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Bundesbehindertenbeauftragter zu Gast beim Martinsclub

Besuch von Jürgen Dusel im Martinsclub Bremen
Besuch von Jürgen Dusel im Martinsclub Bremen
Foto: Martinsclub Bremen

BREMEN (kobinet) Gedanken zur Inklusion und informative Gespräche bei Kaffee und Kuchen: Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, hat am vergangenen Donnerstag das BlauHaus in der Bremer Überseestadt besucht. Hier traf sich Dusel mit Mitgliedern der Wohngemeinschaft für Menschen mit Beeinträchtigung, die der Martinsclub seit Kurzem betreibt. Die WG ist ein wichtiger Baustein im vom Martinsclub verfolgten Konzept des „Quartier|Wohnen“. Dieses sieht vor, dass auch Menschen mit komplexen Hilfebedarfen in größtmöglicher Selbstbestimmung wohnen können.

Zusammen stark bei Kommune inklusiv in Erlangen

Auf der rechten Seite heben zwei Frauen und zwei Männer lächelnd ihre Arme.
Teilnehmer*innen üben Körperhaltung
Foto: Elias Heßelt

Erlangen (kobinet) Vor kurzem führte das Projekt Kommune inklusiv des Erlanger Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen den ersten von insgesamt zwei Blöcken einer Empowerment-Schulung mit Kerstin Wöbbeking und Ines Spilker durch. Der Student Elias Hesselt hat im Nachgang der Schulung einen Bericht verfasst, den die kobinet-nachrichten im folgenden veröffentlichen.

Unterstützung von Demenzkranken sowie der sie betreuenden Menschen in Niedersachsen

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Bundesland Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANNOVER (kobinet) Der Niedersächsische Landtag hat sich für eine verbesserte Versorgung von Demenzkranken und den Einsatz von Careteams in Krankenhäusern ausgesprochen. Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann bezeichnet das als starkes Signal für eine Stärkung sowohl der Patientinnen und Patienten als auch der sie unterstützenden Menschen.

Kinderrechte gehören endlich ins Grundgesetz

Anne Spiegel
Anne Spiegel
Foto: Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) Heute vor 30 Jahren, am 20. November 1989, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention verabschiedet. Zu diesem 30. Jahrestag betont die rheinland-pfälzische Familien- und Jugendministerin Anne Spiegel, dass Kinderrechte fundamental für unsere Gesellschaft sind und endlich ins Grundgesetz gehören.

Herausforderer Willkommen

Urkunde zum Weltrekord, den die Reisegruppe Niemand geschafft hat
Urkunde zum Weltrekord der Reisegruppe Niemand
Foto: Rekord Institut für Deutschland (RID)

Lenggries (kobinet) Nachdem sich die Mitglieder der Reisegruppe NIemand von ihrer 76stündigen Bahntour durch alle 16 Landeshauptstädte mit dem Nahverkehr der Bahn und dem damit verbundenen Weltrekord, den die Gruppe aufgestellt hat, so langsam erholt haben, zeigt sich der Inklusionsbotschafter Markus Ertl aus Lenggries bereits wieder wie gewohnt sportlich. „Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden. Herausforderer sind also herzlich willkommen“, betonte Markus Ertl vor allem im Hinblick darauf, dass es bei der Bahn noch viel Verbesserungsbedarf gibt und behinderte Menschen sich immer wieder in die barrierefreie Gestaltung des Nah- und Fernverkehrs einmischen müssen – auch 25 Jahre nach Inkrafttreten des Benachteiligungsverbotes für behinderte Menschen im Grundgesetz.

Feuerwerk an Aktivitäten der Inklusionsbotschafter*innen

Gruppenbild der Inklusionsbotschafter*innen
Gruppenbild der Inklusionsbotschafter*innen
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die mittlerweile 100 Inklusionsbotschafter*innen, die sich im Rahmen eines von der Aktion Mensch Stiftung geförderten und von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) durchgeführten Projektes in die Umsetzung der Inklusion einmischen, haben ein Feuerwerk an Aktivitiäten entfaltet und viele weitere Pläne. Dies wurde beim Abschlusstreffen des Projektes bei den Inklusionstagen in Berlin deutlich.

