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Hubertus Heil hat Bundesteilhabepreis 2023 verliehen

Hubertus Heil Porträt
Porträtfoto Hubertus Heil
Foto: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, hat am 3. Juni zum fünften Mal den Bundesteilhabepreis verliehen. Im Rahmen der jährlichen Inklusionstage überreichte er den drei Preisträgerinnen und Preisträgern eine Urkunde. Der Wettbewerb zum Thema „GESUNDHEIT INKLUSIV – barrierefreie ambulante Gesundheitsversorgung für Menschen mit Behinderungen“ zeichnet bundesweit herausragende Projekte aus und ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert.

Dokumentationen und Infos vom Bremer Landesbeauftragten

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) Im 54. Newsletter des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen, Arne Frankenstein, gibt es wieder eine Reihe von aktuellen Infos und Veranstaltungsdokumentationen. So gibt es u.a. einige Hinweise zur Europawahl am 9. Juni 2024. „Darüber hinaus möchten wir Sie – wie gewohnt – mit Informationen über die Arbeit des Landesbehindertenbeauftragten informieren“, heißt es im Newsletter.

3. Festival der Allianz für Inklusion vom 4. – 8. September in Rostock

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Rostock (kobinet) Vom 4. bis 8. September 2024 findet in Rostock das 3. Festival der Allianz für Inklusion statt. „Wie viele Menschen mit Behinderung haben Sie in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis, im beruflichen Umfeld, in der Verwandtschaft oder Nachbarschaft? In der Regel sind die Kontakte zwischen der Mehrheitsgesellschaft und körperlich, sensitiv oder kognitiv beeinträchtigten Menschen jedenfalls nicht üppig. Um das zu ändern und das Miteinander zu fördern, wurde auf Initiative von Zehnkampf-Olympiasieger Christian Schenk der Verein all inklusiv Rostock gegründet. 2022 organisierte und veranstaltete der Verein in der Hansestadt erstmalig sein bundesweit einmaliges interdisziplinäres Inklusions-Festival. In diesem Jahr findet das Festival der ‚Allianz für Inklusion‘ zum dritten Mal statt: Vom 4. bis 8. September laden 21 Events in den Themenbereichen Kultur, Wissen, Bewegung und Familie zum gemeinsamen Erleben ein“, heißt es in der Ankündigung des Festivals.

VdK pocht bei Krankenversicherung auf gerechte Kostenverteilung

Portrait von Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Betrag, den der Bund für Bürgergeldempfängerinnen und -empfänger in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlt, reicht laut GKV-Spitzenverband nicht aus, um die Ausgaben für diese Gruppe zu decken. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Die Kosten für die Gesundheitsversorgung müssen gerecht verteilt werden. Es ist Aufgabe des Sozialstaates, die medizinische Versorgung im Bürgergeldbezug abzusichern. Diese gesellschaftliche Aufgabe darf nicht auf die Betragszahler abgewälzt werden. Der Staat muss endlich seinem Finanzierungsauftrag nachkommen und für Bürgergeldempfängerinnen und -empfänger den vollen Krankenkassenbeitrag zahlen.“

Wachsende Defizite in Kindertageseinrichtungen

Bild zeigt einen kleinen Teddbären, der aufeinem Teppich liegt, im Hintergrund eine kleine Rutsche
Deckblatt des KiTa-Bericht 2024
Foto: Paritätische Gesamtverband

BERLIN (kobinet) Ein durch eine Befragung des Paritätischen Gesamtverbandes in Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück erarbeitete Studie zeigt, dass, die aktuelle Situation in vielen Kindertageseinrichtungen besorgniserregend ist. Diese Studie wurde nun im aktuellen Paritätischen Kita-Bericht veröffentlicht. Diese Studie belegt allgemein, dass die bisherigen Bemühungen von Bund und Ländern, die Qualität in Kitas zu sichern, diese Entwicklung nicht aufhalten konnten.

