Hannover (kobinet)
Niedersachsens Arbeits-Minister Dr. Andreas Philippi hat einen Plan vorgestellt.
Der Plan heißt: Zehn-Punkte-Plan für mehr Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Jeder Mensch gehört dazu.
Auch Menschen mit Schwer-Behinderung sollen leichter Arbeit finden.
Eine Schwer-Behinderung ist eine starke Behinderung.
Ein Amt prüft das und stellt einen Ausweis aus.
Zurzeit haben etwa 15.800 schwer-behinderte Menschen in Niedersachsen keine Arbeit.
Das soll sich ändern.
Viele Gruppen haben gemeinsam an diesem Plan gearbeitet.
Dabei waren zum Beispiel Gewerkschaften, Kommunen und Unter-nehmer-Verbände.
Gewerkschaften sind Vereine für Arbeit-Nehmer.
Eine Gewerkschaft redet mit den Chefs für die Arbeit-Nehmer.
Kommunen sind Städte und Land-Kreise.
Unter-nehmer-Verbände vertreten Betriebe und Firmen.
Alle haben sich auf gemeinsame Maß-nahmen geeinigt.
Maß-nahmen sind feste Schritte, um etwas zu erreichen.
Zum Beispiel eine Regel einführen.
Der Plan soll schwer-behinderten Menschen helfen.
Es soll mehr Beratung und Förderung geben.
Eine Beratung ist ein Gespräch.
Man redet über ein Problem und bekommt Hilfe.
Förderung bedeutet: Jemand bekommt Hilfe oder Geld.
Damit kann er etwas besser schaffen.
Betriebe sollen Geld bekommen, wenn sie behinderte Menschen einstellen.
Außerdem sollen Netz-werke vor Ort gestärkt werden.
Ein Netz-werk bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Minister Philippi sagt: Betriebe suchen dringend Fach-Kräfte.
Fach-Kräfte sind Menschen mit einer guten Ausbildung für einen Beruf.
Viele Menschen mit Behinderung haben diese Fähigkeiten.
Sie sollen bessere Chancen auf Arbeit bekommen.
Annetraud Grote ist Landes-Beauftragte für Menschen mit Behinderungen.
Eine Landes-Beauftragte arbeitet für ein Bundes-Land.
Sie kümmert sich um bestimmte Themen für alle Menschen im Land.
Sie sagt: Menschen mit Behinderungen gehören zur Arbeits-Welt dazu.
Wenn Hindernisse abgebaut werden, gewinnen alle.
Johannes Pfeiffer arbeitet bei der Bundes-Agentur für Arbeit.
Die Bundes-Agentur für Arbeit ist ein großes Amt in Deutschland.
Das Amt hilft Menschen dabei, eine Arbeit zu finden.
Er sagt: Der Plan zeigt, dass alle gleiche Chancen verdienen.
Arbeits-Agenturen und Job-Center helfen dabei schon heute.
Ein Job-Center ist ein Amt.
Es hilft Menschen ohne Arbeit, wieder eine Stelle zu finden.
Mit dem Plan kann noch mehr getan werden.
Dr. Joachim Schwind spricht für die Land-Kreise in Niedersachsen.
Er sagt: Der Plan hilft Menschen mit Behinderung direkt vor Ort.
Der Plan stärkt auch die Gesellschaft.
Gesellschaft bedeutet: Alle Menschen leben zusammen in einem Land.
Dr. Jan Arning spricht für die Städte in Niedersachsen.
Er sagt: Im öffent-lichen Dienst arbeiten schon viele Menschen mit Behinderung.
Öffent-licher Dienst bedeutet: Arbeit für Städte, Land-Kreise oder den Staat.
Diese Menschen helfen allen Bürgerinnen und Bürgern.
Das soll auch in anderen Betrieben so werden.
Kerstin Tack spricht für die LAG FW.
LAG FW bedeutet: Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Freien Wohl-fahrts-pflege.
Eine Landes-Arbeits-Gemeinschaft ist ein Zusammen-schluss von Organisationen.
