München (kobinet)
Am Samstag, den 18. Juli 2026 gibt es eine Demo in München.
Bei einer Demo treffen sich viele Menschen.
Die Menschen zeigen ihre Meinung auf der Straße.
Die Demo heißt: Rand-gruppen-krawall.
Die Demo beginnt um 15 Uhr.
Sie findet auf dem Marien-platz statt.
Die Demo dauert bis 22 Uhr.
Menschen mit Behinderungen demonstrieren dort.
Eine Behinderung macht manche Dinge schwierig.
Zum Beispiel: Jemand kann nicht gut laufen.
Oder jemand kann nicht gut sehen.
Auch Angehörige kommen zur Demo.
Angehörige sind Menschen aus der eigenen Familie.
Zum Beispiel die Mutter, der Vater oder die Schwester.
Auch Unterstützer kommen zur Demo.
Unterstützer sind Menschen, die anderen helfen.
Die Menschen auf der Demo fordern ihre Rechte.
Sie wollen Selbst-bestimmung.
Selbst-bestimmung bedeutet: Man entscheidet selbst über sein Leben.
Niemand anders entscheidet für einen.
Die Regierung will Geld kürzen.
Eine Regierung leitet ein Land.
Kürzen bedeutet: Es gibt weniger Geld als bisher.
Das betrifft Menschen mit Behinderungen.
Die Menschen wollen keine Geld-kürzungen.
Deshalb gehen sie auf die Demo.
Es gibt ein wichtiges Gesetz für Menschen mit Behinderungen.
Es heißt: UN-Behinderten-rechts-konvention.
Die UN-Behinderten-rechts-konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderungen haben dieselben Rechte wie alle anderen.
Deutschland hat diesen Vertrag unterschrieben.
Deutschland muss die Regeln deshalb befolgen.
Das passiert aber kaum.
Das ist nicht in Ordnung.
Viele Menschen mit Behinderungen haben im Alltag Probleme.
Zum Beispiel beim Fahren mit Bus und Bahn.
Oder beim Zugang zu Ärzten und Wohnungen.
Diese Probleme nennt man Barrieren.
Barrieren sind Dinge, die Menschen ausschließen.
Zum Beispiel eine Treppe ohne Aufzug.
Oder ein Arzt ohne Roll-stuhl-zugang.
Bei Krisen brauchen alle Menschen Schutz.
Krisen sind zum Beispiel Hoch-wasser oder Strom-ausfälle.
Rettungs-pläne vergessen oft Menschen mit Behinderungen.
Ein Rettungs-plan beschreibt: Was passiert bei einer Gefahr?
Und: Wer hilft welchen Menschen zuerst?
Menschen mit Behinderungen bekommen dann vielleicht keine Hilfe.
Das kann sehr gefährlich sein.
Manche Menschen können dadurch sterben.
Die Demo fordert: Rettungs-pläne müssen für alle funktionieren.
Auch kranke Menschen kommen zur Demo.
Sie haben eine Krankheit namens ME-CFS oder Long Covid.
ME-CFS ist eine schwere Krankheit.
Die Krankheit macht Menschen sehr müde und erschöpft.
Long Covid bedeutet: Man ist nach einer Corona-Erkrankung lange krank.
Das Corona-Virus kann Menschen krank machen.
Diese Menschen fordern mehr Forschung.
Forschung bedeutet: Menschen suchen nach neuem Wissen.
Zum Beispiel: Wie kann man diese Krankheiten heilen?
Bei der Demo gibt es auch Musik und Kunst.
Die Band Drum-adama spielt Musik.
Patricia Koller und Beate Jenkner singen eigene Lieder.
Die Künstler-gruppe Emotiondise zeigt Kunst-werke.
Die Veranstaltung ist barrier-efrei.
Es gibt Gebärden-sprach-dolmetscher.
Gebärden-sprache spricht man mit den Händen.
Gehörlose Menschen nutzen Gebärden-sprache.
Es gibt auch Behinderten-toiletten.
Assistenz-kräfte sind vor Ort und helfen.
Eine Assistenz-kraft hilft anderen Menschen im Alltag.
Es sprechen viele Rednerinnen und Redner.
Zum Beispiel die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen.
Europa-Abgeordnete vertreten Menschen in der Europa-Politik.
Sie sprechen für Bürger im Europa-Parlament.
Mirko Bialas spricht für Psychiatrie-Erfahrene.
Psychiatrie-Erfahrene waren in einer Nerven-Klinik.