Ottmar Miles-Paul erhält Marburger Leuchtfeuer für soziale Bürgerrechte

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

MARBURG (kobinet) Der Behindertenrechtler und kobinet-Redakteur der ersten Stunde, Ottmar Miles-Paul, wird heute in Marburg mit dem Marburger Leuchtfeuer für soziale Bürgerrechte ausgezeichnet. Die Laudatio hält die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Kobinet-Redakteur Hartmut Smikac hat bei Franz-Josef Hanke von der Humanistischen Union nachgefragt, was es mit dieser Auszeichnung, die dieses Jahr zum 20. mal verliehen wird, auf sich hat und welche Botschaft damit verbunden ist.

Studie zu Karriereambitionen behinderter Menschen

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Köln (kobinet) Welche Faktoren beeinflussen die Karriereambitionen von Menschen mit Behinderungen? Derzeit klagen Unternehmen nicht nur über Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Beschäftigten, sondern auch bei der internen Beförderung von Mitarbeitern in vakante Führungspositionen. Menschen mit Behinderungen sind derzeit in Führungspositionen unterrepräsentiert. Dies ist das Ergebnis einer Studie auf die Sabine Lohner die kobinet-nachrichten hingewiesen hat.

Inklusives Fußballturnier von REWE und Aktion Mensch

Zeichung von einem Spielfeld  in einem Stadiom mit einem großen Fußball auf  dem Feld
Gemeinsame Fußballerlebnisse könnten allen Spaß machen
Foto: Pixabay/Pixaline

Köln (kobinet) „Beim großen Fußball-Inklusionscup von REWE und der Aktion Mensch sind am vergangenen Wochenende 16 Teams aus Köln und Umgebung gegeneinander angetreten. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung haben dabei gezeigt, wie im Sport Unterschiede in den Hintergrund treten und Berührungsängste ganz natürlich abgebaut werden. Über welchen Preis sich das Gewinner-Team freuen durfte und was die REWE-Aktion ‚Scheine für Vereine‘ damit zu tun hat, erfährst du hier„, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch.

Inklusionstage zum Thema Mobilität starten heute in Berlin

Logo der Inklusionstage 2024 am 3. und 4. Juni 2024 in Berlin
Logo der Inklusionstage 2024 am 3. und 4. Juni 2024 in Berlin
Foto: BMAS

Berlin (kobinet) Heute am 3. Juni 2024 beginnen die Inklusionstage 2024 unter dem Motto „MOBILITÄT barrierefrei ∙ selbstbestimmt ∙ zeitgemäß“ vor Ort in Berlin und online. „Wie steht es heute um die Mobilität von Menschen mit Behinderungen? Wie stellen sich unterschiedliche Mobilitätsanbieter auf die individuellen Bedarfe ein? Wie lassen sich im öffentlichen Raum Wege und Übergänge inklusiv und sicher gestalten? Wie gelingt die praktische Umsetzung bei den Leistungen zur Mobilität? Wir möchten uns diesen und weiteren Fragen widmen und gemeinsam gute Lösungsansätze diskutieren“, heißt es in der Ankündigung der Inklusionstage, die auch dieses Jahr wieder vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales organisiert werden.

Dank Budget für Arbeit arbeitet Jennifer Freitag in Reformschule

Logo: Budget für Arbeit nutzen
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Foto: Netzwerk Artikel 3

Ilmenau (kobinet) „Vor drei Monaten begann für Jennifer Freitag ein neuer Lebensabschnitt. Hinaus aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) hinein in ein Beschäftigungsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die heute 27-Jährige ist glücklich und fühlt sich angekommen. Im Berufsbildungsbereich der Ilmenauer Werkstätten des Lebenshilfewerk Ilmenau/Rudolstadt e.V. absolvierte sie innerhalb von zwei Jahren eine Berufsbildungsmaßnahme, die sie erfolgreich Ende Januar 2024 abschließen konnte. Während dieser Zeit stand nicht nur die Vermittlung praktischer und fachtheoretischer Kenntnisse sowie berufliche Schlüsselqualifikationen auf dem Plan, sondern auch die Vermittlung von Allgemeinbildung und Lebenspraxis sowie die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen“, heißt es in einem Bericht auf der Internetseite der Freie Reformschule Ilmenau Franz von Assisi. Dank des 2018 bundesweit eingeführten Budgets für Arbeit, konnte sich Jennifer Freitag den Traum von der Arbeit in ihrem Wunschberuf erfüllen.

