkammer.
Foto: StMAS/Nötel

MÜNCHEN (kobinet) Mehr als 40 Jahre Expertise, 100.000 Erstberatungen und 18 Standorte – diese stolze Bilanz zieht die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer. Gestern hat die Bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf der Beratungsstelle das Prädikat „Landesfachstelle Barrierefreiheit“ verliehen, eine Auszeichnung, die das Kabinett Ende April im Ministerrat beschlossen hatte. Ministerin Scharf betonte bei der Übergabe des Prädikats: „Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Alle, die sich informieren wollen, können das Beratungsangebot der Beratungsstelle Barrierefreiheit kostenlos nutzen. Für Menschen mit Behinderung ist es elementar, dass sie barrierefrei wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können. Wir fördern die Anlaufstelle mit 18 Standorten in ganz Bayern seit mehr als 40 Jahren. Sie trägt wesentlich dazu bei, Barrierefreiheit umzusetzen. Das neue Prädikat ‚Landesfachstelle‘ ist mehr als verdient. Wenn alle teilhaben können, stärken wir unser Miteinander und schützen unsere Demokratie.“

Hinweis auf Gefahren durch die AfD für behinderte Menschen

Titelseite
Broschüre Warum ist die AfD gefährlich?
Foto: Deutsches Institut für Menschenrechte

Hannover / Berlin (kobinet) Einen Hinweis auf die „so wichtige und richtige Analyse“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte über die Gefahren, die von der AfD für Menschen mit Behinderungen ausgehen, hat das Büro der Landesbehindertenbeauftragten von Niedersachsen versandt. Der Autor der Analyse der AfD Positionen zur Behindertenpolitik, Hendrik Cremer, hat diese am 18. Mai 2026 im Kreis der niedersächsischen kommunalen Beauftragten und Beiräte für Menschen mit Behinderungen (NIR) vorgestellt. Der Titel der vom Deutschen Institut für Menschenrechte veröffentlichten Analyse lautet: „Die AfD – eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen“ und ist online abrufbar. Der Hinweis aus dem Büro der Landesbehindertenbeauftragten von Niedersachsen bekommt angesichts der neuesten Forsa-Umfrage, wonach die AfD bundesweit mittlerweile bei 28 Prozent liegt, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, eine besonders Dringlichkeit.

E-Rad für Beförderung von Rollstuhlnutzer*innen

E-Rad zur Beförderung von Rollstuhlnutzer*innen
E-Rad zur Beförderung von Rollstuhlnutzer*innen
Foto: Stadt Kleve

Kleve (kobinet) „Die Stadt Kleve verleiht ein spezielles E-Lastenrad, mit dem Rollstuhlfahrer transportiert werden können – kostenlos und ohne umzusteigen.“ So heißt es in einem Beitrag der Rheinischen Post vom 18. Mai 2026 auf den das Stadtratsmitglieder der Grünen, Bruno Janßen, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Wie es im Bericht der Rheinischen Post heißt, verleiht die Stadt Kleve bereits seit einigen Jahren über www.kleve.de/lastenrad zwei elektrische Lastenfahrräder kostenfrei an Bürger, damit alle Klever diese Form der Mobilität ausprobieren und nutzen können. Auf Beschluss des Stadtrates von Kleve hat das Rathaus dazu im vergangenen Jahr ein weiteres E-Lastenrad angeschafft, das als Rollstuhltransportrad nutzbar ist. Für Bruno Janßen, der selbst einen Rollstuhl nutzt, ist diese Weiterentwicklung des Angebots ein kleines Stück mehr Inklusion in der Kleinstadt am Niederrhein.

„Bündnis für selbstbestimmtes Leben“ stattet dem Landesamt Besuch ab

Rotes Rathaus in Berlin im Sommer
Rotes Rathaus in Berlin
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Der Hauptausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus beschloss am
 03. Dezember 2025 die Gleichbehandlung der Tarifverträge für Persönliche Assistenzen bei Assistenzdiensten und im Arbeitgeberinnen – und Arbeitgeber – Modell.
 Obwohl die Fachliche Weisung Nr. 01/2026 laut Auskunft bereits am 31. März 2026 an
das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) übermittelt wurde, ist die
 Umsetzung bis heute nicht erfolgt. Die Umsetzung der Fachlichen Weisung ist nötig, um
höhere Löhne der Persönlichen Assistentinnen und Aarbeitergeber im Arbeitgeberinnen – und Arbeitgeber – Modell nach 
Entgeltgruppe 5 (EG 5) bezahlen zu können.
Die Berliner Sozialverwaltung, Finanzverwaltung und das Landesamt für Gesundheit und 
Soziales sowie die entsprechenden zuständigen Personen sorgen dafür, dass die Fachliche Weisung Nr. 01/2026 immer noch nicht umgesetzt wird.