Aktionsplan in Landau soll im Dezember beschlossen werden

Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, Matthias Rösch und dem Behindertenbeauftragten Maik Leidner
Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, Matthias Rösch und dem Behindertenbeauftragten Maik Leidner
Foto: privat

Landau (kobinet) Am Montagabend, den 18.11.2019, hat der kommunale Behindertenbeirat der Stadt Landau einen kommunalen Aktionsplan für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen. In 27 Arbeitsgruppensitzungen wurde in den letzten zweieinhalb Jahren mit Beteiligung des Beirates und der Verwaltung der Aktionsplan aufgestellt, wie Matthias Rösch, der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz berichtet, der an der Veranstaltung zur Vorstellung des Aktionsplans teilgenommen hat.

Erneut weltweiter Klimastreik

Foto zeigt Klimaschützer am Brandenburger Tor
Klimaschützer am Brandenburger Tor
Foto: sch

Berlin (kobinet) Fridays for Future ruft für den 29. November erneut zum weltweiten Klimastreik auf. Die Schüler-Initiative will in mehr als 300 deutschen Städten auf die Straße gehen. Studierende laden ab 25. November zu einer Aktionswoche ein.

Gunther Molle erhält Bremer Bürgerpreis 2019

Gunther Molle und Julia Thomann
Gunther Molle und Julia Thomann
Foto: Martins Club / Frank Pusch

BREMEN (kobinet) Ein Leben für Gleichberechtigung und Inklusion: Gunther Molle, einer der Gründerväter des Martinsclub Bremen, setzt sich seit über 50 Jahren ehrenamtlich für Menschen mit einer Beeinträchtigung ein. Die Sparkasse Bremen hat dieses Engagement nun honoriert und dem 91-Jährigen den Bremer Bürgerpreis in der Kategorie Lebenswerk verliehen.

Was geschah mit behinderten Menschen im Nationalsozialismus?

Bild von den Teilnehmer*innen des Seminars
Bild von der Seminargruppe
Foto: privat

Neinstedt/Bernburg (kobinet) „Was geschah mit Menschen mit Behinderung in der Zeit der Nationalsozialisten?“ So lautet der Titel eines Seminars, das der Inklusionsbotschafter Jürgen Linnemann mit angestoßen hat und über das er berichtet. „Wir haben in der Gedenkstätte Bernburg folgendes erfahren: Die Menschen wurden nicht richtig untersucht, sondern nur angeschaut, wie im Schlachthaus. Es wurde nur nach Ideen für eine Todesursache geschaut. Die so genannten Ärzte hatten einen Katalog mit möglichen Todesursachen. Die Angehörigen wurden belogen über die Todesursache und den Todestag – nur damit die Nazis noch etwas länger das Pflegegeld kassieren konnten. Die Angehörigen haben ‚Pseudo‘-Urnen bekommen.“

Petition: Betreuungsnotstand behinderter Kinder beenden

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: kobinet

Düsseldorf (kobinet) „Betreuungsnotstand beenden! Sofort! Stoppt die Ausgrenzung und Benachteiligung behinderter Kinder/Jugendlicher und ihrer Eltern!“ So lautet der Titel einer Petition an nordrhein-westfälische Politiker*innen. Dabei geht es darum, dass Mütter und Väter die Wahl haben müssen, ob sie „trotz oder mit“ einem Kind mit Beeinträchtigungen arbeiten gehen können und wollen.

Freiheit mit anderen Augen betrachtet

Jennifer Sonntag
Jennifer Sonntag
Foto: mdr

Leipzig

Leipzig In ihrer Reihe „Mit anderen Augen“ hat die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag vor kurzem den Begriff der Freiheit im wahrsten Sinne des Wortes mit anderen Augen betrachtet.

Über die Hürden unsichtbarer Behinderungen

Logo des fab
Logo des fab
Foto: fab e.V.

Kassel (kobinet) „Über die Hürden der unsichtbarer Behinderungen – Erfahrungen und ehrenamtliches Engagement im Bereich funktionaler Analphabetismus und zum Leben mit einer psychischen Beeinträchtigung“. So lautet der Titel einer Veranstaltung, die der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) am 21. November um 18.30 Uhr im freiRAUM in der Samuel Beckett Anlage 6, in 34119 Kassel durchführt. Als Referent*innen wirken dabei die Inklusionsbotschafter*innen Thomas Künneke und Alex Ernst aus Berlin mit.