All inclusive: Hotelbesuch für Rollstuhlfahrer

Logo: NDR
Logo: NDR
Foto: NDR

Kiel (kobinet) „All inclusive: Hotelbesuch für Rollstuhlfahrer“, so lautet der Titel eines knapp vierminütigen Fernsehberichts im Schleswig-Holstein magazin des NDR. Darauf hat Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. „Ist das Badezimmer ebenerdig? Gibt es eine Stufe zum Balkon? Fragen, die sich Rollstuhlfahrer stellen müssen bei einer Hotelbuchung“, heißt es in der Ankündigung des Fernsehbeitrags.

Diskriminierung von Behinderten: Für mehr Autismus in der Politik

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) „Diskriminierung von Behinderten: Für mehr Autismus in der Politik“, so titelt Marko Schlichting einen Kommentar in der Nachrichtenplattform ntv vom 1. Juni 2024, in dem er auf die Äußerungen der FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann eingeht, die Bundeskanzler Olaf Scholz „autistische Züge“ vorgeworfen hat. „In dieser Woche hat eine Bemerkung der FDP-EU-Spitzenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann Schlagzeilen gemacht. Sie wollte den Bundeskanzler kritisieren. Doch in Wahrheit hat sie Menschen diskriminiert. Leider kein Einzelfall“, heißt es u.a. im Kommentar, in dem Marko Schichting auch auf andere negative Äußerungen über behinderte Menschen eingeht.

Entschlossen gegen Ableismus vorgehen

Schild mit der durchgestrichenen Aufschrift
Schild mit der durchgestrichenen Aufschrift „Euthanasie ist die Lösung
Foto: AbilityWatch

Hameln (kobinet) Mitarbeitende einer Einrichtung der Lebenshilfe in Mönchengladbach entdeckten am Morgen des 27. Mai 2024 einen Ziegelstein mit der Aufschrift “Euthanasie ist die Lösung” neben einer beschädigten Tür, die mit einem Stein beschädigt wurde. Dieser Anschlag erinnert nach Ansicht von AbilityWatch an die Verbrechen der “Aktion T4”, die Teil des NS-Euthanasieprogramms war, wie es auf deren Internetseite heißt. AbilityWatch erinntert daran: „Zwischen 1939 und 1945 wurden unter dem Deckmantel der ‚Euthanasie‘ Tausende Menschen mit körperlichen und sogenannten intellektuellen Beeinträchtigungen, als auch psychischen Erkrankungen systematisch ermordet. Die Nationalsozialisten rechtfertigten ihre Verbrechen mit der menschenverachtenden Ideologie, dass das Leben von behinderten Personen weniger wert oder schlichtweg lebensunwert sei, als das von nicht behinderten Menschen.“

Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Mai 2024

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Monatsrückblick Mai 2024 – Siehe gute Nachrichten und schlechte Nachrichten“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) den Podcast zum Monatsrückblick über die Nachrichten der kobinet-nachrichten zur Behindertenpolitik im Mai 2024. Als Gesprächspartner von Sascha Lang stand dafür wieder kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul zur Verfügung und hatte zum geschäftigen Monat Mai auch einiges zu sagen.