Jahresempfang des Behindertenbeauftragten in herausfordernden Zeiten

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Heute, am 19. Mai 2026, ist es wieder so weit. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, führt seinen traditionellen Jahresempfang durch. „Es ist mir eine besondere Freude, ankündigen zu dürfen, dass ich die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, und die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien, auf der Bühne begrüßen werde. Musikalisch eingerahmt wird das Programm von Elina Wahiebi & Stefan Guntelmann von der barner16 aus Hamburg“, hieß es in der Einladung zu dieser Veranstaltung. Der Jahresempfang in der Alten Münze in Berlin findet in einer Zeit statt, in der brisante Themen auf der behindertenpolitischen Tagesordnung stehen. Die heftig kritisierte Reform des Behindertengleichstellungsgesetz, die eigentlich mehr Barrierefreiheit vor allem auch bei privaten Unternehmen schaffen sollte, befindet sich in der Beratung im Bundestag und eine Vorschlagsliste, die zuweilen als „Giftliste“ für Einsparungen und die Einschränkung von Rechten behinderter Menschen erhitzt die Gemüter seit über einem Monat.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler neue Sozialministerin in Rheinland-Pfalz

Foto: Pressefoto MASFFJ Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) Am 18. Mai 2026 hat sich in Rheinland-Pfalz nicht nur der Landtag nach der Landtagswahl im März 2026 neu konstituiert. Die neue von einer Koalition der CDU und SPD besetzte Landesregierung unter Ministerpräsident Gordon Schnieder von der CDU hat auch ihren Dienst aufgenommen. Sabine Bätzing-Lichtenthäler von der SPD führt dabei als stellvertretende Ministerpräsidentin das neu zugeschnittende Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend als Ministerin. Für die am 13. Februar 1975 in Altenkirchen im Westerwald geborene Politikerin ist diese Aufgabe nicht ganz neu, denn von 2014 bis 2021 war sie bereits Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Rheinland-Pfalz. Wer zukünftig das Amt der oder des Landesbehindertenbeauftragten in Rheinland-Pfalz ausüben wird, darüber ist bisher noch nichts bekannt. Ellen Kubica übt dieses Amt seit November 2023 aus.

Perspektiven-Podcast zu Werkstätten für behinderte Menschen und dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Kopfhörer
Kopfhörer
Foto: snsnep In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) „Werkstätten für Menschen mit Behinderungen stehen schon länger in der Kritik: Sie würden die Menschen dort ausbeuten – anstatt ihnen zu helfen, einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Ist das so? Wie können die Werkstätten Menschen mit Behinderungen beim Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen? Und welche politischen Veränderungen braucht es?“ Darum geht es in der neuesten Ausgabe des Perspektiven-Podcast mit dem Titel „Arbeitsplatz oder Abstellgleis? Werkstätten für Menschen mit Behinderungen – und jetzt!“

Für eine Psychotherapie drohen noch längere Wartezeiten

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) „Viele Psychotherapeut*innen müssen seit Kurzem mit weniger Honorar auskommen. Im Interview erklärt Eva-Lotta Brakemeier, die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, warum sie die Kürzung seitens der Krankenkassen gerade in dieser Zeit für ein falsches Zeichen hält.“ So heißt es in einem Beitrag des Vorwärts mit dem Titel „Sparkurs bei Psychotherapie: ‚Es drohen noch längere Wartezeiten'“, auf den Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Weitere Online-Veranstaltungen des Projekt JOBinklusive

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Das Projekt JOBinklusive der Sozialhelden bietet in den nächsten Wochen wieder eine Reihe von Online-Veranstaltungen an. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Die Veranstaltungen finden online über Zoom statt. Anmelden kann man sich per E-Mail an [email protected], wie das Team des Projektes in ihrem Newsletter mitteilte. Themen sind u.a. die Nutzung des Budget für Arbeit oder von CHATGPT, aber auch eine Veranstaltung mit dem Titel „Weltschmerz trifft auf eine schöne Zukunft“ und vieles mehr.

Über 150.000 Unterschriften für BGG-Reform, die diesen Namen verdient an Bärbel Bas übergeben

Bild von der Übergabe der Unterschriften an Bärbel Bas
Bild von der Übergabe der Unterschriften an Bärbel Bas
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Heute, am 18. Mai 2026, haben sich behinderte Aktivist*innen, die sich für bessere Regeln zur Barrierefreiheit bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) einsetzen, mit der Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), dem Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel (SPD) und der teilhabepolitischen Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion, Heike Heubach, zum Gespräch im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages getroffen. Die Aktivist*innen haben dabei die mittlerweile über 150.000 gesammelten Unterschriften für eine konsequente Verpflichtung von Cafés, Restaurants, Arztpraxen und anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen zur Barrierefreiheit übergeben. Den derzeitigen Gesetzentwurf für die bereits im Bundestag diskutierte und geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes lehnen sie ab. Die Aktivist*innen und zahlreiche Behindertenverbände sehen darin einen massiven Rückschritt in Sachen Inklusion.

