Berlin (kobinet)
Heute ist der 20. Mai 2026.
Die Bundes-vereinigung Lebens-hilfe hat eine Presse-konferenz gemacht.
Die Bundes-vereinigung Lebens-hilfe ist ein großer Verein.
Der Verein hilft Menschen mit Behinderung und ihren Familien.
Er arbeitet in ganz Deutschland.
Bei einer Presse-konferenz sprechen wichtige Personen.
Viele Journalisten hören zu.
Das Motto der Konferenz war: Teil-habe ist ein Menschen-recht, Herr Bundes-kanzler.
Teil-habe bedeutet: Menschen mit Behinderung können am Leben mitmachen.
Menschen-recht bedeutet: Dieses Recht hat jeder Mensch.
Diese Rechte gelten auf der ganzen Welt.
Der Bundes-kanzler ist der Chef der deutschen Regierung.
Ulla Schmidt von der Lebens-hilfe hat eine Petition gestartet.
Eine Petition ist eine Bitte an die Politik.
Der Titel lautet: Keine Kürzungen der Eingliederungs-hilfe.
Eingliederungs-hilfe bedeutet: Der Staat hilft Menschen mit Behinderung.
Fast 100.000 Menschen haben die Petition unterschrieben.
Viele Verbände unterstützen die Petition auch.
Verbände sind Zusammen-schlüsse von Gruppen oder Vereinen.
Sie setzen sich gemeinsam für ein Ziel ein.
Am 8. Juni 2026 gibt es eine Anhörung im Bundes-tag.
Eine Anhörung bedeutet: Menschen dürfen ihre Meinung sagen.
Wichtige Personen hören dabei genau zu.
Die Anhörung ist von 13:00 bis 14:00 Uhr.
Der Petitions-ausschuss prüft die Petition.
Der Petitions-ausschuss ist eine Arbeits-gruppe im Bundes-tag.
Die Gruppe prüft Bitten von Bürgerinnen und Bürgern.
Am 27. Mai gibt es eine Informations-veranstaltung.
Eine Informations-veranstaltung ist ein Treffen.
Menschen bekommen dort wichtige Nachrichten.
Das Bundes-ministerium für Arbeit und Soziales lädt dazu ein.
Ein Bundes-ministerium ist eine Behörde der Regierung.
Dort arbeiten Menschen an wichtigen Themen für Deutschland.
Dort wird über mögliche Kürzungen gesprochen.
Bund, Länder und Kommunen diskutieren über Einsparungen.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Sie kümmern sich vor Ort um viele Aufgaben für die Menschen.
Einsparungen bedeutet: Es wird weniger Geld ausgegeben.
Die Vorschläge für Kürzungen machen viele Menschen Angst.
Sie bedrohen die Selbst-bestimmung behinderter Menschen.
Selbst-bestimmung bedeutet: Jeder Mensch entscheidet selbst über sein Leben.
Das wurde bei der Presse-konferenz sehr deutlich.
Ulla Schmidt sprach bei der Presse-konferenz.
Sie sagte: Es darf keine Kürzungen geben.
Kürzungen schränken die Rechte behinderter Menschen ein.
Behinderte Menschen müssen selbst entscheiden können.
Sie müssen wählen können, wo sie wohnen.
Sie müssen wählen können, welche Schule sie besuchen.
Ulla Schmidt nannte das Grund-gesetz.
Das Grund-gesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland.
Alle Menschen in Deutschland müssen sich daran halten.
Artikel 3 des Grund-gesetzes verbietet die Benachteiligung behinderter Menschen.
Benachteiligung bedeutet: Jemand wird schlechter behandelt als andere Menschen.
Ulla Schmidt nannte auch die UN-Behinderten-rechts-konvention.
Die UN-Behinderten-rechts-konvention ist ein wichtiger Vertrag.
Der Vertrag regelt die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Viele Länder haben diesen Vertrag unterschrieben.
Auch Deutschland hat ihn unterschrieben.
Kürzungen würden gegen diese Rechte verstoßen.
Sebastian Urbanski war auch bei der Presse-konferenz.
Er ist Mitglied im Bundes-vorstand der Lebens-hilfe.
Der Bundes-vorstand ist die Führungs-gruppe des Vereins.