Wenn von Barrieren Betroffene zu spät gefragt werden

Bid mitdem Text der Aktion sowie Zeinungen von Rollator, Kinderwagen sowie weiteren, denen Barrierefreiheit nutzt
Logo zum Projekt Barrierefreiheit von MDR-SACHSEN ANHALT mit Correctiv
Foto: MDR

STENDAL (kobinet) Barrierefreiheit wird am besten gestaltet, wenn dazu auch der Rat von jenen eingeholt wird, die von Barrieren betroffen sind – das ist allgemein bekannt. Dennoch wird immer wieder versucht, das auch „ganz alleine hinzukriegen“. Mit dem Projekt „Stopp – wo kommst Du nicht voran“ haben Mitteldeutscher Rundfunk und Correctiv auch Beispiele dafür gefunden, was alles schief gehen kann. Aktuell hat der Mitteldeutsche Rundfunk veröffentlicht, was er am Bahnhof Stendal vorgefunden hat.

„Ich setze meine Behinderung nicht in den Vordergrund“

Cover des IGEL-Podcast mit Wiebke Hendess
Cover des IGEL-Podcast mit Wiebke Hendess
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Ich setze meine Behinderung nicht in den Vordergrund“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Inklusator Sascha Lang sprach dabei mit Wiebke Hendess, die diese Ausspruch getätigt hat.

Extrakolumne 2. Fortsetzung: Inklusion ohne Revolution ist illusorisch und Empowerment ohne basisdemokratische Machtumverteilung ist ein zweischneidiges Schwert

Schwarz-weiße Grafik mit Titel Autor und Verlag
Die feministische Begleitlektüre des Kolumnisten
Foto: S. Fischer Verlag

Staufen (kobinet) „Revolution für das Leben“ – mit diesem behindertenpolitisch begründeten Plädoyer begann und endete die vorige Fortsetzungskolumne. Eine Absage an Hamsterräder und Haifischbecken, wo im kapitalistischen Neoliberalismus die in einen schonungslosen Verdrängungswettbewerb gehetzten Menschen Raubbau treiben an sich selbst, ihrer geschöpflichen Mitwelt und der Natur. Statt dass wir uns als Behinderte nun auch noch in diesen Hexenkessel stürzen und dafür den Schutz- und Schongedanken aufgeben, sollten wir ihn radikalisieren und auf die Arbeits- und Lebenswelt der Gesellschaft insgesamt ausdehnen. Unser Leben, die Mitgeschöpfe und die Natur schützen und schonen, alles andere ist Irrsinn! Dass wir Behinderte uns an diesem Irrsinn beteiligen sollten, wäre falsch verstandene Inklusion. Denn Inklusion bedeutet nicht Integration in das bestehende System, sie setzt vielmehr dessen Veränderung voraus (so hat es auch unser führender Aktivist King Krauthausen formuliert in „Wer Inklusion will…“).

Europa-Wahlprogramm der Linken barrierefrei zugänglich

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Berlin (kobinet) Am 9. Juni 2024 findet in Deutschland die Europawahl statt. Im Vorfeld der Wahl informieren sich einige Menschen gerne über die Wahlprogramme der einzelnen Parteien. Dabei ist Trudi Kindl aus Kassel auf eine Meldung der LINKEN gestoßen, auf die sie die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Unter der Überschrift „Europa-Wahlprogramm der Linken barrierefrei zugänglich“ bietet die Partei Informationen in einer Reihe verschiedener Formate.

Graf Zahl auf neuen Wegen für das Budget für Arbeit

Graf Zahl an seinem Arbeitsplatz
Graf Zahl an seinem Arbeitsplatz
Foto: Barbara Vieweg

Jena / Hamburg (kobinet) Im Februar 2019 hat Graf Zahl einen Job im Rahmen des Budget für Arbeit angetreten. Die kobinet-nachrichten berichteten damals über seine ersten Erfahrungen. Auch bei der Werkstättenmesse war die Sesamstraßen-Figur mit dabei und unermüdlich bei der Aufklärung für die Möglichkeiten des Budget für Arbeit aktiv. Nun geht der Graf neue Wege, wie die kobinet-nachrichten im Interview mit dem Grafen, der nie mit dem Zählen aufhört, erfuhren.

