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Beratungsstelle ist jetzt Landesfachstelle

Blonde junge Frau in der Mitte wird von einem Mann und einer Frau eingerahmt, welche die Urkunden halten und zeigen
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf bei der Übergabe des Prädikates „Landesfachstelle Barrierefreiheit“ an Prof. Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer und Thomas Lenzen von der Bayerischen Architektenkammer.
Foto: StMAS/Nötel

MÜNCHEN (kobinet) Mehr als 40 Jahre Expertise, 100.000 Erstberatungen und 18 Standorte – diese stolze Bilanz zieht die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer. Gestern hat die Bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf der Beratungsstelle das Prädikat "Landesfachstelle Barrierefreiheit" verliehen, eine Auszeichnung, die das Kabinett Ende April im Ministerrat beschlossen hatte. Ministerin Scharf betonte bei der Übergabe des Prädikats: "Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Alle, die sich informieren wollen, können das Beratungsangebot der Beratungsstelle Barrierefreiheit kostenlos nutzen. Für Menschen mit Behinderung ist es elementar, dass sie barrierefrei wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können. Wir fördern die Anlaufstelle mit 18 Standorten in ganz Bayern seit mehr als 40 Jahren. Sie trägt wesentlich dazu bei, Barrierefreiheit umzusetzen. Das neue Prädikat 'Landesfachstelle' ist mehr als verdient. Wenn alle teilhaben können, stärken wir unser Miteinander und schützen unsere Demokratie."

Die bayernweite Beratung der Architektenkammer richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, an Unternehmen, Verbände und Kommunen – letztlich an alle, die sich über Barrierefreiheit informieren wollen. Die Themen reichen von Bauen und Wohnen über Barrierefreiheit am Arbeitsplatz, in Bildungseinrichtungen oder im öffentlichen Nahverkehr.

Die Landesfachstelle ist Teil des Programms „Bayern barrierefrei“, für das die Staatsregierung seit 2015 mehr als 1,6 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat. Ein eigener Kabinettsausschuss begleitet das Programm, mit dem der Freistaat unter anderem die Bahn freiwillig beim barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe unterstützt und die Kommunen bei der barrierefreien Gestaltung von Bushaltestellen. Darüber hinaus baut der Freistaat, Barrieren in staatlichen Gebäuden und seinen digitalen Angeboten ab. Auch der Ausbau barrierefreier Kommunikation, etwa über Leichte Sprache, ist Teil des Programms.