Diese Gruppe leitet die Lebens-hilfe für ganz Deutschland.
Er vertritt sich selbst als Mensch mit Behinderung.
Sebastian Urbanski lebt mit Down-Syndrom.
Menschen mit Down-Syndrom haben ein Chromosom mehr als andere Menschen.
Das ist keine Krankheit.
Sebastian Urbanski ist Schauspieler.
Seit einigen Jahren lebt er mit seiner Ehefrau zusammen.
Sie wohnen in einer inklusiven Haus-gemeinschaft.
Inklusion bedeutet: Menschen mit und ohne Behinderung leben gemeinsam.
Jeder Mensch gehört dazu.
Eine Haus-gemeinschaft ist eine Gruppe von Menschen.
Sie wohnen zusammen in einem Haus.
Dafür brauchen Sebastian und seine Frau Assistenz.
Assistenz bedeutet: Eine Person hilft im Alltag.
Ohne Assistenz könnten sie dort nicht wohnen.
Sebastian Urbanski sagte: Ich bin 48 Jahre alt.
Ohne Assistenz müsste ich wieder zu meinen Eltern ziehen.
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Die Kürzungen machen mir große Sorge.
Sebastian Urbanski sprach über Bundes-kanzler Merz.
Er sagte: Es macht Angst, wenn Merz Einsparungen fordert.
Sebastian Urbanski hat einen Appell an den Bundes-kanzler gemacht.
Ein Appell ist eine dringende Bitte an eine wichtige Person.
Sebastian Urbanski sagte: Herr Bundes-kanzler Merz, stärken Sie die Inklusion!
Lisa Behme war auch bei der Presse-konferenz.
Sie ist Mutter von Kindern mit Behinderung.
Sie hat selbst eine Petition gestartet.
Über 250.000 Menschen haben ihre Petition unterschrieben.
Lisa Behme berichtete über Schul-assistenz.
Schul-assistenz bedeutet: Eine Person hilft Kindern in der Schule.
Manchmal fällt die Schul-assistenz aus.
Dann muss Lisa Behme ihre Kinder von der Schule abholen.
Das passiert ihr schon jetzt oft.
Lisa Behme sagte: In Schulen fehlt oft Unterstützung.
Der Rechts-anspruch auf Schul-assistenz darf nicht gekürzt werden.
Rechts-anspruch bedeutet: Man hat das Recht auf etwas.
Dieses Recht ist im Gesetz festgelegt.
Sonst müsste Lisa Behme ihren Job aufgeben.
Sie müsste dann selbst für die Bildung ihrer Kinder sorgen.
Lisa Behme sagte: Wir brauchen keine Kürzungen.
Wir brauchen ein System, das Familien unterstützt.
Sie sagte auch: Inklusion ist ein Menschen-recht!
Die Petition von Ulla Schmidt kann noch unterschrieben werden.
Die Frist endet am 25. Mai 2026.
Hier kannst du die Petition unterschreiben:

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Der Zeitpunkt und auch das Motto "Teilhabe ist ein Menschenrecht, Herr Bundeskanzler" hätten für die Pressekonferenz, zu der die Bundesvereinigung Lebenshilfe heute am 20. Mai 2026 eingeladen hat, nicht besser gewählt werden können. Die erste von Ulla Schmidt von der Lebenshilfe im Petitionsportal des Bundestages gestartete und von vielen Verbänden unterstützte Petition mit dem Titel "Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung" befindet sich gerade auf dem Sprung über die Marke von 100.000 Unterstützer*innen und ein Termin für die Anhörung des Petitionsausschusses des Bundestages steht schon für den 8. Juni 2026 von 13:00 bis 14:00 Uhr fest. Zudem warten die Verbände behinderter Menschen und die Anbieter*innen von Dienstleistungen gespannt auf eine Informationsveranstaltung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales, bei der am 27. Mai über den Stand der Diskussionen mit den Ländern und den Kommunen zu Einsparungen bei der Eingliederungshilfe informiert werden soll. Dass diese Diskussionen und vor allem die Vorschläge aus Beratungen des Bundes mit Vertreter*innen der Länder und der Kommunen zu Leistungskürzungen und der Einschränkung von Rechten behinderter Menschen Angst machen und die Selbstbestimmung behinderter Menschen bedrohen, das wurde bei der Pressekonferenz der Lebenshilfe mehr als deutlich.