Ausbau inklusiver Bildungsangebote für behinderte Kinder gefordert

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Logo Institut für Menschenrechte, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61713390)

Berlin (kobinet) Anlässlich der Anhörung vom 30. Mai 2024 im Berliner Abgeordnetenhaus zur Reform des Berliner Schulgesetzes fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte eine stärkere Berücksichtigung der Belange von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen. „Kinder mit Behinderungen haben laut UN-Behindertenrechtskonvention das Recht auf hochwertige Bildung an einer allgemeinen Schule. Der vorbehaltlose Rechtsanspruch auf Zugang zur wohnortnahen allgemeinen Schule muss endlich in das Berliner Schulgesetz aufgenommen werden – und zwar so, dass er nicht durch den Mangel an personellen, sächlichen und organisatorischen Ressourcen eingeschränkt werden kann“, sagt Catharina Hübner, Mitarbeiterin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts.

Buch von Stephan Laux: Bei geschlossener Schranke bitte anhalten!

Cover des Buchs von Stephan Laux
Cover des Buchs von Stephan Laux
Foto: Stephan Laux

Villmar-Weyer (kobinet) „‚Bei geschlossener Schranke bitte anhalten!‘ Und ‚Die Stimme aus dem Off‘: Berufliche Biografie und Zwischenrufe eines ehemaligen Heilerziehungspflegers“, so lautet der Titel eines Taschenbuchs, das am 29. Mai 2024 erschienen ist und von Stephan Laux verfasst wurde. Das Buch ist für 10,97 Euro bei Amazon erhältlich und kann später auch direkt beim Autor bestellt werden.

Was ist bei der Potsdamer Führerscheinstelle los?

Symbol Fragezeichen

Potsdam (kobinet) „Was ist bei der Potsdamer Führerscheinstelle los?“ Das fragen sich nicht nur viele behinderte Menschen in Potsdam, sondern auch weit über die Region hinaus. „Potsdams harte Linie: Führerscheinstelle lässt Schwerbehinderte um Führerschein bangen“, heißt es beispielsweise in einem Artikel der Märkische Allgemeine. Und weiter titelt diese: „Eine Behinderten-Parkkarte beantragt und plötzlich Angst um den Führerschein? In Potsdam haben das in den vergangenen Monaten Dutzende erlebt. Normal? Nein, wie ein Blick auf die Zahlen in den Nachbarlandkreisen zeigt.“

Haushaltskürzungen: Zivilgesellschaft droht Kahlschlag

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

Berlin (kobinet) Im Bundeshaushalt 2025 drohen nach Sparvorgaben des Finanzministeriums massive Streichungen. Bei den derzeitigen Verhandlungen zeichnet sich ab, dass das vor allem die Programmhaushalte der Ministerien treffen wird. Damit sind zivilgesellschaftliche Projekte und Initiativen bundesweit in ihrer Existenz bedroht. Ein breites Bündnis aus mehr als 50 gemeinnützigen Organisationen warnt nun vor den dramatischen Folgen solcher Haushaltskürzungen für die Demokratie.

Auf Augenhöhe im Rollstuhl

Blaue geöffnete Buchstaben BR auf weißem Hintergrund
Logo Bayerischer Rundfunk
Foto: Bayrischer Rundfunk

München (kobinet) „Auf Augenhöhe im Rollstuhl: Geschichte einer BR-Moderatorin“ So titelt der Bayerische Rundfunk einen Beitrag, auf den Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Dazu heißt es in der Ankündigung des Beitrags: „Wie gelingt Inklusion im Beruf? Vor 13 Jahren wurde BR-Journalistin Kottmann von der rasenden zur rollenden Reporterin. Sie sitzt im Rollstuhl. Seit Februar präsentiert sie die BR24-Nachrichten im Fernsehen. Das Medien-Echo darauf ist groß.“

Studie zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt

Deckblatt oben blau mit  angedeuteter Erdkugel  und Netz mit Rollstuhl, unten roter Rand und weißer Untergrund
Deckblatt der Studie zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Gestern wurde in einer Online-Veranstaltung von Dr. Fiona MacDonald (Open University UK) eine im Auftrag der Aktion Mensch angefertigten Studie zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt. Aufgabe der Studie war es, herauszuarbeiten, inwieweit sich die Fortschritte ausgewählter 16 Vertragsstaaten miteinander vergleichen lassen. Auch wenn die Datenlage noch dünn ist, zeichnet sich ab, dass Deutschland in wichtigen Bereichen stärker auf der Bremse steht als andere Länder.