Gespräche zur Behindertenpolitik in Berlin

SNOBO-Vertreter*innen in Berlin
SNOBO-Vertreter*innen in Berlin
Foto: privat

Berlin (kobinet) Die Vertreter*innen des Schwerbehinderten-Netzwerks Oberschwaben-Bodensee (SNOBO) haben sich vom Süden Deutschlands aufgemacht, um sich am Geschehen der Politik in Berlin zu beteiligen. Josef Keßler von SNOBO berichtet über die Gespräche mit Politikern, Verbänden und im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Begleitet wurde Josef Keßler von den Schwerbehindertenvertretern von SAP und Netze-BW, wie es in einem Bericht der Online-Ausgabe der schwäbische.de heißt.

Bahnfahren mit Handicap

Foto  zeigt Kay Macquarrrie im Rollstuhl auf einem Bahnhof
Kay Macquarrie auf dem Bahnhof
Foto: Kieler Nachrichten

Kiel (kobinet) Unter dem Titel „Nicht meckern, machen!“ hat heute NDR Info gemeinsam mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, den „Kieler Nachrichten“, der „Ostsee-Zeitung“ und dem „Hamburger Abendblatt“ über Bahnfahren mit Handicap berichtet. Anlass war die Petition für mehr Barrierefreiheit von Kay Macquarrie.

Erlanger Inklusionspreis 2019 verliehen

Bei der Verleihung des Erlanger Inklusionspreises 2019
Bei der Verleihung des Erlanger Inklusionspreises 2019
Foto: Lebenshilfe Erlangen

ERLANGEN (kobinet) Gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung ist in Erlangen auf einem guten Weg. Das zeigt auch die Verleihung des Inklusionspreises der Stiftung Lebenshilfe Erlangen immer wieder. Diesmal nahmen 130 Gäste daran teil. Zukünftig soll der Preis alle zwei Jahre vergeben werden.

Linke fordert inklusive Pädagogik

Logo Fraktion DIE LINKE Im Bundestag
Logo Bundestagsfraktion DIE LINKE
Foto: Fraktion DIE LINKE

BERLIN (kobinet) Die Bundestagsfraktion der Partei „Die Linke“ hat nach Informationen des Informationsblattes „heute im Bundestag“ einen Antrag vorgelegt, in dem sie fordert, das Menschenrecht auf Barrierefreiheit auf allen Bildungsetappen zu garantieren. Die Bundesregierung solle dafür ein Investitionsprogramm „Inklusive Bildung“ auflegen, um alle Bildungseinrichtungen umfassend barrierefrei zu gestalten und umzubauen.

Die DB ist nicht an allem schuld

Startbild des DB Navigator
DB Navigator
Foto: Deutsche Bahn

Frankfurt am Main

Frankfurt am Main Noch viel zu häufig gibt es beim Reisen mit der Bahn für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen Schwierigkeiten, verlaufen die Reisen nicht so, wie eben gedacht, ohne Barrieren. Zugleich müssen wir uns bei solchen Schwierigkeiten wohl auch daran gewöhnen, dass es nicht immer die Deutsche Bahn ist, die letztlich die Verantwortung dafür trägt.

Ohrsicht-Radio geht heute an den Start

Screenschot der Website von
Screenschot der Website von „ohr sicht radio“
Foto: ohrsicht radio / kobinet hs

BERLIN (kobinet) Viele der mehr als 20 ehrenamtlichen Radioaktivistinnen und Radioaktivisten, die sich zum Sender ohrsicht-radio in Berlin verbandelt haben, sind bereits seit Jahr und Tag bei großen und kleinen, wichtigen und ganz wichtigen Stationen aktiv. Sie sind ein Team behinderter und nicht behinderter Menschen und produzieren ab dem 18. November an sieben Tagen in der Woche, rund um die Uhr ein inklusives Radioprogramm.Musikspezials, Weltnachrichten aber auch aktuelle Magazinsendungen mit einem breiten Themenangebot von Livestyle, Gesundheit über Technik bis hin zu Politik und Sozialpolitik stehen auf dem Programm. Die ohrsicht-radio-Musikfarbe ist von Rock, Pop und Weltmusik geprägt.

