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Weiter Aufholbedarf für echte Gleichstellung

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: kobinet

HANNOVER (kobinet) Auch 25 Jahre nach einer entscheidenden Änderung des Gleichheitsgrundsatzes im Grundgesetz, sieht Heiger Scholz, Staatssekretär im Sozial- und Gleichstellungsministerium, großen Entwicklungsbedarf für eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern.

„Viele junge Frauen halten sich heute für vollständig gleichberechtigt. Die Zeiten in denen Eltern oder Ehemänner darüber entschieden haben, wie sich Frauen persönlich und beruflich entwickeln, ob sie Abitur machen oder welcher Arbeit sie nachgehen, sind vorbei. Aufholbedarf gibt es aber nach wie vor“, betonte Heiger Scholz heute anlässlich des 25. Jahrestages der Grundgesetzänderung. Am 15. November 1994 wurde der Gleichheitsgrundsatz um den Passus ergänzt, dass der ‚Staat die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern fördert und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinwirkt‘.

„Das war ein entscheidendes Ereignis auf dem Weg zu einer tatsächlichen Gleichberechtigung. Doch wir müssen immer in Bewegung bleiben und brauchen das Engagement von allen Seiten. Denn Gleichberechtigung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss im Alltag selbstverständlich sein“, so Staatssekretär Scholz.

Sei es das Leben in einer gleichberechtigten Partnerschaft oder die berufliche Karriere – Handlungsbedarf gibt es nach wie vor, unterstreicht der Staatssekretär: „Frauen schränken ihre berufliche Tätigkeit häufig ein oder geben sie ganz auf, wenn sie eine Familie gründen. Die Konsequenzen müssen sie nicht nur tragen, sondern auch „bezahlen“ – im Arbeitsleben mit oft geringeren Löhnen und im Alter mit geringeren Renten.“

Ein Schlüssel zu mehr Gleichberechtigung ist das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie, so Scholz. „Die Vereinbarkeit ist unglaublich wichtig für unsere Gesellschaft. Denn das Thema betrifft berufstätige Mütter und Väter, aber in zunehmenden Maße auch pflegende Angehörige. Deshalb erarbeitet unser Ministerium gerade ein Handlungskonzept zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Das Handlungskonzept soll konkrete Maßnahmen und Ideen enthalten, die es den Menschen in Niedersachsen ermöglichen, Arbeit und Leben bestmöglich miteinander zu vereinbaren. Dabei werden auch der wachsende Vereinbarkeitsbedarf von berufstätigen pflegenden Angehörigen, die besondere Situation von Alleinerziehenden sowie die veränderten Arbeitsbedingungen aufgrund der Digitalisierung eine Rolle spielen.