Vertrag mit Gastgeber Saarland geschlossen

Gruppe von acht Männern  und Frauen steht in einer Zimmerecke und zweigt einen unterzeichneten Vertrag
Ausrichter und Veranstalter Special Olympics Deutschland und Gastgeber Saarland 2026 bei der Vertragsunterzeichnung
Foto: Cuvée – Die Werbewinzer

SAARBRÜCKEN (kobinet) Zwischen dem Ausrichter der Sommerspiele Special Olympics Deutschland (SOD) und dem Gastgeber Saarland wurde jetzt der Vertrag für die größte nationale inklusive Multisportveranstaltung auf dem Sportcampus Saar unterzeichnet. Die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 werden mit mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten in mehr als 20 Sportarten und einem umfangreichen Rahmenprogramm ein Zeichen für eine inklusive und offene Gesellschaft setzen.

Grundrechtereport 2024: Besorgt über Situation Behinderten in Deutschland

Logo Kellerkinder
Teilnehmende gesucht
Foto: Kellerkinder

Berlin (kobinet) Am 22. Mai 2024, wurde in Berlin der neue Grundrechte-Report vorgestellt. Der „alternative Verfassungsschutzbericht“ dokumentiert in über vierzig Artikeln, wie „Gesetzgeber, Verwaltung und Behörden, aber auch Gerichte und Privatunternehmen die demokratischen und freiheitlichen Grundlagen unserer Gesellschaft gefährden“. (http://www.grundrechte-report.de/) Unser Vereinsmitglied Claus Förster, der ebenfalls Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte ist, berichtete für den Grundrechte-Report von der zweiten Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die im August 2023 in Genf stattfand und in dessen Folge sich der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ‚zutiefst besorgt‘ zeigte.“ Darauf weist der Verein Kellerkinder auf seiner Internetseite hin.

Carola Nacke kandidiert für Stadtrat in Pirna und Kreistag in Wilstruff

Wahlplakat von Carola Nacke
Wahlplakat von Carola Nacke
Foto: Carola Nacke

Pirna (kobinet) Dem Aufruf der kobinet-nachrichten in Zusammenarbeit mit dem Projekt Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), wonach sich behinderte Kandidat*innen für die anstehenden Wahlen vorstellen und ihre Ziele schildern können, sind mittlerweile einige gefolgt. Carola Nacke kandidiert ebenfalls und zwar für die Kommunalwahl am 9. Mai 2024 in Sachsen. „Ich kandidiere für „Die Linke“ für den Stadtrat in Pirna und den Kreistag in Wilstruff“, teilte Carola Nacke den kobinet-nachrichten mit.

Versorgung mit außerklinischem Intensivpflegebedarf zum 1. Juli gefährdet

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Mit ihrem am 29. Mai 2024 veröffentlichten Brandbrief machen Patientenvertreter:innen auf Probleme bei der Umsetzung der Rahmenempfehlungen und der Vereinbarung der Versorgungsverträge aufmerksam und fordern den Gesetzgeber zu Nachbesserungen auf. Sie sehen die Versorgung von Menschen mit Bedarf an außerklinischer Intensivpflege zum 1. Juli 2024 gefährdet. Die kobinet-nachrichten veröffentlichen im Folgenden den Brandbrief:

Neue Wege zum selbstbestimmten Leben in Bremen

Flagge Bundesland Bremen
Flagge Bundesland Bremen
Foto: Gemeinfrei, public domain

Bremen (kobinet) „Laura Valdez-Rennert und ihr Freund Lulzim Berisha suchen eine eigene Wohnung – trotz Behinderung. Beide kennen nur das stationäre Wohnen in Bremen. Das soll sich jetzt ändern“, so heißt es in der Einführung zu einem zwölfminütigen Filmbeitrag des Bremer Fernsehmagazin buten un binnen vom 28. Mai 2024 über neue Wege zum selbstbestimmten Wohnen in Bremen.