Signal für Vielfalt und Inklusion aus Erfurt

Beleuchtetes Hinweisschild auf die ISL-Mitgliederversammlung der Messe Erfurt
Beleuchtetes Hinweisschild auf die ISL-Mitgliederversammlung der Messe Erfurt
Foto: kobinet/omp

Erfurt (kobinet) Der Selbstvertretungsverband behinderter Menschen, Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), hat von seiner Mitgliederversammlung in Erfurt ein starkes Signal für Vielfalt und Inklusion ausgesandt. „Menschenrechte müssen nicht nur erkämpft, sondern auch immer wieder verteidigt werden. Dabei ist die Zusammenarbeit und die Solidarität mit anderen Gruppen, die für Vielfalt und Inklusion eintreten, nötiger denn je“, betonte die Geschäftsführerin der ISL, Dr. Sigrid Arnade zum Abschluss der Veranstaltung, die am 15. und 16. November in der Messe Erfurt stattfand.

Blindenführhund Paul goes Instagram

Jennifer Sonntag mit Führhund Paul für das MDR-Format „Mit anderen Augen
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul für das MDR-Format „Mit anderen Augen“
Foto: mdr

Halle (kobinet) Die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag unternimmt mit ihrem Blindenführhund Paul gerade ihre ersten Gehversuche bei Instagram. „Wahrlich ein Herantasten für mich, in dieser visuellen Welt. Ich möchte in meinen kleinen Videos mit Paul zeigen, wie wir als Führhundgespann im Alltag zusammen arbeiten. Und das realistisch und unverfälscht“, wie Jennifer Sonntag den kobinet-nachrichten mitteilte.

Zwei Stunden früher oder zwei Stunden später?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: kobinet

Erfurt (kobinet) Welches Glück und welche Anstrengungen damit verbunden waren, dass die Reisegruppe Niemand letzte Woche ihre Tour durch alle 16 Landeshauptstädte von und nach Berlin in 76 Stunden geschafft hat, zeigte sich bereits am Wochenende, an dem es einige Probleme bei der Bahn gab. In Teilen Bayerns stand am Samstagnachmittag der Bahnverkehr still und Jana Petersen von Selbstbestimmt Leben Hannover musste wegen Personalproblemen beim Mobilitätsservice zwei Stunden früher von der Mitgliederversammlung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zurück nach Hannover fahren.

Teilhabe-Express nimmt Fahrt auf

Dr. Joachim Steinbrück mit Bahnmütze auf der Bühne vor dem Publikum
Dr. Joachim Steinbrück mit Bahnmütze auf Bühne vor Publikum
Foto: Katharina Müller, Büro LBB

Bremen (kobinet) Getreu dem Motto „Thank you for trävelling with Teilhabe-Express“ fand am 14. November der 2. Jahresempfang des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen im Weserstadion statt. Die Veranstaltung stand im Zeichen des 10-jährigen Jubiläums der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Zugchef Joachim Steinbrück sowie seine Crew und alle Mitreisenden hatten bei der gemeinsamen Reise im Teilhabe-Express auf dem Weg von „Fürsorgestadt“ zum Bahnhof „Teilhabe“ viel Spaß.

Angst, Elternassistenz zu beantragen

Symbol Paragraf
Symbol Paragraf
Foto: kobinet

München (kobinet) Ein am 26. September ausgestrahlter Bericht im Magazin quer des Bayerischen Fernsehens über eine behinderte Mutter, der das Kind nach der Geburt weggenommen wurde, anstatt dass die beantragte Elternassistenz bewilligt worden wäre, ist nur ein Beispiel, warum behinderte Mütter Angst haben, einen Antrag auf Unterstützung für eine Elternassistenz zu stellen. Das in München erscheinende Online-Magazin jetzt berichtet aktuell über die Angst junger Mütter, den Staat um Hilfe zu bitten.

Sozialgipfel über Wohnraum

Foto zeigt Rotes Rathaus
Rotes Rathaus in Berlin
Foto: sch

Berlin (kobinet) Der zehnte Berliner Sozialgipfel diskutiert morgen über den dramatischen Mangel an bezahlbaren barrierefreien Wohnungen. „Gnadenlos“ nennt Reiner Wild vom Mieterverein die Konkurrenz für Haushalte „mit besonderen Bedarfen“.