Sie arbeiten gemeinsam an wichtigen Themen in einem Bundes-Land.
Wohl-fahrts-pflege bedeutet: Menschen helfen anderen Menschen in Not.
Zum Beispiel bei Krankheit oder Armut.
Sie sagt: Oft passen Fähigkeiten und Arbeits-Stellen noch nicht gut zusammen.
Das soll sich ändern.
Der Plan ist ein wichtiger Schritt.
Dr. Ernesto Harder spricht für den DGB.
DGB bedeutet: Deutscher Gewerkschafts-Bund.
Ein Gewerkschafts-Bund ist ein großer Zusammen-schluss von Gewerkschaften.
Er vertritt die Rechte von vielen Arbeitern in ganz Deutschland.
Er sagt: Menschen mit Schwer-Behinderung haben wertvolle Fähigkeiten.
Sie sollen selbst-bestimmt leben und arbeiten können.
Selbst-bestimmt bedeutet: Man entscheidet selbst über sein Leben.
Niemand anders entscheidet für einen.
Benedikt Hüppe spricht für die UVN.
UVN bedeutet: Unter-nehmer-Verbände Niedersachsen.
Er sagt: Viele Betriebe wollen mehr behinderte Menschen beschäftigen.
Oft wissen sie aber nicht, welche Hilfe es gibt.
Der Plan soll das einfacher und klarer machen.
Den vollständigen Zehn-Punkte-Plan findet ihr hier:

Foto: Gemeinfrei, public domain
Hannover (kobinet) Niedersachsens Arbeits- und Sozialminister Dr. Andreas Philippi hat vor kurzem gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden einen Zehn-Punkte-Plan für mehr Inklusion im Arbeitsleben vorgestellt. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von schwerbehinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken und bestehende Hürden weiter abzubauen. Denn trotz des Fachkräftemangels sind im Juni 2026 allein in Niedersachsen etwa 15.800 Menschen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig belegen Daten der Bundesagentur für Arbeit, dass sie auch bei geeigneter Qualifikation noch immer deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind als Menschen ohne Behinderung.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben das Niedersächsische Arbeits- und Sozialministerium, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, das Integrationsamt beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, der Niedersächsische Landkreistag (NLT), der Niedersächsische Städtetag (NST), die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen (LAG FW), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) einen Runden Tisch ins Leben gerufen und sich auf einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog verständigt. Dieser sieht sowohl die Weiterentwicklung von bestehenden als auch von neuen Unterstützungsangeboten vor. So soll das bereits flächendeckend existierende Beratungs- und Förderangebot Arbeitgebenden sowie schwerbehinderten Menschen transparenter zur Verfügung gestellt werden. Zugleich umfasst das Papier die Schaffung finanzieller Anreize für die Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Auch die Netzwerkarbeit soll auf regionaler Ebene weiter aufgebaut und vertieft werden.