Assistenzhundeteams in der Warteschleife

Eine Menschengruppe gemeinsam mit einem schwarzen Hund mit Protestplakaten
Proteste in einer festgefahrenen Situation
Foto: Associata e.V.

KARSTEDT (kobinet) Unter dem Motto „Assistenzhunde in der Warteschleife“ hat der Verein Associata e.V. mit Sitz in 19357 Karstädt – Sargleben mit einer Protestaktion am 10. Mai im Rahmen der Aktionswoche zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf die festgefahrene Situation derjenigen Menschen hingewiesen, die zur sozialen Teilhabe auf einen Assistenzhund
angewiesen sind. Obwohl gesetzliche Regelungen zum Assistenzhund im Behindertengleichstellungsgesetz und mit der Assistenzhunde-Verordnung bestehen, sind bereits seit Juli 2024, nach Auslaufen gesetzlicher Übergangsregelungen, keine Prüfungen für Assistenzhunde-Teams möglich. Und wenn Prüfungen ausfallen, warten Menschen auf Teilhabe und Sicherheit im Alltag.

Auf der Suche nach Geschichten von Menschen mit Multipler Sklerose

Mann mit einer Brille und großen Augen liest in einem großen Buch
Die Geschichten aller sind für alle interessant
Foto: IdeaTivas-TLM In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRANKFURT am Main (kobinet) Ende Mai ist wieder Welt -Multipler-Sklerose-Tag. In diesem Jahr steht das überregionale Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) unter dem Motto „Diagnose MS. Jetzt erst recht!“. Der Landesverband Hessen der DMGS sammelt aus diesem Anlass individuelle „Jetzt erst recht!“-Geschichten von Menschen mit MS und veröffentlichen diese auf ihren Kanälen.  Es wäre gut wenn nun viele Menschen mit MS ihre Geschichte erzählen. Sie dürfen dabei gern konkrete „Jetzt erst recht“-Geschichten aus der Sammlung dieses Landesverbandes aufgreifen. Auf dieser Internetseite sind alle Informationen zu dieser Aktion, der Aufruf zum Mitmachen sowie die bislang zusammengetragenen „Jetzt erst recht“-Geschichten“ aus der Gemeinschaft der DMSG Hessen zu finden.

Bewegte politische Woche in Berlin liegt vor uns

KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet

Berlin (kobinet) Diese Woche tagen die Gremien und das Plenum des Deutschen Bundestages wieder. Dementsprechend finden eine Reihe von Aktivitäten im politischen Berlin statt, die für behinderte Menschen besonders interessant sind. Diese reichen von der Übergabe von über 145.000 Unterschriften für die Pflicht zur Barrierefreiheit von Unternehmen an Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas am heutigen Montag, den 18. Mai, um 14:30 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 1, in 10557 Berlin. Am 19. Mai folgt der Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel. Am 20. Mai steht dann im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales die weitere Beratung des Gesetzes für Änderungen des Behindertengleichstellungsgeesetz (BGG) an. Dabei geht es vor allem um die Planung und den Beschluss für eine öffentliche Anhörung zu diesem Gesetzgebungsverfahren. In der gleichen Ausschusssitzung steht auch die abschließende Beratung des Antrags über die Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums an, bevor dieser dann wahrscheinlich noch vor der Sommerpause im Plenum des Bundestages diskutiert und abgestimmt wird.

Bayerische Behindertenbeauftragte: Forderungen an ein barrierefreies und inklusives Gesundheitssystem

Gruppenbild der Behindertenbeauftragten in Bayern Mai 2026
Gruppenbild der Behindertenbeauftragten in Bayern Mai 2026
Foto: Behindertenbeauftragte Bayern

Regensburg (kobinet) Bei ihrem Jahrestreffen vom 7. – 9. Mai 2026 in Regensburg tauschten sich die kommunalen Behindertenbeauftragten aus ganz Bayern mit Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, aus. Dieses Mal stand unter anderem das Gesundheitssystem auf der Tagesordnung und die Beauftragten haben dazu eine gemeinsame Erklärung verfasst. „Das Pflege- und Gesundheitssystem hat in vielen Bereichen noch dringenden Nachbesserungsbedarf für Menschen mit Behinderung: bei der Barrierefreiheit von Arztpraxen, der Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten oder auch bei speziellen Gesundheitseinrichtungen für Menschen mit Behinderung“, heißt es unter anderem in der Presseinformation der Beauftragten.

