BERLIN (kobinet)
Sören Pellmann ist Abgeordneter im Bundes-Tag.
Abgeordneter bedeutet: Er vertritt Menschen in der Politik.
Er spricht für Bürger im Parlament.
Er spricht für die Partei Die Linke.
Er kümmert sich um Politik für Menschen mit Behinderung.
Die Bundes-Regierung plant ein neues Kompetenz-Zentrum.
Ein Kompetenz-Zentrum ist eine Stelle mit viel Wissen.
Dort arbeiten Fach-Leute zu einem bestimmten Thema.
Betroffene Verbände sollen dabei nicht mitbestimmen.
Ein Verband ist eine Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel.
Verbände sollen nur informiert und angehört werden.
Pellmann sagt: Das ist keine echte Beteiligung.
Beteiligung bedeutet: Man macht bei Entscheidungen mit.
Betroffene Verbände kennen das Thema aus eigener Erfahrung.
Die Bundes-Regierung behält alle wichtigen Entscheidungen selbst.
Das gilt auch für die Stellen-Besetzungen.
Das gilt auch für die Ausrichtung der neuen Fach-Stelle.
Eine Fach-Stelle ist ein Büro mit Experten.
Die Experten kennen sich gut mit einem Thema aus.
Selbst-Vertretungs-Organisationen gehörloser Menschen werden kaum beteiligt.
Eine Selbst-Vertretungs-Organisation ist eine Gruppe.
In dieser Gruppe sprechen Menschen selbst für ihre Rechte.
Diese Gruppen sprechen für ihre eigene Sprache.
Sie sprechen für ihre eigene Lebens-Wirklichkeit.
Sie sprechen für ihr eigenes Fachwissen.
Die Bundes-Regierung will 2 Themen zusammenlegen.
Das erste Thema ist die Deutsche Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache spricht man mit den Händen.
Gehörlose Menschen nutzen Gebärden-Sprache.
Das zweite Thema ist die Leichte Sprache.
Pellmann hält das für politisch falsch.
Die Bundes-Regierung nennt dafür vor allem Kosten-Gründe.
Pellmann sagt: Die Deutsche Gebärden-Sprache ist keine Neben-Sache.
Pellmann sagt: Gebärden-Sprache und Leichte Sprache sind 2 verschiedene Themen.
Die Bundes-Regierung darf sie nicht zusammenlegen.
Die Deutsche Gebärden-Sprache ist eine eigen-ständige Sprache.
Eigen-ständig bedeutet: Die Sprache steht für sich allein.
Sie ist nicht von einer anderen Sprache abhängig.
Die Deutsche Gebärden-Sprache hat:
- eine eigene Kultur
- eine eigene Geschichte
- ein eigenes Fachwissen

Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag
BERLIN (kobinet) "Die Bundesregierung erklärt die Beteiligung zur bloßen Fassade. Beim Aufbau des Kompetenzzentrums sollen die betroffenen Verbände nicht verbindlich mitwirken, sondern nur informiert und angehört werden. Das ist kein ernst gemeintes Verständnis von Teilhabe.", erklärt der Abgeordnete Sören Pellmann, Vorsitzender und behindertenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag. Bundestagsabgeordneter Pellmann stellt in dem Zusammenhang weiter fest, dass das dies bei der Frage der Stellenbesetzungen und der organisatorischen Ausrichtung besonders deutlich wird. "Die Bundesregierung behält die Kontrolle über die wesentlichen Entscheidungen in der eigenen Hand. Selbstvertretungsorganisationen der gehörlosen Menschen werden damit auf einen Randplatz verwiesen, obwohl es gerade um ihre Sprache, ihre Lebenswirklichkeit und ihre fachliche Expertise geht.", so Pellmann. Auch die Zusammenlegung von Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache ist aus seiner Sicht politisch falsch begründet. Statt die unterschiedlichen Anforderungen ernst zu nehmen, verweist die Bundesregierung vor allem auf Wirtschaftlichkeit und Synergieeffekte. Sören Pellmann: "Das ist Verwaltungsdenken von oben herab. Die Deutsche Gebärdensprache ist keine Nebensache und kein Anhängsel, sondern eine eigenständige Sprache mit eigener Kultur, eigener Geschichte und eigener Fachlichkeit."

Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag
BERLIN (kobinet) "Die Bundesregierung erklärt die Beteiligung zur bloßen Fassade. Beim Aufbau des Kompetenzzentrums sollen die betroffenen Verbände nicht verbindlich mitwirken, sondern nur informiert und angehört werden. Das ist kein ernst gemeintes Verständnis von Teilhabe.", erklärt der Abgeordnete Sören Pellmann, Vorsitzender und behindertenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag. Bundestagsabgeordneter Pellmann stellt in dem Zusammenhang weiter fest, dass das dies bei der Frage der Stellenbesetzungen und der organisatorischen Ausrichtung besonders deutlich wird. "Die Bundesregierung behält die Kontrolle über die wesentlichen Entscheidungen in der eigenen Hand. Selbstvertretungsorganisationen der gehörlosen Menschen werden damit auf einen Randplatz verwiesen, obwohl es gerade um ihre Sprache, ihre Lebenswirklichkeit und ihre fachliche Expertise geht.", so Pellmann. Auch die Zusammenlegung von Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache ist aus seiner Sicht politisch falsch begründet. Statt die unterschiedlichen Anforderungen ernst zu nehmen, verweist die Bundesregierung vor allem auf Wirtschaftlichkeit und Synergieeffekte. Sören Pellmann: "Das ist Verwaltungsdenken von oben herab. Die Deutsche Gebärdensprache ist keine Nebensache und kein Anhängsel, sondern eine eigenständige Sprache mit eigener Kultur, eigener Geschichte und eigener Fachlichkeit."





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