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Was geschah mit behinderten Menschen im Nationalsozialismus?

Bild von den Teilnehmer*innen des Seminars
Bild von der Seminargruppe
Foto: privat

Neinstedt/Bernburg (kobinet) "Was geschah mit Menschen mit Behinderung in der Zeit der Nationalsozialisten?“ So lautet der Titel eines Seminars, das der Inklusionsbotschafter Jürgen Linnemann mit angestoßen hat und über das er berichtet. "Wir haben in der Gedenkstätte Bernburg folgendes erfahren: Die Menschen wurden nicht richtig untersucht, sondern nur angeschaut, wie im Schlachthaus. Es wurde nur nach Ideen für eine Todesursache geschaut. Die so genannten Ärzte hatten einen Katalog mit möglichen Todesursachen. Die Angehörigen wurden belogen über die Todesursache und den Todestag – nur damit die Nazis noch etwas länger das Pflegegeld kassieren konnten. Die Angehörigen haben 'Pseudo'-Urnen bekommen."

Die Asche in den Urnen habe aus anderen, verschiedenen Opfern, die verbrannt worden waren, bestanden. "Die Organisation des Mordes von Anfang an ist erschreckend." "Ich empfinde tiefe Trauer für die Menschen, die dort gequält wurden." "Wir dürfen nie vergessen." "Ich bin fassungslos und kann nicht verstehen, wie Menschen sich so etwas ausdenken und anderen Menschen antun können." "Wir können froh sein, heute zu leben und nicht damals." "Jeder Mensch ist wertvoll mit all seinen Stärken und Schwächen." Das sind nur einige Stimmen, die Jürgen Linnemann von den Teilnehmer*innen des Seminars über ihre Eindrücke gesammelt hat.