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Assistenzkräfte im Arbeitgebermodell sollen in Berlin nun endlich fair bezahlt werden

Rotes Rathaus in Berlin im Sommer
Rotes Rathaus in Berlin
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Stellvertreter des Präsidenten des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales Steffen Färber versicherte am 19. Mai 2026 einem Bericht des neuen deutschland (nd) zufolge den behinderten Arbeitgeber*innen und ihren Assistent*innen, die seit langem für eine gleichberechtigte Bezahlung ihrer selbst angestellten Assistenzkräfte kämpfen, dass eine schriftliche Rückmeldung innerhalb von zwei Wochen erfolgen werde. Ab Mai sollen dem nd-Bericht zufolge die Assistenzkräfte dann rückwirkend bis zum Januar 2026 nach der neuen Entgeltgruppe bezahlt werden. Das ist ein Ergebnis einer erneuten Protestaktion behinderter Menschen, die ihre Assistenz selbst organisieren, beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales, die diese am 19. Mai 2026 durchgeführt haben.

Der Hauptausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus hatte am
 3. Dezember 2025 die Gleichbehandlung der Tarifverträge für Persönliche Assistenzen bei Assistenzdiensten und im Arbeitgeberinnen – und Arbeitgeber-Modell beschlossen.
 Obwohl die Fachliche Weisung Nr. 01/2026 laut Auskunft bereits am 31. März 2026 an
 das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) übermittelt wurde, ist die
 Umsetzung bis heute nicht erfolgt. Die Umsetzung der Fachlichen Weisung ist nötig, um 
höhere Löhne der Persönlichen Assistentinnen und Aarbeitergeber im Arbeitgeberinnen – und Arbeitgeber-Modell nach 
Entgeltgruppe 5 (EG 5) bezahlen zu können. 
Die Berliner Sozialverwaltung, Finanzverwaltung und das Landesamt für Gesundheit und 
Soziales sowie die entsprechenden zuständigen Personen sorgen dafür, dass die Fachliche Weisung Nr. 01/2026 immer noch nicht umgesetzt wird, berichteten die kobinet-nachrichten am 19. Mai 2026 im Zusammenhang mit einer Protestaktion der behinderten Arbeitgeber*innen und ihrer Assistent*innen.

Das „Bündnis für selbstbestimmtes Leben“ stattete deshalb der Abteilung „Persönliche Assistenz“ im Landesamt für Gesundheit 
und Soziales einen unbefristeten Besuch ab und fragten die Mitarbeitenden sowie
 deren Leitung, woran die Umsetzung hakt und warum sie sich nicht an den Beschluss des Hauptausschusses halten.

Link zum nd-Bericht über die Protestaktion und die Ergebnisse vom 19. Mai 2026

Link zum Bericht der kobinet-nachrichten über die gestartete Protestaktion am 19. Mai 2026