Ulla Schmidt untermauerte ihren Appell, dass es keine Änderungen der Regelungen und Praxis geben dürfe, die zu Einschränkungen der selbstbestimmten Teilhabe und der Rechte behinderter Menschen führen dürfen, mit einigen Beispielen, was die bekannt gewordenen Vorschläge für Leistungskürzungen konkret für behinderte Menschen und ihre Angehörigen bedeuten würden. Behinderte Menschen müssten entscheiden können, wo und mit wem sie leben, welche Schule sie besuchen und wo sie arbeiten möchten. Alles andere sei ein klarer Verstoß gegen die UN-Behindertenrechtskonvention und gegen das Benachteiligungsverbot für behinderte Menschen in Artikel 3 des Grundgesetzes. Es gelte gemeinsam Inklusion und Demokratie zu stärken und nicht einen Rückwärtsgang einzulegen. Und dabei müsse die Vorfahrt für Inklusion gelten und man dürfe nicht internationales Recht mit Füßen treten, das müsse der Maßstab für uns bleiben.
Sebastian Urbanski, der als Selbstvertreter und Mitglied im Bundesvorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe an der Pressekonferenz teilnahm, stellte in seinem Statement klar: „Für mich hat die Eingliederungshilfe eine existentielle Bedeutung. Ich lebe mit Down Syndrom und bin Schauspieler.“ Seit einigen Jahren lebt er mit seiner Ehefrau in einer inklusiven Hausgemeinschaft. Ohne die nötige Assistenz könnte er und seine Frau dort nicht wohnen. „Ich müsste wieder zu meinen Eltern ziehen, mit 48 Jahren wäre das sehr komisch. Wenn meine Mutter nicht mehr fit ist, käme ich womöglich in ein Heim. Beides kann ich mir überhaupt nicht vorstellen“, stellte er angesichts der angedachten Leistungskürzungen und vor allem im Falle der Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts klar. Die Diskussionen um Kürzungen der Eingliederungshilfe bereite ihm große Sorge. „Es macht Angst, wenn so ein mächtiger Mann wie Bundeskanzler Merz sagt, es muss Einsparungen bei Hilfen für Menschen mit Unterstützungsbedarf geben.“ Sein Appell ist daher klar: „Herr Bundeskanzler Merz stärken Sie die Inklusion anstatt sie zu verhindern!“
Lisa Behme, die als betroffene Mutter bereits vor einiger Zeit eine Petition gestartet hatte, die nicht über den Bundestag läuft und mittlerweile über 250.000 Unterstützer*innen hat, schilderte, was es bedeutet, wenn die Schulassistenz wieder einmal ausfällt. „Dann muss ich meine Kinder von der Schule abholen. Die Schulpflicht gilt in Deutschland wohl nur unter besonderen Voraussetzungen“, sagt sie resigniert. In Schulen herrsche meist eine Mangelverwaltung, wenn jetzt noch der Rechtsanspruch auf Schulassistenz eingeschränkt werde, dann könne sie ihren Job aufgeben und müsse selbst für die Bildung ihrer Kinder sorgen. „Jeden Tag erlebe ich jetzt bereits, dass gegen das Recht auf Bildung verstoßen wird. Wir brauchen keine Kürzungen, wir brauchen ein System, das Familien unterstützt statt zusätzlich belastet“, betonte Lisa Behme und merkte an. „Inklusion ist ein Menschenrecht!“
Die Petition kann noch bis zum 25. Mai 2026 unterstützt werden.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Der Zeitpunkt und auch das Motto "Teilhabe ist ein Menschenrecht, Herr Bundeskanzler" hätten für die Pressekonferenz, zu der die Bundesvereinigung Lebenshilfe heute am 20. Mai 2026 eingeladen hat, nicht besser gewählt werden können. Die erste von Ulla Schmidt von der Lebenshilfe im Petitionsportal des Bundestages gestartete und von vielen Verbänden unterstützte Petition mit dem Titel "Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung" befindet sich gerade auf dem Sprung über die Marke von 100.000 Unterstützer*innen und ein Termin für die Anhörung des Petitionsausschusses des Bundestages steht schon für den 8. Juni 2026 von 13:00 bis 14:00 Uhr fest. Zudem warten die Verbände behinderter Menschen und die Anbieter*innen von Dienstleistungen gespannt auf eine Informationsveranstaltung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales, bei der am 27. Mai über den Stand der Diskussionen mit den Ländern und den Kommunen zu Einsparungen bei der Eingliederungshilfe informiert werden soll. Dass diese Diskussionen und vor allem die Vorschläge aus Beratungen des Bundes mit Vertreter*innen der Länder und der Kommunen zu Leistungskürzungen und der Einschränkung von Rechten behinderter Menschen Angst machen und die Selbstbestimmung behinderter Menschen bedrohen, das wurde bei der Pressekonferenz der Lebenshilfe mehr als deutlich.
