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Nancy Frinds Rückblick auf die Inklusionstage 2026 in Berlin

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Nancy Frind
Nancy Frind
Foto: privat

Berlin (kobinet) Am 6. und 7. Juli 2026 fanden die Inklusionstage in Berlin statt. Für Nancy Frind, die sich u.a. für die Nutzung des Budget für Arbeit als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen und die Rechte behinderter Frauen stark macht, waren es zwei bereichernde, inspirierende und impulsreiche Tage. Um an der Veranstaltung teilnehmen und ihrem ehrenamtlichen Engagement nachgehen zu können, hat sie bewusst Urlaub genommen. Vor Ort war ich gleich in mehreren Rollen vertreten: als Vertreterin des Landesverbandes Frauen mit Behinderung in Thüringen (LaFit) sowie als Mitwirkende im Projekt Budgetkompetenz, wie es im Rückblick auf die Inklusionstage von Nancy Frind heißt, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen.

Bericht von Nancy Frind

Im Programmpunkt „Inklusive Wege zur Ausbildung und Arbeit“ durfte ich gemeinsam mit Wiebke Schaer das Projekt Budgetkompetenz vorstellen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken.

Die Inklusionstage wurden mit einem musikalischen Auftakt des inklusiven Schulchores der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule Birkenwerder eröffnet. Anschließend richtete Bundesministerin Bärbel Bas per Videobotschaft ein Grußwort an die Teilnehmenden. Ein weiterer Höhepunkt des ersten Tages war die Verleihung des Bundesteilhabepreises. Es folgte ein Grußwort aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mit dabei war auch Kerstin Griese, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt für mich war die Podiumsdiskussion „Inklusion trifft Politik“ mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages. Daran nahmen Heike Heubach, Jasmina Hostert, Wilfried Oellers, Corinna Rüffer und Janine Wissler teil. Die Diskussion war spannend und bot unterschiedliche Perspektiven auf die aktuellen Herausforderungen der Inklusionspolitik.

Besonders gefreut hat mich, dass ich mit Corinna Rüffer über verschiedene Themen ins Gespräch kommen konnte. Ebenso hatte ich die Gelegenheit, mich mit Heike Heubach auszutauschen und einige Punkte, die mir persönlich wichtig sind, kritisch anzusprechen. Diesen offenen und wertschätzenden Dialog habe ich sehr geschätzt. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass sich Politikerinnen und Politiker Zeit für persönliche Gespräche nehmen und sich auf einen ehrlichen Austausch einlassen. Genau solche Begegnungen machen Veranstaltungen wie die Inklusionstage aus.

Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen des fachlichen Austauschs. In verschiedenen Themenräumen konnten sich die Teilnehmenden parallel mit unterschiedlichen Fragestellungen rund um Inklusion, Ausbildung und Arbeit beschäftigen. Besonders beeindruckt hat mich die Veranstaltung „Bilanz und Ausblick – Ausbildung und Arbeit für junge Menschen mit Behinderungen“. An der Diskussion beteiligte sich auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel. Gemeinsam mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Praxis wurde darüber gesprochen, welche Fortschritte bereits erreicht wurden und welche Herausforderungen weiterhin bestehen. Diesen Programmpunkt empfand ich als besonders informativ und nachdenklich.

Neben dem offiziellen Programm waren für mich vor allem die vielen persönlichen Begegnungen von großer Bedeutung. Ich konnte zahlreiche interessante Gespräche führen, bestehende Kontakte vertiefen und neue Netzwerke aufbauen. Besonders schön war es, Menschen endlich persönlich kennenzulernen, mit denen ich bislang nur über soziale Netzwerke in Kontakt stand. Auch Thüringen war bei den Inklusionstagen gut vertreten. Unter anderem nahm der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen an der Veranstaltung teil.

Mein Fazit fällt durchweg positiv aus: Die Inklusionstage 2026 waren für mich sowohl fachlich als auch persönlich ein großer Gewinn. Ich habe viele neue Impulse mitgenommen, mein Netzwerk erweitert und zahlreiche wertvolle Gespräche geführt. Solche Veranstaltungen zeigen, wie wichtig der Austausch zwischen Politik, Selbstvertretung, Verbänden und engagierten Menschen ist, um Inklusion gemeinsam weiter voranzubringen.

Ein persönlicher Aspekt ist mir dabei besonders wichtig: Meine Teilnahme erfolgte ausschließlich ehrenamtlich und in meiner Freizeit. Dafür habe ich bewusst Urlaub genommen, weil mir dieses Engagement und der Einsatz für mehr Inklusion am Herzen liegen.

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