#HierEntstehtWIR – Aktion zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026

Plakat der Aktion Mensch #hierentstehtwir
Plakat der Aktion Mensch #hierentstehtwir
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Am Tag des Grundgesetzes lädt die Aktion Mensch zum gemeinsamen Engagement für Demokratie und Miteinander ein und fordert zum Mitmachen, vor allem in den sozialen Medien, auf. „Nach einem erfolgreichen Start im Februar gehen wir mit unseren Aktionstagen #HierEntstehtWIR in die zweite Runde. Gemeinsam mit dir wollen wir allen zeigen, wie viel unsere Förderpartnerschaft bewegt. Für Inklusion. Für Teilhabe. Und für mehr Chancengleichheit. Denn dein Engagement und unsere Förderung sind ein starkes Team“, heißt es dazu von der Aktion Mensch.

Straßen-Aktion in Hamburg-Barmbek zum Tag der Leichten Sprache am 28. Mai 2026

Bild zum Tag der Leichten Sprache am 28. Mai
Bild zum Tag der Leichten Sprache am 28. Mai
Foto: Jona Neugebauer

Hamburg (kobinet) „Wir sind eine neunköpfige Initiative, die sich im Bereich barrierefreie Kommunikation engagiert und wir planen für den Tag der Leichten Sprache am 28. Mai 2026 eine Straßenaktion in Hamburg-Barmbek um 17:00 Uhr und eine Vorlesestunde in der Bücherhalle um 18:00 Uhr. Alle Informationen in Leichter Sprache gibt es auf der befreundeten Internetseite der Literaturküche: Zur Straßenaktion am Tag der Leichten Sprache.“ Dies hat Anja Teufel aus Hamburg den kobinet-nachrichten mitgeteilt. Von 17:00 bis 18:00 Uhr findet die Straßen-Aktion in Hamburg-Barmbek auf dem Bert-Kaempfert-Platz statt. Von 18:00 bis 19:00 Uhr findet die Lese-Runde in der Bücherhalle Barmbek statt, wie es in der Ankündigung heißt.

Ein Jahr Krüppel gegen Rechts

Flagge von Krüppel gegen Rechts wurde in Kassel am 27.9.2025 gezeigt
Flagge von Krüppel gegen Rechts wurde in Kassel am 27.9.2025 gezeigt
Foto: Nancy Frind

Kassel (kobinet) Heute vor einem Jahr, am 17. Mai 2025, wurde in Kassel die bundesweite Initiative Krüppel gegen Rechts gegründet. Die Gründung der Initiative, die mittlerweile über einige Regionalgruppen verfügt, war ein Ergebnis der Mitmach-Tagung mit dem Titel „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“, die das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) am 16. und 17. Mai 2025 im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen durchgeführt hat. Als Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden damals zum Schluss gekommen sind, dass es dringend eine Initiative behinderter Menschen gegen Rechts braucht und dies in die Veranstaltung einbrachten, war ein zentraler Antrieb dafür, dass sie angesichts der wachsenden Behinderten- und Inklusionsfeindlichkeit nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange verharren wollten. Nach einem Jahr zeigt sich, dass die Gefahr von rechts noch bedrohlicher als noch vor einem Jahr ist.

Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Mai 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags-IGEL-Talk geht es dieses Mal um die Protestaktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, das Behindertengleichstellungsgesetz und warum wir in Deutschland in Sachen Inklusion kaum vorankommen.

Neue Norm im Gespräch mit Jürgen Linemann, der für Mindestlohn in der Werkstatt klagt

Jürgen Linnemann mit Soraia Da Costa Batista bei Jan Böhmermann
Jürgen Linnemann mit Soraia Da Costa Batista bei Jan Böhmermann
Foto: Die Neue Norm aus ZDF

Berlin (kobinet) Die Plattform „Die Neue Norm“ berichtet aktuell über ein Gespräch mit Jürgen Linnemann, der im ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann angekündigt hat, für den gesetzlichen Mindestlohn als Beschäftigter einer Werkstatt für behinderte Menschen zu klagen. „Seinen Auftritt im ZDF Magazin Royale sehen über 3 Millionen Menschen: Jürgen Linnemann klagt als Beschäftigter in einer Werkstatt für behinderte Menschen für den Mindestlohn. Im Interview mit Redakteurin Carolin Schmidt spricht er über seinen Lebensweg, seine politische Arbeit als langjähriger Vorsitzender im Werkstattrat und über seine Motivation, mit dieser Klage Geschichte zu schreiben“, heißt es in der Ankündigung des Beitrags auf Die Neue Norm.