Vielfalt macht stark

Eine Frau und ein Mann zeigen ihren Bizeps
Wir sind stark
Foto: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Lizenz Name: 03685, Illustrator Stefan Albers,

HAMBURG (kobinet) Passend zum Diversity-Day wurde Im Rahmen des Vorstandsempfangs der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (ESA) eine Charta der Vielfalt unterzeichnet. Pastor Uwe Mletzko, der Vorstandsvorsitzender der ESA, teilte dazu mit, dass die Stiftung als großes diakonisches Unternehmen mit mehr als 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Charta der Vielfalt unterzeichnet hat.

Paritätischer fordert Rente, die vor Armut schützt

Blick in eine braune Geldbörse in welcher sich kein Geld befindet.
Bei vielen Menschen bleibt das Portemonnaie oft leer
Foto: Pixabay/Chronomarchie

BERLIN (kobinet) Heute wird im Bundeskabinett über das Rentenpaket II abgestimmt. Der Paritätische fordert aus diesem Anlass, Altersarmut endlich entschieden zu bekämpfen und dazu die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken: „Etwa ein Fünftel der Rentnerinnen und Rentner erleben Armut und soziale Ausgrenzung“, erklärt Joachim Rock, Leiter der Sozialabteilung des Paritätischen und zukünftiger Hauptgeschäftsführer des Verbandes „Die Sicherung eines Rentenniveaus von 48 Prozent ist ein richtiger Schritt, notwendig ist aber eine Anhebung auf 53 Prozent. Die Rente muss zu leben reichen. Davon profitiert gerade auch jüngere Generationen“, so Rock weiter.

Keine Teilhabe ohne barrierefreie Mobilität

Bild einer Mauer durch welche ein Weg freigeräumt wurde
Ohne Barieren mobil sein können
Foto: Pixabay/manfredsteger

BERLIN (kobinet) Anlässlich der Inklusionstage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales haben die Fachverbände für Menschen mit Behinderung ihr Positionspapier vorgelegt. Darin stellen sie heraus, dass ein barrierefreies, öffentliches und inklusives Mobilitätsangebot zentrale Voraussetzung für eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist.

Angriff auf Wohnheim der Lebenshilfe in Mönchengladbach

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Mönchengladbach (kobinet) „In der Nacht zu Montag gab es offenbar einen rechtsradikalen Angriff auf ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Polizei und Staatsschutz ermitteln.“ So heißt es in einem Bericht des WDR vom 28. Mai 2024. Neben einer beschädigten Tür haben dem Bericht zufolge Mitarbeitende eines Wohnheims der Lebenshilfe einen Ziegelstein mit der Aufschrift „Euthanasie ist die Lösung“ gefunden.

Sonderpädagogischer Förderbedarf Thema im Schulausschuss des Landtags von NRW

Eva-Maria Thoms
Eva-Maria Thoms
Foto: Lingscheid/mittendrin e.V.

Köln / Düsseldorf (kobinet) Wenn der Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags sich am heute, am 29. Mai 2024 mit dem „Wissenschaftlichen Prüfauftrag zur steigenden Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf“ beschäftigt, geht es nach Ansicht des in Köln angesiedelten Verein mittendrin um einen versteckten Skandal erheblichen Ausmaßes. Immer mehr Schulkindern in Nordrhein-Westfalen werde ein sonderpädagogischer Förderbedarf attestiert und damit schulrechtlich eine Behinderung. Deren Zahl sei seit den 10er Jahren um rund 30.000 gestiegen, von rund 120.000 auf rund 150.000, heißt es in einer Presseinformation des Verein mittendrin.

