Berlin (kobinet)
Am 21. Juni 2026 gab es eine erste Aktion.
Aktivistinnen und Aktivisten besetzten das Bundes-wirtschafts-ministerium.
Das Bundes-wirtschafts-ministerium ist ein Amt der deutschen Regierung.
Dort wird über Geld und Arbeit in Deutschland entschieden.
Besetzen bedeutet: Aktivistinnen und Aktivisten gingen in das Gebäude.
Sie verließen es erst, als die Polizei sie dazu zwang.
Draußen vor dem Gebäude gab es eine Mahn-wache.
Bei einer Mahn-wache stehen Menschen zusammen.
Sie machen auf ein Problem aufmerksam.
Sie wollen, dass andere Menschen das Problem sehen.
Am 8. Juli 2026 gab es eine Protest-Aktion in Berlin.
Protest bedeutet: Menschen sind gegen etwas.
Sie zeigen das öffentlich.
Sie wollen eine Änderung.
6 Aktivistinnen und Aktivisten kletterten auf eine Brücke.
3 von ihnen saßen dabei im Roll-stuhl.
Die Brücke heißt Gustav-Heinemann-Brücke.
Sie liegt zwischen dem Haupt-bahnhof und dem Regierungs-viertel.
Das Regierungs-viertel ist ein Stadtteil in Berlin.
Dort arbeiten viele wichtige Menschen der deutschen Regierung.
Die Aktivistinnen und Aktivisten seilten sich von der Brücke ab.
Aktivistinnen und Aktivisten sind Menschen, die sich für eine Sache einsetzen.
Sie kämpfen für Veränderungen.
Die Gruppe heißt Fight Ableismus.
Ableismus bedeutet: Menschen werden wegen einer Behinderung schlechter behandelt.
Das ist ungerecht.
Die Gruppe protestierte gegen behinderten-feindliche Gesetze.
Auf einem großen Banner stand dieser Satz:
Krüppel die kämpfen, sind Krüppel die leben.
Das Wort Krüppel ist eine Selbst-bezeichnung.
Eine Selbst-bezeichnung ist ein Wort, das sich Menschen selbst geben.
Sie wählen dieses Wort für sich selbst aus.
Die Aktivistinnen und Aktivisten wählten dieses Wort bewusst.
Es soll stark und mutig klingen.
Es erinnerte an die Krüppel-bewegung der 1980er Jahre.
Die Krüppel-bewegung war eine Gruppe von Menschen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Die Krüppel-bewegung kämpfte in den 1980er Jahren für ihre Rechte.
Die Aktivistinnen und Aktivisten hatten Forderungen.
Eine Forderung ist ein Wunsch, den man laut ausspricht.
Man will etwas erreichen.
Sie forderten: Keine Kürzungen für behinderte Menschen.
Sie forderten: Barriere-freiheit muss Pflicht sein.
Barriere-freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird wegen einer Behinderung ausgeschlossen.
Sie forderten: Das neue Behinderten-gleichstellungs-gesetz soll geändert werden.
Das Behinderten-gleichstellungs-gesetz heißt kurz BGG.
Das BGG ist ein Gesetz, das behinderte Menschen gleichstellen soll.
Gleichstellen bedeutet: Behinderte und nicht-behinderte Menschen haben die gleichen Rechte.
Viele Menschen kritisierten den neuen Gesetz-entwurf stark.
Ein Gesetz-entwurf ist ein Plan für ein neues Gesetz.
Der Plan wird zuerst besprochen und dann abgestimmt.
Die Aktivistinnen und Aktivisten fanden: Das neue BGG hilft nicht genug.
Deshalb sollte es geändert werden.
Am 9. Juli 2026 gab es eine weitere Aktion.
Aktivistinnen und Aktivisten besetzten die SPD-Partei-zentrale in Berlin.
Eine Partei-Zentrale ist ein Haus, in dem die Menschen einer Partei arbeiten.
Die SPD ist eine politische Partei.
Die Aktivistinnen und Aktivisten protestierten gegen Gesetze der SPD.
Ein SPD-Vertreter sprach mit den Aktivistinnen und Aktivisten.
Der Vertreter sagte: Die SPD steht auf der Seite behinderter Menschen.
Er sagte: Die Aktivistinnen und Aktivisten protestierten am falschen Ort.
Das war seine Meinung.
Die Aktivistinnen und Aktivisten sahen das anders.
Sie forderten: Die Abgeordneten sollen kommen.
Abgeordnete sind Volks-Vertreter in der Politik.
Sie sprechen für die Bürgerinnen und Bürger im Bundes-tag.
Der Bundes-tag ist das deutsche Parlament.
Parlament bedeutet: Eine Versammlung von gewählten Volks-Vertretern.
Die Bürgerinnen und Bürger wählen diese Volks-Vertreter.
Die Aktivistinnen und Aktivisten forderten: Keine behinderten-feindlichen Gesetze.
Am Abend brachte die Polizei die Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Gebäude.
Vor dem Gebäude gab es eine Solidaritäts-Mahn-wache.
