Berlin (kobinet)
Das Projekt heißt:
Mein Recht auf Teil-habe –
Empower-ment im Teil-habe-Plan-Verfahren.
Empower-ment ist ein englisches Wort.
Empower-ment bedeutet: Selbst-bestimmung.
Du entscheidest für dich selbst.
Niemand anderes entscheidet für dich.
Menschen werden gestärkt.
Sie lernen, ihre Rechte zu nutzen.
Sie gestalten ihr Leben selbst.
Fach-leute haben das Projekt ausgewertet.
Aus-wertung bedeutet: Man prüft, ob etwas gut war.
Man schaut sich viele Zahlen an.
Dann weiß man, was gut war.
Und was besser werden muss.
Die Aus-wertung zeigt: Das Projekt hat geholfen.
Das Projekt lief von 2023 bis 2026.
Die Aktion Mensch hat das Projekt bezahlt.
Der BeB hat das Projekt durch-geführt.
BeB bedeutet: Evan-gelischer Fach-verband für Teil-habe.
Ein Fach-verband ist eine Gruppe von Organisationen.
Sie arbeiten gemeinsam für ein Thema.
Das Projekt hat Menschen geholfen.
Diese Menschen haben Lern-schwierig-keiten.
Lern-schwierig-keiten bedeutet: Man lernt schwieriger als andere.
Man versteht Sachen schwieriger.
Oder sie haben psychische Beein-träch-tigungen.
Psychische Beein-träch-tigungen bedeutet: Die Seele ist beeinträchtigt.
Oder sie brauchen viel Unter-stützung.
Das Projekt hat diese Menschen vorbereitet.
Sie wurden auf ihr Teil-habe-Plan-Verfahren vorbereitet.
Teil-habe-Plan-Verfahren bedeutet: Ein Gespräch mit dem Amt.
Dabei wird besprochen, welche Hilfe du bekommst.
Viele Helfer arbeiten dabei zusammen.
Sie planen gemeinsam, welche Hilfen du brauchst.
Der BeB hat Schulungen entwickelt.
Schulungen sind Lern-Veranstaltungen.
Bei einer Schulung lernst du etwas Neues.
Du übst auch, was du gelernt hast.
Der BeB hat auch Bücher entwickelt.
Die Bücher sind barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Alle Menschen können mitmachen.
Alle können alles verstehen.
Die Schulungen haben viel gebracht.
Die Menschen lernten ihre Rechte kennen.
Sie lernten, wie ein Verfahren abläuft.
Ein Verfahren hat feste Schritte.
Diese Schritte muss man befolgen.
Sie lernten: Ich kann meine Wünsche sagen.
Sie fühlten sich sicherer bei Gesprächen mit Ämtern.
Pfarrer Frank Stefan leitet den BeB.
Er sagt: Alle Menschen haben Würde.
Würde bedeutet: Jeder Mensch verdient Respekt.
Kein Mensch darf schlecht behandelt werden.
Alle Menschen haben Fähig-keiten.
Empower-ment hilft Menschen.
Sie können ihr Leben selbst gestalten.
Die Aus-wertung zeigt aber auch Probleme.
Die Gesetze sagen eine Sache.
Aber in der Wirklichkeit passiert etwas anderes.
Das ist eine Lücke.
Manche Ämter halten sich nicht an die Regeln.
Das ist ein großes Problem.
Es gibt Pläne, Geld zu sparen.
Diese Pläne betreffen die Eingliederungs-hilfe.
Eingliederungs-hilfe bedeutet: Hilfe für Menschen mit Behinderung.
Diese Spar-Pläne wären schlecht.
Menschen mit Behinderungen bekämen weniger Hilfe.
Frank Stefan sagt: Teil-habe darf nicht gespart werden.
Der BeB fordert deshalb klare Regeln.
Diese Regeln sollen in ganz Deutschland gelten.
Die Regeln sollen für Teil-habe-Plan-Verfahren gelten.
Alle sollen barriere-frei informiert werden.
Es soll unabhängige Beschwerde-Stellen geben.
Unabhängige Beschwerde-Stellen prüfen Beschwerden.
Das Amt hat dabei keinen Einfluss.
Eine Beschwerde-Stelle ist ein Büro.
Dort kannst du sagen, wenn etwas nicht stimmt.
Die Schulungen sollen weiter angeboten werden.
Sie sollen in ganz Deutschland verfügbar sein.
Alle Bücher und Lern-Materialien gibt es hier:
Lern-Materialien sind Bücher, Hefte oder Zettel.
Sie helfen beim Lernen.

Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Die Evaluation des BeB-Modellprojekts "Mein Recht auf Teilhabe – Empowerment im Teilhabe-/Gesamtplanverfahren" bestätigt die Wirksamkeit einer guten Vorbereitung auf das Teilhabe-/Gesamtplanverfahren. Zugleich verweisen sie auf den erheblichen Handlungsbedarf bei der Umsetzung von Teilhaberechten im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes. Von 2023 bis 2026 unterstützte das von der Aktion Mensch geförderte Projekt Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischen Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf dabei, sich auf ihr Teilhabe- beziehungsweise Gesamtplanverfahren vorzubereiten. Gemeinsam mit Expert*innen in eigener Sache, Fachkräften aus der Praxis und Theoretiker*innen, wurden Schulungen sowie barrierefreie Handbücher entwickelt. Die Materialien vermitteln Wissen über Rechte und Verfahrensabläufe und unterstützen dabei, eigene Wünsche, Ziele und Bedarfe zu formulieren. So heißt es in einer Presseinformaiton des evangelischen Fachverband für Teilhab (BeB).
Die Evaluation unterstreicht die positiven Wirkungen dieses Ansatzes. Die Schulungen stärkten die Vorbereitung auf Gespräche mit Leistungsträgern und vermittelten Sicherheit bei der Wahrnehmung eigener Rechte, heißt es vonseiten des BeB. „Die Rückmeldungen der Teilnehmenden verdeutlichen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen die nötigen Informationen, Zeit und Empowerment erhalten. Unser christliches Menschenbild stellt die Würde, die Fähigkeiten und die Selbstbestimmung jedes Menschen in den Mittelpunkt. Empowerment stärkt Menschen darin, ihre Rechte wahrzunehmen und ihr Leben selbstbestimmt mitzugestalten“ sagt Pfarrer Frank Stefan, Vorsitzender des BeB
Gleichzeitig berichten Teilnehmende der Schulung über sehr unterschiedliche Verfahrenspraxen. „Die Evaluation macht zugleich deutlich, dass zwischen gesetzlichen Ansprüchen und der Praxis vielerorts noch eine erhebliche Lücke besteht. Die derzeit diskutierten Kürzungs- und Kostendämpfungsmaßnahmen in der Eingliederungshilfe würden die Situation vieler Betroffener weiter verschlechtern und drohen, erreichte Fortschritte des Bundesteilhabegesetzes wieder zurückzudrehen. Teilhabe darf nicht zur Sparmasse werden“, erklärt Stefan, dessen Nachname in der Presseinformation des BeB nicht genannt wurde.
Vor diesem Hintergrund fordert der BeB bundesweit verbindliche Qualitätsstandards für Gesamtplanverfahren, klare Vorgaben für barrierefreie Kommunikation, unabhängige Beschwerde- und Monitoringstellen sowie einen Ausbau der Informations- und Beratungsangebote für Leistungsberechtigte.
Darüber hinaus empfiehlt die Evaluation, die entwickelten Schulungen dauerhaft zu finanzieren und bundesweit verfügbar zu machen. Weitere Informationen, Materialien und die Handbücher zum Projekt finden sich unter https://beb-empowerment.de/.

Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Die Evaluation des BeB-Modellprojekts "Mein Recht auf Teilhabe – Empowerment im Teilhabe-/Gesamtplanverfahren" bestätigt die Wirksamkeit einer guten Vorbereitung auf das Teilhabe-/Gesamtplanverfahren. Zugleich verweisen sie auf den erheblichen Handlungsbedarf bei der Umsetzung von Teilhaberechten im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes. Von 2023 bis 2026 unterstützte das von der Aktion Mensch geförderte Projekt Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischen Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf dabei, sich auf ihr Teilhabe- beziehungsweise Gesamtplanverfahren vorzubereiten. Gemeinsam mit Expert*innen in eigener Sache, Fachkräften aus der Praxis und Theoretiker*innen, wurden Schulungen sowie barrierefreie Handbücher entwickelt. Die Materialien vermitteln Wissen über Rechte und Verfahrensabläufe und unterstützen dabei, eigene Wünsche, Ziele und Bedarfe zu formulieren. So heißt es in einer Presseinformaiton des evangelischen Fachverband für Teilhab (BeB).
Die Evaluation unterstreicht die positiven Wirkungen dieses Ansatzes. Die Schulungen stärkten die Vorbereitung auf Gespräche mit Leistungsträgern und vermittelten Sicherheit bei der Wahrnehmung eigener Rechte, heißt es vonseiten des BeB. „Die Rückmeldungen der Teilnehmenden verdeutlichen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen die nötigen Informationen, Zeit und Empowerment erhalten. Unser christliches Menschenbild stellt die Würde, die Fähigkeiten und die Selbstbestimmung jedes Menschen in den Mittelpunkt. Empowerment stärkt Menschen darin, ihre Rechte wahrzunehmen und ihr Leben selbstbestimmt mitzugestalten“ sagt Pfarrer Frank Stefan, Vorsitzender des BeB
Gleichzeitig berichten Teilnehmende der Schulung über sehr unterschiedliche Verfahrenspraxen. „Die Evaluation macht zugleich deutlich, dass zwischen gesetzlichen Ansprüchen und der Praxis vielerorts noch eine erhebliche Lücke besteht. Die derzeit diskutierten Kürzungs- und Kostendämpfungsmaßnahmen in der Eingliederungshilfe würden die Situation vieler Betroffener weiter verschlechtern und drohen, erreichte Fortschritte des Bundesteilhabegesetzes wieder zurückzudrehen. Teilhabe darf nicht zur Sparmasse werden“, erklärt Stefan, dessen Nachname in der Presseinformation des BeB nicht genannt wurde.
Vor diesem Hintergrund fordert der BeB bundesweit verbindliche Qualitätsstandards für Gesamtplanverfahren, klare Vorgaben für barrierefreie Kommunikation, unabhängige Beschwerde- und Monitoringstellen sowie einen Ausbau der Informations- und Beratungsangebote für Leistungsberechtigte.
Darüber hinaus empfiehlt die Evaluation, die entwickelten Schulungen dauerhaft zu finanzieren und bundesweit verfügbar zu machen. Weitere Informationen, Materialien und die Handbücher zum Projekt finden sich unter https://beb-empowerment.de/.





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