VdK fordert Pflegeversicherung für alle

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) „Die Pflege-Bürgerversicherung, wie sie Gesundheitsminister Karl Lauterbach in einem Interview vorgeschlagen hat, ist genau der richtige Weg. Wir brauchen eine Pflegeversicherung, in der alle Bürgerinnen und Bürger versichert sind und die nicht nach privater und gesetzlicher Versicherung unterscheidet. Um Pflege zukünftig sicherzustellen, ist es wichtig, dass alle pflegebedingten Kosten abgedeckt werden. Dafür muss auch die Beitragsbemessungsgrenze fallen. Wir als VdK fordern die Bundesregierung dringend auf, dieses Projekt noch in dieser Legislaturperiode anzugehen. Angesichts der steigenden Zahlen an Pflegebedürftigen wird es nicht ohne Steuerzuschüsse gehen“, heißt es in einer Presseinformation des Sozialverband VdK.

Berichte zum Diversity Tag zur Inklusion im SWR

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Foto: SWR

Stuttgart (kobinet) Die ARD rückte am diesjährigen Diversity-Tag am 28. Mai 2024 Vielfalt und Diversität in den Mittelpunkt ihrer Programme – in diesem Jahr mit dem Themenschwerpunkt Inklusion – Menschen mit Behinderung. Darauf und eine Reihe von Berichten zur Inklusion hat Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Europawahl 2024: Inklusion mehr denn je ein Kernanliegen

Verena Gotzes
Verena Gotzes
Foto: BSK

Krautheim (kobinet) Die Europawahl steht unmittelbar bevor und die Ergebnisse einer neuen Umfrage der Aktion Mensch in Kooperation mit Ipsos geben Aufschluss über die drängenden Bedenken von Menschen mit Behinderung hinsichtlich der politischen Agenda in Europa. Fast 80 Prozent der Befragten äußern große Sorge, dass Inklusion und Teilhabe als Luxusthemen abgetan und nicht länger als prioritäre politische Themen behandelt werden. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) unterstreicht, dass diese Befürchtungen ernst zu nehmen sind und fordert von den zukünftigen Mitgliedern des Europäischen Parlaments verstärkte Aufmerksamkeit für die Belange von Menschen mit Behinderungen.

Große Sorge von Menschen mit Behinderung vor Europawahl

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Foto: gemeinfrei

Bonn (kobinet) Am 9. Juni 2024 entscheiden die Bürger*innen Deutschlands darüber, wer sie künftig im Europäischen Parlament vertreten soll. Welche Gedanken und Sorgen Menschen mit Behinderung im Vorfeld der Wahl umtreiben, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Online-Umfrage der Aktion Mensch in Zusammenarbeit mit dem Sozialforschungsinstitut Ipsos. Knapp 80 Prozent der Befragten befürchten, dass Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung mehr und mehr als „Luxusthemen“ betrachtet werden. Damit einher geht bei knapp drei Vierteln der Befragten die Sorge, dass Inklusion den zur Wahl stehenden Parteien immer unwichtiger erscheinen wird. Weitere 66 Prozent fürchten außerdem, dass ihre Belange von den politischen Vertreter*innen des Europäischen Parlaments zukünftig weniger mitgedacht werden. Befragt wurden 332 Mitglieder der sogenannten Teilhabe-Community – das erste Umfrage-Panel im deutschsprachigen Raum, das ausschließlich aus Menschen mit Behinderung besteht.

Menschenrechtsverletzung durch Sprachentzug bei tauben Kindern und Jugendlichen

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DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Ein Aufklärungsvideo auf Instagram und YouTube der Deutschen Gehörlosen Jugend (DGJ) weist auf einen gesellschaftlich übersehenen Missstand hin: Nur maximal 10 Prozent aller tauben Kinder haben von Geburt an Zugang auf die Gebärdensprache. „Dabei sind die gravierenden und bleibenden Folgen der Sprachlichen Deprivation längst wissenschaftlich belegt. Wie kann es sein, dass so viele Taube Kinder von dieser grundlegenden Fähigkeit zu kommunizieren ausgeschlossen werden?“ heißt es in einer Presseinformation der Deutschen Gehörlosen Jugend.