Momentaufnahme 139

Burg Trifels im südlichen Pfälzerwald. Ein Innenraum
Burg Trifels im südlichen Pfälzerwald. Ein Innenraum
Foto: kobinet

Berlin (kobinet) Zeit ist eine Göttin, die allen einen Platz zuweist. (Sophokles)

Reisegruppe Niemand: Wie ging’s weiter nach der Ankunft in Berlin

Reisegruppe Niemand nach Ankunft in Berlin am Zug am 15.11.19
Reisegruppe Niemand nach Ankunft mit Zug in Berlin Hbf
Foto: kobinet/omp

Berlin (kobinet) Wie ging es weiter, nachdem die Reisegruppe Niemand am Morgen des 15. November, dem 25. Jahrestag nach Inkrafttreten des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen im Grundgestz, am Berliner Hauptbahnhof angekommen ist? Das fragen sich einige Leser*innen der kobinet-nachrichten und des Live-Blogs zu der 76stündigen Bahntour mit Regionalzügen durch alle 16 Landeshauptstädte vom 12. bis 15. November. Eine Video-Interview des Jugendclubs des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) am Freitagnachmittag am Berliner Hauptbahnhof gibt Aufschluss darüber, wie es weiterging und wie die Organisatoren Rolf Allerdissen und Markus Ertl die Fahrt erlebt haben und einschätzen. „Mehr Inklusions – Mehr Inklusion“ skandierten sie auf jeden Fall vor dem Sitz des Bundespräsidenten, nachdem sie dort erst nicht vorgelassen wurden.

Autismus-Strategie in Bayern

Bild vom Besuch im Autismuskompetenzzentrum Oberbayern
Bild vom Besuch im Autismuskompetenzzentrum Oberbayern
Foto: StMAS

München (kobinet) Das Wissen über Autismus vertiefen und damit die Chancen auf Teilhabe verbessern: Das sind die Ziele der bayerischen Autismus-Strategie, die die Staatsregierung derzeit erarbeitet. Die bayerische Sozialministerin Kerstin Schreyer besuchte daher am vergangenen Donnerstag das Autismuskompetenzzentrum Oberbayern in München.

Chancengleichheit statt Extrawurst

Rollinutzer*innen vor kaputtem Fahrstuhl mit Schild:
Rollinutzer*innen vor Fahrtstuhl der Bahn mit Transparent
Foto: privat

Herford (kobinet) Das Bild, das die Aktiven aus Herford den kobinet-nachrichten geschickt haben, fasst die verschiedenen Aktivitäten dieser Woche zum 25jährigen Inkrafttreten des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen im Grundgesetz wohl am besten zusammen. Das Bild zeigt drei Rollstuhlnutzer*innen vor dem kaputten Aufzug im Herforder Bahnhof mit dem Schild „Wir wollen keine Extrawurst – wir wollen Chancengleichheit“. Diese Chancengleichheit vermissten sie auch, als am Donnerstag die Reisegruppe Niemand auf ihrer Bahntour durch Herford fuhr und sie wegen des kaputten Aufzugs nicht bis ans Gleis kamen, um die Gruppe zu begrüßen.

Psychisch kranke Menschen brauchen Solidarität

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: kobinet

BERLIN (kobinet) Eine Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag verknüpft Ängste vor Geflüchteten mit einer angeblichen, unberechenbaren Gewaltbereitschaft, die von psychisch kranken und traumatisierten Flüchtlingen ausgehen soll. Nach Einschätzung der Diakonie Deutschland und des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) dient diese Anfrage nicht einer besseren Politik für die Betroffenen, sondern verstärkt Vorurteile gegenüber hilfebedürftigen Menschen.

Bahntour zu 25 Jahre Benachteiligungsverbot im Live-Blog *)

Logo Reisegruppe Niemand
Logo Reisegruppe Niemand
Foto: Reisegruppe Niemand

Berlin (kobinet) Live-Berichterstattung „Reisegruppe Niemand“

Vom 12. – 15. November führen Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen eine Tour mit Regionalzügen der Bahn in alle 16 Landeshauptstädte durch. Anlass ist das 25jährige Inkrafttreten des Satzes „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, der seit 15. November 1994 im Grundgesetz gilt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul begleitet die Reisegruppe und berichtet im folgenden Liveblog über die Herausforderungen und Höhepunkte der Tour mit ihren 348 Zwischenhalten und 29 Umstiegen durch alle 16 Landeshauptstädte, sowie über die Menschen, die unterwegs zusteigen oder auf die die Gruppe an Bahnhöfen trifft.