„Überall im Land sind Betriebe und Unternehmen händeringend auf der Suche nach qualifiziertem Personal“, kommentiert der niedersächsische Arbeits- und Sozialminister Philippi. „Gleichzeitig erleben wir einen fundamentalen Widerspruch: Viele Menschen, die über das Potenzial verfügen, diese Lücken zu füllen, bleiben auf der Strecke. Hierzu gehören auch Menschen mit Behinderungen. Ich danke daher allen Partnerinnen und Partnern für diese konstruktive Zusammenarbeit. Uns alle eint der gemeinsame Wille, die Potenziale von schwerbehinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen und einen Beitrag zu einem wirtschaftlich starken und sozialen Niedersachsen zu leisten.“
Die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, betont: „Menschen mit Behinderungen gehören selbstverständlich in unsere Arbeitswelt. Wer Barrieren abbaut, gewinnt: Unternehmen und der öffentliche Dienst gewinnen engagierte Fachkräfte, unsere Gesellschaft gewinnt an Vielfalt, Gerechtigkeit und Zusammenhalt. Niedersachsen hat die Chance, Vorreiter für einen inklusiven Arbeitsmarkt zu werden – wirtschaftlich stark und sozial gerecht.“
Johannes Pfeiffer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, ergänzt: „Der Zehn-Punkte-Plan ist ein klares Bekenntnis zu mehr Chancengleichheit und Inklusion. Es geht darum, individuelle Potenziale zu fördern und die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure nachhaltig auszubauen. So wollen wir gemeinsam erreichen, dass mehr Menschen mit Schwerbehinderung ihre Fähigkeiten in den Arbeitsmarkt einbringen können. Arbeitsagenturen und Jobcenter leisten hier bereits einen bedeutenden Beitrag. Mit den geplanten Maßnahmen lassen sich die Aktivitäten für Inklusion im Arbeitsleben noch erweitern.“
Der Hauptgeschäftsführer des NLT, Dr. Joachim Schwind, macht deutlich: „Als Kommunen kümmern wir uns um das, was die Menschen vor Ort bewegt. Die Inklusion Schwerbehinderter im Arbeitsleben berührt gleich mehrere Themen auf verschiedenen Ebenen: Teilhabe, Beschäftigung, Wirtschaftsförderung, Abbau von Barrieren, Chancengleichheit, Zusammenhalt. Mit dem Zehn-Punkte-Plan unterstützen wir konkret Menschen mit Behinderung und stärken die Gesellschaft insgesamt! Wenn es ihn jetzt nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden.“
Dr. Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des NST, sagt: „Inklusion ist mehr als eine gesetzliche Verpflichtung – sie ist Ausdruck einer modernen, vielfältigen und leistungsfähigen Arbeitswelt. Kommunen leben von den unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven ihrer Beschäftigten – und sind damit gleichsam Vorbild für die gesamte Arbeitswelt. Schon heute liegt die Beschäftigungsquote mit über 6 Prozent im öffentlichen Dienst oberhalb der gesetzlichen Quote. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen oder anderen Einschränkungen gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben können. Ein inklusiver Arbeitsplatz entsteht dort, wo Barrieren konsequent abgebaut, individuelle Potenziale erkannt und passende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Davon profitieren nicht nur die betroffenen Beschäftigten, sondern auch die Verwaltungen selbst: Vielfalt stärkt Innovation, Teamarbeit und Bürgernähe. Daher unterstützt der Niedersächsische Städtetag die Initiative.“
Für Kerstin Tack, Vorstand LAG FW, ist wichtig: „Menschen mit Schwerbehinderungen haben weiterhin deutlich schlechtere Chancen auf dem inklusiven Arbeitsmarkt. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich die Initiative des Runden Tisches, Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zusammenzubringen, um die Ursachen dieser Ungleichheit genauer zu identifizieren und wirksame Maßnahmen zu entwickeln. Besonders deutlich wurde, dass es häufig an einem passenden Matching zwischen vorhandenen Fähigkeiten und den Anforderungen der Arbeitsstellen sowie an bedarfsgerecht angepassten Arbeitsplatzbedingungen fehlt. Mit dem vorliegenden Zehn-Punkte-Plan wurde ein wichtiger Schritt zur Abhilfe getan. Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahmen konsequent umzusetzen und gemeinsam zu prüfen, ob sie das zentrale Ziel erreichen: mehr Menschen mit Schwerbehinderung erfolgreich in den inklusiven Arbeitsmarkt zu integrieren.“
Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt: „In Zeiten von Fachkräftemangel können wir auf keine und keinen verzichten. Menschen mit einer Schwerbehinderung haben Potenziale und Qualifikationen, die wir dringend auf dem Arbeitsmarkt brauchen. Dafür muss der Arbeitsmarkt aber auch inklusiver gestaltet und Hürden abgebaut werden. Genau hierzu haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht. Menschen mit einer Schwerbehinderung verdienen es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dafür ist eine adäquate Beschäftigung mit guten Arbeitsbedingungen die Voraussetzung.“
Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der UVN, führt aus: „Die Betriebe in Niedersachsen brauchen Lösungen, die im Alltag funktionieren. Viele Unternehmen wollen mehr Menschen mit Behinderung beschäftigen. Oft ist aber unklar, welche Förderung es gibt, wer zuständig ist und wie der Weg dorthin aussieht. Der Zehn-Punkte-Plan soll das ändern. Jetzt kommt es darauf an, dass die Maßnahmen schnell, verständlich und ohne unnötige Bürokratie bei den Unternehmen ankommen. Für die Fachkräftesicherung brauchen wir alle verfügbaren Potenziale. Auf Menschen mit Behinderung können und wollen wir nicht verzichten.“
Den vollständigen Zehn-Punkte-Plan gibt’s unter: https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/soziales_inklusion/inklusion_von_menschen_mit_behinderungen/inklusion-von-menschen-mit-behinderungen-171501.html

Foto: Gemeinfrei, public domain
Hannover (kobinet) Niedersachsens Arbeits- und Sozialminister Dr. Andreas Philippi hat vor kurzem gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden einen Zehn-Punkte-Plan für mehr Inklusion im Arbeitsleben vorgestellt. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von schwerbehinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken und bestehende Hürden weiter abzubauen. Denn trotz des Fachkräftemangels sind im Juni 2026 allein in Niedersachsen etwa 15.800 Menschen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig belegen Daten der Bundesagentur für Arbeit, dass sie auch bei geeigneter Qualifikation noch immer deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind als Menschen ohne Behinderung.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben das Niedersächsische Arbeits- und Sozialministerium, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, das Integrationsamt beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, der Niedersächsische Landkreistag (NLT), der Niedersächsische Städtetag (NST), die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen (LAG FW), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) einen Runden Tisch ins Leben gerufen und sich auf einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog verständigt. Dieser sieht sowohl die Weiterentwicklung von bestehenden als auch von neuen Unterstützungsangeboten vor. So soll das bereits flächendeckend existierende Beratungs- und Förderangebot Arbeitgebenden sowie schwerbehinderten Menschen transparenter zur Verfügung gestellt werden. Zugleich umfasst das Papier die Schaffung finanzieller Anreize für die Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Auch die Netzwerkarbeit soll auf regionaler Ebene weiter aufgebaut und vertieft werden.
„Überall im Land sind Betriebe und Unternehmen händeringend auf der Suche nach qualifiziertem Personal“, kommentiert der niedersächsische Arbeits- und Sozialminister Philippi. „Gleichzeitig erleben wir einen fundamentalen Widerspruch: Viele Menschen, die über das Potenzial verfügen, diese Lücken zu füllen, bleiben auf der Strecke. Hierzu gehören auch Menschen mit Behinderungen. Ich danke daher allen Partnerinnen und Partnern für diese konstruktive Zusammenarbeit. Uns alle eint der gemeinsame Wille, die Potenziale von schwerbehinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen und einen Beitrag zu einem wirtschaftlich starken und sozialen Niedersachsen zu leisten.“
Die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, betont: „Menschen mit Behinderungen gehören selbstverständlich in unsere Arbeitswelt. Wer Barrieren abbaut, gewinnt: Unternehmen und der öffentliche Dienst gewinnen engagierte Fachkräfte, unsere Gesellschaft gewinnt an Vielfalt, Gerechtigkeit und Zusammenhalt. Niedersachsen hat die Chance, Vorreiter für einen inklusiven Arbeitsmarkt zu werden – wirtschaftlich stark und sozial gerecht.“
