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So nicht! Leben mit Behinderung steigt aus Anschluss- und Ferienbetreuung aus

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Hamburg (kobinet) "Nach fast 20 Jahren haben wir entschieden aus den Kooperationen mit drei speziellen Sonderschulen auszusteigen. Im Schuljahr 2026/27 werden wir keine Anschluss- und Ferienbetreuung mehr anbieten. Unser Engagement an den Schulen endet mit den Sommerferien. Wir bedauern sehr diesen Weg gehen zu müssen. Für Leben mit Behinderung Hamburg ist ein guter Ganztag eine wichtige Voraussetzung, um Kinder und Jugendliche mit Behinderung bei ihrem Start in ein Leben in einer inklusiven Gesellschaft zu begleiten. Seit 2024 sind wir mit der Schulbehörde im Gespräch, weil wir insbesondere für die Ferienbetreuung einen angemessenen Betreuungsschlüssel brauchen und um, für die Mitarbeitenden faire Arbeitsverträge nach Tarif zu erwirken. Die Schulbehörde zeigt sich nicht verhandlungsbereit und will unseren Vorschlägen nicht folgen." Dies teilte der Verein Leben mit Behinderung Hamburg mit.

„Als Anbieter von Leistungen der Eingliederungshilfe haben wir Standards, sowohl bei der fachlichen Qualität unserer Arbeit, als auch bei der Bezahlung von Mitarbeitenden“, so Ralph Grevel Geschäftsführer von Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen. „Wir sprechen hier von Kindern mit komplexen Assistenzbedarfen, die eine fachliche Unterstützung brauchen und ein Anrecht auf adäquate Versorgung haben.“

Für das Schuljahr 2026/27 will die Schulbehörde, dass die Anschluss- und Ferienbetreuung stärker durch FSJ-Schulbegleiter*innen geleistet wird. Das heißt, die FSJ-Schulbegleiter*innen übernehmen auch am Nachmittag und in den Ferien die Aufgaben von Fach- und Assistenzkräften. „Wir halten das für einen vollkommen falschen Weg, gerade bei Kindern mit komplexem Assistenzbedarf unerfahrene junge Menschen statt qualifizierte Fachkräfte einzusetzen“, so Maren Seelandt, Bereichsleitung für den Bereich Familien bei Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen.

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