Solidarität bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Bei einer Solidaritäts-Mahn-wache zeigen Menschen: Wir unterstützen euch.
Sie zeigen: Wir kämpfen gemeinsam für eure Rechte.
Viele Passantinnen und Passanten unterstützten die Mahn-wache.
Passantinnen und Passanten sind Menschen, die zufällig vorbeigingen.
Sie waren nicht extra dorthin gekommen.
Das BGG sollte erst im Mai 2026 beschlossen werden.
Beschlossen bedeutet: Der Bundes-tag stimmt für das Gesetz.
Es gab viele Verzögerungen.
Eine Verzögerung bedeutet: Etwas passiert später als geplant.
Jetzt soll das BGG nach der Sommer-pause kommen.
Das ist wahrscheinlich im September 2026.
Viele Aktive sagten: Der Druck muss bleiben.
Die Proteste sollen weitergehen.
Nur durch Proteste kann das Gesetz verbessert werden.
Die Aktivistinnen und Aktivisten wollen mehr Rechte für behinderte Menschen.
Mehr Informationen gibt es hier:
Internetseite von Fight Ableismus
Foto: Fight Ableismus
Berlin (kobinet) "Krüppel die kämpfen, sind Krüppel die leben". So steht es auf einem Transparent, das Aktivist*innen, die sich von einer Brücke im Berliner Regierungsviertel mit ihren Rollstühlen abgeseilt haben, bei ihrer Protestaktion am 8. Juli 2026 aufgehängt haben. "Rollstuhl-Kletteraktion in Berlin am 8.7.2026 gegen die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen!" heißt es dementsprechend auf der Internetseite von Fight Ableismus mit Informationen und Bildern von der Aktion, die in der letzten Sitzungswoche des Bundestages vor der Sommerpause durchgeführt wurde. Am 9. Juli 2026 wurde dann von der Gruppe für direkte Aktion gegen Barrieren eine Meldung mit der Überschrift "Das Willy-Brandt-Haus in Berlin ist besetzt – Aktionsgruppe von beHinderten und nicht-beHinderten Aktivist:innen widersetzt sich der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen" auf deren Internetseite und in den sozialen Medien verbreitet. Diese Aktionen machen den Ärger vieler behinderter Menschen über den schlechten Gesetzentwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz und über die unsäglichen Kürzungsdiskussionen auf dem Rücken der Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen deutlich.
Bereits am Tag vor der Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales am 22. Juni 2026 hatte die Gruppe Fight Ableismus den Tag der offenen Tür der Bundesregierung genutzt, um gegen die geplanten schlechten Regelungen zur Barrierefreiheit zu protestieren. Sie hatten für Stunden das Bundeswirtschaftsministerium, begleitet von einer Mahnwache vor dem Gebäude, besetzt und wurden erst spät in der Nacht aus dem Ministerium gedrängt.
„Krüppel die kämpfen sind Krüppel die leben‘ war an der Gustav-Heinemann Brücke zwischen Hauptbahnhof und Regierungsviertel in Berlin auf einem großen Banner zu lesen. Aktivistinnen mit und ohne Behinderungen demonstrierten gegen behindertenfeindliche Gesetze. 6 Aktivistinnnen bekletterten die Brücke, 3 von ihnen kletterten in ihrem Rollstuhl sitzend. Die Aktivist*innen haben bewusst das Wort ‚Krüppel‘ gewählt. Eine provokative empowernde Selbstbeszeichnung. In Anlehnung an die Krüppelbeweung der 80er Jahre“, heißt es auf der Internetseite Fight Ableismus zur Aktion am 8. Juli 2026.
In der Erklärung der Gruppe heißt es u.a. zu den Forderungen:
„Keine Kürzungen auf dem Rücken von beHinderten und anderen marginalisierten Menschen. Barrierefreiheit verpflichtend jetzt und das neue verschlechterte BGG verwerfen! Selbstbestimmtes Leben für alle. Finger weg von der Eingliederungshilfe!“
Zur Aktion an der Parteizentrale der SPD vom 9. Juli 2026 heißt es auf der Internetseite von Fight Ableismus: „Aktivist*innen haben am 9. Juli 2026 die SPD Parteizentrale in Berlin besetzt. Der Protest richtete sich gegen behindertenfeindliche Gesetze, die die SPD in der Koalition mitträgt. Der ‚Ideengeber‘ der SPD sprach mit den Besetzer*innen. Sinngemäß erzählte er, die SPD stehe auf der Seite behinderter Menschen (??). Die Aktivist*innen würden ihren Protest am falschen Ort austragen, hier würde man nur verwalten, die Politik finde im Bundestag statt. Die Aktivist*innen forderten, die Abgordneten sollen vom Bundestag rüber kommen, statt behindertenfeindliche anti-soziale Gesetze zu verabschieden. Die Antwort war die Beauftragung der Polizei mit der Räumung der Aktivist*innen am Abend. Vor dem Gebäude fand eine Soli-Mahnwache statt. Diese erhielt viel Zuspruch von Passant*innen.“
Das Behindertengleichstellungsgesetz sollte ursprünglich schon im Mai 2026 vom Bundestag verabschiedet werden. Nach diversen Verzögerungen soll es nun wohl abschließend nach der Sommerpause des Bundestages, also wahrscheinlich im September 2026 beraten und beschlossen werden. Welche Änderungen es am vorliegenden, von vielen scharf kritisierten Gesetzentwurf der Bundesregierung, noch geben wird, das steht noch in den Sternen. Deshalb ist es nach Ansicht vieler Aktiver wichtig, den Druck und die Proteste bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.