Dort helfen Ärzte bei Krankheiten der Seele.
Brigitte Bührlen spricht für pflegende Angehörige.

Foto: Randgruppenkrawall
München (kobinet) Dass der diesjährige Sommer nicht frei von Protesten behinderter Menschen für ihre Selbstbestimmung und Gleichstellung sein wird, ist angesichts der derzeitigen Debatten um Kürzungspläne und längst überfällige gesetzliche Regelungen zur Barrierefreiheit vorprogrammiert. Den Disability Pride Monat, der im Juli begangen wird, nutzen auch die Organisator*innen des mittlerweile traditionellen Randgruppenkrawall, während dem am Samstag, den 18. Juli 2026 ab 15 Uhr in München auf dem Marienplatz laut gegen die geplanten Kürzungen der Regierung im sozialen Bereich und für die Unterstützung und das Rechte auf Selbstbestimmung protestiert wird. Redner*innen sind u.a. die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen, Daniela Maier, Mirko Bialas, Nancy Frind, Beate Jenkner, Brigitte Bührlen, Max Schwarz, Claudia Regemann, Jens Möllenhoff, Sabina Ahmed, Florian Schlund, Stefan Jagel, Chris Lily Kiermeier, Stefan Jagel, Bernd Endress, Brigitte Ziegler und natürlich die Veranstalterin Patricia Koller, wie es in der Ankündigung heißt.
Von 15 bis 22 Uhr machen Menschen mit Behinderungen, Angehörige und Unterstützer*innen auf bestehende Probleme aufmerksam und fordern die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
„Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein völkerrechtlich bindender Vertrag, den Deutschland unterzeichnet, aber bisher kaum umgesetzt hat. Deutschland wird dafür völlig zu Recht immer wieder gerügt. Katastrophenschutz muss für alle funktionieren, d.h. auch für Menschen mit Behinderungen. Ob Hitzewellen, Hochwasser, Stromausfälle oder andere Krisen – Schutz- und Rettungskonzepte werden häufig entwickelt, ohne die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausreichend mitzudenken. Fehlende Evakuierungspläne, unzureichende Warnsysteme oder mangelnde Barrierefreiheit können im Ernstfall lebensgefährlich werden. Der Protest fordert deshalb einen inklusiven Katastrophenschutz, der niemanden zurücklässt“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.
Auch ME/CFS- bzw. Long-Covid-Erkrankte sind mit am Start, die auf ihre Erkrankung und die fehlenden Hilfen aufmerksam machen. Hier müsse dringend mehr geforscht werden. Nach Corona sind die Zahlen der Erkrankungen explodiert, so dass das Thema endlich mehr Aufmerksamkeit erhalten müsse. Es werden zahlreiche Themen angesprochen. U.a. spricht Mirko Bialas für Psychiatrie-Erfahrene und Brigitte Bührlen für pflegende Angehörige.
Auch jenseits von Krisensituationen gehören Barrieren für viele Menschen mit Behinderungen weiterhin zum Alltag. Ob beim Zugang zu Mobilität, Wohnen, Ärzten, Assistenz, Aufzügen, Veranstaltungen oder gesellschaftlicher Teilhabe – Selbstbestimmung ist für viele noch immer keine Selbstverständlichkeit. Der Randgruppenkrawall macht diese Missstände deutlich und gibt den Menschen eine Bühne, die tagtäglich für ihre Rechte kämpfen. Neben politischen Redebeiträgen setzt die Veranstaltung erneut auf Kultur und Begegnung. Für den musikalischen Rahmen sorgt wieder die Band Drumadama.
Patricia Koller und Beate Jenkner stellen selbst geschriebene Lieder vor. Einige kennt man schon aus der gemeinsamen Randgruppenkrawall-Radiosendung bei Radio Lora. (Unter den Pseudonymen Patricia Alice Patali und DJane Beatrice bei allen bekannten Streamingdiensten zu finden.)
Außerdem präsentiert die Künstler*innengruppe EMOTIONDISE von Ella Don Arbeiten zu den Themen Identität, Begegnung und Selbstwahrnehmung.
„Der Randgruppenkrawall ist barrierefrei. Gebärden- und Schriftdolmetscher*innen begleiten die Veranstaltung. Behindertentoiletten stehen im Untergeschoß des Marienplatzes und im Innenhof des Rathauses zur Verfügung. Ansprechbare Assistenzkräfte sind vor Ort. Die Veranstaltung wird von der Landeshauptstadt München finanziell unterstützt“, heißt es weiter in der Ankündigung.