Weiter Aufholbedarf für echte Gleichstellung

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: kobinet

HANNOVER (kobinet) Auch 25 Jahre nach einer entscheidenden Änderung des Gleichheitsgrundsatzes im Grundgesetz, sieht Heiger Scholz, Staatssekretär im Sozial- und Gleichstellungsministerium, großen Entwicklungsbedarf für eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern.

Forderungskatalog ist wichtiges Handlungsinstrument

Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Foto: DGB

BERLIN (kobinet) Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) hat dieser Bund Ende Oktober 2019 in Augsburg einstimmig einen umfangreichen Forderungskatalog angenommen beziehungsweise beschlossen.

Mehr Engagement für Toleranz und Inklusion

Logo Aktion Mensch
Logo der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

BONN (kobinet) Die Aktion Mensch möchte Menschen dazu bewegen, sich für Toleranz und Inklusion zu engagieren und dafür ein Zeichen zu setzen. Im Rahmen ihrer Kampagne „Inklusion von Anfang an“ startet sie daher jetzt neue Aktionen zum Mitmachen für mehr Toleranz in der Gesellschaft.

Bildung für inklusives Sporttreiben

Logo Special Olympics Deutschland
Logo Special Olympics Deutschland
Foto: SOD

BERLIN (kobinet) Mit 50 Angeboten ein inhaltliches Schwergewicht, dabei attraktiv in der Aufmachung, informativ und auch durch Leichte Sprache gut lesbar – so präsentiert sich das gerade erschienene Bildungsprogramm 2020 der Special Olympics Deutschland Akademie (SODA). Der Schwerpunkt liegt erneut auf Bildungsangeboten für und mit Menschen mit geistiger Behinderung.

Das Märchen von der Inklusion

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Reportage und Dokumentation der ARD zum Stand der Inklusion, das im Januar 2019 ausgestrahlt wurde. Ein ernüchterndes Resumee nach 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention zum Stand der Inklusion.

Reisegruppe Niemand am Ziel

Foto zeigt Reisegruppe Niemand
Reisegruppe Niemand
Foto: sch

Berlin (kobinet) Die Reisegruppe Niemand hat ihr Ziel erreicht. Nach ihrer am Dienstag in Berlin gestarteten Rekordfahrt quer durch Deutschland kommt sie heute am Morgen wieder in der Hauptstadt an. Das seit genau 25 Jahren geltende Verfassungsgebot „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ war Anlass der Reise.

Sigrid Arnade: Grundgesetzergänzung war Durchbruch

Dr. Sigrid Arnade spricht ins Megaphon
Sigrid Arnade vor der Glaswand mit dem Grundgesetz
Foto: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Wenn heute an das Inkrafttreten des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen in Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes erinnert wird, ist das für Dr. Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) vor allem auch eine Erinnerung daran, dafür hart gerungen werden musste. Dass heute der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ im Grundgesetz steht, ist nicht vom Himmel gefallen, hat aber nach Ansicht der Behindertenrechtlerin, die damals an vorderster Front für die Grundgesetzergänzung mitgekämpft hat, eine äußerst wichtige Bedeutung in menschenrechtlichem Zusammenhang.

Bahnfahren einfach machen

Foto zeigt Kay  Macquarrie vor Bahnstufen im Fernverkehr
Kay Macquarrie vor Bahnstufen
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Vom Intercity Hotel am Schweriner Bahnhof erwartet die Reisegruppe Niemand nun erholsamen Nachtschlaf. Morgen früh gehts dann wieder nach Berlin. Planmäßig um 08:34 soll die Rekordfahrt auf dem Hauptbahnhof enden.

Grundgesetzergänzung dank deutscher Einheit

H.-Günter Heiden
Netzwerk-Sprecher H.-Günter Heiden
Foto: NETZWERK ARTIKEL 3

Berlin (kobinet) Wenn in diesen Tagen an das Inkrafttreten des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen im Grundgesetz mit dem Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ am 15. Novmeber 1994 gedacht wird, dann hat das auch ganz viel mit der deutschen Einheit zu tun. Darauf hat H.-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 anlässlich des 25jährigen Jubiläums dieses Erfolges erinnert. Der Behindertenrechtler hatte damals die Anhörung der Behindertenverbände vor der Verfassungskommission koordiniert.