Foto: Fight Ableismus
Berlin (kobinet) "Krüppel die kämpfen, sind Krüppel die leben". So steht es auf einem Transparent, das Aktivist*innen, die sich von einer Brücke im Berliner Regierungsviertel mit ihren Rollstühlen abgeseilt haben, bei ihrer Protestaktion am 8. Juli 2026 aufgehängt haben. "Rollstuhl-Kletteraktion in Berlin am 8.7.2026 gegen die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen!" heißt es dementsprechend auf der Internetseite von Fight Ableismus mit Informationen und Bildern von der Aktion, die in der letzten Sitzungswoche des Bundestages vor der Sommerpause durchgeführt wurde. Am 9. Juli 2026 wurde dann von der Gruppe für direkte Aktion gegen Barrieren eine Meldung mit der Überschrift "Das Willy-Brandt-Haus in Berlin ist besetzt – Aktionsgruppe von beHinderten und nicht-beHinderten Aktivist:innen widersetzt sich der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen" auf deren Internetseite und in den sozialen Medien verbreitet. Diese Aktionen machen den Ärger vieler behinderter Menschen über den schlechten Gesetzentwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz und über die unsäglichen Kürzungsdiskussionen auf dem Rücken der Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen deutlich.
Bereits am Tag vor der Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales am 22. Juni 2026 hatte die Gruppe Fight Ableismus den Tag der offenen Tür der Bundesregierung genutzt, um gegen die geplanten schlechten Regelungen zur Barrierefreiheit zu protestieren. Sie hatten für Stunden das Bundeswirtschaftsministerium, begleitet von einer Mahnwache vor dem Gebäude, besetzt und wurden erst spät in der Nacht aus dem Ministerium gedrängt.
„Krüppel die kämpfen sind Krüppel die leben‘ war an der Gustav-Heinemann Brücke zwischen Hauptbahnhof und Regierungsviertel in Berlin auf einem großen Banner zu lesen. Aktivistinnen mit und ohne Behinderungen demonstrierten gegen behindertenfeindliche Gesetze. 6 Aktivistinnnen bekletterten die Brücke, 3 von ihnen kletterten in ihrem Rollstuhl sitzend. Die Aktivist*innen haben bewusst das Wort ‚Krüppel‘ gewählt. Eine provokative empowernde Selbstbeszeichnung. In Anlehnung an die Krüppelbeweung der 80er Jahre“, heißt es auf der Internetseite Fight Ableismus zur Aktion am 8. Juli 2026.
In der Erklärung der Gruppe heißt es u.a. zu den Forderungen:
„Keine Kürzungen auf dem Rücken von beHinderten und anderen marginalisierten Menschen. Barrierefreiheit verpflichtend jetzt und das neue verschlechterte BGG verwerfen! Selbstbestimmtes Leben für alle. Finger weg von der Eingliederungshilfe!“
Zur Aktion an der Parteizentrale der SPD vom 9. Juli 2026 heißt es auf der Internetseite von Fight Ableismus: „Aktivist*innen haben am 9. Juli 2026 die SPD Parteizentrale in Berlin besetzt. Der Protest richtete sich gegen behindertenfeindliche Gesetze, die die SPD in der Koalition mitträgt. Der ‚Ideengeber‘ der SPD sprach mit den Besetzer*innen. Sinngemäß erzählte er, die SPD stehe auf der Seite behinderter Menschen (??). Die Aktivist*innen würden ihren Protest am falschen Ort austragen, hier würde man nur verwalten, die Politik finde im Bundestag statt. Die Aktivist*innen forderten, die Abgordneten sollen vom Bundestag rüber kommen, statt behindertenfeindliche anti-soziale Gesetze zu verabschieden. Die Antwort war die Beauftragung der Polizei mit der Räumung der Aktivist*innen am Abend. Vor dem Gebäude fand eine Soli-Mahnwache statt. Diese erhielt viel Zuspruch von Passant*innen.“
Das Behindertengleichstellungsgesetz sollte ursprünglich schon im Mai 2026 vom Bundestag verabschiedet werden. Nach diversen Verzögerungen soll es nun wohl abschließend nach der Sommerpause des Bundestages, also wahrscheinlich im September 2026 beraten und beschlossen werden. Welche Änderungen es am vorliegenden, von vielen scharf kritisierten Gesetzentwurf der Bundesregierung, noch geben wird, das steht noch in den Sternen. Deshalb ist es nach Ansicht vieler Aktiver wichtig, den Druck und die Proteste bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.