Johannes Pfeiffer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, ergänzt: „Der Zehn-Punkte-Plan ist ein klares Bekenntnis zu mehr Chancengleichheit und Inklusion. Es geht darum, individuelle Potenziale zu fördern und die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure nachhaltig auszubauen. So wollen wir gemeinsam erreichen, dass mehr Menschen mit Schwerbehinderung ihre Fähigkeiten in den Arbeitsmarkt einbringen können. Arbeitsagenturen und Jobcenter leisten hier bereits einen bedeutenden Beitrag. Mit den geplanten Maßnahmen lassen sich die Aktivitäten für Inklusion im Arbeitsleben noch erweitern.“
Der Hauptgeschäftsführer des NLT, Dr. Joachim Schwind, macht deutlich: „Als Kommunen kümmern wir uns um das, was die Menschen vor Ort bewegt. Die Inklusion Schwerbehinderter im Arbeitsleben berührt gleich mehrere Themen auf verschiedenen Ebenen: Teilhabe, Beschäftigung, Wirtschaftsförderung, Abbau von Barrieren, Chancengleichheit, Zusammenhalt. Mit dem Zehn-Punkte-Plan unterstützen wir konkret Menschen mit Behinderung und stärken die Gesellschaft insgesamt! Wenn es ihn jetzt nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden.“
Dr. Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des NST, sagt: „Inklusion ist mehr als eine gesetzliche Verpflichtung – sie ist Ausdruck einer modernen, vielfältigen und leistungsfähigen Arbeitswelt. Kommunen leben von den unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven ihrer Beschäftigten – und sind damit gleichsam Vorbild für die gesamte Arbeitswelt. Schon heute liegt die Beschäftigungsquote mit über 6 Prozent im öffentlichen Dienst oberhalb der gesetzlichen Quote. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen oder anderen Einschränkungen gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben können. Ein inklusiver Arbeitsplatz entsteht dort, wo Barrieren konsequent abgebaut, individuelle Potenziale erkannt und passende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Davon profitieren nicht nur die betroffenen Beschäftigten, sondern auch die Verwaltungen selbst: Vielfalt stärkt Innovation, Teamarbeit und Bürgernähe. Daher unterstützt der Niedersächsische Städtetag die Initiative.“
Für Kerstin Tack, Vorstand LAG FW, ist wichtig: „Menschen mit Schwerbehinderungen haben weiterhin deutlich schlechtere Chancen auf dem inklusiven Arbeitsmarkt. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich die Initiative des Runden Tisches, Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zusammenzubringen, um die Ursachen dieser Ungleichheit genauer zu identifizieren und wirksame Maßnahmen zu entwickeln. Besonders deutlich wurde, dass es häufig an einem passenden Matching zwischen vorhandenen Fähigkeiten und den Anforderungen der Arbeitsstellen sowie an bedarfsgerecht angepassten Arbeitsplatzbedingungen fehlt. Mit dem vorliegenden Zehn-Punkte-Plan wurde ein wichtiger Schritt zur Abhilfe getan. Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahmen konsequent umzusetzen und gemeinsam zu prüfen, ob sie das zentrale Ziel erreichen: mehr Menschen mit Schwerbehinderung erfolgreich in den inklusiven Arbeitsmarkt zu integrieren.“
Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt: „In Zeiten von Fachkräftemangel können wir auf keine und keinen verzichten. Menschen mit einer Schwerbehinderung haben Potenziale und Qualifikationen, die wir dringend auf dem Arbeitsmarkt brauchen. Dafür muss der Arbeitsmarkt aber auch inklusiver gestaltet und Hürden abgebaut werden. Genau hierzu haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht. Menschen mit einer Schwerbehinderung verdienen es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dafür ist eine adäquate Beschäftigung mit guten Arbeitsbedingungen die Voraussetzung.“
Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der UVN, führt aus: „Die Betriebe in Niedersachsen brauchen Lösungen, die im Alltag funktionieren. Viele Unternehmen wollen mehr Menschen mit Behinderung beschäftigen. Oft ist aber unklar, welche Förderung es gibt, wer zuständig ist und wie der Weg dorthin aussieht. Der Zehn-Punkte-Plan soll das ändern. Jetzt kommt es darauf an, dass die Maßnahmen schnell, verständlich und ohne unnötige Bürokratie bei den Unternehmen ankommen. Für die Fachkräftesicherung brauchen wir alle verfügbaren Potenziale. Auf Menschen mit Behinderung können und wollen wir nicht verzichten.“
Den vollständigen Zehn-Punkte-Plan gibt’s unter: https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/soziales_inklusion/inklusion_von_menschen_mit_behinderungen/inklusion-von-menschen-mit-behinderungen-171501.html





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