Ulla Schmidt untermauerte ihren Appell, dass es keine Änderungen der Regelungen und Praxis geben dürfe, die zu Einschränkungen der selbstbestimmten Teilhabe und der Rechte behinderter Menschen führen dürfen, mit einigen Beispielen, was die bekannt gewordenen Vorschläge für Leistungskürzungen konkret für behinderte Menschen und ihre Angehörigen bedeuten würden. Behinderte Menschen müssten entscheiden können, wo und mit wem sie leben, welche Schule sie besuchen und wo sie arbeiten möchten. Alles andere sei ein klarer Verstoß gegen die UN-Behindertenrechtskonvention und gegen das Benachteiligungsverbot für behinderte Menschen in Artikel 3 des Grundgesetzes. Es gelte gemeinsam Inklusion und Demokratie zu stärken und nicht einen Rückwärtsgang einzulegen. Und dabei müsse die Vorfahrt für Inklusion gelten und man dürfe nicht internationales Recht mit Füßen treten, das müsse der Maßstab für uns bleiben.
Sebastian Urbanski, der als Selbstvertreter und Mitglied im Bundesvorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe an der Pressekonferenz teilnahm, stellte in seinem Statement klar: „Für mich hat die Eingliederungshilfe eine existentielle Bedeutung. Ich lebe mit Down Syndrom und bin Schauspieler.“ Seit einigen Jahren lebt er mit seiner Ehefrau in einer inklusiven Hausgemeinschaft. Ohne die nötige Assistenz könnte er und seine Frau dort nicht wohnen. „Ich müsste wieder zu meinen Eltern ziehen, mit 48 Jahren wäre das sehr komisch. Wenn meine Mutter nicht mehr fit ist, käme ich womöglich in ein Heim. Beides kann ich mir überhaupt nicht vorstellen“, stellte er angesichts der angedachten Leistungskürzungen und vor allem im Falle der Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts klar. Die Diskussionen um Kürzungen der Eingliederungshilfe bereite ihm große Sorge. „Es macht Angst, wenn so ein mächtiger Mann wie Bundeskanzler Merz sagt, es muss Einsparungen bei Hilfen für Menschen mit Unterstützungsbedarf geben.“ Sein Appell ist daher klar: „Herr Bundeskanzler Merz stärken Sie die Inklusion anstatt sie zu verhindern!“
Lisa Behme, die als betroffene Mutter bereits vor einiger Zeit eine Petition gestartet hatte, die nicht über den Bundestag läuft und mittlerweile über 250.000 Unterstützer*innen hat, schilderte, was es bedeutet, wenn die Schulassistenz wieder einmal ausfällt. „Dann muss ich meine Kinder von der Schule abholen. Die Schulpflicht gilt in Deutschland wohl nur unter besonderen Voraussetzungen“, sagt sie resigniert. In Schulen herrsche meist eine Mangelverwaltung, wenn jetzt noch der Rechtsanspruch auf Schulassistenz eingeschränkt werde, dann könne sie ihren Job aufgeben und müsse selbst für die Bildung ihrer Kinder sorgen. „Jeden Tag erlebe ich jetzt bereits, dass gegen das Recht auf Bildung verstoßen wird. Wir brauchen keine Kürzungen, wir brauchen ein System, das Familien unterstützt statt zusätzlich belastet“, betonte Lisa Behme und merkte an. „Inklusion ist ein Menschenrecht!“
Die Petition kann noch bis zum 25. Mai 2026 unterstützt werden.