Foto: Randgruppenkrawall
München (kobinet) Dass der diesjährige Sommer nicht frei von Protesten behinderter Menschen für ihre Selbstbestimmung und Gleichstellung sein wird, ist angesichts der derzeitigen Debatten um Kürzungspläne und längst überfällige gesetzliche Regelungen zur Barrierefreiheit vorprogrammiert. Den Disability Pride Monat, der im Juli begangen wird, nutzen auch die Organisator*innen des mittlerweile traditionellen Randgruppenkrawall, während dem am Samstag, den 18. Juli 2026 ab 15 Uhr in München auf dem Marienplatz laut gegen die geplanten Kürzungen der Regierung im sozialen Bereich und für die Unterstützung und das Rechte auf Selbstbestimmung protestiert wird. Redner*innen sind u.a. die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen, Daniela Maier, Mirko Bialas, Nancy Frind, Beate Jenkner, Brigitte Bührlen, Max Schwarz, Claudia Regemann, Jens Möllenhoff, Sabina Ahmed, Florian Schlund, Stefan Jagel, Chris Lily Kiermeier, Stefan Jagel, Bernd Endress, Brigitte Ziegler und natürlich die Veranstalterin Patricia Koller, wie es in der Ankündigung heißt.
Von 15 bis 22 Uhr machen Menschen mit Behinderungen, Angehörige und Unterstützer*innen auf bestehende Probleme aufmerksam und fordern die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
„Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein völkerrechtlich bindender Vertrag, den Deutschland unterzeichnet, aber bisher kaum umgesetzt hat. Deutschland wird dafür völlig zu Recht immer wieder gerügt. Katastrophenschutz muss für alle funktionieren, d.h. auch für Menschen mit Behinderungen. Ob Hitzewellen, Hochwasser, Stromausfälle oder andere Krisen – Schutz- und Rettungskonzepte werden häufig entwickelt, ohne die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausreichend mitzudenken. Fehlende Evakuierungspläne, unzureichende Warnsysteme oder mangelnde Barrierefreiheit können im Ernstfall lebensgefährlich werden. Der Protest fordert deshalb einen inklusiven Katastrophenschutz, der niemanden zurücklässt“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.
Auch ME/CFS- bzw. Long-Covid-Erkrankte sind mit am Start, die auf ihre Erkrankung und die fehlenden Hilfen aufmerksam machen. Hier müsse dringend mehr geforscht werden. Nach Corona sind die Zahlen der Erkrankungen explodiert, so dass das Thema endlich mehr Aufmerksamkeit erhalten müsse. Es werden zahlreiche Themen angesprochen. U.a. spricht Mirko Bialas für Psychiatrie-Erfahrene und Brigitte Bührlen für pflegende Angehörige.
Auch jenseits von Krisensituationen gehören Barrieren für viele Menschen mit Behinderungen weiterhin zum Alltag. Ob beim Zugang zu Mobilität, Wohnen, Ärzten, Assistenz, Aufzügen, Veranstaltungen oder gesellschaftlicher Teilhabe – Selbstbestimmung ist für viele noch immer keine Selbstverständlichkeit. Der Randgruppenkrawall macht diese Missstände deutlich und gibt den Menschen eine Bühne, die tagtäglich für ihre Rechte kämpfen. Neben politischen Redebeiträgen setzt die Veranstaltung erneut auf Kultur und Begegnung. Für den musikalischen Rahmen sorgt wieder die Band Drumadama.
Patricia Koller und Beate Jenkner stellen selbst geschriebene Lieder vor. Einige kennt man schon aus der gemeinsamen Randgruppenkrawall-Radiosendung bei Radio Lora. (Unter den Pseudonymen Patricia Alice Patali und DJane Beatrice bei allen bekannten Streamingdiensten zu finden.)
Außerdem präsentiert die Künstler*innengruppe EMOTIONDISE von Ella Don Arbeiten zu den Themen Identität, Begegnung und Selbstwahrnehmung.
„Der Randgruppenkrawall ist barrierefrei. Gebärden- und Schriftdolmetscher*innen begleiten die Veranstaltung. Behindertentoiletten stehen im Untergeschoß des Marienplatzes und im Innenhof des Rathauses zur Verfügung. Ansprechbare Assistenzkräfte sind vor Ort. Die Veranstaltung wird von der Landeshauptstadt München finanziell unterstützt“, heißt es weiter in der Ankündigung.





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